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ian morson und im namen des falken: eine besprechung

Posted in buchinterpretationen on September 18th, 2019

Ian Morson/ Morson auf Wiki/ Im Namen des Falken c 1995, Goldmann Verlag/ Originaltitel: Falconers Crusade/ Deutsch von Bruno Genzler/ softfax S.220

Logik kontra Aberglaube- eine Stadt muss sich entscheiden

Hat auch schon ein Literat die Meinung geäussert, Romane aus der Vergangenheit seien unnötig, weil nicht gegenwartsrelevant. Kann man die Aussage kundtun, zeitkritische Handlungen wären langweilig, weil spannungslos. Soll man die Haltung haben, Bestseller garantieren noch keine Qualität, weil von der Masse gelesen. –

Der Buchrücken von „Im Namen des Falken“ gibt die Marschrichtung vor. Dort steht ein Zitat der Oxford Times: -Morson ist besser als Peters-. Der Vergleich eine Kampfansage vom hohen Pferd herab. Das Buch, die erste von acht Geschichten um den Regent Master William Falconer, der es nicht lassen kann, Verbrechen aufzuklären.

Der Student der freien Künste, Thomas Symon, wird im mittelalterlichen Oxford des Jahres 1264 Zeuge eines Mordes. Eine Dienerin eines Regent Masters liegt mit offener Kehle im Dreck einer Gasse. Diese Tat belastet das ohnehin schon angespannte Verhältnis von Universität und Stadt. Es ist William Falconer, der die Tat aufklärt. Dabei setzt er in seiner aristotelischen Weise auf deduktive Logik. Er hat gelernt, vom allgemeinen auf die Details zu schliessen, die Fakten zu verknüpfen. So kann er den Täter entlarven. Das ist auch nötig, denn es werden noch weitere Morde geschehen, wenn sich Falconer nicht sputet. Ihm zur Seite steht der Student Thomas Symon, der sich wiederholt auf eigene Faust aufmacht.

Ian Morson erzählt dabei mit der Leichtigkeit eines gewandten Geschichtenerzählers. Es ist das England des 13.Jahrhunderts. König und Barone streiten um die Macht. Die Erde ist noch keine Kugel. Söhne aus dem einfachen Volk brauchen einen Gönner, um studieren zu können. Den Juden werden schlimme Taten angedichtet. Strassen und Wege sind noch nicht gepflastert. Hinter den Mauern herrscht Kälte, nur erwärmt von einem Feuer. Es ist mehr als ein Hauch, den Ian Morson in seinem Romanerstling vermitteln kann.

Und um auf die Andeutungen in der Einleitung zu antworten. Dieses Werk bietet dem aufmerksamen Leser mehr als bloss Unterhaltung mit historischem Hintergrund. Und sei es nur zu Lernen, dass mit Fakten eine Menge an Aberglauben bekämpft werden kann. Wissen ist nicht nur Macht, Wissen setzt auch frei. Damals wie heute soll damit Verleumdung und üble Nachrede entlarvt werden. Damals wie heute, stehen wir oft allein, wenn wir Behauptungen gegenüber stehen. Da brauchen wir einen Falconer, in Form von logischem Denken, der oder das, Licht in ein diffuses Dunkel zu werfen vermag.

für das team fantaster: gedankenverbrecher

krimi: besprechung r.zehnders müller voll basel

Posted in buchinterpretationen on August 6th, 2019

Raphael Zehnder/ Zehnder bei Wiki/ Müller voll Basel, c emons 2018/ Kriminalroman/ softfax S.251

Ausser Zürich – ein Polizist im Nordwesten

Ein Kriminalroman lebt von der Drohkulisse. Sie dient als Hintergrund für verbrecherische Taten. Eine heile Bergwelt lässt gesetzlose Aktionen verschwinden; in linksautonomen Kreisen findet Gewalt ein Versteck. Der Autor Raphael Zehnder reisst seinen Polizeimann in „Müller voll Basel“ aus dem gewohnten Umfeld und versetzt ihn nach Basel. Eine Stadt mit für einen Zürcher befremdlichen Schattierungen.

 

In Basel angekommen befasst sich der Polizeimann Müller-Benedict mit dem ersten Fall. Ein junger Mann aus bevorzugten Kreisen liegt erschossen in einer Industriezone. Die Spur führt über die Kantonsgrenze beider Basel. Zuständig für die Beweisaufnahme ist in dem Fall derjenige Kanton, in dem das Opfer wohnte. Dies ist Basel Stadt und somit ist es ein Fall für den neuangestellten Müller. In einer Studenten WG, bei einem Bundes-Parlamentarier und in einer noblen Altersresidenz nehmen die Fahnder die Ermittlungen auf. Dabei wollen die gefundenen Spuren nicht zu den Fakten, und die Fakten nicht so recht zum Motiv eines möglichen Täters passen. Was also hat den jungen Mann in diese Situation getrieben?

Die Kulisse für diesen Krimi besteht zum Teil aus der Spannung die entsteht, wenn ein Zürcher Basel betritt. Kein See, aber einen Fluss, und der Fussball, darüber redet man nicht, ausser positiv. Der andere Teil besteht aus der undurchsichtigen Familienkonstellation des Opfers. Gut betucht, Vater Bundespolitiker mit einem gut abgeschotteten Wohnsitz gegen bürgerliche Eindringlinge. Da braucht es eine gute Portion Müller, um an Antworten zu kommen.

Der Reportage Stil ist eine weitere Dimension, die dem Roman eine spezielle Note verpasst. Über weite Zeilen keine langen Sätze, sondern wortreich Szenen und Zusammenhänge in kurzen Worten. Die Sprache zum besseren Verständnis oft mit Symbolen unterstützt. Ein Rausch an Bildern, ein Tornado, der die Eindrücke der verschiedenen Blickwinkel kunstreich zu einem Erzählstrang kittet. Gespickt mit Zitaten, Bonmots und lateinischen Floskeln.

Das Buch ein William Gibson der Krimikunst. Die Ermittlungen reich und detailliert aus verschiedenen Blickwinkeln und Personen beschrieben jedoch arm an aktionsreichem Geplänkel. Aber noch viel wichtiger: Die Kulisse, das drohende Szenario verblasst am gewöhnlichen Motiv des Täters. Die Auflösung des Mordes einfacher als die entwickelte Geschichte suggeriert.

für das team fantaster: sir starkweis

 

buchinterpretation: mateescus könig von wiedikon

Posted in buchinterpretationen on Juli 25th, 2019

Mike Mateescu/ Mateescu bei hello zürich/ Der König von Wiedikon c emons 2018/ softfax S.255

 

Zwinglistadt und die Knute der Linksaktivisten

Der Messias Jesus gab seinen Vertrauten einmal den Auftrag, in Jerusalem einen Raum für das Abendmahl zu finden. Zur Zeit der Reformation wurden Kirchen geräumt, um wieder Raum für das Eigentliche zu haben. Fern der Religion hat sich im postindustriellen Zürich das Wesen der Freiheit weiterentwickelt. Der Schriftsteller Mike Mateescu hat das Lebensgefühl der zürcherischen Metropole in seinem Kriminalroman „Der König von Wiedikon“ eingefangen.

 

Der Eventmanager und Partykönig Hans-Ueli „Hukki“ Zünd wird in einem besetzten ehemaligen Industrieareal tot aufgefunden. Die Ermittlungen der Stadtpolizei Zürich und der Detektivin Enitta führen in die Szene von Linksaktivisten. Im Dunkeln liegen die Absichten der Autonomen und machen die Stadt zu einem Irrgarten der Emotionen. Zürichs Bürger fühlen sich nicht mehr sicher. Was genau verbirgt sich hinter der Fassade des vermeintlichen Kulturraums? Was ist eigentlich das Vermächtnis des Partykönigs Zünd? Neben all den Fragen, die die Ermittlungen stellen, muss sich Enitta die Detektivin, noch mit der dunklen Vergangenheit ihrer Schwester Janita auseinandersetzen.

Ernst Sieber war Stadtoriginal und Obdachlosenpfarrer. In seinen Botschaften verwendete er oft einen Holzrahmen, in den er den Kopf stecken konnte. Dann nahm der den Rahmen und verwandelte ihn vor den Augen der Zuhörer in ein Kreuz. Der Rahmen stehe für die Zwänge in denen so manches Leben stecke, das Kreuz für die Freiheit.

Freiheit und Autonomität für ihren Kulturraum fordern in der Geschichte von Mike Mateescu die Linkschaoten in Zürich. Unbehelligt von Gesetz und Öffentlichkeit entwickelt sich ein alternativer Kulturraum. So weit so gut. Der Zweck heiligt aber nicht die Mittel und der Autor beschreibt einiges an krimineller Energie, mit der sich die Protagonisten zu Werke machen. So endet der Kampf in illegalen Demos. Gebäude werden in Mitleidenschaft gezogen, Menschen sterben. Selbst Hukki Zünd musste vor seinem Tod tief in die Trickkiste greifen, um sein Vermächtnis umzusetzen. Das seine Absichten nicht lupenrein waren, verleiht der Erzählung zusätzlich einen Schuss Anarchie.

Um ein freiheitliches Leben zu führen, hat sich auch Enitta von ihrer Informatiker Laufbahn distanziert. Sie lebt mit einem Velokurier zusammen und widmet sich mit Hingabe den Ermittlungen rund um den Mordfall von Ueli „Hukki“ Zünd.

Zürich ist der Ort der verschiedenen Stadtteile, der Ort einer überalterten Infrastruktur. Der Platz gewachsener Industriekultur, ein Sammelbecken für vom Staat gezeichnete Lebensläufe. Der Roman in seinem Wesen ein Aufschrei über das Anderssein in einer bürgerlichen Gesellschaft. Die Geschichte erlaubt einen Blick hinter autonome Fassaden, geschrieben von einem Kenner der Stadt Zürich der Gegenwart. Nicht unbedingt ein Hort für kriminologische Raffinessen, aber eine Tiefe an Szenenkenntnis. Ein Blick hinter die Kulissen der grössten Stadt der Schweiz. Eine urbane Offenbarung.

für das team fantaster: blogunkel

Interpretation von Ph.Gurts Bündner Treibjagd

Posted in buchinterpretationen on Juli 10th, 2019

Philipp Gurt/ Gurt auf Wiki/ c Emons Verlag 2019/ Kriminalroman/ softfax S. 303

 

Tagwacht im Schweizer Berguniversum

Schon mehrere Geschichten hat  der im Bündnerland aufgewachsene Autor Philipp Gurt  veröffentlicht und liefert mit dem aktuellen Kriminalroman „Bündner Treibjagd“ eine packende Erzählung. Sie wickelt sich ab wie das Intro im Vorspann zu Star Wars und führt zu verbrecherischen Taten mitten in einem zeitlosen Berguniversum. Ausgangspunkt der Fahndung ist Chur, die Hauptperson Giulia de Medici, Ermittlerin der Kantonspolizei Graubünden.

Mitten in einer traumhaften Bergwelt, unberührt von menschlichen Absichten eröffnet Philipp Gurt eine Symphonie des Grauens. Ein Anwalt – er trägt Spuren der Gewalt am Körper –  wird in der majestätischen Hochebene Greina aufgegriffen. Im Bündner Nationalpark ist eine ehemalige Sportlerin auf der Flucht. Die beiden Opfer zeigen Gemeinsamkeiten mit  nicht aufgedeckten Verbrechen der Vergangenheit. Ein Fall für Giulia de Medici, die Ermittlerin der Kapo Graubünden, und für Sigron, den bulligen aber menschenfreundlichen Polizisten. Ein Fall für ein Polizeigespann, das bereit ist Überstunden zu machen und auch am Feierabend zu schnüffeln.

Dabei sind es drei separate verbrecherische Geschichten, die Philipp Gurt in Bündner Treibjagd rund um die genannten Opfer aufgleist. Zum einen erzählt der Autor das Einzelschicksal eines Einsiedlers im Nationalpark. Geschickt verwoben in das ganze Geschehen rund um die Ermittlungen von Giulia de Medici. Zum andern ist es die zerstörte sportliche Zukunft einer Biathletin, die zur Jagd auf verbrecherische Taten laden. Und zuletzt führen die Spuren ins Darknet. Zu menschlichen Abgründen am Rande des erträglichen.

Der Autor ist ein Eingeborener und hat es verstanden, die Weite und Abgeschiedenheit seiner Heimat mit den kriminellen Absichten seiner Akteure zu verbinden. Das Glühen der Matten, das Rauschen der Bäche, die Majestät der Gipfel- der Hintergrund um nicht lupenreine Absichten zu verbergen. Ein Universum um Spuren ins Nichts laufen zu lassen. Die Abgeschiedenheit, in die sich Menschen vor dem Gesetz flüchten.

Und so muss dann auch Giulia de Medici, um die entscheidende Erkenntnis zu gewinnen, sich immer wieder aufmachen. Die Orte des Geschehens aufsuchen. Dort unterwegs sein, wo die Täter hoffen ihr Tun verwischen zu können. Über lange Stunden zu Fuss die Wege abgehen, auf und neben den offiziellen Routen. Das ist aber alles kein Problem für eine Ermittlerin ihres Formats. Gulia kennt seit der Fallübernahme nur ein Ziel: Licht ins Dunkel zu bringen. Befreiung für die zu Unrecht beschuldigten, Haft für die eigentlichen Täter!

Gezeichnet: gedankenverbrecher

jerry cotton taschenbuch: die mord-gmbh

Posted in buchinterpretationen on September 10th, 2018

 

Jerry Cotton/ wikijerry/ Bastei-Lübbe Taschenbuch Nr. 32026 c 1982/ Die Mord-GmbH/ Kriminalroman/ zur jc-paradesoftfax S.169

  

Die Mordgesellschafter

Jerry Cotton und sein dienstlicher Partner wie auch privater Freund Phil kämpfen schon eine lange Zeit gegen die Schattenseite der menschlichen Gesellschaft. In Teamarbeit eingespielt, als Cops abgebrüht und sich bewusst, dass Menschen mal Fehler machen. Es sei G-man, Ganove oder Bürger! Diesmal sollten sie aber in ihren Ermittlungen getrennt sein. Während Jerry hoffte in der Bowery in New York  Details zu rätselhaften Morden aufzuspüren, jagte Phil in Chicago den mysteriösen Killer. Er war einem Geschäftsmann und Playboy auf den Fersen. Ray Conolly, der sich einem Detektiv anvertraute um sein Gewissen zu erleichtern.

Lange tappten die Cops mit ihren Ermittlungen im Dunkeln. Die Indizien wollten einfach nicht zusammenpassen. Undercover mischte sich Jerry in New Yorks Unterwellt, Treffpunkt Moonshine Bar. Mit den Leuten von Syndikatsboss Colloni lieferte er sich im Kampf um Hinweise, die den aktuellen Fall erhellen würden, ein mordsmässiges Gerangel. Kugeln und Fäuste flogen, Jerry kämpfte alleine gegen eine Übermacht in der Unterwelt.

Phil verfolgte die Spur des Playboys. Dieser Galan und Schönling wusste mehr als er preisgab. Es waren nun schon einige Morde auf dem Konto des mysteriösen Killers. Die Tatwaffen waren mal ein Messer, dann Sprengstoff, ein andermal ein Bogen oder ein Strick. Die Gmans suchten antworten und Phil wusste, dieser Conolly musste endlich reden.

Zuletzt brachte der Detektiv die Cops auf eine heisse Spur. Ausgangspunkt der Morde schien eine ausufernde Party zu sein. Ein ausgekochtes Verbrecherhirn, das die verpeilte Partystimmung benutzte um die Anwesenden auf eine richtig üble Idee zu bringen. Mal was ausgefallenes zu tun. Arthur Wood stiftete die Anwesenden an, einen Mord zu begehen! Am Tag danach erinnerte Arthur Wood die Partygänger an ihre eingegangene Verpflichtung. Er berief zur verhängnisschweren Zusammenkunft. Das Los entschied wer an der Reihe war. Danach hatte er leichtes Spiel. Erpresste der Reihe nach einen nach dem anderen.

Wieder zusammen in Chicago, bescherten Jerry und Phil dem Killer und seiner Mord Gmbh einen letzten Morgen.

pilger jack

j.cotton: interpretation des unheimlichen richters

Posted in buchinterpretationen on August 1st, 2018

Jerry Cotton/ wikijerry/ Bastei-Lübbe Taschenbuch Nr. 32148 c 1993/ Der unheimliche Richter/ Kriminalroman/ zur jc-paradesoftfax S.174

Spiel mir das Lied vom Recht

Die Gmans Jerry Cotton und Phil Decker hatten ein Dejavu. Neben Gangstern mit mehr oder weniger offenen Absichten hatten sie es auch immer wieder mit Psychopathen zu tun. Menschen, deren Taten ein Gewurstel von Plan und Chaos waren. Es war wie damals, im Jahr 1988. In der Entführung eines gerade erst ausgebildeten Astronauten, konnten sie einfach keinen vernünftigen Grund entdecken. Fünf Jahre später trat ein unheimlicher Richter auf den Plan. Jerry und Phil waren beauftragt, Licht auf mysteriöse Mordfälle zu werfen.

 

USA. New York. Jersey City. Winter herrschte in einer Stadt, die nicht wirklich Geld für Räumfahrzeuge ausgibt. Das sollte auch Jerry spüren. Sein Jaguar fing bei einer Carambolage eine empfindliche Schramme. Tägliche Routine wurde nicht nur vom Schnee gestört. Aus dem Museum of Crime in Jersey City wurde ein elektrischer Stuhl entwendet. Bald tauchten erste Leichen vor dem Leichenschauhaus auf. Die Ermittlungen führten Jerry und Phil zu einem bekannten Syndikatsboss und zu einer unter Mordverdacht stehenden jungen Frau. Sie knobelten noch am Motiv für die Taten als ihr Kollege Steve Dillaggio bei einer Routinebefragung unter Beschuss gerät. Der unheimliche Richter hatte zugeschlagen. Er führte seine Opfer der gerechten Strafe zu. Mörder, vom Gericht freigesprochen. Er war der Privathenker mit dem Stuhl. Dem elektrischen Stuhl. Die Todesstrafe im Staat New York war längst Geschichte.

Der Fehler des unheimlichen Richters? Er konnte seine psychopathische Denkweise nicht durchbrechen. Nicht erkennen, wenn jemand unschuldig war. So musste er sich wegen dem Mädchen Leslie mit den Gmans Jerry und Phil schlagen. Und für die Cops gab es trotz moralischem Vorteil für den unheimlichen Richter nur eine Sprache. Den Sidestep, um dem wie ein angeschlagenes Tier zuschlagenden Täter auszuweichen. Den Uppercut, um den angeschossenen Bären aufs Parkett zu legen. Den 38er in der gestreckten, um dem selbsternannten Richter  in den Schlussakkorden das Lied vom Recht zu spielen.

Jerry und Phil waren wieder einmal in die Stiefel gefahren und hatten ihrem Bauchgefühl getraut. Das Mädchen war unschuldig. Bleibt noch das Motiv des Richters. Er hatte einen Sohn. Unschuldig aber angeklagt hatte er das Spiel um das Recht verloren. Die Welt hatte einen neuen Psychopathen. Einen Vater als Rächer für seinen Sohn. Und es brauchte zwei smarte aber abgebrühte Cops um New York von diesem Übel zu befreien.

pilger jack

 

der entführte astronaut

Posted in buchinterpretationen on November 12th, 2015

mein name ist cotton- jerry cotton

Jerry Cotton/ der entführte Astronaut/ c Bastei Lübbe 1988/ Taschenbuch Neuauflage Band 32096/ Softfax S. 173

blogunkels green power  cottons raumepisode

Die vier aus reichem Haus stammenden Amateurgangster entführten den Marsastronauten Herb Cummings. Sie hatten der Welt ein Schnippchen geschlagen und forderten nun ein Lösegeld. Uncle Sam der satte fünf Millionen Bucks für dessen Ausbildung bezahlt hatte, sollte den Frischlingen eine Million für dessen Freilassung hinblättern. Das FBI schaltete sich ein und die Recherchen der Gmans Jerry und Phil zeigten bald erste Erfolge. Zeugenaussagen entlarvten die Erpresser. Nicht nur die Cops waren den jugendlichen Kidnappern auf die Spur gekommen, auch das ortsansässige Syndikat hatte Lunte gerochen. Zwischen die Fronten geraten sieht Cynthia, das hübsche Girl der Erpressergang, nur noch einen Weg. Trotz der Proteste von Jerry und Phil wagt sie den Alleingang. Der jüngste Fall der New York Down Under erprobten Cops zeigte eine ernüchternde Bilanz. Der Jungerwachsenenstreich forderte vier Tote und einen angeschossenen Cop.

joho

Dieser Text steht nicht auf dem Buchrücken (Anmerkung des Blogteams)

indianative

Posted in buchinterpretationen on März 17th, 2014

shotgunjerry

Jerry Cotton/ Jerry auf Wiki/ die Indianer-Mafia/ Bastei Lübbe Taschenbuch Band 31520, 1.Auflage Oktober 2004/ Titelillustration: Richard Canntown/ softfax S.220/ zum Nummernfinder aufm CottonArchiv/ oder in der CottonTruhe/ Indianer Maffia bei Exsila/ des weitern Jerry auf KrimiCouch

indians down  facedown  maffiandown

Indianative`s down am Pajarito Mountain! Indians down, indians down! Das Indianerreservat nahe Alamogordo in New Mexico wurde zum Schauplatz des Niedergangs der Indianer Mafia. Hatten früher selbstversorgende Native`s das Land durchstreift, waren es jetzt von der Regierung zurückgestellte Menschen die dort dahinvegetierten. Das Reservat war aber auch das ideale Rückzugsgebiet für gestrauchelte Brüder. Sogar der von der Regierung bestellte Indianeragent hatte seine Hände im schmutzigen Spiel. Zuletzt war es der Pate selbst, der im indianischen Hinterland sich vaporisieren wollte. Mit eiserner Hand hatte John Sunrise die Organisation bis zuletzt geführt. Nichts im Herzen ausser Ehrgeiz und nichts im Sinn ausser das Ziel, den Italienern das Geschäft zu stehlen. Gedankenlos liess Sunrise für seine Ambitionen morden. Verschonte seine eigenen Leute nicht, wenn sie fehlten. Zuletzt waren ihm Jerry und Phil, die smartesten Gman`s ever, auf der Fährte, setzten dem selbsternannten Indianerpaten am Pajarito Hill ein Ende. Ein weiterer Akt desaströser indianischer Geschichte war am Ende. Der Vorhang fiel, die Gerechtigkeit des weissen Mannes hatte gesiegt!

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als decker vor die hunde ging

Posted in buchinterpretationen on August 6th, 2012

 

Jerry Cotton/ Cotton auf Wiki/ Als Decker vor die Hunde ging Band 2445 2.Auflage/ Bastei Lübbe/ Groschenheft S.64/ verschollene Ausgabensuche auf Bastei Cotton Archiv/ Gründer Gustav H. Lübbe  gest. 1995, auf Wiki, auf Bastei, auf Munziger

 

Phil Decker hatte keinen Grund, seine Marke John D. High auf den Pult zu knallen. Dazu war er einfach nicht in der Stimmung. Nicht, nachdem was er und Jerry in den letzten Tagen erlebt hatten. Wie immer hatten sie im Einsatz für das Recht ihr Leben riskiert, hatten als Team funktioniert, um überhaupt die Oberhand  im Kampf mit dem Verbrechen zu behalten. Die Folgen des letzten Einsatzes waren tiefgründig. Jerry musste tatenlos zusehen, wie sein Freund und Dienstpartner vor die Hunde ging. Zugrunde gerichtet von der Presse, die durch ihre Arbeit Phil an die Wand schrieb. Agent Decker musste sich entscheiden. Für einen in der öffentlichen Meinung angeprangerten G-man gab es laut Dienstkodex nur eine Lösung. Diesmal zog er den kürzeren, in die Knie gezwungen nicht durch einen Verbrecher, sondern durch die erfolgshungrige Presse. Zum letzten mal zog Phil seine Marke…

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miss america

Posted in buchinterpretationen on Juni 8th, 2012

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Der Boss der Bosse der Unterwelt in New Jersey, Elben Weaver, hatte sich eine seiner eigentlichen kriminellen Energieen zuwiderlaufende Aufgabe gestellt. Er war der selbsternannte Pate von Dabney Hessler, einer Beauty Queen, die trotz ihrer Jugend schon einige Schönheitswettbewerbe gewonnen hatte.

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