kultladen meets dark city bd1 von kofmehl/betts
Posted in Allgemein on Oktober 11th, 2019ein streifzug durch das verloren gegangene reich von shairia: dark city band 1, das buch der prophetie
ein streifzug durch das verloren gegangene reich von shairia: dark city band 1, das buch der prophetie
im kultladen auf tour: die könige band eins von michael peinkofer
Kofmehls Seite/ Kofmehl auf Wiki/ Dark City Trilogie Bd 1: Das Buch der Prophetie c Brunnen 2008/ Karte/ hardfax S.348
Empfehlung Dark City, von der Schweizerin Damaris Kofmehl und dem Amerikaner Demetri Betts, ist ein dreiteiliger Fantasy-Roman aus dem Jahr 2008. Er richtet sich vor allem an Jugendliche, kann aber auch von Erwachsenen gelesen werden. Die Handlung hat die Kraft, Fragen im eigenen Leben aufzuwerfen. Fragen an das Leben an und für sich. Es empfiehlt sich daher, das Buch nicht zwischendurch zu lesen, sondern in einer ruhigen Minute.
Handlung Band eins: Das Buch der Prophetie Shairia ist der übriggebliebene Teil einer Insel, die von einer Naturkatastrophe verheert ist. Seither hängt nebliger Dunst über dem ganzen Land. Ein Regent und seine Barone regieren das Volk, belegen es mit eisernen Regeln. Von einer Hexe erhalten vier Jugendliche einen Auftrag. Sie müssen zwei Reliquien zu einem König im Exil bringen. Dadurch, so sagt eine vergessen gegangene Prophezeiung, soll das Land von der Bedrückung befreit werden. Von Abenteuer zu Abenteuer stolpernd, versuchen die vier Jugendlichen, den Auftrag zu erfüllen.
Besprechung Die Aufstellung des Plots verbirgt zwei grosse Fallgruben. Es ist zum einen das abgedroschene Klischee eines Teams, das eine Aufgabe meistern muss, und zum andern die Thematik um Lüge und Wahrheit. Beide bergen die Gefahr, bei ungewissenhafter Bearbeitung, die Geschichte abstürzen zu lassen.
Fallgrube 1: Ein Team löst die Aufgabe Es ist eine Erfahrung, die wir irgendwann mal im Leben gemacht haben. Wir waren in einem Team, wir haben verloren. Denn da war meistens ein Team, das eine stärkere Besetzung hatte. Ein Team sein bedeutet also, Schwächere und Stärkere sind dabei. Jene die sich mögen, jene die sich meiden, im Team können sie aufeinander treffen.
Sie müssen nun, wie im vorliegenden Buch, miteinander einen Auftrag ausführen. Die Mädchen, die Buben, und nur ein Mitglied hat wirklich eine Kampfausbildung. Die Andern? In dieser Hinsicht unerfahren. Mindestens zwei von ihnen Verlierer in den Augen der Gesellschaft. Ein Kunststück für die Autoren, Aussage um Aussage den Deckel über der Fallgrube zu schliessen. Nichts weniger als die Frage nach gegenseitigem Vertrauen steht im Zentrum. Die Autoren müssen glaubhaft erzählen und wissen, eine feine Federführung ist gefragt, damit der Funke springt. Schon Tolkien, der Autor von „Herr der Ringe“, hatte sich dieser heiklen Aufgabe gestellt. Er liess seine zwei Protagonisten die Frage nach dem Sinn beantworten. Antwort: Es gebe etwas, für das zu leben sich lohnt.
Fallgrube 2: Lüge und Wahrheit Die Wahrheit in Shairia ist täglicher Nebel, Armut, strenge Regeln. Ein Herrscher, der das Volk mit eiserner Hand führt. Alle wissen, daran sind diese Hexen schuld. Als das Team von einer alten Frau über ihre Absichten unterrichtet wird, offenbart sie sich als Hexe. Sie ist aber freundlich, hat Plätzchen gebacken und gibt sich auch sonst fürsorglich. Eine gute Gastgeberin. Dann dreht sie den Spiess um, denn sie sei nichts weniger als eine Hexe. Die jungen sind verunsichert, schlucken schliesslich die Botschaft.
Die vier Protagonisten fühlen sich nun wie in dem eingangs erwähnten Beispiel. Es hebt sich ein lange festgesessener Nebel. Sie wissen nicht, warum sie auf der rechten Seite des Zauns laufen. Linker Hand ist es doch viel schöner. Die Realitäten jedoch spielen sich auf ihrer Seite ab. In beiden Fragestellungen zeigt sich die erfolgreiche Mission der beiden Autoren. Die Charaktere sind als einfache Menschen beschrieben, denen wir durchaus auch im Leben begegnen könnten. Das macht die Erzählung glaubwürdig. Wie von magischer Hand schliessen sich die Fallgruben. Der Leser schreitet darüber, wundert sich, liest, blättert um, blättert schon mal vor. Das bringt jeden geneigten Leser dem von den Autoren genannten Ziel näher. Das ist zu glauben, dass jedem von uns, jung oder alt, ein Ziel, ein Sinn im Leben prophezeit ist. Zum Schluss das Fazit, Damaris Kofmehl muss eine Schriftstellerin sein, die an das glaubt, was sie schreibt. Dark City ist eine berührende, packende Geschichte!
gedankenverbrecher für das team fantaster
B.Preiss, J.M.Reaves/ Preiss auf Wiki, Reaves auf Jedipedia/ Drachenland c Econ Verlag 1997/ Titel des amerikanischen Originals: Dragonworld/ aus dem amerikanischen von Karin Polz/ Illustrationen von Joseph Zucker/ softfax S. 464
Der Winzling Amsel lebt als erfinderischer Einsiedler in Fandora. Das Volk besteht aus Bauern, Fischern und Handwerkern. Johan, der Sohn eines Ältesten, stürzt eines Tages mit einem von Amsel gebauten Fluggerät vor den Klippen zu Tode. Amsel wird belastet, eine Schuld am Tode des Jungen zu haben, ein Spion zu sein. Er flieht über die Meerstrasse nach Simbala. Auch dort wird der gerade eben eingesetzte Monarch mit einem unerklärlichen Todesfall eines Kindes konfrontiert. Während nun Simbala nach den Gründen forscht, sieht Fandora seinen Nachbarn als Ursache für die Morde und zieht gegen ihn in den Krieg.
Weit entfernt, über das Meer im Norden, leben Wesen, die die Völker nur noch aus den Legenden kennen. Sie gaben mit ihrem Drang zu überleben den eigentlichen Ausschlag für die bei den Menschen anstehenden Rätsel. Und es ist der Winzling Amsel, der durch seine Reise Aufklärung in die wirklichen Todesursachen der Kinder bringt.
Dabei haben sich Preiss/ Reaves darum gekümmert, verschiedene Seiten der Geschichte in Worte zu fassen. Drachenland ist die Geschichte des Winzling Amsels, der, genötigt seine Heimat zu verlassen, eine Schlüsselfigur zur Lösung der aktuellen Krise ist. Dann ist es der Blick auf das Volk der Fandoraner. Ein Landvolk, ohne grosse Kulturgüter. Einer davon ist Jondalrun, ein Ältester, Vater des verunglückten Johan und Antreiber zum Krieg. Der Roman Drachenland ist auch die Geschichte des Königshauses in Simbala. Dort ist zurzeit, sehr zum Ärger des Adels, ein ehemaliger Bergmann an der Macht. Das allein ergibt genug Stoff, um die Seiten mit Intrigen zu füllen, ausgeführt von der Prinzessin persönlich. So ist eben Drachenland auch die Geschichte des jungen Monarchen Falkenwind, der gleich an zwei Fronten antreten muss. Gegen die Fandoraner und gegen die Verschwörung von Innen. Zuletzt ist Drachenland die Geschichte von uralten Wesen, den Drachen. Ihr Bestand ist gefährdet. Sie müssen handeln. Sehen dabei den Menschen als Feind.
Die Zusammensetzung der verschiedenen Textteile, den gewählten Stil, kann man als Jerry Cotton der High Fantasy bezeichnen. Edle, Gute, Böse, Zweifelhafte- alle bekommen sie kurz und knapp umrissen über ein bis zwei Seiten einen Lebenslauf. So ergibt sich für alle möglichen Akteure ein Bild, sodass man dessen Entscheidungen nachvollziehen kann. Dabei muss man sich aber als Leser nicht mit überzeichneten Lebensläufen und kratertiefen Beziehungsknorzen abfinden. Der Plot ist eher ein sanfter Wellengang, bis zum tosenden Brecher. Kein Unterbruch durch langweilige Konversationen und Gefühlsduselei oder zu lange Landschaftsbeschreibungen. Eine konsequente Umsetzung, ein stetes forttreiben der Handlung, von leichter bis voller Spannung.
So ist Drachenland gut mal zwischendurch lesbar. In der Hektik des ÖV`s, während der Mittagsmalzeit, vor dem Einschlafen. Die Autoren haben sich an die Devise gehalten, die schon Tolkien vorschwebte. Die Lösung von weltumspannenden Konflikten durch einen vermeintlich schwachen Protagonisten darzubieten. Darum ist es ein Fantasy Roman für Jung und Alt, eine All-Age-Fantasy Geschichte. Ein Buch, das zum Träumen einlädt, unterstützt durch schwarz weiss Bleistiftzeichnungen, die es zu einem doppelten Lesegenuss machen.
mit dem drachen nach fandora flieg
im land der menschen find die perle
wo eitel ehre und starrsinn brachte krieg
auf der seite edler entzwei raufend kerle
auf den spuren von logik und aberglaube mit im namen des falken von ian morson
Ian Morson/ Morson auf Wiki/ Im Namen des Falken c 1995, Goldmann Verlag/ Originaltitel: Falconers Crusade/ Deutsch von Bruno Genzler/ softfax S.220

Der Student der freien Künste, Thomas Symon, wird im mittelalterlichen Oxford des Jahres 1264 Zeuge eines Mordes. Eine Dienerin eines Regent Masters liegt mit offener Kehle im Dreck einer Gasse. Diese Tat belastet das ohnehin schon angespannte Verhältnis von Universität und Stadt. Es ist William Falconer, der die Tat aufklärt. Dabei setzt er in seiner aristotelischen Weise auf deduktive Logik. Er hat gelernt, vom allgemeinen auf die Details zu schliessen, die Fakten zu verknüpfen. So kann er den Täter entlarven. Das ist auch nötig, denn es werden noch weitere Morde geschehen, wenn sich Falconer nicht sputet. Ihm zur Seite steht der Student Thomas Symon, der sich wiederholt auf eigene Faust aufmacht.
Ian Morson erzählt dabei mit der Leichtigkeit eines gewandten Geschichtenerzählers. Es ist das England des 13.Jahrhunderts. König und Barone streiten um die Macht. Die Erde ist noch keine Kugel. Söhne aus dem einfachen Volk brauchen einen Gönner, um studieren zu können. Den Juden werden schlimme Taten angedichtet. Strassen und Wege sind noch nicht gepflastert. Hinter den Mauern herrscht Kälte, nur erwärmt von einem Feuer. Es ist mehr als ein Hauch, den Ian Morson in seinem Romanerstling vermitteln kann.
Und um auf die Andeutungen in der Einleitung zu antworten. Dieses Werk bietet dem aufmerksamen Leser mehr als bloss Unterhaltung mit historischem Hintergrund. Und sei es nur zu Lernen, dass mit Fakten eine Menge an Aberglauben bekämpft werden kann. Wissen ist nicht nur Macht, Wissen setzt auch frei. Damals wie heute soll damit Verleumdung und üble Nachrede entlarvt werden. Damals wie heute, stehen wir oft allein, wenn wir Behauptungen gegenüber stehen. Da brauchen wir einen Falconer, in Form von logischem Denken, der oder das, Licht in ein diffuses Dunkel zu werfen vermag.
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Tür gefunden. Das Profil hob sich, begrüsste den Neuankömmling. Er lehnte sich huldvoll in die Runde. Während Hardin betont lässig die Stille unterbrach. Tabakdose wieder in Tasche. Leistung möt den Zeiten von uns vollendet. Keine Zweifel habe. Pirenne verbeugte gleich die Tränen. Damit auch Mylord etwas beschäftigt. Ja, ja winkte Wörklöch, dass draussen Dönge für einen und alle muss. Leider-
jh
der fantaster: aus verschollenen welten– das tor zur gegenwart
Feuer und Finsternis Teil eins: Besprechung von Sohn des Drachen und Teil zwei, der Nekromant
Raphael Zehnder/ Zehnder bei Wiki/ Müller voll Basel, c emons 2018/ Kriminalroman/ softfax S.251
In Basel angekommen befasst sich der Polizeimann Müller-Benedict mit dem ersten Fall. Ein junger Mann aus bevorzugten Kreisen liegt erschossen in einer Industriezone. Die Spur führt über die Kantonsgrenze beider Basel. Zuständig für die Beweisaufnahme ist in dem Fall derjenige Kanton, in dem das Opfer wohnte. Dies ist Basel Stadt und somit ist es ein Fall für den neuangestellten Müller. In einer Studenten WG, bei einem Bundes-Parlamentarier und in einer noblen Altersresidenz nehmen die Fahnder die Ermittlungen auf. Dabei wollen die gefundenen Spuren nicht zu den Fakten, und die Fakten nicht so recht zum Motiv eines möglichen Täters passen. Was also hat den jungen Mann in diese Situation getrieben?
Die Kulisse für diesen Krimi besteht zum Teil aus der Spannung die entsteht, wenn ein Zürcher Basel betritt. Kein See, aber einen Fluss, und der Fussball, darüber redet man nicht, ausser positiv. Der andere Teil besteht aus der undurchsichtigen Familienkonstellation des Opfers. Gut betucht, Vater Bundespolitiker mit einem gut abgeschotteten Wohnsitz gegen bürgerliche Eindringlinge. Da braucht es eine gute Portion Müller, um an Antworten zu kommen.
Der Reportage Stil ist eine weitere Dimension, die dem Roman eine spezielle Note verpasst. Über weite Zeilen keine langen Sätze, sondern wortreich Szenen und Zusammenhänge in kurzen Worten. Die Sprache zum besseren Verständnis oft mit Symbolen unterstützt. Ein Rausch an Bildern, ein Tornado, der die Eindrücke der verschiedenen Blickwinkel kunstreich zu einem Erzählstrang kittet. Gespickt mit Zitaten, Bonmots und lateinischen Floskeln.
Das Buch ein William Gibson der Krimikunst. Die Ermittlungen reich und detailliert aus verschiedenen Blickwinkeln und Personen beschrieben jedoch arm an aktionsreichem Geplänkel. Aber noch viel wichtiger: Die Kulisse, das drohende Szenario verblasst am gewöhnlichen Motiv des Täters. Die Auflösung des Mordes einfacher als die entwickelte Geschichte suggeriert.
für das team fantaster: sir starkweis
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