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mabinogi zweiter zweig: die kinder llyrs

Posted in buchinterpretationen on November 8th, 2018

Evangeline Walton/ WikiWalton/ Mabinogi Bd 1 erster Zweig: der Fürst von Annwn in 2 Büchern;  1.Buch, der Ritt in den Abgrund S.110; 2.Buch, Rhiannon von den Vögeln S.80/ dann hier Mabinogi Bd 1 zweiter Zweig, ein Buch: Die Kinder Llyrs S.225/ c Evangeline Walton 1974/ c Hobbit Presse 1979/ aus dem amerikanischen von Jürgen Schweier/ softfax Band 1 S.422

 

Haut, Haar und Huf: Rieche die Sage, das Mabinogi ruft

Der Abschluss von Band eins findet nicht mehr im Süden von Wales, in Dyved statt. Das Mabinogi biegt nach Norden von Wales ab, nach Gwynedd. Pwyll der Weise hat seine Questen erfolgreich bestanden. Hat in den zur bestehenden Welt angrenzenden Schattenlanden gegen mächtige Fürsten der Anderswelt gekämpft. Mit und ohne Waffen. Rhiannon, die Frau mit den Vögeln als Haarkranz ist nun seine Gefährtin, seine Königin. Zusammen haben sie einen Sohn. Sein Name ist Prydery und er wird Teil der Geschehnisse im Lande der Mächtigen sein, von dem das Mabinogi im zweiten Zweig erzählt.

 

Band 1/ der zweite Zweig des Mabinogi: die Kinder Llyrs

Dort im Norden sitzt auch der Hochkönig. Beli ist sein Name und er regiert über ein Volk von dem man auch sagt, sie seien die alten Stämme der Insel. Und Pwyll und sein Volk gehöre zu den neuen Stämmen, wie es in der Legende verzeichnet ist. Alte Stämme und neue Stämme unterscheiden sich im Wesentlichen in der Beerbung des Throns, in der Wahl der Gattin und in groben Zügen auch wie man Auseinandersetzungen zwischen Völkern versteht.

Wie es der Titel des zweiten Zweiges sagt, ist es die Geschichte der Kinder Llyrs. Llyr selber ist kein Eingeborener, also kein Sohn der Insel der Mächtigen. Man sagte von ihm, er spräche die Sprache des Volkes nur zur Hälfte. Er ist aber mit Penardim, der Schwester des aktuellen Hochkönigs liiert. Und darum wichtig für die sagenumwobene Geschichte auf der Insel der Mächtigen.

Die Wissenschaft ordnet die Sage dabei als vorchristliche Mythologie ein. Sie ist bedeutende, walisisch keltische Geschichte. Datiert in einer mittelalterlichen Zeit. Das Mabinogi legt dabei den Focus auf die alten Stämme der Insel. Auf ihr Verständnis des Lebens.  Es erzählt von Menschen mit Aussergewöhnlichen Fähigkeiten, von der Insel der Mächtigen. Von Bran dem Riesen, seinem weisen Bruder Manawyddan, von der Schwester Branwen die einen Staren zähmt, von Evnyssien und Nyssien den ungleichen Söhnen Penardims, von Prydery dem Sohn Pwylls aus dem Süden. Und der zweite Zweig erzählt die Geschichte von der Ankunft der Iren auf der Insel.

Nach der Sitte der alten Stämme geht die Thronfolge über des Königs Schwester. Also über Penardim und somit ist der älteste Sohn, das ist Bran, der Thronfolger. Und nicht der leibliche Sohn Belis, Caswallon, wie das Mabinogi sagt. Es ist ein Rätsel, wie denn die alten Stämme das Kinder kriegen überhaupt verstanden haben. Sie beschreiben es als rätselhaftes Mysterium. Hatte ein Mann einen Sohn, wie konnte man sicher sein, dass es sein Sohn ist? Bei einer Frau konnte man sich sicher sein. Sie hatte ja geboren! Und dann war es auch so, dass sich eine Frau in der Wahl des Mannes nicht dreinreden lassen musste. Die neuen Stämme hatten da ein fortschrittlicheres Verständnis. Der Mann durfte wählen und auf der Thronfolger war auf jedenfall der leibliche Sohn des Königs. In diesem Fall also Pryderi.

Llyr muss als königlicher Steuereintreiber zu einem aufmüpfigen Untertan des Königs, zu Eurosswydd. Dieser denkt nicht daran freiwillig zu zahlen und belegt durch einen Trick den königlichen Abgesandten mit einem magischen Bann. Um sich zu befreien muss nun Llyr Zugeständnisse machen. Zugeständnisse, die der Insel im Lauf der Geschichte erheblichen Schaden zufügen. Eurosswydd zwingt Penardim, die Frau Llyrs, sich mit ihm zu paaren.

Die Folge! Zwei ungleiche Brüder, Nyssien und Evnyssien.

Zu dieser Zeit ist Bran der Gesegnete König der Insel der Mächtigen geworden. Er und sein Gefolge wohnen auf dem Felsen von Harlech. Sie sehen wie eines Tages ein Schiff anlegt. Männer von der westlichen Insel sind gekommen. Matholuch, Hochkönig von Irland. Für die Einheimischen alles Fremde. Jedoch von Bran herzlich willkommen geheissen. Es gibt ein Fest und Matholuch wirft ein Auge auf Branwen, die Schwester des Königs. Bald findet die Vermählung in Aberffraw statt. Es ist in der Folge der ungleiche Bruder von Nyssien, Evnyssien, der die glückliche Vereinigung zweier Völker verhindert. Durch eine Bluttat an den Pferden der Fremden schürt Evnyssien neuen Hass. Die Iren denken an die Abreise, ja der Hochkönig will sogar seine Braut zurücklassen. Bran aber und sein Bruder ersetzen den Schaden und geben obendrauf einen magischen Kessel als Geschenk.

Als die Iren schliesslich doch wieder abreisen, geschieht es in einem gedämpften Frieden und Branwen verlässt so die Insel der Mächtigen. Sie gebiert in Irland Gwern. Und nach der Tradition der alten Stämme wäre er nun berechtigt auf den Thron der Insel der Mächtigen. Derweil aber verschlimmert sich die Lage für Branwen. Matholuch offenbart Führungsschwäche und wird von den eigenen Druiden manipuliert. So kommt es, dass Branwen bei ihm selber in Ungnade fällt. Fortan lebt sie als Küchenmagd am Hof des irischen Königs.

Branwen kann aber durch einen Staren, den sie aufgezogen hat, Botschaft zu ihrem Bruder schicken. Und Bran ruft nun auf zum Kriegszug gegen Irland. Dieser Kriegszug endet schliesslich im Chaos. Und wieder hat Evnyssien die Geschehnisse massgeblich beeinflusst. Seine Tat lässt die Geschehnisse eskalieren. Krieg verheert das fremde Land. Riesige Verluste auf beiden Seiten.

Wenige sind es, die auf die Insel der Mächtigen zurückkehren. Unter ihnen unter anderem Prydery, der seine Rolle im Mabinogi noch nicht ausgespielt hat. Die Abwesenheit Brans von der Insel hat auch hier zu einem Machtwechsel geführt. Caswallon, des einstigen Hochkönigs Sohn missachtet die Regeln der alten Stämme und besteigt den Thron.

Eigentlich wäre jetzt aber der Bruder Brans, der unter den Rückkehrern des Feldzuges ist, dran. Manawyddan war nächster Thronfolger. Dem Volk zu Liebe verzichtete er aber auf das Recht. Das Recht zu fordern, würde neues Blut vergiessen. Das Mabinogi sagt, Manawyddan sei nun auf der Wanderschaft und ein König ohne Land. Ende erstes Buch.

zur besprechung von staff homeranus

mabinogi erster zweig: rhiannon von den vögeln

Posted in buchinterpretationen on Oktober 31st, 2018

Evangeline Walton/ WikiWalton/ Mabinogi erster Zweig: der Fürst von Annwn in 2 Büchern;  1.Buch, der Ritt in den Abgrund S.110; hier 2.Buch, Rhiannon von den Vögeln S.80/c Evangeline Walton 1974/ c Hobbit Presse 1979/ aus dem amerikanischen von Jürgen Schweier/ softfax Band 1 S.422

 

Haut, Haar und Huf: Rieche die Sage, das Mabinogi ruft

Die vier Zweige des Mabinogi. Mythen aus einem walisisch keltischen Sagenkreis. Geschichten aus einer vorchristlichen Zeit.- Die wissenschaftliche Forschung rätselt. Bedeutet nun Mabinogi den Stoff, den ein Barde beherrschen muss; oder bedeutet Mabinogi die Taten eines jungen Kriegers. Oder ist Mabinogi einfach nur die Erfindung eines Tintenklecksers. Mab ist auf jedenfall die Bezeichnung für Sohn. Mabinogi das Fenster zu aussergewöhnlichen Taten.

 

Bd1, erster Zweig des Mabinogi: der Fürst von Annwn, Buch 2: Rhiannon von den Vögeln

Drei Jahre sind es her, seit Pwyll die Abenteuer, ausgelöst durch Arawn, den grauen Mann von Annwn, erlebte. Erfolgreich bekämpfte er in seinem Auftrage Havgan, den König von Anghar der Lieblosen. Zurückgekehrt aus den zwielichtigen Gefilden gedeiht Arberth von den Königen, die Lande die Pwyll beherrscht. Es ist eine Zeit des Friedens.

Als dann die Ernte ausfällt, erscheint der Hofdruide, Pendaran Dyved, mit einer dringlichen Forderung. Pwyll  soll bei einer Stute liegen und das Blut trinken. Darauf lässt sich der König nicht ein. Ausserdem kennt er nicht die ganzen Absichten des Druiden. Um das Gesicht nicht zu verlieren beschliesst er zu handeln. Mit seinen Milchbrüdern, denen er von Jugend an vertraut, zieht er in einer Nacht auf den Gorsedd Arberth, den Götterberg. Die Götter sollen es richten. Und ehe er sich bewusst wird was überhaupt geschieht, befindet sich Pwyll in einem neuen Abenteuer. Im Nachhinein wird ihm dann alles wie ein Traum erscheinen. Jetzt auf jedenfall erscheint eine fremde Reiterin auf dem Götterhügel. Mit einem Pferd, das er auf Kein Galed, seinem geliebten Schlachtross, nicht einzuholen vermag. Es ist Rhiannon, eine Fürstin der Anderswelt. Und Pwyll beschliesst, mit seinen Milchbrüdern dem Hof der Fremden einen Besuch abzustatten. Er hat sich verliebt und will diese Frau.

Nach einem Jahr bricht er mit seinen Milchbrüdern auf. Er findet den Eingang zur Anderswelt auf dem Gorsedd Arberth. Der Weg geht durch einen grauen, dämmrigen Tunnel. Als er die Halle findet, ist dort ein Fest angerichtet. Es scheint, dass es nach dem Willen Pwylls läuft. Da erscheint ein später Bittsteller vor dem Thron in der Halle der Anderswelt. Pwyll hört, Pwyll denkt, Pwyll entscheidet. Es war die falsche Entscheidung und er muss auf seinen Wunsch verzichten. Da aber Rhiannon dieses Fest für die Vermählung mit Pwyll gerichtet hatte, muss der späte Bittsteller, Gwawl mit Namen, der auch ein Auge auf sie geworfen hat, sich mit den neu gestellten Bedingungen abgeben. Noch ein Jahr soll es sein und dann sollen beide wieder am Hof erscheinen. Genug Zeit um eine List auszudenken, in die Gwawl laufen soll. Der Plan gelingt und Pwyll kann endlich die Verbindung mit Rhiannon eingehen. Dabei hat er aber in der fremden Welt ein paar Mächtige verärgert. Nicht bloss Gwawl, den er mit einem Eid gebunden hat, ihn jetzt in Ruhe zu lassen. Sondern den grauen Mann jener Welt. Und diesen bindet im Gegensatz zu Gwawl keinen Friedenseid.

Während dem dies alles geschehen ist, hatte zu Hause der Druide seine eigenen Pläne. Er weiss, um selber an der Macht zu bleiben, muss er den König schwächen. Es war auch sein Plan, den König erneut rauszulocken. Pendaran kennt die Gesetze. Hat der König erst mal eine richtige Königin gefunden. Ist seine Macht in den Hintergrund gedrängt. Dies versucht der listige Druide zu verhindern. Mit einem ungeahnten Ausgang. Es ist also nicht sein Verdienst, dass Dyved, wo der Thron Pwylls steht, erneut eine Zeit des Friedens erleben wird.

zur kritik von staff homeranus

i.asimovs psychohistoriker buch drei: die zweite stiftung teil zwei, die suche der stiftung

Posted in buchinterpretationen on Oktober 8th, 2018

Isaac Asimov/ Asimov auf Planet Wiki/ die Psychohistoriker, c Bastei Lübbe 2000, TB Ausgabe Band 28 322, 1.Auflage/ Asimovs berühmte Fountation-Trilogie in einem Band/ Lübbe Reihe: Bibliothek der phantastischen Literatur, Herausgeber Stefan Bauer/ Interpretation Buch eins: die Stiftung/interpretation Buch 2 Teil 1: Stiftung und Imperium- der General/ interpretation Buch 2  Teil 2- der Mutant/  Buch drei: die Zweite Stiftung- Teil 1, die Suche des Mutanten, / unten  Teil 2, die Suche der Stiftung, S.187/ Titel der amerikanischen Originalausgabe: Foundation, Foundation and Empire, Second Foundation/ ins Deutsche übertragen von Barbara Heidkamp/ ganze Trilogie hardfax S.887

  

BestSeller- auf dem Soft SF Teller

Buch III, die zweite Stiftung, Teil 2, die Suche der Stiftung

Wieder ist einige Zeit ins All gezogen. Dekaden sind vergangen seit der Herrschaft des Muli. Jenes Mutanten, der die 1.Stiftung mit Leichtigkeit besiegt hat. Seine Waffe war eine spezielle geistige Fähigkeit- er konnte die Emotionen seines Gegners manipulieren. Das Resultat? Wichtige Entscheidungsträger der 1.Stiftung wechselten kampflos die Seite.

So erging es Han Pritcher, dem Flottengeneral der Stiftung. So erging es dem Widerstand auf Haven, dem letzten Nest unabhängiger Händler. Dann traten die Leute der 2.Stiftung auf den Plan. Jene Wissenschaftler, die ihr Forschungsgebiet nicht in der Physik hatten, sondern in der Psychologie. Der Muli hatte durch seine Gabe die Herrschaft über einen losen Planetenbund übernommen. Aber die Leute der zweiten Stiftung wachten nun über den Seldon Plan, so dass nicht ein Despot am Ende der Ursprung für ein neues Imperium war, sondern die erste Stiftung. Das Problem? Der Muli hatte gerade die erste Stiftung besiegt. So war es die Aufgabe der zweiten Stiftung, der Psychologen, diesen Muli zu stoppen. Sie lockten den Muli, sie warfen einen Köder. In der Annahme er sei der zweiten Stiftung auf der Spur, folgte er dieser zu einem Planeten namens Tazenda. Dort trat ihm eine Delegation der zweiten Stifung offen gegenüber. In einem Moment der Verwirrung konnte der Abgesandte der zweiten Stiftung den Willen des Muli manipulieren. Daraufhin hatte der Eroberer die Suche und die damit verbundenen Pläne abgebrochen. Er war fortan ein friedlicher Herrscher.

Nach dem Fall des Muli hat sich die Stiftung auf Terminus erholt. Nachfahren der nunmehr legendären Stiftungsleute, die den Muli auf der Suche nach der zweiten Stiftung behindert hatten, leben auf Terminus. Sie haben einen neuen Auftrag. Ein neues Feindbild. Die zweite Stiftung, die mit ihrem Eingreifen den Muli endlich besiegt hat. Ehemals hatten sie im Verborgenen gewirkt. Jetzt sind sie ans Licht getreten und darum für die Leute der ersten Stiftung zum Problem geworden. Denn sie wissen nichts über die Absichten jener, die mit so überragenden Fähigkeiten die Geschicke des Imperiums leiten. Ein Team  um den  Nachfahren eines prominenten Händlers, Dr.Darell und seine Tochter Arcadia versuchen hinter die Absichten der zweiten Stiftung zu sehen. Sie messen die Hirnströme der eigenen Mitglieder. Denn wer kann schon sicher sein vor der Beeinflussung der zweiten Stiftung? Im Vordergrund steht aber der Krieg mit Kalgan. Lord Stettin ist dort nach dem Muli der neue Regent. Auch er hat Pläne zur Stärkung seiner Macht. Sein Ziel ist die erste Stiftung auf Terminus. Und um es vorweg zu nehmen. Lord Stettin verliert einen Krieg inmitten von Menschen die mit besonderen geistigen Fähigkeiten agieren. Sowohl die erste wie auch die zweite Stiftung haben dabei ihre Spitzel in bester Position.

Die erste Stiftung will aber nun endlich herausfinden, wo die Basis der zweiten ist. Seldon sagte es sei auf Stars End. Aber wo ist dieser Planet! Das Team um Dr.Darell rätselt. Kalgan oder Terminus? Es ist aber die Absicht der zweiten Stiftung, ihre Existenz im Bewusstsein der Menschheit wieder zu löschen. Nur so können sie die Geschicke leiten. Wie es Seldon in seinem Plan vor Jahrhunderten vorausgesehen hat. Ein neues Imperium soll entstehen auf der Basis der ersten Stiftung!

Der Schluss der Geschichte? Dr.Darell und sein Team begehen eine schreckliche Tat, in der Annahme, sie hätten nun endlich einen alles beendenden Schlag gegen die zweite Stiftung auf Terminus getan. Denn dort, so lautet die Annahme, sollen die Mitglieder der geheimnisvollen zweiten Stiftung gelebt haben.

für das team fantaster: psychodoc

zur besprechung der trilogie: hier lang

staff homeranus interpretiert: das buch kalligraph des bischof von titus müller

Posted in buchinterpretationen on September 15th, 2018

Titus Müller/ Titus Müller auf Wiki/ Der Kalligraph des Bischofs/ c 2005 Brunnen Verlag/historischer Roman/ hardfax S. 415

 

One way ticket for a bill due- ein fälliger Wechsel ohne Rückkehr

Ein lateinisches Sprichwort sagt: „de gustibus non est disputandum“! Zu Deutsch, über den Geschmack lässt sich nicht streiten. Der Sinnspruch steht auf einem Balken über einem Holzkochherd, in einem nach alternativen Massstäben umgebauten ehemaligen Bauernhaus. Essen,  Kleidungsstil, Einrichtung und was uns hier interessiert, die Buch Wahl oder die Autorenwahl,  ist also Geschmackssache!

 

Turin im 9. Jahrhundert: Die stolze norditalienische Stadt wird von den Sarazenen bedroht. Dort sucht der junge Germunt Zuflucht vor Bluträchern, und dahin wird auch der streitbare Claudius als neuer Bischof entsandt. Claudius, der die Verehrung von Heiligenbildern und Reliquien als Götzendienst bekämpft, ist selbst in den eigenen Reihen nicht vor Anfeindung sicher. In dieser Situation nimmt er Germunt an seinem Hof auf und lässt ihn in den sieben freien Künsten unterrichten. Germunt gerät in den Bann des Schreibens wie der Liebe und dringt tief in die Geheimnisse der Kalligraphie ein. Eines Tages muss er seine Kunst anwenden, um Leben zuretten. (Klappentext Ausgabe Brunnenverlag)

Der Kalligraph des Bischofs ist eine historische Erzählung, die ich in der Ausgabe des Brunnenverlags gelesen habe. Dabei ist es aber Jahre her, seit die Geschichte meinen Orbit durchflogen hat. Um den Inhalt aufzufrischen und zu verstehen, habe ich auf verschiedene Kritiken, die alle im Internet  zu lesen sind, zurückgegriffen.  Dabei ist ein Bild entstanden, das meine Ansichten über das Rezensionswesen bestätigte.

 

Mein Befund als argumentative These lautet:

Die schriftstellerischen Fähigkeiten eines Poeten und seines Plots können nicht aufgrund von Leserkritiken bestimmt werden. Noch der Gehalt einer erzählerischen Leistung aufgrund einer Rezension bestimmt werden. Daraus folgt die relative Schwierigkeit, die wirkliche Qualität einer abgelieferten Geschichte zu bemessen. Noch mal einer ganz anderen Dynamik folgen die Faktoren, die einem Werk zum Erfolg verhelfen.

Als ich die Kommentare durchforstete, bin ich auf verschiedene Ansichten gestossen. Da gab es die Meinung, die Handlung vermisse den roten Faden. Oder dass das Handlungsmotiv des Protagonisten, Germunts, zu wenig glaubwürdig sei. Sein Verhalten würde nicht wirklich erklärt, das Buch sei darum leichte Unterhaltung und vermisse an Spannung. Fazit dieser Kritiklinie: Die historische Erzählung rund um den Dieb Germunt ist leichte Kost.

Eine andere Stimme sagt, der Autor habe einen humorvollen Schreibstil, die Handlung ansprechend vorangetrieben und die Charakter glaubwürdig in Szene gesetzt. Es sei ein guter Roman, ohne in historischen Romanen übliche Gewaltexzesse und Sexszenen.

Noch eine andere Stimme hebt den historischen Wert hervor. Man lehre etwas über den Bilderstreit, in dem die Kirche Turins im 9.Jahrhundert steckte. Oder etwas über die Fakten zu Gerichtsbarkeit, Medizin und Urkundengestaltung. Schliesslich wandte diese Stimme ein, nur schon die detailliert beschriebene Alpenreise sei es Wert das Buch zu lesen. Sie führte zur Trennung des Protagonisten mit dem alten Leben, und leitete die Wandlung des Diebs Germunt zu einem emsigen Kalligraphen ein.

Dann ist da noch die Stimme, die auf den Gehalt des christlichen Standpunktes hinweist, der Zwangsläufig in einer Geschichte mit diesem Ausmass ein Thema sein muss. Er sei Zitat: „Nebenbei vermittelt und nicht übertrieben.“

 

Daraus folgt ein wichtiger Punkt aus Seitentrotters Manifest:

Eigenlieben in der Beurteilung eines Schunkens sollten wenn immer möglich keinen Eingang in die Kritik eines schriftstellerischen Werkes finden. Sie führen einen interessierten Leser zu irrtümlichen Annahmen.

 

Die Fakten sollen hier an dieser Stelle ein anderes Licht auf den Autoren, und sein Werk werfen. Titus Müller ist unter anderem Träger des im Jahr 2005 erstmals vergebenen C.S.Lewis Preises. Für sein Werk, die Siedler von Vulgata. Zur Erinnerung, C.S. Lewis ist jener Englische Professor, der sich für die Narnia – Welt verantwortlich zeichnet und der mit J.R.R. Tolkien  in Verbindung gebracht wird.

Dann hat sein Debutroman eine Erfolgsgeschichte aufzuweisen. Nach der erstmaligen Verwertung des Skripts durch den Aufbauverlag im Jahr 2002, erwarb sich im Jahr 2005 der Brunnenverlag die Lizenzrechte. Dem nicht genug! Die Geschichte um Germunt, den Dieb von jenseits der Alpen, findet durch den Heyne Verlag im Jahr 2016 eine Neuverarbeitung mit neuem Cover.

Zu guter Letzt ist zu sagen, das Buch hat Eingang gefunden auf der Internet Seite von Geschichte-im-Roman.de. Ein Netzdokument auf dem nur Plots erscheinen, die in ihren Ausführungen einen Lernwert aufweisen. In diesem Fall historische Romane und andere Zeitdokumente, die durch ihre leichte Lektüre historische Fakten in eine fiktive Geschichte einbinden.

 

Seitentrotter kommentiert darum kompromisslos, das Buch ist ein Muss für Lesebegeisterte an historischen Zusammenhängen.  Die Hände davon lassen sollen aber jene, die vom verarbeiteten Stoff ein Zuviel an wohlausgeklügeltem Spannungsbogen erwarten. Historisch Interessierte werden aber nicht enttäuscht werden. Denn Titus Müller hat vor allem eins verstanden. Und das ist jener nicht zu leicht zu gewichtende Umstand, den Leser durch seine dichterische Leistung mit zunehmen. Mitzunehmen auf eine Reise durch das Turin des 9.Jahrhunderts!

 

für das team fantaster: ihr staff homeranus

 

i.asimovs psychohistoriker buch drei: die zweite stiftung teil eins- die suche des mutanten

Posted in buchinterpretationen on September 13th, 2018

Isaac Asimov/ Asimov auf Planet Wiki/ die Psychohistoriker, c Bastei Lübbe 2000, TB Ausgabe Band 28 322, 1.Auflage/ Asimovs berühmte Fountation-Trilogie in einem Band/ Lübbe Reihe: Bibliothek der phantastischen Literatur, Herausgeber Stefan Bauer/ Interpretation Buch eins: die Stiftung/interpretation Buch 2 Teil 1: Stiftung und Imperium- der General/ interpretation Buch 2  Teil 2- der Mutant/ unten Buch drei: die Zweite Stiftung- Teil 1, die Suche des Mutanten, S.97/ folgt  Teil 2, die Suche der Stiftung/ Titel der amerikanischen Originalausgabe: Foundation, Foundation and Empire, Second Foundation/ ins Deutsche übertragen von Barbara Heidkamp/ ganze Trilogie hardfax S.887

 

 

BestSeller- auf dem Soft SF Teller

Isaac Asimov hat im zweiten Teil des zweiten Buches der Psychohistorie ganze Sache gemacht. Er schickte die erste Stiftung in den Abgrund. Das Imperium war Geschichte und die Galaxis strebte einem unsicheren Finale entgegen. Der als Muli aufgestiegene Eroberer, ein Mutant, hält die Fäden zum Glück oder Unglück eines ganzen Planetensystem in seinen Händen. Nächste Hürde? Er muss die von Seldon gegründete zweite Stiftung besiegen, von der man sagt, sie hätten geistig übermenschliche Fähigkeiten!

Buch III, die zweite Stiftung, Teil eins: Die Suche des Mutanten

Nicht immer in inniger Einigkeit, aber immer nach Plan, zumindest so wie es der grosse Psychohistoriker Harry Seldon prophezeit hat, legen nacheinander die Enzyklopädisten, die Bürgermeister und die Händler das Fundament für die Neugründung des Imperiums.-

Dann kam der Muli. Ein unansehnlicher Emporkömmling vom Planeten Kalgan. Durch seine besonderen geistigen Fähigkeiten manipuliert er die wichtigsten Entscheidungsträger der Stiftung und bringt sie auf seine Seite. Nun ist nicht nur das Imperium Geschichte, auch der Plan Harry Seldons, mit der Stiftung eine neue Friedensherrschaft zu gründen, scheint missglückt zu sein. Aber auch der Emporkömmling Muli hat von der zweiten Stiftung vernommen. Am Ende seines ersten Eroberungszuges, stösst er beinahe auf Informationen über die zweite Stiftung. Niemand hat bisher Kenntnis von dessen Lage. In den Archiven von Trantor stirbt der letzte Tech-Mann der alten Garde, bevor der Muli das Geheimnis aus ihm rausholen kann.

So startet er seine eigene Mission. Er setzt auf Bail Channis, der sich an seinem Hof in Kalgan bewährt hat, und auf seinen General, den Konvertiten Han Pritcher. Es scheint, das Bail eine Ahnung hat, wohin die Reise gehen soll. Nach einem Planeten, der geschickt in einem Nebel versteckt ist, dem Pelots-Nebel. Die beiden landen schliesslich auf Rossem, einem Nebenplaneten von Tazenda, wo die zweite Stiftung ihren Sitz haben soll. Der Muli weiss, die Leute der zweiten Stiftung haben wie er geistige Fähigkeiten. Als die Kontrahenten sich begegnen, läuft der Showdown für normal sterbliche auf zu hohem Niveau. Schlussendlich läuft es darauf hinaus, wer seine Absichten vor dem geistigen Auge des andern besser verbergen konnte. Der Muli zum Beispiel hat das Spiel von Bail Channis durchschaut und glaubt sich im Vorteil. Er ist den beiden heimlich gefolgt. Die Leute der zweiten Stiftung hingegen wieder, hatten den Plan, den Muli aus seiner Welt zu locken. Um ihn zu Gesicht zu bekommen und so in einem günstigen Moment auf ihn einzuwirken. Als das Kräftemessen vorbei ist, stoppt der Muli seine Eroberungspläne. Er scheint verändert und weiss nicht mehr was passiert ist. Der Plan der zweiten Stiftung scheint, trotz einiger Fehltritte, aufgegangen zu sein!

für das team fantaster: psychodoc

zur besprechung der trilogie: hier lang

jerry cotton taschenbuch: die mord-gmbh

Posted in buchinterpretationen on September 10th, 2018

 

Jerry Cotton/ wikijerry/ Bastei-Lübbe Taschenbuch Nr. 32026 c 1982/ Die Mord-GmbH/ Kriminalroman/ zur jc-paradesoftfax S.169

  

Die Mordgesellschafter

Jerry Cotton und sein dienstlicher Partner wie auch privater Freund Phil kämpfen schon eine lange Zeit gegen die Schattenseite der menschlichen Gesellschaft. In Teamarbeit eingespielt, als Cops abgebrüht und sich bewusst, dass Menschen mal Fehler machen. Es sei G-man, Ganove oder Bürger! Diesmal sollten sie aber in ihren Ermittlungen getrennt sein. Während Jerry hoffte in der Bowery in New York  Details zu rätselhaften Morden aufzuspüren, jagte Phil in Chicago den mysteriösen Killer. Er war einem Geschäftsmann und Playboy auf den Fersen. Ray Conolly, der sich einem Detektiv anvertraute um sein Gewissen zu erleichtern.

Lange tappten die Cops mit ihren Ermittlungen im Dunkeln. Die Indizien wollten einfach nicht zusammenpassen. Undercover mischte sich Jerry in New Yorks Unterwellt, Treffpunkt Moonshine Bar. Mit den Leuten von Syndikatsboss Colloni lieferte er sich im Kampf um Hinweise, die den aktuellen Fall erhellen würden, ein mordsmässiges Gerangel. Kugeln und Fäuste flogen, Jerry kämpfte alleine gegen eine Übermacht in der Unterwelt.

Phil verfolgte die Spur des Playboys. Dieser Galan und Schönling wusste mehr als er preisgab. Es waren nun schon einige Morde auf dem Konto des mysteriösen Killers. Die Tatwaffen waren mal ein Messer, dann Sprengstoff, ein andermal ein Bogen oder ein Strick. Die Gmans suchten antworten und Phil wusste, dieser Conolly musste endlich reden.

Zuletzt brachte der Detektiv die Cops auf eine heisse Spur. Ausgangspunkt der Morde schien eine ausufernde Party zu sein. Ein ausgekochtes Verbrecherhirn, das die verpeilte Partystimmung benutzte um die Anwesenden auf eine richtig üble Idee zu bringen. Mal was ausgefallenes zu tun. Arthur Wood stiftete die Anwesenden an, einen Mord zu begehen! Am Tag danach erinnerte Arthur Wood die Partygänger an ihre eingegangene Verpflichtung. Er berief zur verhängnisschweren Zusammenkunft. Das Los entschied wer an der Reihe war. Danach hatte er leichtes Spiel. Erpresste der Reihe nach einen nach dem anderen.

Wieder zusammen in Chicago, bescherten Jerry und Phil dem Killer und seiner Mord Gmbh einen letzten Morgen.

pilger jack

i.asimovs foundation trilogie: buch 2 teil 2, der mutant, interpretiert von psychodoc

Posted in buchinterpretationen on August 24th, 2018

Isaac Asimov/ Asimov auf Planet Wiki/ die Psychohistoriker, c Bastei Lübbe 2000, TB Ausgabe Band 28 322, 1.Auflage/ Asimovs berühmte Fountation-Trilogie in einem Band/ Lübbe Reihe: Bibliothek der phantastischen Literatur, Herausgeber Stefan Bauer/ Interpretation Buch eins: die Stiftung/interpretation Buch 2 Teil 1: Stiftung und Imperium- der General/ unten Buch 2  Teil 2- der Mutant S,184/ folgt Buch drei: die Zweite Stiftung- Teil 1 und Teil 2/ Titel der amerikanischen Originalausgabe: Foundation, Foundation and Empire, Second Foundation/ ins Deutsche übertragen von Barbara Heidkamp/ ganze Trilogie hardfax S.887

 

BestSeller- auf dem Soft SF Teller

Der Fortgang der Geschichte. Und wie Hari Seldons mathematische Berechnungen  auf Grund der Psychohystorik sich nun mit der zweiten Stiftung befassen müssen.

Buch II der Trilogie, Stiftung und Imperium, Teil 2: Der Mutant

Vier Seldon-Krisen hat die Stiftung überstanden. Eine nächste steht bevor. Wieder ist eine enorme Zeit vergangen. Das Imperium, wie es einmal war, existiert nicht mehr. Bayta und Toran sind Kinder ehemaliger Stiftungsleute. Ihr Planet ist Haven. Alles scheint in Ordnung.

Die Stiftung jedoch ist zum Jäger geworden. Einst geleitet von Menschen, die zumindest noch Gehör für Seldons Theorie hatten, ist in der Hand eines Despoten. Nun haben sich unzufriedene Händler  auf Haven, einem Rückzugsort der Stiftung, versammelt. Bereits wurde dort ein Steuereintreiber aus Terminus ermordet. Ein Angriff der Stiftung wird darum befürchtet. So muss nun ein Plan zur Bewahrung der Sache Seldons her. Was, wenn jemand die Stiftung angreift? Dann würden die Händler verschont bleiben. Ein Emporkömmling namens Muli soll es richten. Bayta und Toran machen sich als Spione auf nach Kalgan, der Welt des Muli. Dort retten sie den geflohenen Clown des Muli. Die Idee scheint aufzugehen. Doch geschehen nun sonderbare Dinge.  Kriegsherren die als loyal galten, gehen kampflos zum Muli über. Stiftungsleute werden zu Freunden des Muli. Haven selbst fällt. Bayta, die erste Frau übrigens die ins Geschehen eingreift, und Toran begeben sich mit dem Clown auf Erkundung. Da die Stiftung in den Händen des Muli ist, die man ja für unüberwindbar hielt, scheint die Sache Seldons verloren. Man erinnert sich jedoch. Seldon hat auch von einer zweiten Stiftung gesprochen. Sie soll auf Stars End sein. Niemand kennt jedoch die Lage des Planeten. Antworten sollen die Archive auf Trantor liefern. Mit dabei ist auch Ebling Mis. Einer der letzten von den Tech-Leuten. Er versteht was von den alten Theorien. Wieso aber hat der Muli die Stiftung einnehmen können? Welchen Faktor hat Seldon in seiner Rechnung vergessen? Die Antwort liegt beim Muli, er ist ein Mutant, hat besondere Fähigkeiten. Mit dem Visi-Sonor, ein Instrument das Visionen herzaubert, kann er auf die Emotionen seiner Zuhörer einwirken. Er kann den Gegner soweit manipulieren, dass sie die Seite wechseln. Und bis zu diesem Zeitpunkt weiss auch keiner, wer dieser geheimnisvolle Mutant ist. Bayta und Toran haben einen neuen Auftrag. Sie müssen die zweite Stiftung finden und darauf hoffen, durch sie den Sieg über den Mutanten zu erlangen.

psychodoc

zur besprechung der trilogie: hier lang

j.cotton: interpretation des unheimlichen richters

Posted in buchinterpretationen on August 1st, 2018

  

Jerry Cotton/ wikijerry/ Bastei-Lübbe Taschenbuch Nr. 32148 c 1993/ Der unheimliche Richter/ Kriminalroman/ zur jc-paradesoftfax S.174

   

 

Spiel mir das Lied vom Recht

Die Gmans Jerry Cotton und Phil Decker hatten ein Dejavu. Neben Gangstern mit mehr oder weniger offenen Absichten hatten sie es auch immer wieder mit Psychopathen zu tun. Menschen, deren Taten ein Gewurstel von Plan und Chaos waren. Es war wie damals, im Jahr 1988. In der Entführung eines gerade erst ausgebildeten Astronauten, konnten sie einfach keinen vernünftigen Grund entdecken. Fünf Jahre später trat ein unheimlicher Richter auf den Plan. Jerry und Phil waren beauftragt, Licht auf mysteriöse Mordfälle zu werfen.

 

USA. New York. Jersey City. Winter herrschte in einer Stadt, die nicht wirklich Geld für Räumfahrzeuge ausgibt. Das sollte auch Jerry spüren. Sein Jaguar fing bei einer Carambolage eine empfindliche Schramme. Tägliche Routine wurde nicht nur vom Schnee gestört. Aus dem Museum of Crime in Jersey City wurde ein elektrischer Stuhl entwendet. Bald tauchten erste Leichen vor dem Leichenschauhaus auf. Die Ermittlungen führten Jerry und Phil zu einem bekannten Syndikatsboss und zu einer unter Mordverdacht stehenden jungen Frau. Sie knobelten noch am Motiv für die Taten als ihr Kollege Steve Dillaggio bei einer Routinebefragung unter Beschuss gerät. Der unheimliche Richter hatte zugeschlagen. Er führte seine Opfer der gerechten Strafe zu. Mörder, vom Gericht freigesprochen. Er war der Privathenker mit dem Stuhl. Dem elektrischen Stuhl. Die Todesstrafe im Staat New York war längst Geschichte.

Der Fehler des unheimlichen Richters? Er konnte seine psychopathische Denkweise nicht durchbrechen. Nicht erkennen, wenn jemand unschuldig war. So musste er sich wegen dem Mädchen Leslie mit den Gmans Jerry und Phil schlagen. Und für die Cops gab es trotz moralischem Vorteil für den unheimlichen Richter nur eine Sprache. Den Sidestep, um dem wie ein angeschlagenes Tier zuschlagenden Täter auszuweichen. Den Uppercut, um den angeschossenen Bären aufs Parkett zu legen. Den 38er in der gestreckten, um dem selbsternannten Richter  in den Schlussakkorden das Lied vom Recht zu spielen.

Jerry und Phil waren wieder einmal in die Stiefel gefahren und hatten ihrem Bauchgefühl getraut. Das Mädchen war unschuldig. Bleibt noch das Motiv des Richters. Er hatte einen Sohn. Unschuldig aber angeklagt hatte er das Spiel um das Recht verloren. Die Welt hatte einen neuen Psychopathen. Einen Vater als Rächer für seinen Sohn. Und es brauchte zwei smarte aber abgebrühte Cops um New York von diesem Übel zu befreien.

pilger jack

 

i.asimovs foundation trilogie: buch 2 teil 1, der general, interpretiert von psychodoc

Posted in buchinterpretationen on Juli 28th, 2018

Isaac Asimov/ Asimov auf Planet Wiki/ die Psychohistoriker, c Bastei Lübbe 2000, TB Ausgabe Band 28 322, 1.Auflage/ Asimovs berühmte Fountation-Trilogie in einem Band/ Lübbe Reihe: Bibliothek der phantastischen Literatur, Herausgeber Stefan Bauer/ Interpretation Buch eins: die Stiftung/ unten interpretiert Buch 2 Teil 1: Stiftung und Imperium- der General, S. 95/ folgt Buch 2  Teil 2- der Mutant/ Buch drei: die Zweite Stiftung- Teil 1 und Teil 2/ Titel der amerikanischen Originalausgabe: Foundation, Foundation and Empire, Second Foundation/ ins Deutsche übertragen von Barbara Heidkamp/ ganze Trilogie hardfax S.887

  

BestSeller- auf dem Soft SF Teller

Der Fortgang der Geschichte. Und wie Hari Seldons mathematische Berechnungen  auf Grund der Psychohystorik zu 94% mit Erfolg behaftet sind.

Buch II der Trilogie, Stiftung und Imperium, Teil I: Der General

Jahrhunderte sind vergangen. Hari Seldons Psychohistorie und die damit verbundene Stiftung haben drei Krisen überlebt. Noch existiert das Imperium und Trantor ist der Sitz des Kaisers. Sein Name: Cleon II. Wie es jedoch prophezeit wurde, ist in Teilen der Galaxis Anarchie ausgebrochen. Die Stiftung, mit Sitz auf Terminus, hat überlebt, weil sie durch ihre Arbeit an der Enzyclopedia Galactica, das Wissen eines ganzen Imperiums aufgezeichnet hat. Ingenieure, die sogenannten Tech-Leute, haben dieses Wissen verfeinert. So erlangte die Stiftung eine Vorrangstellung, vor allem in der Atomtechnik. Geschickt haben die Führer der Stiftung Invasionsabsichten ihrer nächsten Nachbarn abgewehrt. Immer haben ihre Händler als Agenten gedient. Diesmal ist es Lathan Devers. Er soll die Stiftung mit Informationen beliefern.

Dies blieb auch dem Imperium nicht verborgen. Ein General des Kaisers, Bel Riose, fasst den Entschluss, Terminus endgültig einzunehmen. Er macht sich auf nach Siwenna um etwas über die Zauberer, wie die Stiftungsleute auch genannt werden, herauszufinden. Mit ihm im Bunde ist der persönliche Berater des Kaisers, Brodrig. Das Ende für die Stiftung scheint gekommen. Zu mächtig ist des Generals Flotte. Auf ein weiteres jedoch werden die Berechnungen Seldons, die er hunderte von Jahren zuvor erstellte, bestätigt. Bel Riose und Brodrig würden, wenn sie erfolgreich wären, dem Kaiser vielleicht selbst den Krieg erklären. Sie werden darum von ihm persönlich zurückbeordert und exekutiert. Die Stiftung hat eine weitere Krise überlebt. Die Berechnungen Seldons zu 94% einen Volltreffer gelandet.

psychodoc

zur besprechung der trilogie: hier lang

 

 

pilger jack`s interpretation von z.greys schatten auf der fährte

Posted in buchinterpretationen on Juli 27th, 2018

Zane Grey/ Wikigrey/ Zane Grey bei Bücherwiki/ Western Classics c Heyne Verlag München 1970/ Titel der amerikanischen Ausgabe: Shadow on the trail/ Deutsche Übersetzung von Dr.Hansheinz Werner/ Softfax S.190

   

 

Grünrücken und Zedernweide

In den Sommermonaten ist die Herkunft und der Gehalt eines Buches nicht so sehr entscheidend. Entscheidend ist aber die Stimmung in einem Moment. Und es ist bestenfalls eine Randnotiz wert, ob die Lektüre einen  bekannten Autor als Urheber hat. Viel entscheidender ist, dass man eine passende Lektüre zur Hand hat und dass sie auf Anhieb den Sommerabend zu einer warmen Lesestube verzaubert. So stammt die vorliegende Geschichte nicht aus dem Sortiment eines angesagten Buchhändlers. Sie stammt aus einem der letzten grossen Bucharchive der Zeit, der guten alten Brockenstube. Es ist eine Story aus der Zeit der Siedlungsgeschichte der Vereinigten Staaten. Die letzten freien Büffelherden preschen vor die Mündungsfeuer gewissenloser Weisser. Revolverhelden treten in die Dienste von Rinderkönigen. Viehdiebe werden in Arizona ohne Verhandlung gehängt.-

Zane Grey, der 1939 gestorbene US Westernschriftsteller, braucht für seine Geschichten keinen aktuellen Neudruck. Wade Holden, der Protagonist, keinen umgestalteten Plot um den Colt schneller aus dem Leder zu bringen.

 

Mercer, Texas. Simm Bell und seine Bande wagen einen letzten Banküberfall. In Smokey Hollow, ihrem Bandenversteck, lagern bereits Grünrücken und Münzen für 30`000 Dollars. Wade rät seinem Boss vom Überfall auf die Bank in Mercer ab. Auch weil ein Verräter in den eigenen Reihen vermutet wird. Der Coup missglückt. Simm Bell wird angeschossen. Im Sterben verrät er Wade ein Geheimnis und bittet ihn auf den geraden Weg zurückzukehren. Die Bande ist versprengt, Wade gelingt die Flucht. Ihm auf den Fersen sind die Bluthunde von Texas Rangern. Allen voran Mahaffey, den man Falkenauge nennt.  Ein Mädchen eines Siedlertrecks hält ihn vorerst vor den Augen der Ranger verborgen. Wade reitet seiner Vergangenheit davon, will westlich des Pecos in Arizona ein neues Leben beginnen. Viehdiebe, Büffeljäger, Trapper und Weidenreiter kreuzen seinen Weg. Sie können ihn nicht stoppen. Auf der Zedernranch nimmt er dann die Stellung als Vormann an. Er trifft auf alte Bekannte. Räumt mit dem Rinderkönig auf und vertreibt die Viehdiebe. Grund zum Bleiben hat er. Das Mädchen, das ihm einst die Flucht ermöglichte, ist die Tochter seines Boss`. So bleibt nur noch eins. Der Schatten auf seiner Fährte. Durch seine Vergangenheit als Desperado. Fügung oder Schicksal, es lag nicht in der Macht des Revolverhelden Wade, den Schatten loszuwerden.

Eine Westerngeschichte! Genau das richtige für Tage ohne bezahlte Arbeit. Rausgehen. Wind spüren. Von der Technik unberührte Landschaften sehen. Lesen von einer längst vergangenen Zeit. In eine Umgebung vor totaler Motorisierung eintauchen. Einen Helden erleben, der eine Fähigkeit zur Bestleistung trieb. Eine Romance in wilder, fremder Welt teilen. Einen Desperado und sein Wille zur Veränderung begleiten. Wade, den Revolverhelden, der einst schoss um zu schnellem Reichtum zu gelangen. Seinen Colt nun zieht um das Unrecht auf der Zedernweide in Arizona zu bekämpfen.

Natürlich ist aus heutiger Sicht vieles klischeehaft. Durch eine rosa Brille gesehen. Durch die Brille weisser Siedler. Durch verklärte europäische Abenteuerherzen. Ja, so muss es sein! Jedoch ist es mehr. Es ist der Ausbruch aus der engen Zivilgesellschaft. Die unstillbare Sehnsucht nach Weite, Zeit und letztendlich nach echtem Leben. Dies alles bietet der Plot von Zane Grey, dem ehemaligen Westernschriftsteller. Wade ist auf dunkle Fährte geraten. Er folgt aber jetzt dem Wunsch seines ehemaligen Bandenchefs den Schatten auf seiner Fährte zu beheben. Wade hat es sich zu Herzen genommen. Er schafft einen Neuanfang.

Und so mögen die von Zane Grey abgeschossenen Zeilen nicht so ganz verschwendet sein. Licht kann fallen auf verdunkelte Fährte. Denn bleibt kein Ausweg übrig, so reiten wir mit Wade. Lassen alte Lasten hinter uns und besiegen dunkle Drohgebilde der Vergangenheit mit gutem  Verstand, Wille und einem Funken Hoffnung.

pilger jack