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Interpretation von bd 3 der feuer und finsternis trilogie: im reich des todes

Posted in buchinterpretationen on November 14th, 2019

Angelo Nero/ Feuer und Finsternis Trilogie/ Buch eins: Sohn des Drachen, Buch zwei: Der Nekromant/ hier Buch drei: Im Reich des Todes 1.Auflage Oktober 2019/ Cover: Selina Bachmann/ eine Angelo Nero Produktion/ Softfax S. 174

Dunkle Dichtung eines literarischen Rock`n`Rollers Bd 3

Rock`n`Roll begründete der Jugend vor der Jahrtausendwende ein neues Lebensgefühl. Es war Larry Norman, ein Vorreiter der christlichen Rockmusik aus den 1980er Jahren, der sagte: „Warum sollte der Teufel all die gute Musik haben?“. Für den Liebhaber von Literatur ist ein gutes Buch Musik in den Augen. Angelo Nero, der Schweizer Fantasy Autor mit christlichem Hintergrund, bezieht Stellung und sagt: „Das Feld sollte man auf keinen Fall dem Feind überlassen!“ Mit „Sohn des Drachen“, hat  Angelo Nero eine fantastische Schweizer Sage eröffnet. Weiter geht es in der Feuer und Finsternis Trilogie mit Band zwei: „Der Nekromant.“ Der Abschluss bildet Band drei: „Im Reich des Todes“.

.Rückblick Band eins In „Der Sohn des Drachen“, werden die Umstände und Fügungen beschrieben, die Sariel il Nero zu dem machen was er ist, der Fürst der Angelus Excubitor. Drachenbändiger und der Vorsteher einer Bruderschaft, die im Heiligen Römischen Reich finstere Mächte bekämpfen. Es ist das 15.Jahrhundert nach Christus, dunkles Mittelalter.

Rückblick Band zwei, „Der Nekromant“ Jetzt driften die Wege der zwei Brüder, Vlad und Sariel, völlig auseinander. Zunächst werden sie noch an den Zürichsee gerufen, um einem Hexenzirkel das Handwerk zu legen. Doch dann spannen sich die Fäden, die Vlad in seiner zurückgezogenen Art, gelegt hat. Die Entscheidung ist gefallen. Nach einem Besuch am Hof des Königs in der Nähe von Wien, an dem beide teilnehmen, stellt Vlad Sariel vor vollendete Tatsachen. Er verlässt die Bruderschaft um den Thron seines Vaters zurückzufordern. Sariel bleibt nichts anderes übrig als zu vertrauen und kehrt alleine auf den Drachenhorst zurück. Zunächst scheint alles im Lot zu sein. Vlad scheint – er ist immer noch einer der Angelus Excubitor – eine gute Falle zu machen. Dann mehren sich die Anzeichen von Missbrauch im Kreise Vlads. Und Sariel, der immer noch an das Gute in Vlad glaubt, macht sich auf den langen Weg, seinem Bruder zu helfen.

Handlung Band drei Sariel muss schmerzlich erfahren, dass Vlad zu helfen, einen viel grösseren Kraftakt bräuchte, als angenommen. Für die beiden Brüder geht es in diesem ersten aufeinandertreffen um Leben oder Tod. Sariel hat jedoch von einer Seite Hilfe erfahren, die er nicht erwartet hätte. Zunächst jedoch muss er unverrichteter Dinge wieder den Nachhauseweg antreten. Vlad indes, hat ein Teilziel erreicht. Um seine Rache zu befriedigen hat er sich der Dienste eines Nekromanten bemächtigt, die ihm den Schlüssel über den Tod in die Hand legt.

Zuhause auf dem Drachenhorst muss sich Sariel, bevor er zur Tat schreiten kann, häuslichen Angelegenheiten annehmen. Er hat eine Familie gegründet, die ihn einiges an Geduld lehrt. Weder auf dem Schlachtfeld noch daheim, scheint ihm zunächst das Glück beschieden. So unternimmt er alles, um die Angelegenheit mit Vlad zu einem glücklichen Ende zu führen. Die Truppen werden aufgestockt, Bündnisse geschmiedet und Beobachter losgeschickt. Dann ist die Zeit endlich gekommen, da Sariel wieder aufbricht. Es ist der Auftrag der Angelus Excubitor, das Böse zu bekämpfen, wenn es sich zeigt. Auch in der Walachei, bei Vlad. Wie also kann sich Sariels Mission gestalten, da er der Neutralität in Staatsangelegenheiten verpflichtet ist?  Der Ausgang des entstandenen Bruderzwists steht auf wackeligen Beinen.

Besprechung In Teil eins sind die phantastischen Elemente beleuchtet, die den Plot von andern Werken unterscheiden, einzigartig machen. In Teil zwei mussten die christlichen Werte der Sicht durch die Lupe standhalten. So ist nun der Zeitpunkt gekommen, auch in der Besprechung zum Finale anzusetzen. Eine genaue Betrachtung von Teil drei sei jedoch zu unterlassen. Genügend Merkmale wurden in den ersten beiden Bänden herausgearbeitet, womit sich der Leser auseinander setzen kann. So wollen wir jetzt zum Abschluss nur noch eine Sache beleuchten, das ist die in Fantasy Erzählungen übliche, benötigte Drohkulisse.

Die meisten der fantastischen Erzählungen fundieren auf einer Drohkulisse. Irgendwo in den fiktiven Welten vieler Autoren regt sich ein namenloses Böses. Eine finstere Macht, tief verborgen und weit weg, ein finsterer Wille, der in den Köpfen der freien Völker für Entsetzen sorgt, fordert ihren Weg zurück ans Tageslicht. So ist die Ausgangslage für den Leser bald klar, das Gute muss das Böse bezwingen. Die Spannung entlädt sich entlang der Handlungsabsichten der Kontrahenten der Geschichte.

Etwas differenzierter, konkreter kommt dem Leser das entworfene Szenario von Angelo Nero entgegen. Auch er beschreibt in seiner Erzählung etwas Dunkles, Böses. Auch bei ihm müssen finstere Mächte dahin zurückweichen, woher sie gekommen sind. Es ist jedoch keine global betriebene Befreiungskultur, die der Autor in Feuer und Finsternis betreibt. Keine nahe und doch ferne Erderwärmung, die die Gemüter erhitzt. Und da ist schliesslich auch keine Macht, die lange irgendwo in den Bergen ein namenloses Dasein fristete und auf eine Gelegenheit wartete, zurückzukommen. Nein, das Böse ist eher allgegenwärtig, ist da, unter den Menschen. Daraus folgt, es kann sich irgendwo zeigen. In einem Dorf, in einer Siedlung, in einer Gemeinschaft, einfach irgendwo, selbst unter den Brüdern der Angelus Excubitor!

Das Böse, wenn man es trotzdem so nennen will, kann sich also unter den Menschen zeigen. Daraus folgt, dass jeder der Charaktere der Geschichte, das Potential für einen Unheimlichen Auftritt hat. Es ist nicht die gebündelte Kraft, die zu einer Kugel geknetete Finsternis, die das Land in einem Auftritt überrollen will. Nein, das Dunkle ist eher wie das breite Angebot im Warenhaus. Es ist da, für jedermann greifbar.

Das lässt den Schluss zu, und dies hat Angelo Nero in seinen Hauptfiguren, Vlad und Sariel vereint, dass es in der Entwicklung ihrer Geschichten nicht das ausschliesslich Gute, das allumfassende und krasse Schlechte gibt. Es ist bezeichnend, dass beide irgendwann erkennen, irgendwo habe ich einen Fehler gemacht, bin falsch abgebogen, habe eine unwiederrufbare Entscheidung getroffen.

Die Taten von Sariel und Vlad sprechen hinwiederum, für den aufmerksamen Leser, eine deutliche Sprache.

Fazit und Empfehlung Angelo Nero beschreibt nicht das allumspannende Böse, dem wir ausgeliefert sind. Er zeichnet den Weg von Menschen, die in ihrem Umfeld täglich eigene Entscheidungen treffen können. Entscheidungen, die ihrem Leben den Geschmack von Gutem oder Bösen beisteuern. Denn, der Mensch kann sowohl Gut wie Böse sein! Die Entscheidung liegt bei ihm.

Das Team Fantaster gibt eine Leseempfehlung für junge Erwachsene und Ältere. Dark Fantasie Liebhaber werden es lieben. Den Andern sei gesagt: Die Schweizer Legende um die Bruderschaft der Angelus Excubitor ist ein lohnender Einstieg in eine dunkle, aber fantastische Parallelwelt.

Angelo Nero: Feuer und Finsternis Trilogie Bd.2- Der Nekromant

Posted in buchinterpretationen on Mai 28th, 2019

Angelo Nero/ Feuer und Finsternis Trilogie/ Buch eins: Sohn des Drachen, hier Buch zwei: Der Nekromant/ 1.Auflage Oktober 2018/ Cover: Selina Bachmann/ eine Angelo Nero Produktion/ Softfax S. 174

Dunkle Dichtung eines literarischen Rock`n`Rollers Bd 2

Rock`n`Roll begründete der Jugend vor der Jahrtausendwende ein neues Lebensgefühl. Es war Larry Norman, ein Vorreiter der christlichen Rockmusik aus den 1980er Jahren, der sagte: „Warum sollte der Teufel all die gute Musik haben?“. Für den Liebhaber von Literatur ist ein gutes Buch Musik in den Augen. Angelo Nero, der Schweizer Fantasy Autor mit christlichem Hintergrund, bezieht Stellung und sagt: „Das Feld sollte man auf keinen Fall dem Feind überlassen!“ Mit „Sohn des Drachen“, hat  Angelo Nero eine fantastische Schweizer Sage eröffnet. Weiter geht es in der Feuer und Finsternis Trilogie mit Band zwei: „Der Nekromant.“

 

In Band eins,  „der Sohn des Drachen“, werden die Umstände und Fügungen beschrieben, die Sariel il Nero zu dem machen was er ist, der Fürst der Angelus Excubitor. Drachenbändiger und der Vorsteher einer Bruderschaft, die im Heiligen Römischen Reich finstere Mächte bekämpfen. Es ist das 15.Jahrhundert nach Christus, dunkles Mittelalter.

In Band zwei werden Sariel und Vlad – der aus der Gefangenschaft der Osmanen befreit wurde – an den Zürichsee gerufen. Eine Adelsfamilie fühlt sich von einem Hexenzirkel bedroht. Die beiden Helden tun ihre Pflicht und kehren dann auf den Drachenhorst, den Sitz der Bruderschaft, zurück. Vlads gebaren innerhalb der Bruderschaft wird jetzt zunehmend geheimnisvoller, und seine Entscheidungen haben für die Angelus Exubitor schwerwiegende Folgen. Eine scheinbar harmlose Audienz beim König in Wien, an der die beiden Brüder mit grossem Gefolge teilnehmen, gerät für Sariel ausser Kontrolle. Er weiss nicht, welche Rolle Vlad hier spielt. Als Vlad sich dann entscheidet, statt auf den Drachenhorst zurückzukehren, in seine Heimat zu ziehen, sieht Sariel fundamentale Grundsätze der Angelus Excubitor in Frage gestellt. Am Schluss von Band zwei hat sich schliesslich die Kunde eines Nekromanten verdichtet, der bei Vlad sein Unwesen treiben soll. Sariel muss aber Klarheit haben, und fällt eine folgenschwere Entscheidung.

Besprechung Der Clown und der Autor haben eine Sache gemeinsam. Es sind Berufe, die man nicht lernen kann, man muss sie können. Erfolg oder Misserfolg ihrer Werke ist an ihre natürliche Gabe gebunden. Eine Gabe, die sich durch Authentizität kundtut und sich beim Lesen anfühlen muss wie eine gute Mucke, das deutsche Wort für Musik ab der Dose, die vom ersten Ton an überzeugt. So liest sich Angelo Neros Band zwei der Feuer und Finsternis Trilogie: spannend, fesselnd, attraktiv.

In der Besprechung zu Band eins, der Sohn des Drachen, wurden vor allem die der Fantasie geschuldeten Elemente besprochen. Hier soll es jetzt – im Hinblick, dass Angelo Nero ein Autor mit christlichem Hintergrund ist – um die Kriterien der Entwicklung einer guten Beziehung und die vermittelten christlichen Werte gehen.

Wie schon in der Besprechung zu Band eins erwähnt, hat der Autor mächtig am Schalter gedreht, wenn es um übernatürliche Konflikte geht. Nichts lässt Angelo Nero anbrennen, wenn Menschen aus den Zwängen von finsteren Mächten befreit werden sollen. Ein düsterer, unheimlicher Volltreffer. Nebenher lesen sich die Zeilen um die wichtigsten Wesen und Charaktere des Buches, als wären sie vorproduzierte Ideen im Literaturladen. „Eine Geschichte“, würden wir rufen. Verpass dem Drachen und Sariel eine Geschichte. Wie sie lernen einander zu vertrauen! Eine gute Beziehung definiert sich im realen Leben durch gelebte Erfahrung. Vlad und Sariel haben eine gemeinsame Geschichte. Die Flucht aus dem osmanischen Reich. Aber nicht der Drache. Er ist jung, er kann fliegen, er gehorcht Sariel, das ist alles.

Die Entwicklungen der Charaktere Sariels und Vlads sind gegensätzlich. Während Sariel stets offen kommuniziert, verkriecht sich Vlad oft in seinem Zimmer und schmiedet geheime Pläne. Sariel lässt ihn gewähren und vertraut ihm weiterhin. Dann trennen sich die Wege der zwei Brüder und als Sariel ob der Motive Vlads im Dunkeln tappt, verliert er doch keine Sekunde daran, seinem Freund in der Notlage zur Seite zu springen. Und wenn es klappt, und Sariel Vlad retten kann, ist die Geschichte in Teil drei an Tiefe nicht mehr zu toppen. Angelo Nero hat dann ganze Arbeit geleistet. Er kann es in der geistlichen Welt knallen lassen und hat mit der Freundschaft von Vlad und Sariel seine Geschichte mit Tiefe zementiert. Es zeigt sich hier ein Fragment christlicher Grundhaltung, ein Grundvertrauen, wenn auch die Vorzeichen schräg im Wind stehen.

Eine andere Entwicklung ist wohl Sariels Stellung als Anführer der Angelus Excubitor geschuldet. Da ist Bernhard, ein Gefolgsmann, verwundet von einer Mission zurück. Sariel kann im Gespräch mit ihm nicht genug Hoffnung vermitteln, um ihn von seinem düsteren Vorhaben abzubringen. In Folge hat Sariel einen Kurzblues. Was hat er eigentlich in all den Jahren auf dem Drachenhorst getan? Hatte er mehr in die Beziehung zu seinen Untergebenen investieren sollen?

Ein nächster christlicher Wert, der Angelo Nero ziemlich prägnant vertritt, ist jener der persönlichen Wertschätzung des Menschen, egal welchen Standes. Während Vlad darauf besteht, als Adliger behandelt zu werden, ist es für den Fürsten der Angelus Excubitor keine Sünde, auch den einfachen Menschen Respekt zu zollen. Der eine fordert Tribut für seinen hohen Stand, der andere lässt einen grossen Spielraum. Der eine fordert Härte im Umgang mit dem Gesinde, der andere lässt Menschlichkeit den Vorzug. Vlad, der in solchen Situationen eingebildet wirkt, und Sariel, dem die Sympathie zu eilt.

Ein weiterer und letzter christlicher Baustein, den es in der „Feuer und Finsternis Trilogie“ zu besprechen gilt, ist das Gebet. Der Autor erzählt zunächst in Band eins, wie der Vater ihn beten lehrt. Darum herum hat Angelo Nero das phantastische Element der Nephilim, der Engelwesen, gesponnen. Eine gute Ausgangslage, um auf der Basis übernatürlicher Erfahrung wichtige Entscheidungen zu treffen. Eine Austattung einer Entscheidungsfindung Sariels, aufgrund von Gebet, fehlt jedoch beinahe durchwegs. Vielmehr entscheidet sich der Protagonist meist aufgrund seiner Sendungs- und Handlungsverantwortung als Fürst, ohne dabei zu wissen, was jetzt Gott dazu wohl bemerken würde.

Zum Schluss sollen die Antworten zu den drei Fragen vom Ende der Besprechung von Band eins stehen: Die Beziehung zu Vlad ist nicht gerissen aber ziemlich erschwert. Der Drache ist bei Sariel gut aufgehoben und die Angelus Excubitor stehen unter der Leitung von Sariel auf sicherem, neutralem Boden.

 

gedankenverbrecher

 

Besprechung von Sohn des Drachen: Buch eins der Feuer und Finsternis Trologie von Angelo Nero

Posted in buchinterpretationen on Januar 11th, 2019

Angelo Nero/ Feuer und Finsternis Trilogie/ Buch eins: Sohn des Drachen/ 3.Auflage Oktober 2018/ Cover: Selina Bachmann/ eine Angelo Nero Produktion/ Softfax S. 222

Dunkle Dichtung eines literarischen Rock`n`Rollers

Rock`n`Roll begründete der Jugend vor der Jahrtausendwende ein neues Lebensgefühl. Es war Larry Norman, ein Vorreiter der christlichen Rockmusik aus den 1980er Jahren, der sagte: „Warum sollte der Teufel all die gute Musik haben?“. Für den Liebhaber von Literatur ist ein gutes Buch Musik in den Augen. Angelo Nero, der Schweizer Fantasy Autor mit christlichem Hintergrund, bezieht Stellung und sagt: „Das Feld sollte man auf keinen Fall dem Feind überlassen!“ Mit „Sohn des Drachen“, Band eins der Feuer und Finsternis Trilogie, liefert Angelo Nero die Eröffnung in eine fantastische Schweizer Sage.

 

Zur Geschichte: Der Autor setzt seine Erzählung im späten Mittelalter an. Die Bruderschaft der Angelus Excubitor bekämpft seit Generationen im Heiligen römischen Reich finstere Mächte und Gewalten. Ihr Anführer ist Azrael il Nero, der Fürst von Drachenhorst, der Festung der Bruderschaft am Pylatus. Eines Tages erreicht die Bruderschaft den Hilferuf eines einstigen Freundes, des Woiwoden der Walachai. Es kommt der Tag, an dem der Fürst mit seinem Sohn, Sariel il Nero, und ein paar Berittenen, aufbricht. Für Sariel beginnt ein neues Leben, dessen Verlauf er sich anders vorgestellt hätte.

Vater und Sohn, uneins darüber, wie sie dem einstigen Freund helfen sollen, fällen in der Folge unübliche Entscheidungen. Zur Hälfte können sie die Bitte des Woiwoden erfüllen. Die harte Wirklichkeit fordert jedoch ihren Tribut. Sariel muss ohne Vater zurückkehren. Begleitet wird er jetzt vom älteren Sohn des Woiwoden.

Zuhause auf dem Drachenhorst beginnt für die Bruderschaft eine neue Ära. Sariel rückt als Fürst nach. Und Vlad III. hinterlässt nicht nur bei der Gemeinschaft der Brüder einen zwiespältigen Eindruck, sondern auch bei Sariel. Es entwickelt sich eine Freundschaft mit Fragezeichen. Erste Aufträge führen die beiden ins Wallis und ins Senseland. Derweil in der Burg nicht alle mit den Entscheidungen des jungen Fürsten einverstanden sind.

 

Besprechung Teil 1: Die Reise in die Walachai

Ende Buch eins, und es ist angerichtet! Angelo Nero hat erreicht, wofür er seine mit linker Hand geschriebenen, handschriftlichen Zettel, hat abdrucken lassen. Der Leser hängt unter grosser Konzentration in der Felswand und lechzt nach mehr. Die Freude ist geschürt und wer Buch eins gelesen hat, wartet mit Spannung auf die Fortsetzung.

Nach eigener Aussage ist Angelo Nero ein Fantasy Autor und er ordnet seine Geschichte um die Bruderschaft der Angelus Excubitor als Schweizer Legende ein. Darum beginnt die Besprechung mit einem Blick auf die fantastischen Elemente.

Fantasy als Sammelbegriff kennt etliche Ableger. So könnte man Neros Sohn des Drachen der Dark Fantasy angliedern. Jener Welten, in deren Schatten stets ein Quantum Furcht zu Hause ist. Oder der pseudohistorischen Fantasy. Reim um Reim fiktive Erzählung, gelegt in einem historischen Rahmen. Es sind aber nicht die gewöhnlichen, in der fantastischen Literatur üblichen Elemente, die hier hervorzuheben sind, wie böse Zauberer, stählerne Helden oder kuriose Tierwesen. Davon hat der  Autor auch ein paar kreative Häppchen bereit. Als vorrangiges phantastisches Element muss man die Herleitung des Standes der Angelus Excubitor werten. Auf den Leser wartet ein alter Stammbaum, aufgrund engelgleicher Wesen, genommen aus der heiligen Schrift. Damit verbunden die Mission als Kämpfer des Lichts, im Auftrag des Herrn. Durch das Sprechen mit dem Urheber der heiligen Schrift, empfängt die Bruderschaft Kraft. Vater Azrael vermittelt seinem Sohn spirituelles Wissen, eine Anleitung zum Gespräch mit dem Schöpfer der Welt. Das ist das erste fantastische Element, als Vater Azrael und Sariel, ausgehend von der Walachei den ersten Auftrag erfüllen. Dann die Bestätigung Sariels, als ein Engel auf Erden erscheint.

Der Vergleich mit arrivierten Schreibern ist nicht immer ein Muss. Im Sog von Tolkien haben sich viele von dessen Figuren inspirieren lassen. Von der Poesie eines heroischen Zeitalters. Ungeachtet dessen hat Angelo Nero eigene Elemente entwickelt. Ein Mix aus Schweizer Sagen und genre-üblichen Elementen, die er auf seine trockene, düstere Weise in den Text einflicht und so zum Gang mit übernatürlichen Mächten lädt.

 

Besprechung Teil 2: Entwicklungen auf Drachenhorst

Die Geschichte ist dabei ein einfach angelegter Erzählstrang, und er folgt den Spuren des späteren Fürsten der Bruderschaft. Nebenschauplätze werden nicht als eigener Strang behandelt, sondern in die Hauptgeschichte eingeflochten. Langsam dreht Angelo Nero am Schalter und erhöht die Spannung. Ein erstes Mal kommt es schliesslich zu einem Höhepunkt, als Vater und Sohn tief im osmanischen Reich gemeinsam ihren ersten Auftrag  bewältigen. Dann sind es die durch den Auftrag strapazierte Vater-Sohn Beziehung, die Bestätigung der Angelus Excubitor durch übernatürliche Berufung, die einsamen Entscheidungen von Vater und Sohn, die nachgeholte Ausbildung und Inthronisierung Sariels, dunkle Entwicklungen auf Drachenhorst und die ersten zwei Aufträge, die für Dramatik sorgen.

Genauso entspannt, wie der Autor die Spannung hochdreht, geht er mit den fantastischen  Aspekten, respektive mit den übernatürlichen, geistlichen Elementen um. Neben den Engelsmanifestationen, die er als fantastisches Element eingeführt hat, lässt er „Gut und Böse“ aufeinander krachen, wie man genretypisch so gern festhält. Ein Feuerwerk von guten und bösen Mächten, das sich durch Menschen entlädt. Die Angelus Excubitor im Auftrag des Herrn gegen Menschen im Bunde mit der Finsternis. Die Kraft der freimachenden Botschaft der heiligen Schrift, angewendet in konkreten Situationen. Keine religiösen Sprüche, nur einmal gibt Angelo Nero in Buch eins den Verweis auf eine Bibelstellte. Ansonsten Schlag auf Schlag ein echter Kampf ums Überleben. Der Autor ein Sachkundiger in geistlichen Fragen, der durch die Tat Ungerechtigkeit aufdeckt und so seinen evangelistischen Auftrag in ansprechenden Bahnen walten lässt. Hier zu vergleichen mit Karl May, der es stets als wichtig erachtete, seine Helden durch die Tat sprechen zu lassen. Es ist der richtige Weg eines Autors, der sich auch als Christ ein Gewissen macht. Was die Erfolge an verschiedenen Messen bestätigen, und das der Sohn des Drachen in nur einem Jahr in dritter Auflage verbreitet wurde.

 

Besprechung Teil 3: Im Auftrag des Herrn

Der Plot wird im Folgenden durch zwei Personen geprägt. Es ist dies der Fürst der Angelus Excubitor selber und Vlad III. Dracul. Sariel ist abrupt vom Sohn zum Fürsten aufgestiegen. Ein Jahr Ausbildung im Schwertkampf und in Weltpolitik geben ihm einen Einblick, was in Zukunft von ihm gefordert wird. So ist aber dem jungen Anführer der Angelus Excubitor abrupt  eine Stellung der Macht gegeben, mit der er nicht gut umzugehen weiss. Dass ihm nicht genug Zeit blieb, um sich zu entwickeln, zeigt der erste Auftrag, den er selbst unternehmen muss. Und es wäre gut gewesen, wenn Angelo Nero seinen Fürsten noch mehr in seiner charakterlichen Entwicklung beschrieben hätte. Der Leser wünschte sich zu sehen, wie der junge Fürst auch als junger Mann entscheidet, wie er darin wächst. Hier hat er zu schnell am Schalter gedreht. Es ist aber auch wieder konsequent zu nennen, wenn der Autor den Ausgang der Geschehnisse in seiner ersten eigenständigen Mission im Wallis  explodieren lässt.

Vlad III. hingegen ist vom Autor konsequent als zweifelhafter Charakter entworfen. Und kennt man seine Geschichte, findet der Leser ein volles ja zu dieser Entwicklung. Ebenso wie Sariel, wird Vlad III. in seinem Auftrag übernatürlich bestätigt. Es lastet aber ein dunkler Schatten auf Vlad III. Er belastet die Beziehung zu Sariel. Auch nicht gerade hilfreich ist in dieser Beziehung die Bruderschaft auf dem Drachenhorst. Vlad III. ist und bleibt ein Rätsel und einige der Brüder haben so ihre Befürchtungen.

Die erste Frau, die Sariel in den Plot einwebt ist Mirjam, die Frau des Schwertmeisters. Dann sind da eine den Flammen entrissene vermeintliche Hexe und ihre Tochter. Die beiden begleiten Sariel und Vlad III. auf die Burg.

 

Auf den Leser warten auch über das ganze Werk verteilte, originelle Wortschöpfungen. Ein Schwert mit einem schweisstreibenden Namen, einen alles überragenden, spitzen Wehrturm.

Sauber sind auch die Herleitungen der mittelalterlichen Bezeichnungen, oder einige Dialekt Ausdrücke. Die Slang-Wörter sind jedoch dünn gesetzt und man wünschte sich mehr davon. Was den Plot bereichern, und die Kombination von Fantasy und Schweizer Sage bereichern würde.

 

Zum Schluss

Am Ende von Buch eins der „Feuer und Finsternis Trilogie“, wartet der Leser freudig auf die Fortsetzung. Es sind drei Handlungsorte, die auf Entflechtung warten.

Erstens ist es der Werdegang von Vlad III., dem jetzigen Freund Sariels. Angelo Nero hat um seine Person ein düsteres Geheimnis gezeichnet. Wie wird sich die Freundschaft entwickeln?

Zweitens darf der Leser gespannt sein auf die Fähigkeiten Sariels. Vom Auftrag im Senseland hat er eine seltene Kreatur auf Drachenhorst gebracht. Sariel muss sich beweisen! Kann er eine Beziehung zu diesem urgewaltigen Wesen aufbauen?

Drittens, wie schafft es Angelo Nero, seine Angelus Excubitor aus allen weltlichen Angelegenheiten rauszuhalten? Im Raum steht die Anfrage Vlads III.: “Hilf mir meinen Thron zurückzugewinnen!“.

 

Fazit: Indem Angelo Nero das literarische Genre der Fantasy mit Elementen aus Schweizer Sagen und seiner Überzeugung als Christ verknüpft, ist sein ansprechend zu lesendes Werk als Novum zu betrachten. Ein authentisches Werk eines jungen Autors.

 

Für das Team Fantaster: blogunkel

the mystery maker

Posted in buchinterpretationen on März 19th, 2014

spur der schatten

Jim Turner Hrsg./ Anthologie Spur der Schatten/ Bastei Lübbe Band 15081, 1. Auflage 2004/ Titel der Originalausgabe: Cthulhu 2000/ shortride  die pine barrens mit paul f. wilson/ Originaltitel: the barrens/ shortride the barrens aus dem amerikanischen übersetzt von Angela Koonen/ Anthologie enthält 16 weitere shortride`s/ Illustrationen von Johann Peterka/ softfax S.750, (gesammte Anthologie)/ weiterhin: das werk f.paul wilson`s auf sf-radio.net

gilde der mystery maker schattenspur paul f. wilson`s mysterystrike

Für Kathleen Mc Kelston war es für lange Zeit der letzte Griff zum Hörer. Nichtsahnend und beinahe gelangweilt, hatte sie den Arm ausgestreckt. Die Entgegennahme des Anrufs hatte nicht nur einen erheblichen Einschnitt in ihr Berufsleben zur Folge, auch ihre Ansichten über die Wirklichkeit würden sich bald auf den Kopf drehen.  Als Wirtschaftsprüferin sah Kathleen Firmenakten für den Staat durch. Der Kontakt mit den Kunden gab ihr das Bewusstsein, jemand zu sein.  Ein Leben lang hatte sie für diese Position gearbeitet. Auf ihre Art hatte  sie den amerikanischen Traum gelebt, hatte die Heimat verlassen. Es war ja nicht so, dass sie ihre einfache Herkunft hasste, oder auch nur ablehnte. Sie hatte sie einfach vergessen. Sie hatte vergessen, dass sie eine Piney war, ein Landei aus dem Herzen des industrialisierten Nordosten.  Enorm viel Energie hatte sie darauf verwendet, ein neues Leben in einer neuen Umgebung zu haben, sodass ihr die Erinnerung  entschwunden war. Wenn sie auch dieser Anruf aus einem vergangenen Leben nicht gerade aus der Bahn werfen würde, sie nicht von ihrer Karriere trennen konnte, sollte sich Kathleen doch gründlich täuschen. Auf der andern Seite der Muschel war jemand, den sie sehr genau kannte. Auf der andern Seite der Leitung war ihr ehemaliger Mitbewohner und langjähriger Jugendfreund. Der da seine Wünsche in den Hörer brabbelte war Jonathan Creighton, mit dem Beinamen Crazy Craighton.

weiterlesen in: der mysteriöse weg des crazy craighton in den barrens