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Archive for the 'buchinterpretationen' Category

Interpretation von Ph.Gurts Bündner Treibjagd

Posted in buchinterpretationen on Juli 10th, 2019

Philipp Gurt/ Gurt auf Wiki/ c Emons Verlag 2019/ Kriminalroman/ softfax S. 303

 

Tagwacht im Schweizer Berguniversum

Schon mehrere Geschichten hat  der im Bündnerland aufgewachsene Autor Philipp Gurt  veröffentlicht und liefert mit dem aktuellen Kriminalroman „Bündner Treibjagd“ eine packende Erzählung. Sie wickelt sich ab wie das Intro im Vorspann zu Star Wars und führt zu verbrecherischen Taten mitten in einem zeitlosen Berguniversum. Ausgangspunkt der Fahndung ist Chur, die Hauptperson Giulia de Medici, Ermittlerin der Kantonspolizei Graubünden.

Mitten in einer traumhaften Bergwelt, unberührt von menschlichen Absichten eröffnet Philipp Gurt eine Symphonie des Grauens. Ein Anwalt – er trägt Spuren der Gewalt am Körper –  wird in der majestätischen Hochebene Greina aufgegriffen. Im Bündner Nationalpark ist eine ehemalige Sportlerin auf der Flucht. Die beiden Opfer zeigen Gemeinsamkeiten mit  nicht aufgedeckten Verbrechen der Vergangenheit. Ein Fall für Giulia de Medici, die Ermittlerin der Kapo Graubünden, und für Sigron, den bulligen aber menschenfreundlichen Polizisten. Ein Fall für ein Polizeigespann, das bereit ist Überstunden zu machen und auch am Feierabend zu schnüffeln.

Dabei sind es drei separate verbrecherische Geschichten, die Philipp Gurt in Bündner Treibjagd rund um die genannten Opfer aufgleist. Zum einen erzählt der Autor das Einzelschicksal eines Einsiedlers im Nationalpark. Geschickt verwoben in das ganze Geschehen rund um die Ermittlungen von Giulia de Medici. Zum andern ist es die zerstörte sportliche Zukunft einer Biathletin, die zur Jagd auf verbrecherische Taten laden. Und zuletzt führen die Spuren ins Darknet. Zu menschlichen Abgründen am Rande des erträglichen.

Der Autor ist ein Eingeborener und hat es verstanden, die Weite und Abgeschiedenheit seiner Heimat mit den kriminellen Absichten seiner Akteure zu verbinden. Das Glühen der Matten, das Rauschen der Bäche, die Majestät der Gipfel- der Hintergrund um nicht lupenreine Absichten zu verbergen. Ein Universum um Spuren ins Nichts laufen zu lassen. Die Abgeschiedenheit, in die sich Menschen vor dem Gesetz flüchten.

Und so muss dann auch Giulia de Medici, um die entscheidende Erkenntnis zu gewinnen, sich immer wieder aufmachen. Die Orte des Geschehens aufsuchen. Dort unterwegs sein, wo die Täter hoffen ihr Tun verwischen zu können. Über lange Stunden zu Fuss die Wege abgehen, auf und neben den offiziellen Routen. Das ist aber alles kein Problem für eine Ermittlerin ihres Formats. Gulia kennt seit der Fallübernahme nur ein Ziel: Licht ins Dunkel zu bringen. Befreiung für die zu Unrecht beschuldigten, Haft für die eigentlichen Täter!

Gezeichnet: gedankenverbrecher

Interpretation von Sterlings Schismatrix

Posted in buchinterpretationen on Juni 27th, 2019

Bruce Sterling/ Sterling auf Wiki/ Schismatrix, c Argument Verlag 2000/ Titel der amerikanischen Originalausgabe: Schismatrix/ Deutsch von Hannes Riffel/ softfax 381

Der Mond ist nicht genug

Die Welt ist nicht genug, ist der Titel eines James Bond Films. Der Bösewicht in einer Hand ohne Gespür für Schmerzen. Das Empfinden für jegliche Gefühle könnte durch chemische Substanzen oder kybernetische Technik verändert worden sein. Das Werk eines Gestalters oder eines Mechs nach der Definition in Bruce Sterlings Werk Schismatrix aus dem Jahr 1985. Die tonangebenden Klassen in einer entarteten Gesellschaft.

Die Geschichte so spannungslos wie interessant. Interessant in ideologischen Fiktionen. Fade und langweilig was die Handlung betrifft. Zu vergleichen mit den Plots von William Gibson. Beide Meister in der Schichtung kultmässiger Szenen.-

Bruce Sterling beschreibt die Auseinandersetzung zweier Gesellschaftsklassen fern der Erde in weiter Zukunft. Die alte Scholle? Es gibt sie noch, und sie ist auch noch hie und da bewohnt. Der Zugang jedoch für die in den Weltraum enteilten ist untersagt. Im Sonnensystem verteilt lebt die Menschheit in zwei ideologischen Hauptgruppen, den Gestaltern und den Mechs. Die ersteren setzen auf Gentechnologie und Gehirnmanipulation, die letzteren auf Kybernetik und Prothesen. Alles um in ferner Zukunft ein Leben für ein paar Jahrzehnte mehr zu haben.

Die Geschichte beginnt auf einem Mondorbital. Abelard Lindsay ist ein aristokratischer Gestalter, der eine Ausbildung zum Diplomaten durchgemacht hat. Dies gilt ebenfalls für seinen Jugendfreund Constantine. Die beiden sind Subversive, solche die gegen die herrschenden Klassen rebellieren. Jedoch mit verschiedenen Absichten, wie sich bald zeigen wird. Die Freundschaft verwandelt sich bald in Feindschaft und Abelard muss fliehen. Constantine strebt ein totalitäres Regime an, während Abelard das Leben liebt.

Die Flucht führt Lindsays durch das bekannte Sonnensystem. Vom Orbital des Mondes zu einem andern. Von der Union der Mondrepubliken – mit der Heimat beraubten Piraten – zu einem Planetoiden. Es ist ein Vorposten der Gestalter, in dem zu einem Kartell zusammengefassten Planetenverbund der Mechs. Als gelernter Diplomat, und als Gestalter mit besonderen geistigen Fähigkeiten ausgerüstet, erarbeitet sich Lindsay überall besondere Stellungen. Aussenminister, Kulturbeauftragter und eben Diplomat.

Dann tauchen Fremdlinge auf, Investoren genannt, Ausserirdische. Ihr Einfluss beschert der Zivilisation im Weltraum einen Scheinfrieden, Schismatrix genannt. Ein erzwungener Friede zwischen den Klassen der Gestalter und der Mechs im Angesicht der Investoren. Als dieser bröckelt, flieht Lindsay aus seiner angestammten Position. Und immer noch ist da Constantine, der ihn beseitigen will. Lindsay hält jedoch an seinen Absichten fest. Er sucht nach einer Form des Lebens.  Er sucht nach ursprünglichem Leben. Mehrfach durch Gentechnologie verjüngt, geht es doch langsam seinem Ende als Mensch zu. Abelard Lindsay findet jedoch eine Lösung und ermöglicht einem Kreis von Vertrauten neues Leben. Lindsay selber entscheidet sich für einen anderen Weg. Ein Weg, der ihm schon das ganze Leben auf den Leib gezeichnet war.

Schismatrix ist nun nicht ganz so spannungslos, wie man nun annehmen würde. Sterling beschreibt auch Kampfszenen. Dann, wenn die Piraten im Auftrag der Mechs gegen die Gestalter vorgehen. Ansonsten bezieht die Handlung Spannung aus den gegensätzlichen Ansichten der Menschen die aufeinanderprallen. Der menschenfreundliche Lindsay, der sich gegen den faschistischen Jugendfreund durchsetzen muss. Das Ringen um die erfolgreiche Verjüngung des Lebens durch Gentechnik oder Kybernetik. Die Investoren als übermächtiger Gegenpart zur Zivilisation der Menschen im Sonnensystem. Die jeweilige Flucht Lindsays, wenn sich die politischen Umstände ändern.

So ist Schismatrix ein Roman der aus einer intellektuellen Sicht gelesen werden muss. Es ist nicht eine abenteuerschwere Erzählung, die in Tiefen und Höhen reisst. Die Zeilen laden ein, an einem Setting teilzunehmen. In die Runde von Gesprächsteilnehmern zu sitzen. Zu lauschen, zu fühlen und zu verstehen, wieso die Welt so schwierig ist. Gedankenschwere statt Handlungsakrobatik. Keine Empfehlung für eine leichte Freizeitlektüre. Nach dem Beschrieb auf dem Buchrücken ein Social Fantasy Roman. Ein Roman, dessen dicke Suppe mit emotionalen Brocken versehen ist. Jeder Happen die Begegnung mit einem geistlichen Schwergewicht. Eine Sitcom für eine Spezialeinheit. Thema der Gespräche die Lösung von komplexen Zukunftsfragen. Keine niederschwelligen Alltagssorgen. Das Ende der Geschichte hängt wieder in einem Netz von ungelösten Fragen. Die Welt, der Mond, die Technik; dies alles ist niemals genug. Es braucht ursprüngliches biologisches Leben. Für Lindsay bedeutet es den Schritt auf eine neue Ebene, die er durch die Investoren findet.

psychodoc für das team fantaster

Angelo Nero: Feuer und Finsternis Trilogie Bd.2- Der Nekromant

Posted in buchinterpretationen on Mai 28th, 2019

Angelo Nero/ Feuer und Finsternis Trilogie/ Buch eins: Sohn des Drachen, hier Buch zwei: Der Nekromant/ 1.Auflage Oktober 2018/ Cover: Selina Bachmann/ eine Angelo Nero Produktion/ Softfax S. 174

Dunkle Dichtung eines literarischen Rock`n`Rollers

Rock`n`Roll begründete der Jugend vor der Jahrtausendwende ein neues Lebensgefühl. Es war Larry Norman, ein Vorreiter der christlichen Rockmusik aus den 1980er Jahren, der sagte: „Warum sollte der Teufel all die gute Musik haben?“. Für den Liebhaber von Literatur ist ein gutes Buch Musik in den Augen. Angelo Nero, der Schweizer Fantasy Autor mit christlichem Hintergrund, bezieht Stellung und sagt: „Das Feld sollte man auf keinen Fall dem Feind überlassen!“ Mit „Sohn des Drachen“, hat  Angelo Nero eine fantastische Schweizer Sage eröffnet. Weiter geht es in der Feuer und Finsternis Trilogie mit Band zwei: „Der Nekromant.“

Rückblick: In Band eins,  „der Sohn des Drachen“, werden die Umstände und Fügungen beschrieben, die Sariel il Nero zu dem machen was er ist, der Fürst der Angelus Excubitor. Drachenbändiger und der Vorsteher einer Bruderschaft, die im Heiligen Römischen Reich finstere Mächte bekämpfen. Es ist das 15.Jahrhundert nach Christus, dunkles Mittelalter.

Sariel und Vlad – der aus der Gefangenschaft der Osmanen befreit wurde – werden an den Zürichsee gerufen. Eine Adelsfamilie fühlt sich von einem Hexenzirkel bedroht. Die beiden Helden tun ihre Pflicht und kehren dann auf den Drachenhorst zurück, den Sitz der Bruderschaft. Vlads gebaren innerhalb der Bruderschaft wird zunehmend geheimnisvoller, und seine Entscheidungen haben für die Angelus Excubitor schwerwiegende Folgen.

Besprechung: Der Clown und der Autor haben eine Sache gemeinsam. Es sind Berufe, die man nicht lernen kann, man muss sie können. Erfolg oder Misserfolg ihrer Werke ist an ihre natürliche Gabe gebunden. Eine Gabe, die sich durch Authentizität kundtut. Eine Mucke, das deutsche Wort für gute Musik ab der Dose, die vom ersten Ton an überzeugt. So liest sich Angelo Neros Band zwei der Feuer und Finsternis Trilogie: spannend, fesselnd, attraktiv.

In der Besprechung zu Band eins, der Sohn des Drachen, wurden vor allem die der Fantasie geschuldeten Elemente besprochen. Hier soll es jetzt – im Hinblick, dass Angelo Nero ein Autor mit christlichem Hintergrund ist – um die Kriterien der Entwicklung einer guten Beziehung und die vermittelten christlichen Werte gehen.

Wie schon in der Besprechung zu Band eins erwähnt, hat der Autor mächtig am Schalter gedreht, wenn es um übernatürliche Konflikte geht. Nichts lässt Angelo Nero anbrennen, wenn Menschen aus den Zwängen von finsteren Mächten befreit werden sollen. Ein düsterer, unheimlicher Volltreffer. Nebenher lesen sich die Zeilen um die wichtigsten Wesen und Charaktere des Buches, als wären sie fertige Ideen aus dem Fantasy-Regal des Literaturladens. „Eine Geschichte“, würden wir rufen. Verpass dem Drachen und Sariel eine Geschichte. Wie sie lernen einander zu vertrauen! Eine gute Beziehung definiert sich im realen Leben durch gelebte Erfahrung. Vlad und Sariel haben eine gemeinsame Geschichte. Die Flucht aus dem osmanischen Reich. Aber nicht der Drache. Er ist jung, er kann fliegen, er gehorcht Sariel, das ist alles. Eine gute Beziehung pflegt der Fürst zu Heinrich, dem Waffenmeister. Von ihm nimmt er stets einen Rat an.

Die Entwicklungen der Charaktere Sariels und Vlads sind gegensätzlich. Während Sariel stets offen kommuniziert, versteckt sich Vlad und schmiedet geheime Pläne. Es ist das höchste an christlicher Gesinnung, dass Sariel ihn gewähren lässt und an ihn glaubt. Als er ob der Motive Vlads im Dunkeln tappt, verliert er doch keine Sekunde daran, seinem Freund in der Notlage zur Seite zu springen. Und wenn es klappt, und Sariel Vlad retten kann, ist die Geschichte in Teil drei an Tiefe nicht mehr zu toppen. Angelo Nero hat dann ganze Arbeit geleistet. Er kann es in der geistlichen Welt knallen lassen und hat mit der Freundschaft von Vlad und Sariel seine Geschichte mit Tiefe zementiert.

Zum Schluss sollen die Antworten zu den drei Fragen vom Ende der Besprechung von Band eins stehen: Die Beziehung zu Vlad ist nicht gerissen aber ziemlich erschwert. Der Drache ist bei Sariel gut aufgehoben und die Angelus Excubitor stehen unter der Leitung von Sariel auf sicherem, neutralem Boden.

gedankenverbrecher

 

die halblinge bd1: pilger jacks interpretation

Posted in buchinterpretationen on Mai 23rd, 2019

Mel Odom/ Wikiodom/ Die Halblinge Band 1 c 2007 Blanvalet/ Titel der amerikanischen Originalausgabe: Rover 01. The Rover/ aus dem Englischen von Hans Link/ es fehlen: Glossar und Karte/ softfax S.606

Bei Buch, Papier und Schreibutensilien

Nicht erst seit Tolkien werden High Fantasy Leser als entrückte Träumer angesehen. Um nicht auch noch zu sagen, dass gängige literaturversierte diese Sparte als leichte Unterhaltung bezeichnen. Darum ist hier mal die Frage gestellt: Was kann ein Freund des geschriebenen Prosawortes von der schriftstellerischen Leistung eines völlig in imaginären Landen wandelnden Autors erwarten? Und dazu: Was – ausser einem vergnüglichen Leseerlebnis – bringt die Lektüre von Mel Odoms die Halblinge? Der US-Amerikanische Autor hat schon über 140 Bücher geschrieben und mit „The Rover“, der Englischen Originalversion von die Halblinge, 2002 den Alex Award gewonnen. Ein Preis, den schon Stephen King entgegennehmen durfte.

Fragen über Fragen! Ein Satz, der schon den Zauberer Gandalf aus Herrn der Ringe umtrieb, bevor er sich aufmachte, entscheidende Fakten über den Ring zu finden. Zuerst einmal sind es in der Geschichte um den Halblingsbibliothekar Edeltocht Lampenzünder aber eine Furcht vor dem was in den Schatten lauert, und eine Neugier nach unentdeckten Geheimnissen, die Edeltocht, kurz Tocht genannt, in ein Abenteuer stürzen lassen.

Ausgangsort des Geschehens ist das Gewölbe Allen Bekannten Wissens. Tocht ist dort Bibliothekar dritten Ranges. Die Sammlung, säuberlich in Regalen aufgereiht, ist ein Archiv für das gesamte Wissen der bekannten Welt. Eines Tages erhält der Halbling Tocht von seinem Vorgesetzten den Auftrag, ein Päckchen zu überbringen. So gelangt er zum Hafen. Dort erfährt er unsanft aber sicher die Gangart ausserhalb seiner gewohnten Umgebung. Tocht gerät unter Piraten. Anstatt wieder seiner Arbeit nachgehen zu können, führt ihn der Weg fortan in die legendäre Welt nach der grossen Verheerung. Die Welt, so wird es Tocht für sich festhalten müssen, ist ein unischerer Ort für Geschöpfe, Wesen und Kreaturen aller Art, die die Freiheit lieben.

Mel Odoms Wortgewandheit schlägt sich nieder in einer Geschichte, die sich wie ein sanfter Wellengang liest. Die Dünung trägt den Leser sachte von Abenteuer zu Abenteuer. High Fantasy ist unbestritten unterhaltsam. Und man muss es ja auch einräumen, vielleicht in erster Linie. Es sei aber erlaubt, diesem Genre hier ein Denkmal zu setzen. Es ist vor allem ein Vorzug, den High Fantasy Plots erfüllen müssen: Erfinderische Kreativität! Der Autor unternimmt keine Tour durch die Gegenwart, weder tätigt er zeitkritische Recherchen. Nein, er tut etwas vollkommen verrücktes. Er erfindet alles! Welt, Wesen, Religion, Kultur, Politik, Karten, Stammbäume. Alles bestens erfunden und auf Spannung bezogen. Ein Beispiel? Tocht ist ein langlebiger Halbling, der kampfunerfahren in einer ersten Begegnung widerwillen gegen – von einer bösen Absicht – verunstaltete Wesen kämpfen muss.

Ha, wird der Kenner nun spotten! Alles von Tolkien abgekupfert. Die korrekte Antwort lautet, jein, also ja und nein. Denn: Mel Odoms Geschichte des Halblings kann man in seiner Ausgestaltung als der von Tolkien ähnlich bezeichnen. Die Halblinge, bei Tolkien die Hobbits, ist also eine abgekupferte Idee. Und ähnlich wie bei Tolkien, trägt diese halbwüchsige Rasse einen Teil der Verantwortung für die Welt. Wenn auf vielen Buchrücken Tolkien als Garant für den Lesespass herhalten muss, so würde der Name, auf den sich alle beziehen wollen, hier zu Recht stehen. Also ja, die Idee ist abgekupfert. Der Plot von Odom verläuft in seiner Philosophie ähnlich wie der Herr der Ringe. Denn das Schicksal liegt in den Händen einer schwachen Spezies. Und nein, Odom schwätzt nicht nur nach, was seit Tolkien die Spatzen von den Dächern pfeifen. Die Welt, in die sein Protagonist stolpert, ist eine eigene Schöpfung kreativer Überraschungen. Und eine Frage, die man lösen kann, ist die, wie eine Gesellschaft, die von Starken regiert wird, mit den schwächeren Teilnehmern umgeht. Man höre, staune und lese, wie es dem Halbling in einer von mittelalterilicher Gesinnung beherrschten Klasse ergeht.

In der Bibel gibt es einen Vers. Sinngemäss zitiert lautet er: Nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist soll es geschehen. Hier ist mit Geist Gott gemeint und die Bibel macht die Menschheit auf einen wichtigen Aspekt aufmerksam. In guter, verständlicher Umgangssprache lautet der Vers: Menschliche Anstrengung, Muskelkraft und Denkvermögen reichen nicht immer um einen Knopf zu entwirren. Man steht vor einer unlösbaren Aufgabe. In der Sprache die Odom in der Welt nach der grossen Verheerung zeichnet, bedeutet es, dass nicht alle Feinde mit der Macht des Schwertes besiegt werden können.- Tocht ist kein Kämpfer, und als solcher unter den Piraten nicht von grossem Wert. Das wird ihm auf Deck auch immer wieder vorgehalten. Er taugt gerade als Kombüsenmaus. Als sich jedoch das Schiff mit einer aus menschlicher Kraft unbesiegbaren Bedrohung konfrontiert sieht, fasst der Halbling einen Entschluss. Er hat das Wesen – das wie ein Feuerdämon in der Takelage hängt – in einem Buch kennengelernt und kennt dessen Vergangenheit. Tocht spürt, da ist ein wunder Punkt. Seine Studien werfen Licht auf die Herkunft des bösartigen Wesens. Das wäre eine zeitgemässe Umsetzung, wenn schwelende Konflikte Kraft des Wissens, Kraft des Geistes, beigelegt werden könnten.

Die Reise des Edeltocht Lampenzünder führt so in manche Gegend. Nachdem er unfreiwillig als Pirat rekrutiert wurde, gerät er auch noch unter die Sklavenhändler. Um dann viele Seiten später – dem sicheren Tod in die Augen schauend – vom Anführer einer Diebesbande gekauft zu werden. Auf Tour mit der Bande lässt Tocht Bücher mitgehen. Sie gehören einer Gruppe von Zauberern, die sie unbedingt zurückhaben will.  Eine Söldnertruppe – dessen Anführerin von den Dieben aus einer misslichen Lage gerettet wurde – kreuzt darauf ihren Weg. Im Gebirge das sie durchwandern, treibt ein Drache sein Unwesen. Hier an dieser Stelle kann man eine Menge über Gruppendynamik lernen. Über das Funktionieren von Subgesellschaften. Warum die Mitglieder lieber in einer für die Gesellschaft anrüchigen Gruppe agieren, als sich für die Ziele irgendeines Königs oder Barons zu erwärmen.

Um es kurz und knapp zu sagen, in diesem Buch kann der Leser etwas über den Umgang mit schwächeren Mitgliedern der Gesellschaft lernen. Man kann erfahren, wie drohendes Unheil durch angewandtes Wissen abgewehrt wird. Und man stolpert über den positiven Wert von zweifelhaften Subkulturen. Die Halblinge von Mel Odom schafft es dabei wie ein wirklich gutes Musikstück zu sein. Das Werk verdient es mehrmals gehört zu werden. Und als ein High Fantasy Werk hat es die Vollzahl an Punkten verdient!

Pilger Jack

 

Bunyan John: Pilger Jacks Interpretation des Klassikers

Posted in buchinterpretationen on Mai 6th, 2019

John Bunyan/ Bunyan auf Wiki/ Die Pilgerreise, c SCM- Verlag, 4.Auflage 2014/ 1685 ins deutsche übersetzt/ diese Ausgabe: 1985 überarbeitet/ Karte/ Vorwort von Johannes Falk/ hardfax S.282

Glaube ganz praktisch: Pilgern ohne Kompromiss!

Die Pilgerreise belegt in der anglikanischen „Church Times“ den achten Platz in der Liste der erfolgreichsten christlichen Bücher. Die Angaben zum Buch lesen sich wie die eines Weltbestsellers: nach dem Erscheinungsjahr schon in deutsch übersetzt, das Buch aufgrund der 31.Auflage von 1925 überarbeitet, die vorliegende Edition ist in der vierten Auflage!

Dabei lässt der Titel wenig Raum für Träumereien, auch vermittelt er keine zeitkritische Note. Im Gegenteil. Der Buchtitel die Pilgerreise verkündet unmissverständlich: da gibt es keinen Weg zurück! Auf  emotionaler Ebene die nüchtern vorsichtig brave „ich will jetzt alles“ Version einer Rock`n`Roll Mentalität. Ist die Pilgerreise also nur ein Buch für Hartgesottene?

Die Pilgerreise von John Bunyan nimmt den Leser auf eine allegorische Reise. Christian, der Hauptakteur, verlässt die Stadt Verderben und begibt sich auf die Pilgerreise. Ziel seines Aufbruchs: die himmlische Stadt, Zion. Grund seines Aufbruchs: eine grosse Unruhe, die Christians Seele befallen hat. Auf dem Weg besteht er einige Abenteuer, kämpft gegen Selbstzweifel und begegnet so einigen zwielichtigen Gestalten. Das ist der erste Teil des Buches. Im zweiten Teil folgt ihm dann seine Frau mit den Kindern auf demselben Weg nach. Überall wo sie hinkommt, vernimmt sie die mutigen Taten, die ihr Mann vollbracht habe.

„Zoner“, nannte Stephen King in „The Stand- das letzte Gefecht“  jene Leute, die den Widerstand gegen das Gewaltregime bildeten. J.R.R. Tolkien nannte die Neun, die in „Herrn der Ringe“ den Ursprung allen Übels vernichten sollten, die Gemeinschaft des Rings. Im vorliegenden Roman nennt der Autor jene, die gegen den Strom schwimmen, Pilger. Die Pilger sind im Kontext der Geschichte die Gruppe von Menschen, die Haus und Heimat verlassen haben. Sie folgen einem himmlischen Ruf, den sie vernommen, und dem sie aus freien Stücken folgen.

Wie bei King und Tolkien, ist eine unheimliche, fremde Macht am Drücker. Sie will Menschen in ihrem freien Willen beschneiden und versklaven. Als Christian mit einem Pilgerfreund die Stadt der Nichtigkeiten betritt, werden sie von den Anwohnern bedrängt, genötigt und auch verleumdet. Der Autor lässt die geistigen Glaubensziele der Pilger auf die weltlichen Ziele der Bewohner der Stadt prallen. Die dem Materialismus anhangenden Menschen wollen es nicht erlauben, dass zwei Durchreisende nur ideelle Ziele haben. Sie laufen ihnen konträr entgegen und Christian und sein Freund landen, bevor sie wissen wie ihnen geschieht, vor dem Gericht.

Diese Stelle ist zugleich der emotionale Höhepunkt der Erzählung. Es ist jedoch auch rational nicht nachvollziebar, dass Menschen wegen ihrer Gesinnung an den Pranger gestellt werden. Weiterhin sind es über viele Seiten die Gespräche mit anderen Reisenden, die einen Blick hinter menschliche Einstellungen erlauben. Christian mit seinem kompromisslos gelebten Glauben gegenüber den vielen möglichen, immer positiv tönenden Alternativen einiger Mitgefährten. Das Buch ein lebendiges Zwiegespräch über Zweifel, Hoffnung und Gewissheit. Eine Leseempfehlung für Querdenker! Für Menschen, die Antworten auf metaphysische Fragestellungen lieben!

Pilgerjack

 

 

Mabinogi von E.Walton: Bd2, dritter Zweig, Rhiannons Lied

Posted in buchinterpretationen on April 29th, 2019

Evangeline Walton/ WikiWalton/ Mabinogi Bd 2,  hier: dritter Zweig, Rhiannons Lied, S.188/ Fortsetzung im vierten Zweig: Die Insel der Mächtigen in drei Büchern, Buch 1: Die Schweine Pryderis, S.110/ Buch 2: Llew, S.101/ Buch 3: Wie Blodeuwedd liebte, S.152/  c Evangeline Walton 1974/ c Hobbit Presse 1979/ aus dem amerikanischen von Jürgen Schweier/ softfax Band 2 S.612/ hier zum: ersten und zweiten Zweig des Mabinogi

Haut, Haar und Huf: Rieche die Sage, das Mabinogi ruft

Die vier Zweige des Mabinogi. Mythen aus einem walisisch keltischen Sagenkreis. Geschichten aus einer vorchristlichen Zeit.- Die wissenschaftliche Forschung rätselt. Bedeutet nun Mabinogi den Stoff, den ein Barde beherrschen muss; oder bedeutet Mabinogi die Taten eines jungen Kriegers. Oder ist Mabinogi einfach nur die Erfindung eines Tintenklecksers. Mab ist auf jedenfall die keltische Bezeichnung für Sohn. Und Mabinogi das Fenster zu ausserirdischen Geschichten.

Band 2/ der dritte Zweig des Mabinogi: Rhiannons Lied

Ein kurzer Rückblick auf die ersten beiden Zweige in Band eins. Im ersten Zweig wird Pwyll, der Fürst von Dyved, von Arawn nach Annwn in die Anderswelt gerufen. Er besiegt dort im Kampf Havgan, den Fürst von Anghar, der Lieblosen.

Im zweiten Teil des ersten Zweiges, entgeht Pwyll unbeschadet den listigen Intrigen seines Druiden. In einer Nacht und Nebel Aktion sichert sich der Fürst von Dyved die Liebe von Rhiannon. Sie ist Tochter eines Fürsten der Anderswelt.

Im zweiten Zweig des Mabinogis verlässt die Erzählung den Südwesten Britanniens und wechselt in den Norden. Dort wohnen die Kinder Llyrs. Llyr selber ist der Gatte Penardyms, der Königsschwester. Von ihr stammt Bran, er ist der rechtmässige, aktuelle Hochkönig. Es herrscht Friede zur Zeit Brans. Die Erreignisse überstürzen sich jedoch, als eine Gefolgschaft um den irischen König die Insel der Mächtigen betritt.

Hier setzt Rhiannons Lied an. Das Ende der Geschichte der Kinder Llyrs war ein Gemetzel , das in Irland ausgetragen wurde. Aus dieser kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den zwei benachbarten Inseln, kehren bloss sieben nach England zurück. Zwei von ihnen sind Manawyddan, der Bruder Brans, und Pryderi, der Sohn Pwylls. Bran der Hochkönig ist tot. Manawyddan wäre der Nachfolger. Während der Abwesenheit Brans hat der Sohn des ehemaligen Hochkönigs, Caswallon, den Thron geraubt. So ziehen denn Pryderi und Manawyddan nach Süden, nach Dyved, in die Heimat Pryderis.

Dort warten die Frau Pryderis und Rhiannon. Geschichten um die Abstammung Pryderis machen nun die Runde. Es bleibt nicht genug Zeit sie zu ergründen, da muss sich der junge Fürst dem Hochkönig stellen. Caswallon fordert steuern, zu hohe Steuern. Nur mit Hilfe von Manawyddan, kann sich der Fürst retten. Dann verhext ein Bann das Land. In einer Nacht sind alle Bewohner weg. Fürsten der Anderswelt, die einst von Pwyll besiegt, scheinen sich gerächt zu haben. Es ist der Mut Rhiannons und die Weisheit von Manawyddan, die Volk und Leute wieder herbeizaubern.

Zur Kritik mit staff homeranus

 

j.r.r.tolkiens fall von gondolin- interpretiert von blogunkel

Posted in buchinterpretationen on Februar 5th, 2019

J.R.R.Tolkien/ Tolkien auf Wiki/ Der Fall von Gondolin/ c Hobbit Presse 2018/ Herausgegeben von Christipher Tolkien/ Übersetzt aus dem Englischen von Helmut W.Pesch/ Illustrationen von Alan Lee/ Hintergründe zur Geschichte, Stammbäume, Karte des ersten Zeitalters/ hardfax S.350

 

J.R.R.Tolkien: Professor, Dichter, Maler, Sprachgenie!

Es bleibt dem Leser seiner Werke überlassen, welche Bezeichnug Tolkien am meisten verdient. Als Professor hatte er das Wissen, als Dichter die Begabung und als Künstler malerische Fähigkeit. Das drückt sich vom ersten bis zum letzten Buchstaben in seinen Werken aus. Tolkiens Schriften sind eine sinnliche Leseerfahrung!

Der Fall von Gondolin ist eine Geschichte des ersten Zeitalters und in gekürzter Form im Silmarillion enthalten. Darin geht es um den Elben Tuor, Sohn Huors von Dor-Lomin. Es gefällt Tuor umherzustreifen. Gerne ist er auch am Meer. Eines Tages erhält Tuor von Ulmo, Herr des Wassers, den Auftrag, die versteckte Elbenstadt Gondolin zu warnen. Melko, einer der Valar, sucht Beleriand zu knechten. Gondolin, die verborgene Stadt sollte untergehen. Tuor findet den geheimen Weg, erfüllt den Auftrag. Er begegnet der Liebe des Lebens und stellt sich als Kämpfer zur Verfügung.

Wenn viele sich schon daran gemacht haben, was denn nun die Bedeutung der Schriften Tolkiens für die heutige Zeit ist, und immer wieder betont wurde, es sei bestimmt keine allegorische Absicht dahinter, so lässt die Leseerfahrung von der Fall von Gondolin mindestens zwei Schlüsse zu.

Wenn Tolkien seinen Helden am Anfang der Geschichte frei umher streifen lässt, kommt darin die Sehnsucht zum Ausdruck, in einem Land in dem keine Gefahren lauern umherzuwandern. Und dann ist es zum andern eben die ständige Angst vor einer latenten, unheimlichen Bedrohung. Ausgehend durch eine Macht im Hintergrund, die die friedlichen Lande mit Krieg verheert. Das wird so ungefähr die Lage Tolkiens gewesen sein. Er wollte sich als junger Mann entfalten, statt dessen muss er in die Armee. Er kann sein Leben nicht planen wie er will, die Bedrohung des ersten Weltkrieges steht vor der Tür. Tolkien ist gezeichnet. Dies, und dass er als Professor der Englischen Sprache so einige Mythen und Legenden kannte,  kann als Erklärung dienen, dass er in seinen Texten so einige düstere Aussichten verbreitete.

Unterstützt wird diese Geschichte mit den Erklärungen und Ergänzungen seines Sohnes Christopher und den malerischen und bildgewaltigen Ideen von Alan Lee. Jede Visualisierung stark wie ein Wandgemälde. Zusammen mit die „Kinder Hurins“ und „Beren und Luthien“, sind somit laut Christopher Tolkien, die bedeutensten Geschichten des ersten Zeitalters als Einzelband aufbereitet worden. In einer Aufmachung, in der sie in jeder Sammlung herausstechen.

dies war eine besprechung von blogunkel

 

 

Besprechung von Sohn des Drachen: Buch eins der Feuer und Finsternis Trologie von Angelo Nero

Posted in buchinterpretationen on Januar 11th, 2019

Angelo Nero/ Feuer und Finsternis Trilogie/ Buch eins: Sohn des Drachen/ 3.Auflage Oktober 2018/ Cover: Selina Bachmann/ eine Angelo Nero Produktion/ Softfax S. 222

Dunkle Dichtung eines literarischen Rock`n`Rollers

Rock`n`Roll begründete der Jugend vor der Jahrtausendwende ein neues Lebensgefühl. Es war Larry Norman, ein Vorreiter der christlichen Rockmusik aus den 1980er Jahren, der sagte: „Warum sollte der Teufel all die gute Musik haben?“. Für den Liebhaber von Literatur ist ein gutes Buch Musik in den Augen. Angelo Nero, der Schweizer Fantasy Autor mit christlichem Hintergrund, bezieht Stellung und sagt: „Das Feld sollte man auf keinen Fall dem Feind überlassen!“ Mit „Sohn des Drachen“, Band eins der Feuer und Finsternis Trilogie, liefert Angelo Nero die Eröffnung in eine fantastische Schweizer Sage.

 

Zur Geschichte: Der Autor setzt seine Erzählung im späten Mittelalter an. Die Bruderschaft der Angelus Excubitor bekämpft seit Generationen im Heiligen römischen Reich finstere Mächte und Gewalten. Ihr Anführer ist Azrael il Nero, der Fürst von Drachenhorst, der Festung der Bruderschaft am Pylatus. Eines Tages erreicht die Bruderschaft den Hilferuf eines einstigen Freundes, des Woiwoden der Walachai. Es kommt der Tag, an dem der Fürst mit seinem Sohn, Sariel il Nero, und ein paar Berittenen, aufbricht. Für Sariel beginnt ein neues Leben, dessen Verlauf er sich anders vorgestellt hätte.

Vater und Sohn, uneins darüber, wie sie dem einstigen Freund helfen sollen, fällen in der Folge unübliche Entscheidungen. Zur Hälfte können sie die Bitte des Woiwoden erfüllen. Die harte Wirklichkeit fordert jedoch ihren Tribut. Sariel muss ohne Vater zurückkehren. Begleitet wird er jetzt vom älteren Sohn des Woiwoden.

Zuhause auf dem Drachenhorst beginnt für die Bruderschaft eine neue Ära. Sariel rückt als Fürst nach. Und Vlad III. hinterlässt nicht nur bei der Gemeinschaft der Brüder einen zwiespältigen Eindruck, sondern auch bei Sariel. Es entwickelt sich eine Freundschaft mit Fragezeichen. Erste Aufträge führen die beiden ins Wallis und ins Senseland. Derweil in der Burg nicht alle mit den Entscheidungen des jungen Fürsten einverstanden sind.

 

Besprechung Teil 1: Die Reise in die Walachai

Ende Buch eins, und es ist angerichtet! Angelo Nero hat erreicht, wofür er seine mit linker Hand geschriebenen, handschriftlichen Zettel, hat abdrucken lassen. Der Leser hängt unter grosser Konzentration in der Felswand und lechzt nach mehr. Die Freude ist geschürt und wer Buch eins gelesen hat, wartet mit Spannung auf die Fortsetzung.

Nach eigener Aussage ist Angelo Nero ein Fantasy Autor und er ordnet seine Geschichte um die Bruderschaft der Angelus Excubitor als Schweizer Legende ein. Darum beginnt die Besprechung mit einem Blick auf die fantastischen Elemente.

Fantasy als Sammelbegriff kennt etliche Ableger. So könnte man Neros Sohn des Drachen der Dark Fantasy angliedern. Jener Welten, in deren Schatten stets ein Quantum Furcht zu Hause ist. Oder der pseudohistorischen Fantasy. Reim um Reim fiktive Erzählung, gelegt in einem historischen Rahmen. Es sind aber nicht die gewöhnlichen, in der fantastischen Literatur üblichen Elemente, die hier hervorzuheben sind, wie böse Zauberer, stählerne Helden oder kuriose Tierwesen. Davon hat der  Autor auch ein paar kreative Häppchen bereit. Als vorrangiges phantastisches Element muss man die Herleitung des Standes der Angelus Excubitor werten. Auf den Leser wartet ein alter Stammbaum, aufgrund engelgleicher Wesen, genommen aus der heiligen Schrift. Damit verbunden die Mission als Kämpfer des Lichts, im Auftrag des Herrn. Durch das Sprechen mit dem Urheber der heiligen Schrift, empfängt die Bruderschaft Kraft. Vater Azrael vermittelt seinem Sohn spirituelles Wissen, eine Anleitung zum Gespräch mit dem Schöpfer der Welt. Das ist das erste fantastische Element, als Vater Azrael und Sariel, ausgehend von der Walachei den ersten Auftrag erfüllen. Dann die Bestätigung Sariels, als ein Engel auf Erden erscheint.

Der Vergleich mit arrivierten Schreibern ist nicht immer ein Muss. Im Sog von Tolkien haben sich viele von dessen Figuren inspirieren lassen. Von der Poesie eines heroischen Zeitalters. Ungeachtet dessen hat Angelo Nero eigene Elemente entwickelt. Ein Mix aus Schweizer Sagen und genre-üblichen Elementen, die er auf seine trockene, düstere Weise in den Text einflicht und so zum Gang mit übernatürlichen Mächten lädt.

 

Besprechung Teil 2: Entwicklungen auf Drachenhorst

Die Geschichte ist dabei ein einfach angelegter Erzählstrang, und er folgt den Spuren des späteren Fürsten der Bruderschaft. Nebenschauplätze werden nicht als eigener Strang behandelt, sondern in die Hauptgeschichte eingeflochten. Langsam dreht Angelo Nero am Schalter und erhöht die Spannung. Ein erstes Mal kommt es schliesslich zu einem Höhepunkt, als Vater und Sohn tief im osmanischen Reich gemeinsam ihren ersten Auftrag  bewältigen. Dann sind es die durch den Auftrag strapazierte Vater-Sohn Beziehung, die Bestätigung der Angelus Excubitor durch übernatürliche Berufung, die einsamen Entscheidungen von Vater und Sohn, die nachgeholte Ausbildung und Inthronisierung Sariels, dunkle Entwicklungen auf Drachenhorst und die ersten zwei Aufträge, die für Dramatik sorgen.

Genauso entspannt, wie der Autor die Spannung hochdreht, geht er mit den fantastischen  Aspekten, respektive mit den übernatürlichen, geistlichen Elementen um. Neben den Engelsmanifestationen, die er als fantastisches Element eingeführt hat, lässt er „Gut und Böse“ aufeinander krachen, wie man genretypisch so gern festhält. Ein Feuerwerk von guten und bösen Mächten, das sich durch Menschen entlädt. Die Angelus Excubitor im Auftrag des Herrn gegen Menschen im Bunde mit der Finsternis. Die Kraft der freimachenden Botschaft der heiligen Schrift, angewendet in konkreten Situationen. Keine religiösen Sprüche, nur einmal gibt Angelo Nero in Buch eins den Verweis auf eine Bibelstellte. Ansonsten Schlag auf Schlag ein echter Kampf ums Überleben. Der Autor ein Sachkundiger in geistlichen Fragen, der durch die Tat Ungerechtigkeit aufdeckt und so seinen evangelistischen Auftrag in ansprechenden Bahnen walten lässt. Hier zu vergleichen mit Karl May, der es stets als wichtig erachtete, seine Helden durch die Tat sprechen zu lassen. Es ist der richtige Weg eines Autors, der sich auch als Christ ein Gewissen macht. Was die Erfolge an verschiedenen Messen bestätigen, und das der Sohn des Drachen in nur einem Jahr in dritter Auflage verbreitet wurde.

 

Besprechung Teil 3: Im Auftrag des Herrn

Der Plot wird im Folgenden durch zwei Personen geprägt. Es ist dies der Fürst der Angelus Excubitor selber und Vlad III. Dracul. Sariel ist abrupt vom Sohn zum Fürsten aufgestiegen. Ein Jahr Ausbildung im Schwertkampf und in Weltpolitik geben ihm einen Einblick, was in Zukunft von ihm gefordert wird. So ist aber dem jungen Anführer der Angelus Excubitor abrupt  eine Stellung der Macht gegeben, mit der er nicht gut umzugehen weiss. Dass ihm nicht genug Zeit blieb, um sich zu entwickeln, zeigt der erste Auftrag, den er selbst unternehmen muss. Und es wäre gut gewesen, wenn Angelo Nero seinen Fürsten noch mehr in seiner charakterlichen Entwicklung beschrieben hätte. Der Leser wünschte sich zu sehen, wie der junge Fürst auch als junger Mann entscheidet, wie er darin wächst. Hier hat er zu schnell am Schalter gedreht. Es ist aber auch wieder konsequent zu nennen, wenn der Autor den Ausgang der Geschehnisse in seiner ersten eigenständigen Mission im Wallis  explodieren lässt.

Vlad III. hingegen ist vom Autor konsequent als zweifelhafter Charakter entworfen. Und kennt man seine Geschichte, findet der Leser ein volles ja zu dieser Entwicklung. Ebenso wie Sariel, wird Vlad III. in seinem Auftrag übernatürlich bestätigt. Es lastet aber ein dunkler Schatten auf Vlad III. Er belastet die Beziehung zu Sariel. Auch nicht gerade hilfreich ist in dieser Beziehung die Bruderschaft auf dem Drachenhorst. Vlad III. ist und bleibt ein Rätsel und einige der Brüder haben so ihre Befürchtungen.

Die erste Frau, die Sariel in den Plot einwebt ist Mirjam, die Frau des Schwertmeisters. Dann sind da eine den Flammen entrissene vermeintliche Hexe und ihre Tochter. Die beiden begleiten Sariel und Vlad III. auf die Burg.

 

Auf den Leser warten auch über das ganze Werk verteilte, originelle Wortschöpfungen. Ein Schwert mit einem schweisstreibenden Namen, einen alles überragenden, spitzen Wehrturm.

Sauber sind auch die Herleitungen der mittelalterlichen Bezeichnungen, oder einige Dialekt Ausdrücke. Die Slang-Wörter sind jedoch dünn gesetzt und man wünschte sich mehr davon. Was den Plot bereichern, und die Kombination von Fantasy und Schweizer Sage bereichern würde.

 

Zum Schluss

Am Ende von Buch eins der „Feuer und Finsternis Trilogie“, wartet der Leser freudig auf die Fortsetzung. Es sind drei Handlungsorte, die auf Entflechtung warten.

Erstens ist es der Werdegang von Vlad III., dem jetzigen Freund Sariels. Angelo Nero hat um seine Person ein düsteres Geheimnis gezeichnet. Wie wird sich die Freundschaft entwickeln?

Zweitens darf der Leser gespannt sein auf die Fähigkeiten Sariels. Vom Auftrag im Senseland hat er eine seltene Kreatur auf Drachenhorst gebracht. Sariel muss sich beweisen! Kann er eine Beziehung zu diesem urgewaltigen Wesen aufbauen?

Drittens, wie schafft es Angelo Nero, seine Angelus Excubitor aus allen weltlichen Angelegenheiten rauszuhalten? Im Raum steht die Anfrage Vlads III.: “Hilf mir meinen Thron zurückzugewinnen!“.

 

Fazit: Indem Angelo Nero das literarische Genre der Fantasy mit Elementen aus Schweizer Sagen und seiner Überzeugung als Christ verknüpft, ist sein ansprechend zu lesendes Werk als Novum zu betrachten. Ein authentisches Werk eines jungen Autors.

 

Für das Team Fantaster: blogunkel

interpretation: stephen hunt und das königreich der lüfte

Posted in buchinterpretationen on November 22nd, 2018

Stephen Hunt/ wikihunt/ Das Königreich der Lüfte, Bd 1 der Jackals Serie/ c 2009 Heyne Verlag München/ Titel der englischen Originalausgabe: the court of the air/ Deutsche Übersetzung von Kirsten Borchardt/ Umschlagillustration: Franz Vohwinkel/ Softfax S.781

 

Dampfbetriebenes Techtel Mechtel eines visionären Querdenkers

Von einem Journalisten erwartet der Leser distanzierte Berichterstattung. Von einem Dichter  tiefgründige Reime. Und von einem Geschichtenerzähler, dass er seine Werke in einem glaubwürdigen Plot zu Papier bringt. Der Leser will den Autoren in „seiner Schreibstube“ spüren, dass er Gefühle für seine Figuren entwickelt hat.- Stephen Hunt ist in einem ersten Beruf Programmierer, in einem zweiten Herausgeber; und jetzt in einem dritten ist Stephen Hunt Schriftsteller. Nach ein paar Kurzgeschichten hat sich der Autor an ein grosses Thema gewagt und präsentiert mit Königreich der Lüfte den Anfang zur „Jackals Trilogie“.

 

Die Handlung beginnt einerseits in Middlesteel. Middlesteel ist die Hauptstadt des Königreichs Jackals. Dort wohnt Molly, das Mädchen aus dem Armenhaus. Ein zweiter Erzählstrang beginnt in Hundred Locks, einer Stadt in Middlesteel. Dort wohnt Oliver bei seinem Onkel Titus Brooks. Beide machen sich so ihre Gedanken, wie denn ihre Zukunft aussehen könnte. Molly möchte nicht immer ein Weisenmädchen sein und Oli hat eigentlich keine Lust bei seinem Onkel eine Ausbildung zu absolvieren. Noch ist es ruhig in Jackals und das Leben im Königreich nimmt seinen gewohnten Gang. Der Frieden aber täuscht. Es sind Mächte am Werk, die einen Umbruch erzwingen wollen. Und plötzlich sind Molly und Oli ihrem gewohnten Leben entrissen. Beide besitzen etwas, dass für das Gelingen eines Staatsstreiches  von enormer Bedeutung ist. Molly aber entgeht erst einmal einem Kopfgeldjäger, ist aber schon mit beiden Beinen in einem Abenteuer. Oli gerät beinahe in die Hände der ansässigen Polizei und kann nur mit Hilfe eines Agenten entfliehen. Für beide aber gibt es kein Zurück mehr denn Molly verliert  bei einem Brand ihr Zuhause und Olis Onkel wird ermordet.

Das Königreich Jackals geht unsicheren Zeiten entgegen. Im Untergrund ist eine von langer Hand geplante Revolution im Gange. Schwierig ist es in diesen Zeiten Freund von Feind zu unterscheiden. Selbst die Mitglieder des Wolkenrates, berufen die Geschicke Jackals zu schützen, scheinen in sich gespalten. Hilfe auf ihrem Weg durch die Wirren der Zeit erfahren Molly und auch Oli durch Freunde vom Volk der Dampfmänner. Schliesslich läuft alles auf eine grosse Schlacht vor den Toren Middlesteels hinaus. Die jungen Protagonisten erfüllen ihren Auftrag und helfen so mit, Jackals nicht dem Chaos zu überlassen.

An dieser Stelle sollte wie in jeder Rezension die Kritik stehen. Hier steht sie auch, ich fasse mich aber kurz. Und um es vorweg zu nehmen. Der erste Teil der Jackals Serie ist ein harter Brocken. Schwer zu verdauen und streng zugänglich. Seiten, Passagen und Buch sind mit Hintergründen und Wortkreationen überreichlich gefüllt. Darum, Herr Hunt möge mir verzeihen, hier zuerst einmal der Versuch das Buch mit einem unvollständigen Glossar zu erklären:

Glossar

Man wird den Eindruck nicht los, dass Herr Hunt sein Buch konzipiert hat, wie es seinem technischen Talent entspricht. Ein Talent das ihn zum Beherrscher von wahrscheinlich jedweder Programiersprache hat werden lassen. Den Kopf voll Nullen und Einsen, das Herz voll visionärer Programmsequenzen und in den Händen der strategische Plan für ein ganzes Unternehmen. Einen ersten Eindruck in das Leben von Stephen Hunt gewähren seine Autorenhomepage und sein Onlinemagazin. Sie präsentieren sich mit einem Hintergrund vollbepackt mit Bildern. Man kann es auch mit einem Puzzle vergleichen. Auf der Homepage sind die einzelnen Teile zu einem Ganzen zusammengefügt und ergeben den Hintergrund. Der Leser jedoch, besitzt er mal eine Printausgabe von Königreich der Himmel und denkt es als Feierabendlektüre zu lesen, sieht sich mit der Aufgabe bedacht, nun die Puzzleteile selbst zu einem Bild zusammenzurücken. Jedes Teil voll von geheimer, bedeutungstiefer und versteckter Information. Man ist schlussendlich nicht vom Erzählstrang oder den Charakteren begeistert. Verwundert schaut man in ein phantastisches Universum voller   verschiedener Welten. Alles mit ungewöhnlichen Namen bedacht, die man im eigenen Leben nicht einordnen kann. Ein verrückter Narr, ein angefressener Liebhaber vom Steampunk Genre muss man sein, um sich durch das phantastische Puzzle von Stephen Hunt zu kämpfen!

für das team fantaster: pilger jack

 

glossar zu jackals serie bd 1 königreich der lüfte

Posted in buchinterpretationen on November 22nd, 2018

Das Glossar zu Stephen Hunts Jackals Serie Band 1: Das Königreich der Lüfte

Personen

Aliquot Kupferspur: Querdenker Dampfmann in Diensten der Presse

Benjamin Carl: der Gründer der kommunistischen Carliten, schliesst sich Widerstand an

Black: königlicher Freibeuter und Aristokrat

Bonefire: Irrnebler der Sondergarde

Dampfhieb: ein Dampfmannritter aus Mechanzia im Dienste Olis

Dampfmänner: Rotrost, Schleichrad, Silber Einrohr, helfen Molly

Edwin Pullinger: königlicher Bezirksinpektor

Einpeitscherin: Kommandantin der Wache im Parlament

Flare: Hptm der Sondergarde

Flüstermann: Gefangener in Irrenanstalt Hawklam

Harry Stave: Wolfschnapper und Olis erster Helfer in der Not

Hohe Frau der Lichter: Mutter Olis, wohnt im Irrnebel und spricht über seinen Auftrag

Isambard Kirkhill: Monarch der für das Parlament kämpfte

Kommodore Black: ein Kapitän ohne Schiff

König Julius und Kronprinz Alphäus: Herrscher ohne Macht in Jackals denn das Parlament hat die Macht

Graf Vauxtion: edler aus Quatershift, Kopfgeldjäger, wechselt die Seiten

Hoggstone: 1.Hüter des Rates von Middle Steel

Hüter Zinnfach: Dampfmann Abgeordneter in Middlesteel

Jacob Walwyn: ehemaliger Anführer des Carlisten Aufstandes, ist jetzt Tzlayloc, und will den alten Thron Chimecas

Lady Riddle: irrvernebelte Frau von Kirkhill, jetzt Agentin des Wolkenrates

Lord Drahtbrand: die sprechende Waffe Dampfhiebs

Molly: Mädchen aus der Linie des Vindex, eines Freiheitskämpfers, hat kostbares Blut und kann Dampfmänner reparieren

Mutter Glück: Waffenschieberin, Oli begegnet ihr auf der Fluch

Nathaniel Harwood: der Flüstermann, begleitet Oli als Stimme im Kopf

Onkel Titus Brooks: Olivers Onkel und Wolfschnapper

Professorin Amelia Harsh: Abenteurerin und Kopfgeldjägerin, im Dienste Nickelbys

Reverend: Leiter einer Untergrundorganisation in Shadowclock, leitet Armenwesen

Schattenbär: tritt an Stelle der hohen Frau der Lichter, von jenseits des Irrnebels

Schleichrohr: Dampfmann Zusammensetzung von Silber Einrohr und Schleichrad

Silas Nickleby: Journalist der Middlesteel Illustrated, Mollys Freund

Tzlayloc: heisst eigentlich Jakob Walwyn, einstier Carlist, Herrscher im Untergrund, plant Übernahme von Jackals,

Ver`fey: Craynarbierin, Freundin Mollys

Vindex: imperialer Sklave, führte Chimeca einst in den Abgrund, Molly ist Nachfahre

Weissbeisserin: fleischfressende Bergmännin, verfolgt Molly die Hexmachina sucht

Wildrake: Agent des Wolkenrat

 

Orte

Dockstreet: Ort der immer wieder erwähnten Klatschpresse in Middlesteel

Grimhope: unterirdische Stadt der Geächteten, erbaut auf Ruinen Chimecas

Hundret Locks: Stadt  in Jackals, wo Oliver Brooks herkommt

Kikkosico Imperium und catosische Bund: benachbarte Staaten

Königreich Jackals: Heimat von Molly Templar

LIongeli: ein Landstrich Jackals

Middlesteel: Hauptstadt  Jackals und Wohnort Mollys

Quatershift: kommunistischer Staat im Norden von Jackals

Shadowclock: Minenstadt, Celgasabbau, Rohstoff Jackals

Seventy Star Hall: zu Hause Olis in Hundred Locks

Sun Gate: das Armenhaus wo Molly Templar herkommt

Tock House: der Wohnturm von Nickleby Silas, dem Journalisten der Molly hilft

 

Begriffe

Atmosphärbahn: unterirdische Verkehrsweg Jackals

Aufzuchtstätten: wo die Edlen herkommen

Bändigerring: am Hals getragener Selbstmordring der Sondergarde

Beobachterin: Mitglied des Wolkenrats

Berechnungsmaschinen: untersuchen Blutcodes, bestimmen ID und Bürgernummer

Biologianer: schreckliche Wesen aus Mensch und Tier denen Oli begegnet

Blahat: Droge zum Kauen aus Cassarabien, einem Staat im Süden

Blutmaschine: ID der Menschen prüfen

Brüller und Puristen: Widerstand in Middlesteel gegen Gleichmachung

Büttel: ein Polizist

Carlisten: die Alt-Kommunisten Jackals

Celgas: Rohstoff gefördert in Shadowclock

Chimeca: altes Imperium und chimecaner die Vorfahren Jackals

Chimecanischer Kult: Kinder den Göttern opfern

Craynarbierin: Person mit schuppenartigem Panzer

Dampfmänner: mechanische Rasse

Dampfo Loas: die Götter der Dampfmänner

Debattierstock: Stock zum duellieren der Räte

Ernte des Bösen: Energiezufuhr für Tzlayloc und seine Armee

Erster Bürger: Titel von Tzlayloc im Gemeinwesen

Erstes Komitee: Partei im kommunistischen Quatershift

Fleischmetaller: Gleichgemachte Metallsklaven in Grimhope

Flossenbomben: Aerostaten Munition

Fluchwall: magischer Schutz an der Grenze von Jackals, von Weltensänger errichtet

Fort Downdirt: Festung in Jackals

Gang gi ju Rädchen: Wahrsager Utensil der Dampfmänner

Gegenrevolution: Bündnis des ersten Hüters  Hoggstone, Dampfarmee, Carlisten, Freie des Hinterlandes

Geisterarmee: Projektion des Irrneblers Flüstermann während letztem Kampf

Gemeinwohl: durch Gleichmachung erreichte Kultur des Volkes

Gemeinwohlvertretung: Obrigkeit der neuen Ordnung

Gideonskragen: dampfbetriebene Mordmaschinen

Gleichheit: Sünde der Unterschiedlichkeit ausmerzen

Gleichmachung: Ausrottung der Aristokraten durch Tzlayloc

Golems: Nachmache von Dampfmännern, Armee Untoter in Shadowclock

Greenhall: Amtshalle in Middlesteel, beherbergt die Berechnungsmaschinen

Ham Yard: Polizeirevier in Hundred Locks

Hervorragende: Garde in Tzlaylocs Gemeinwesen

Hexmachina: ein altes göttergleiches Wesen, heilige Maschine im Kampf gegen das Böse

Illustratoren: die alten Bildkünstler

Inkrementellen: Kampforden des Wolkenrats

Irrnebel: lässt Menschen mutieren und verleiht besondere Fähigkeiten

KAM: königlich areostatische Marine, Luftschiffe

Kistenkamera: Objekt der neuen Kunst

Knochen der Erde: missbrauchtes Energiefeld des Bösen

Koffeel: eine Tasse Kaffee

Kombinat: geheime Bruderschaft des Wolkenrats zu der Harry Stave gehört

Kristallgitternetzwerk: Kommunikationssystem Jackals

Kristallplatinen: herausnehmbare Seele der Dampfmänner

Liktoren: die Wache im Parlament zu Middlesteel

Löwe von Jackals: Lied des Volkes über ihre Helden

Mechanzia: Freistaat der Dampfmänner

Mechomaniker: Handwerker des Wolkenrats, Fernrohre im Monitorarium warten

Mu-Körper: von Dampfmann kontrollierte Zweitkörper

Nuschelrauchpfeife: Pfeife

Olis Pistolen: magische Waffen

Operatorin: fähig das Wesen Hexmachina zu bedienen

Pit Hill Morde: Morde mit gleichem Schema in Jackals

Popham Syndrom: Krankheit oder Gabe die alle Pit Hill Opfer hatten und Molly

Presser: die Polizisten Jackals

Puristen und Gleichmacher: Parteien im Parlament

Republikaner: Anhänger des Hauses der Hüter, Parlament in Middlesteel

Resolute: ein Aerostat der königlichen KAM

Radikale: Revolutionäre in Shadowclock

Rivermarsh: Gegend des letzten Kampfes

Royalist: Königstreuer

Sechser: ein Pferd mit sechs Beinen

Siltempter: alter Feind der Dampfmänner, trinkt ihr Öl, isst die Platinen

Schimmer: eine Droge

Schlafender Heinrich: die Waffe der Wache im Parlament Middlesteels

Schmerzkreuz: Tzlaylocs Folterinstrument um Schmerz abzusaugen, so bezieht er seine Energie

Schwebbeben: Erdbeben in Jackals

Selbstmordring: anderer Name für Bändigerring

Sondergarde: mit besonderen Fähigkeiten ausgestattete Regierungstrupps

Stahlbhalah-Waldo: Gott der Dampfmänner

Usglisch: Sprache in Chimeca

Weichkörper und Eilblut: so nennen die Dampfmänner Menschen

Weltensänger: Magier, Zauberer

Wildcaotyl: insektenartige Götter des alten Chimeca, sollen Tslayloc zur Macht verhelfen

Wolfschnapper oder Pfeifer: Agenten des Wolkenrats

Wolkenmaate: Besatzung der Aerostaten

Xam-Ku: Vater Spinne, einer der Götter der Wildcaotyl

Zirkel entlangschreiten: sterben

Zirklimsmus: Religion in Jackals