November 2019
M D M D F S S
« Okt    
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
252627282930  

Archive

netartstyle mit a.neros bd 3 der feuer und finsternis trilogie: im reich des todes

Posted in netart on November 9th, 2019

vom schweizer fantasy autor a.nero gerade erschienen

feuer und finsternis band drei im reich des todes

das schicksal zweier brüder mit der feder beschienen

spricht der freund des lichts ein wort des lobes

 

Besprechung Teil eins: Sohn des Drachen und Teil zwei: Der Nekromant

Interpretation von Peinkofers Könige Trilogie Bd 2: Kampf der Könige

Posted in buchinterpretationen on November 6th, 2019

Michael Peinkofer/ Peinkofer auf Wiki/ Kampf der Könige c Piper Verlag Gmbh 2014/ Band 2 der Könige Trilogie/ hier gehts zu Band 1/ Anhänge: Glossar, Karte, Grammatik einer alten Sprache/ softfax S.539

Erdwelt- Tummelplatz der Werke und Wesen

 

Einleitung Der grosse Vorteil einer High-Fantasy Geschichte gegenüber eines historischen Romans ist, der Leser muss sich nicht dauernd fragen, ob die Fakten stimmen. Ist die Erzählung aufgrund historischer Tatsachen geschrieben? Hat sie darüber hinaus auch noch die Stimmung jener Zeit eingefangen? Sind die Charaktere nahe an den Linien der Vorbilder gezeichnet? Eine Geschichte aus dem fantastischen Genre darf sich frei entfalten. Kein Erzählkorsett, keine Vorgaben von vormaligen Geschehnissen, Freiheit in der Charakterwahl.- Diese Freiheit hat sich der deutsche Erfolgsautor Michael Peinkofer einverleibt. Seine High Fantasy Trilogie mit dem Titel „die Könige“, ein Muster an schriftstellerischer Freiheit.

 

Handlung Band eins endete, dass die verschiedenen Protagonisten in Erdwelt einem Auftrag hinterhereilen. Da ist ein Herzogssohn, der zum Anführer aller Widerstandsnester werden soll. Da ist ein verschlagener Zwerg, der von seinem König verachtet eigene Wege geht. Da ist ein Menschenkrieger als Spion unterwegs, nicht bereit aufzugeben, als bis er genau weiss, was die dunkle Seite plant. Da ist eine freie Tochter aus den Hügellanden, die von ihrem Gefährten getrennt wird. Da sind freiheitsliebende Zwerge, die ihrem Anführer die Stirn biegen. Nicht zuletzt zwei Orks, die im Lauf der Handlung richtigstellen, was wirklich in ihnen steckt. So weit, so gut.

Dann startet Band zwei der Könige Trilogie von Michael Peinkofer mit der Suche nach einem verloren gegangenen Kind. Auf ihm liegen die Hoffnungen einer kommenden Generation. Das Kind hat Bedeutung für die Guten, wie die Bösen. Der Widerstand sammelt sich in der Folge um den Herzogssohn, Dag von Ansun. Vom Meer bis hoch in den Norden, vom Norden bis zur altehrwürdigen Zwergenfeste, von den Marschen bis zu den Hügellanden; in Band zwei mehren sich die Zeichen, das der Widerstand einen Weg gefunden hat, der drohenden Dunkelheit zu entgehen. Band zwei endet mit einem Teilsieg. Noch aber ist das Übel nicht völlig an der Wurzel gepackt. Noch lebt der machtsüchtige Zwergenherrscher, und der Kampf um das Kind ist noch nicht abgeschlossen.

Besprechung Wiederum lässt es der Autor mächtig rauschen. Es ist mehr als ein Rascheln im Blätterwald, wenn er Seite um Seite die Schicksale seiner Charaktere vorwärtstreibt. Wie in der Besprechung zu Band eins erwähnt, präsentiert Peinkofer ein Wimmelbild an Helden. Der Titel zu dieser Besprechung hat es bereits angetönt. Die Könige Trilogie ist ebenso wie ein Wimmelbild an Helden ein Tummelplatz jedweden Wesens, respektive jedweden Werkes. Es sind nicht wenige Wesen, die den Widerständlern begegnen. Von der Schattenarmee bis zum greifbaren Eisbarbaren. Kreaturen, ihrer Umgebung entsprechend gestaltet, die sich dem Bösen beugen. Dann wieder Wesen, älter als die Menschen, die sich dem Widerstand anschliessen, nachdem sie von den guten Absichten der Widerständler überzeugt sind.

Wie Band eins ist die Fortführung des Krieges um Erdwelt ausführlich in der Erzählung. Der Erfolg der Guten, der zwangsläufig das Ziel einer fantastischen Erzählung sein muss, nicht nur lieblos den Lesern hingeworfen. Und hier hat sich Peinkofer durchaus ein Beispiel aus der realen Welt genommen. Es ist ein wichtiges Detail der Erzählung. Das Kind, das es vor der dunklen Seite zu schützen gilt, kann, nachdem es zu seinem Schutz fremdplatziert wurde, nicht einfach wieder seinen Eltern übergeben werden. Es kann die Sprache der Eltern nicht, hat andere manieren und möchte lieber bei den Ziehvätern bleiben.

Sodann widmet der Autor Dreien Schicksalen in Band zwei ein Extra Kapitel. So kann der Leser ihren Gang durch die Zeit bis zum Start von Band zwei verstehen. Eine Perle im Buch, wie ein Bild, das die emotionale Bindung vertieft.

Empfehlung Band zwei ist die ebenbürtige Fortsetzung der Könige Trilogie. Der Leser muss aber Wissen, er ist noch nicht am Ende. Die dunkle Macht ist noch nicht zurückgetrieben. So steht der Griff zu Band drei noch an. Also nochmal 500 Seiten. Ein gutes Buch für zwischendurch, und nicht nur für Jugendliche. Auch ältergewordene können sich daran erfreuen.

Pilger jack für das team fantaster

netartstyle mit dem buch orknacht, die könige bd1 von peinkofer

Posted in netart on November 5th, 2019

von der berufung abgewandt des herzoges sohn

ein anwärter auf des thrones amt

eine gabe tief versteckt ist der lohn

mit wucht dunkelheit erdwelt rammt

kultladen meets peinkofers könge bd 2

Posted in kultladen on November 5th, 2019

kampf der könige bei buch verlag piper

netartstyle mit peinkofers könige bd 2

Posted in netart on November 5th, 2019

erdwelt im bann des bösen

ein wille dunkler macht in alten wesen

wer kann volk, land und leute erlösen

hoffnung, mut und leben sonst verwesen

m.peinkofers orknacht, bd 1 der könige trilogie- eine besprechung

Posted in buchinterpretationen on Oktober 22nd, 2019

Michael Peinkofer/ Peinkofer auf Wiki/ Die Könige Band 1: Orknacht c PiperVerlag Gmbh 2013/ Anhänge: Karten, Glossar, Grammatik einer alten Sprache/ softfax S.511

Erdwelt- Wimmelbild der Helden

Einleitung Der grosse Vorteil einer High-Fantasy Geschichte gegenüber eines historischen Romans ist, der Leser muss sich nicht dauernd fragen, ob die Fakten stimmen. Ist die Erzählung aufgrund historischer Tatsachen geschrieben. Hat sie darüber hinaus auch noch die Stimmung jener Zeit eingefangen. Sind die Charaktere nahe an den Linien der Vorbilder gezeichnet. Eine Geschichte aus dem fantastischen Genre darf sich frei entfalten. Kein Erzählkorsett, keine Vorgaben von vormaligen Geschehnissen, Freiheit in der Charakterwahl.- Diese Freiheit hat sich der deutsche Erfolgsautor Michael Peinkofer einverleibt. Seine High Fantasy Trilogie mit dem Titel „die Könige“, ein Muster an schriftstellerischer Freiheit.

 

Handlung  In dem von Peinkofer entworfenen Land Erdwelt drängt sich eine alte finstere Macht zurück in den Kampf um die Herrschaft. Es ist der despotische Zwergenkönig Winmar von Ruun, der zurzeit das Sagen hat. Zurückgedrängt hat er die freien Völker und sitzt auf dem ehrwürdigen Thron der Äxte seiner Vorfahren, fällt machtversessene Entscheidungen. In alle Winde verstreut sind diejenigen, die in Friedenszeiten Land und Volk führten. Die Könige der Menschen, die Vorsteher der Hügelclans, die eigentlichen Erben der Throne, die Nachfahren der Elfen. Unter ihnen auch der alte Weise Dwethan, der den Widerstand zu bündeln versucht. Mit dabei sind auch zwei streitlustige Orks mit einem wichtigen Auftrag in Händen.- Und alles wird überschattet durch den finsteren Willen uralter Wesen, die ihre eigenen Absichten in Erdwelt durchsetzen wollen.

Besprechung Teil 1  Band eins der Könige Trilogie von Michael Peinkofer ist vor allem eins, eine gut erzählte Geschichte. Langsam und gemächlich gewinnt die Handlung an Spannung. Geschickt zieht der Autor an den Fäden der Geschichte. Da ist Dag, ein blinder Menschenprinz, der sich in einem Stockkampf die Ehre unter Kriegern erkämpfen muss. Da ist Aryanwen, eine Königstochter, die, um dem Land zu dienen, eine Scheinverbindung eingeht, nun auf der Flucht vor ihrem Peiniger. Dann sind da zwei Orks. Unterwegs mit einem unfreiwilligen aber angenommenen Auftrag, der sie fremde Wege gehen lässt. Dann sind da einige aufständische Zwerge an Winmars Hof. Lieber gehen sie in den Tod, als die despotischen Absichten ihres jetzigen Herrschers zu verteidigen. Da ist auch der Krieger Alured, der als Spion bis an die äussersten Grenzen des Machbaren vorstösst. Dann ist da auch noch Catriona, die Tochter eines Clanführers aus den Hügeln. Die Ehre eines Kriegers vor den Augen, betreibt sie ein gefährliches Spiel. Da ist auch Vigor, als Vorsteher der Geheimpolizei Winmars ein zweifelhafter Charakter. Warum aber kann er seiner Stellung nicht treu bleiben? Zuletzt ein Kind, nach dem die erwachende finstere Macht seine Krallen austreckt.- Alle zusammen ergeben ein Wimmelbild an Helden, die in Erdwelt in High Fantasy gerechter Weise zur Entfaltung kommen.

Besprechung Teil zwei Und auch wenn für Spannung bis zum letzten Kapitel gesorgt ist, fehlt eine Komponente. Es ist der Bezug zum Leben von Michael Peinkofer. Zur Realität des eigenen Alltags. Dass seine Geschichte wimmelt von Ideen, dafür hat sein Studium gesorgt. Der Autor hat unter anderem Germanistik studiert, also deutsche Sprache und Literatur. So sind es die Komponenten Wissen und Erzählkunst, die die Stärke der Erzählung ausmachen. Die Freude am Schreiben zählt jedoch an dieser Stelle nicht, denn sie ist Voraussetzung. Wenn er Zeile um Zeile die Blätter rauschen lässt, und der Leser sich mit dem Fuss im dichten Wald verfängt, weil er mit dem Helden unterwegs ist, fehlt die einordnende, subjektive Einschätzung der Situation. Sie würde zusätzliche Kraft freisetzen, sie würde den Lesenarr auf emotionaler Ebene mitreissen.

Auch Tolkien war Sprachwissenschaftler. Er hatte ebenfalls die zwei Komponenten Erzählkunst und Wissen vorzuweisen. Auch er bündelt die Fäden der Geschichte zu einem dicken Erzählstrang. Einem seiner Helden, Faramir, Heerführer in Gondor, fällt auf einem Streifzug ein getöteter Südländer vor die Füsse. Als er ihn sieht, fragt er sich, was ihn so weit von zu Hause fortgeführt hat. Ob es freiwillig geschehen sei, und ob er nicht lieber geblieben wäre. Diese Gedanken geben einen subjektiven Standpunkt wieder. Und man darf annehmen, dass die Überlegungen dazu aus den Lebenserfahrungen Tolkiens stammen.- Also, er hat die Blätter Zeile um Zeile rauschen lassen, der Leser hat den Fuss im düsteren Wald verfangen, weil er mit dem Helden unterwegs war, und die Einschätzung als dritte Komponente hat einen Sturm entfacht, die die Lesestube in ein unheimliches Licht zu hüllen vermag!

Empfehlung  Das Buch Orknacht aus der Könige Trilogie von Michael Peinkofer richtet sich an Liebhaber von High Fantasy Wälzern und lässt sich locker zwischendurch lesen. Man bedenke: Drei Teile bedeuten je etwa 500 Seiten. Das bedeutet wiederum, die andern Teile müssen auch gelesen werden.

für das Team Fantaster: pilger jack

kultladen meets dark city bd1 von kofmehl/betts

Posted in Allgemein on Oktober 11th, 2019

ein streifzug durch das verloren gegangene reich von shairia: dark city band 1, das buch der prophetie

kultladen meets die könige von peinkover

Posted in kultladen on Oktober 11th, 2019

im kultladen auf tour: die könige band eins von michael peinkofer

Besprechung von Kofmehl/Betts Dark City Bd1: Das Buch der Prophetie

Posted in buchinterpretationen on Oktober 9th, 2019

Kofmehls Seite/ Kofmehl auf Wiki/ Dark City Trilogie Bd 1: Das Buch der Prophetie c Brunnen 2008/ Karte/ hardfax S.348

Wähle, Freund- und trotte ein!

 

Einleitung Stell dir vor, lieber Leser, du würdest einen langgestreckten Bergrücken entlang laufen. Nicht steil, ausgetreten, geradeaus. Dann, an einem Punkt des Weges, scheint es dir, als lichte sich etwas, das wie ein diffuser Nebel auf der Umgebung gelegen hatte. Die Landschaft um dich herum ist nun wie auf einen Schlag verändert. Konturen erscheinen, Linien, Formen. Du stehst zwar noch auf dem Bergrücken, siehst aber jetzt, dass du rechts eines mannshohen Zaunes entlanggelaufen bist. Dieser Zaun trennt die Welt messerscharf in zwei Hälften. Die eine Hälfte ist licht, freundlich anzusehen, angenehm duftend. Die andere Hälfte, und dort ist es wo du stehst, halbdunkel und von Stimmen durchdrungen, der Geruch modrig. Eine Frage keimt in dir hoch: „Warum laufe ich auf dieser Seite?“ Die Antwort: „Du weisst es nicht!“

 

Empfehlung Dark City, von der Schweizerin Damaris Kofmehl und dem Amerikaner Demetri Betts, ist ein dreiteiliger Fantasy-Roman aus dem Jahr 2008. Er richtet sich vor allem an Jugendliche, kann aber auch von Erwachsenen gelesen werden. Die Handlung hat die Kraft, Fragen im eigenen Leben aufzuwerfen. Fragen an das Leben an und für sich. Es empfiehlt sich daher, das Buch nicht zwischendurch zu lesen, sondern in einer ruhigen Minute.

Handlung Band eins: Das Buch der Prophetie Shairia ist der übriggebliebene Teil einer Insel, die von einer Naturkatastrophe verheert ist. Seither hängt nebliger Dunst über dem ganzen Land. Ein Regent und seine Barone regieren das Volk, belegen es mit eisernen Regeln. Von einer Hexe erhalten vier Jugendliche einen Auftrag. Sie müssen zwei Reliquien zu einem König im Exil bringen. Dadurch, so sagt eine vergessen gegangene Prophezeiung, soll das Land von der Bedrückung befreit werden. Von Abenteuer zu Abenteuer stolpernd, versuchen die vier Jugendlichen, den Auftrag zu erfüllen.

Besprechung Die Aufstellung des Plots verbirgt zwei grosse Fallgruben. Es ist zum einen das abgedroschene Klischee eines Teams, das eine Aufgabe meistern muss, und zum andern die Thematik um Lüge und Wahrheit. Beide bergen die Gefahr, bei ungewissenhafter Bearbeitung, die Geschichte abstürzen zu lassen.

Fallgrube 1: Ein Team löst die Aufgabe   Es ist eine Erfahrung, die wir irgendwann mal im Leben gemacht haben. Wir waren in einem Team, wir haben verloren. Denn da war meistens ein Team, das eine stärkere Besetzung hatte. Ein Team sein bedeutet also, Schwächere und Stärkere sind dabei. Jene die sich mögen, jene die sich meiden, im Team können sie aufeinander treffen.

Sie müssen nun, wie im vorliegenden Buch, miteinander einen Auftrag ausführen. Die Mädchen, die Buben, und nur ein Mitglied hat wirklich eine Kampfausbildung. Die Andern? In dieser Hinsicht unerfahren. Mindestens zwei von ihnen Verlierer in den Augen der Gesellschaft. Ein Kunststück für die Autoren, Aussage um Aussage den Deckel über der Fallgrube zu schliessen. Nichts weniger als die Frage nach gegenseitigem Vertrauen steht im Zentrum. Die Autoren müssen glaubhaft erzählen und wissen, eine feine Federführung ist gefragt, damit der Funke springt. Schon Tolkien, der Autor von „Herr der Ringe“, hatte sich dieser heiklen Aufgabe gestellt. Er liess seine zwei Protagonisten die Frage nach dem Sinn beantworten. Antwort: Es gebe etwas, für das zu leben sich lohnt.

Fallgrube 2: Lüge und Wahrheit  Die Wahrheit in Shairia ist täglicher Nebel, Armut, strenge Regeln. Ein Herrscher, der das Volk mit eiserner Hand führt. Alle wissen, daran sind diese Hexen schuld. Als das Team von einer alten Frau über ihre Absichten unterrichtet wird, offenbart sie sich als Hexe. Sie ist aber freundlich, hat Plätzchen gebacken und gibt sich auch sonst fürsorglich. Eine gute Gastgeberin. Dann dreht sie den Spiess um, denn sie sei nichts weniger als eine Hexe. Die jungen sind verunsichert, schlucken schliesslich die Botschaft.

Die vier Protagonisten fühlen sich nun wie in dem eingangs erwähnten Beispiel. Es hebt sich ein lange festgesessener Nebel. Sie wissen nicht, warum sie auf der rechten Seite des Zauns laufen. Linker Hand ist es doch viel schöner. Die Realitäten jedoch spielen sich auf ihrer Seite ab. In beiden Fragestellungen zeigt sich die erfolgreiche Mission der beiden Autoren. Die Charaktere sind als einfache Menschen beschrieben, denen wir durchaus auch im Leben begegnen könnten. Das macht die Erzählung glaubwürdig. Wie von magischer Hand schliessen sich die Fallgruben. Der Leser schreitet darüber, wundert sich, liest, blättert um, blättert schon mal vor. Das bringt jeden geneigten Leser dem von den Autoren genannten Ziel näher. Das ist zu glauben, dass jedem von uns, jung oder alt, ein Ziel, ein Sinn im Leben prophezeit ist. Zum Schluss das Fazit, Damaris Kofmehl muss eine Schriftstellerin sein, die an das glaubt, was sie schreibt. Dark City ist eine berührende, packende Geschichte!

gedankenverbrecher für das team fantaster

 

Besprechung Drachenland von Preiss/Reaves auf seitentrotter

Posted in buchinterpretationen on Oktober 2nd, 2019

B.Preiss, J.M.Reaves/ Preiss auf Wiki, Reaves auf Jedipedia/ Drachenland c Econ Verlag 1997/ Titel des amerikanischen Originals: Dragonworld/ aus dem amerikanischen von Karin Polz/ Illustrationen von Joseph Zucker/ softfax S. 464

Drachenland- ein Jerry Cotton der High Fantasy

Ein Buch ist das Tor zu einer vergessenen Welt. Titel auf Buchrücken erzählen von dem Schimmer unentdeckter Geschichten. Fremdartige Sphären durchdringen den Raum, betören die Sinne. Die Welt der Bücher heisst den Besucher warm willkommen, berührt ihn, entrückt ihn. Plötzlich ist der Schritt in ein Abenteuer ein Handgriff entfernt.-

Einmal umgeblättert, entführt der High-Fantasy-Roman Drachenland, von den amerikanischen Autoren Preiss/Reaves, mitten in die Auseinandersetzungen zweier Völker, mitten in das Rätsel von ungeklärten Todesfällen.

 

Der Winzling Amsel lebt als erfinderischer Einsiedler in Fandora. Das Volk besteht aus Bauern, Fischern und Handwerkern. Johan, der Sohn eines Ältesten, stürzt eines Tages mit einem von Amsel gebauten Fluggerät vor den Klippen zu Tode. Amsel wird belastet, eine Schuld am Tode des Jungen zu haben, ein Spion zu sein. Er flieht über die Meerstrasse nach Simbala. Auch dort wird der gerade eben eingesetzte Monarch mit einem unerklärlichen Todesfall eines Kindes konfrontiert. Während nun Simbala nach den Gründen forscht, sieht Fandora seinen Nachbarn als Ursache für die Morde und zieht gegen ihn in den Krieg.

Weit entfernt, über das Meer im Norden, leben Wesen, die die Völker nur noch aus den Legenden kennen. Sie gaben mit ihrem Drang zu überleben den eigentlichen Ausschlag für die bei den Menschen anstehenden Rätsel. Und es ist der Winzling Amsel, der durch seine Reise Aufklärung in die wirklichen Todesursachen der Kinder bringt.

Dabei haben sich Preiss/ Reaves darum gekümmert, verschiedene Seiten der Geschichte in Worte zu fassen. Drachenland ist die Geschichte des Winzling Amsels, der, genötigt seine Heimat zu verlassen, eine Schlüsselfigur zur Lösung der aktuellen Krise ist. Dann ist es der Blick auf das Volk der Fandoraner. Ein Landvolk, ohne grosse Kulturgüter. Einer davon ist Jondalrun, ein Ältester, Vater des verunglückten Johan und Antreiber zum Krieg. Der Roman Drachenland ist auch die Geschichte des Königshauses in Simbala. Dort ist zurzeit, sehr zum Ärger des Adels, ein ehemaliger Bergmann an der Macht. Das allein ergibt genug Stoff, um die Seiten mit Intrigen zu füllen, ausgeführt von der Prinzessin persönlich. So ist eben Drachenland auch die Geschichte des jungen Monarchen Falkenwind, der gleich an zwei Fronten antreten muss. Gegen die Fandoraner und gegen die Verschwörung von Innen. Zuletzt ist Drachenland die Geschichte von uralten Wesen, den Drachen. Ihr Bestand ist gefährdet. Sie müssen handeln. Sehen dabei den Menschen als Feind.

Die Zusammensetzung der verschiedenen Textteile, den gewählten Stil, kann man als Jerry Cotton der High Fantasy bezeichnen.  Edle, Gute, Böse, Zweifelhafte- alle bekommen sie kurz und knapp umrissen über ein bis zwei Seiten einen Lebenslauf. So ergibt sich für alle möglichen Akteure ein Bild, sodass man dessen Entscheidungen nachvollziehen kann. Dabei muss man sich aber als Leser nicht mit überzeichneten Lebensläufen und kratertiefen Beziehungsknorzen abfinden. Der Plot ist eher ein sanfter Wellengang, bis zum tosenden Brecher. Kein Unterbruch durch langweilige Konversationen und Gefühlsduselei oder zu lange Landschaftsbeschreibungen. Eine konsequente Umsetzung, ein stetes forttreiben der Handlung, von leichter bis voller Spannung.

So ist Drachenland gut mal zwischendurch lesbar. In der Hektik des ÖV`s, während der Mittagsmalzeit, vor dem Einschlafen. Die Autoren haben sich an die Devise gehalten, die schon Tolkien vorschwebte. Die Lösung von weltumspannenden Konflikten durch einen vermeintlich schwachen Protagonisten darzubieten. Darum ist es ein Fantasy Roman für Jung und Alt, eine All-Age-Fantasy Geschichte. Ein Buch, das zum Träumen einlädt, unterstützt durch schwarz weiss Bleistiftzeichnungen, die es zu einem doppelten Lesegenuss machen.

Pilger Jack