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krimi: der wille des volkes von ch.lewinsky, eine rezension

Posted in buchinterpretationen on Dezember 4th, 2019

Charles Lewinsky/ Lewinsky auf Wiki/ Der Wille des Volkes c dtv 2019/ Ein Schweizer Regionalkrimi/ softfax S.384

Politiker Wille unter der Krimiwelle

 

Einleitung Was unterscheidet eigentlich das Groschenheft Jerry Cotton von den anderen Krimis? Die Antwort ist so banal wie grundsätzlich, denn es ist nur die Platzierung eines Verbrechens. JC und sein Kollege Phil Decker sind nämlich meist dem organisierten Verbrechen auf der Spur, emotional, stilsicher, wortgewandt. Alle anderen, der grössere Haufen der Ermittler, die hauptsächliche literarische Sparte Krimi, nimmt sich mehr den verwerflichen Taten einzelner Bürger an. Einer davon ist Charles Lewinsky, freier Autor und Dramaturg, der sich in eigenen Worten, wohl an den einzigen Krimi, den er je schrieb, gemacht hat: Der Wille des Volkes, aus dem Jahr 2017.

 

Handlung  Der sich im Unruhestand befindliche, pensionierte Journalist, Kurt Weilemann, hat noch nichts von seinem Berufsinstinkt eingebüsst. Ein täglicher Frust, dass  er nur noch als Texter für Nachrufe benötigt wird. Dann jedoch wird ein Berufskollege tot aufgefunden, und Weilemann mag dem Bericht der Polizei keinen Glauben schenken. Selbstmord! Nicht dieser Kollege, denkt Weilemann, und macht sich auf den Weg seiner journalistischen Spürnase zu folgen. Dabei stösst er auf so einige Ungereimtheiten. Eine geheimnisvolle Frau, die angibt, ihm helfen zu wollen; ein störrischer Sohn, dem er eigentlich nicht begegnen will; ein kauziger Autor, der sich in einer Seniorenresidenz versteckt. Die Nachforschungen führen Weilemann direkt in das undurchdringliche Dickicht einer von langer Hand geplanten Parteistrategie. Was hätte verschwiegen bleiben sollen, tanzt dem altersmüden Journalisten zuweilen einen ganz gehörigen Tango. Die Indizien werfen ein neues Licht auf einen tief in der Vergangenheit verorteten Fall. Weilemann ist auf der Spur, denn die Kratzer an diesem vergangenen Fall haben sein Interesse für eine gute Story geweckt.

Besprechung Der Wille des Volkes ist die „One-Man-Show“ eines pensionierten Journalisten. Weilemann lebt zurück- und auf sich selbstbezogen in einer Wohnung, die er sich gerade noch leisten kann. Redaktionen denken nicht mehr an ihn, ausser wenn es um Nachrufe geht. Dabei ist Weilemann, zumindest was den Geist betrifft, noch Fit, sieht sich dauernd Wortbilder auf den Gehalt prüfen. Jedoch ist sein Beziehungsnetz arg im Eimer. Er muss sich fragen, warum er von den meisten seiner ehemaligen Kollegen nicht mehr weiss, als den Namen. Aber vor allem nagt es an seinem Berufsstolz, dass er nicht mehr richtig gebraucht wird. Dabei ist er ein Journalist alter Schule, weiss durchaus noch richtig von falsch zu unterscheiden, zumindest wenn man die Fakten zu einem Fall genau betrachtet. Wie bei Derendinger, als man ihn tot aufgefunden hat.

Dabei beschreibt Charles Lewinsky ein dystopisches, düsteres Zürich. Es ist eine dem rechten Flügel verschriebene Partei, die im ganzen Land den politischen Willen diktiert. Im Namen des Volkschutzes wird der Bürger überwacht. Es hat Kameras an allen Ecken und Winkeln. Autos und Busse fahren selber, das Leben ist von den Strassen verschwunden.

Auf dieser Basis jagt Charles Lewinsky die Hauptfigur, Weilemann, durch die Strassen Zürichs. Weilemann ist kein Held, keine heroische Identitätsfigur. Vielleicht am besten vergleichbar mit Spider Man. Er ist ein normaler Mann, gebissen von einem übergrossen Arbeitsreflex, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, wenn man sie partout verheimlichen will. In seiner Rolle gezeichnet als ein alter, gebrechlicher Mann, dem man nichts mehr zutraut, wenn man ihn sieht.

Dabei wird der Protagonist getragen von einem Plot, der wie eine Welle ist, von klein zu gross, und trifft sie auf den Strand, vermag sie auch noch das kleinste Sandkorn umzudrehen. Eine feine Klinge führt der Autor, um ein anderes Bild zu gebrauchen, und lässt die Spannung steigen. Kapitel um Kapitel, auch das sei zu erwähnen, sie kommen in der Eröffnung ohne verträumte Stimmungsbilder aus, steigt der Autor in die Hosen, fügt der Handlung Schicht um Schicht die nächste Erkenntnis zu. Bingo, der beflissene Leser muss innehalten, verträumt zum Fenster rausschauen, und die vertrackten Verhältnisse in der Welt anhand des Romans bedenken.

Fazit und Empfehlung Der Plot lebt von einer durchdachten, krimiwürdigen Handlung, hat aber in Weilemann einen zwar intellektuellen, aber altersschwachen Charakter. Kein Tempo, keine Action in der Ermittlung, jedoch scharfsinnig in der Suche nach Fakten. Das Team Fantaster hat entschieden, es einen nostalgisch angehauchten, dystopischen Politkrimi zu nennen. Gut zu lesen als Zusatzlektüre zur Zeitung, und witzig für solche, dem Journalistengenre verhaftete.

psychodoc für das team fantaster

karl may und der friede auf erden, bd 30 im netartstyle

Posted in netart on Dezember 4th, 2019

ein bischen friede, ein bischen freude

verreimt im wort, vertont im song

ein licht ins dunkel des heute

eintritt ins leben durch den emo-glockengong

lewinskys wille in showcase netartstyle

Posted in netart on Dezember 3rd, 2019

ein alter fuchs ist der weilemann

auf fährte wegen des volkes wille

die story ein nostalgischer kriminalroman

leben ohne schreiben, ne bittre pille

starkweis: der wahrsager und der esel

Posted in psychodocx nebenwort on Dezember 2nd, 2019

Der Wahrsager und der Esel

Der Gasterzähler jhomester alias starkweis auf psychodocs nebenwort

Es war die Zeit der zweiten Runde. Die Israeliten waren, nachdem sie aus Ägypten auszogen, schon eine ganze Weile unterwegs. Eine riesige Menge, ein grosses Volk; Kinder, Ältere, Tiere, einfach alles. Viele Male schon hatten sie Wunder erlebt, wie Gott sie in der Wüste versorgt hatte, mit Manna, mit Wasser. Da standen sie dann irgendwann vor dem verheissenen Land, dem Land, das Gott ihnen geben will. Sie könnten den direkten, kurzen Weg nehmen. Sie schickten aber zuerst Kundschafter aus, darunter Kaleb und Josua. Der Bericht von dem Land musste das Volk schockiert haben. Da sind befestigte Städte, gewaltige Krieger, da können wir nicht einfach so einmarschieren, sagten die Kundschafter, indem sie sich von den Umständen beeinflussen liessen. Sie  bezogen sich auf das vermeintlich Negative. Nur Kaleb und Josua sahen das Positive, ein Land, das von Milch und Honig fliesst, das Gott versprochen hatte, ihnen zu geben!

So kam es, dass das ganze Volk weiterziehen musste, sie mussten nochmal eine Runde in der Wüste drehen. Eben eine zweite Runde, denn Gott war so zornig, dass er sich geschworen hatte, keiner von diesen Ungläubigen  in Kanaan einziehen zu lassen. Nur die jungen, die nächste Generation, wird das Land sehen. Auch nicht Mose und Aaron werden es betreten. Sie mussten also nochmals für Jahrzehnte in der Wüste bleiben. Sie erreichten schliesslich das Jordantal, in der Nähe von Jericho. Ihr Weg durch die Länder des Ostens war natürlich nicht unbemerkt geblieben. Man fürchtete sich vor dieser riesigen Menge an Israeliten. Israel war zu diesem Zeitpunkt ja nicht mehr ein unorganisierter Haufen. Nein! Sie waren in Stämme eingeteilt, hatten ihre Aufgaben, und das wichtigste, sie hatten die Stiftshütte dabei. Der zeltartige Aufbau, der den Kontakt mit Gott ermöglichte und zur Anbetung diente.

Dort, in jener Gegend, waren auch die Moabiter zu Hause. Ihr Präsident war Balak. Als er das Heranrücken der Israeliten gewahrte, schickte er nach einem bekannten Wahrsager. Sein Name war Bileam, und er sollte im Auftrag von Balak auf einen Hügel steigen und Israel verfluchen. Da war jedoch nur ein Problem. Bileam war nicht irgendein Wahrsager. Als die Boten Balaks auftauchten, sagte er ihnen, er müsse zuerst Gott fragen. Und er willigte erst ein mitzugehen, als Gott ihm grünes Licht gab.

Und hier kommt der spannende Teil der Geschichte. Bileam reiste auf einer Eselin. Er wusste, er hatte von Gott die Freigabe, mit Balak zu gehen. Einzige Auflage war, nur das zu sagen, was Gott ihn auch beauftragte zu sagen, und nichts anderes. Auf dem langen Weg musste dem Bileam so einiges durch den Kopf gegangen sein. Es ist vorstellbar, dass, je weiter er kam, desto grösser seine Unsicherheit bezüglich der Worte Gottes wurde. Nur sagen, was Gott ihn hiess, zu sagen, war der Auftrag. Wer kann das schon umsetzen, in einem Land, das gespickt ist mit Götzendienst?

Dann, Bileam musste schon eine Weile gereist sein, wich die Eselin aus. Bileam schlug das Tier, damit es zurück auf den Weg gehe. In einer engen Passage in einem Weinberg, drängte die Eselin so nahe an einer Mauer vorbei, dass sich Bileam den Fuss schrammte. Ärger staute sich in Bileam. An einer nächsten Stelle warf sich die Eselin schliesslich zu Boden und Bileam wurde so wütend, er hätte seine Eselin umbringen können!

Wer die Geschichte kennt, weiss, dass die Eselin dem Bileam sein Leben rettete. Denn dort, auf dem Weg, war dreimal in Folge der Engel des Herrn erschienen, mit gezücktem Schwert. Er wäre gestorben, wäre er geradeaus geritten. Diese Geschichte hat die Kraft zu erheitern. Stellen wir uns vor, wir ritten nach Moab, und da legt sich dieses störrische Tier einfach auf den Weg. Dann beginnt sie auch noch mit Bileam zu sprechen, über seine ungerechte Behandlung. Und dass sie, die Eselin, ja Bileam immer treu gedient habe! Schliesslich öffnete Gott auch Bileam die Augen, er sah den Engel, der mit gezücktem Schwert mitten auf dem Weg stand. Gott hatte das Ganze arrangiert, um Bileam nochmal seinen Auftrag einzuprägen.

In unserem Leben wissen wir auch nicht immer, was gerade abgeht. Wir würden vielleicht auch manchmal erschrecken, wenn Gott uns die Augen für die Unsichtbare Welt öffnen würde. Dabei ist es manchmal als Christ schwierig, einfach zu vertrauen. Es ist aber so wie in der Geschichte mit Bileam. Gott kann durch Menschen, Tiere und Umstände zu uns reden. Um uns zu leiten, zu führen, hat er unendlich viele Möglichkeiten.  Nichts, ja gar nichts, ist ihm dabei nämlich unmöglich!

starkweis für das team fantaster

interpretation von e.waltons legende über die letzte amazone

Posted in buchinterpretationen on November 20th, 2019

Evangeline Walton/ Wiki über E.Walton/ Die letzte Amazone c Hobbit Presse Klett – Cotta 1985/ Originaltitel: the sword is forged c 1983 c E.Walton/ Aus dem Amerikanischen von Hans J.Schütz/ aufgeteilt in drei Geschichten: 1.Die Klinge (unten interpretiert), 2.Antiope 3.Athen/ softfax S.430

Schöpfung: Plan B

Evangeline Walton hat sich als Schriftstellerin vergessener, legendärer Völker angenommen. In den zwei Bänden „Mabinogi“ erzählt sie mythische Begebenheiten aus Grossbritannien, hier genannt die Insel der Mächtigen. In die letzte Amazone hat sie sich einem für Europa ebenfalls sagenhaften Schatz zugewandt. Tief ist die Erinnerung Griechenlands mit der Dichtung und Erzählung über kriegerische Frauen verknüpft, die sich als Stamm organisierten. Warum?

Handlung Evangline Walton unterteilt das Buch in drei Teile. Der erste Teil trägt die bezeichnende Überschrift, „die Klinge“. Die Geschichte im Kurzüberblick. Ein Traum von einem Blutbad beschäftigt die Kriegskönigin, Molpadia. Daraufhin geht sie in Themiskyra auf die Suche nach einem möglichen Feind. In ihrer Abwesenheit landen abenteuerlustige Griechen, getarnt als Kaufleute, an den Gestaden der Amazonen. Ein geheimnisvoller Gürtel soll erobert werden. Mit einem Gefolge verlassen Antiope und Melanippe ihre Festung. Sie sind die Töchter Otreres, der Schwester der Kriegskönigin, und auf ihnen ruhen die Hoffnungen der Amazonen. Sie sind jung und sehen in den Griechen mögliche Väter für ihren Nachwuchs. Es scheint alles glatt zu gehen. Bis der Grieche Telamon die Absichten der Amazonen missversteht und einen Mord begeht.-

Derweil ist in der Heimat der  Griechen Friede gerade ein Fremdwort. Ein Prinz auf Visite kommt bei Festspielen in Athen ums Leben. Aigeus, König von Athen, muss sich bald gegen Minos, den König von Kreta verteidigen. Mitten drin ein Rotschopf, der mit den Abenteurern auch bei den Amazonen war. Er erhält gegen Ende der Geschichte seinen Namen.

Besprechung Die Berichte um die Amazonen sind sowohl legendär wie auch umstritten. Es wird von Wahrheit und Dichtung geprochen, und wir wissen, in jeder noch so unglaublichen Geschichte ist ein Fünckchen Wahrheit. Wo liegt sie bei den Amazonen, die Stoff für so viele Legenden sind? Es hat da wohl in jener Zeit, etwa so um 800 Jahre vor Christus, kriegerische Frauen gegeben. Die gestellte Frage lautet hier jedoch, und davon gehen wir aus, warum könnten sich Amazonen gesammelt von der herrschenden Welt zurückgezogen haben?

Für das team seitentrotter ist klar, und es geht die Frage absolut philosophisch an, es liegt an den falschen Gepflogenheiten einer durch einen verwirrenden Götterglauben situierten, matriarchalischen Gesellschaftsform. Da lagen die lieben Griechen wegen verschiedenen Ansichten über Götter manchmal im Dauerstreit. Morde konnten  rachsüchtigen Gottheiten in die Schuhe geschoben werden. Um sich ein bischen Göttlichkeit zu sichern, mussten die Götter bei der Zeugung von Nachkommen herhalten. Und oft stritt man sich, welche Stätte denn nun heiliger sei, welches Orakel höher zu werten sei. Götter waren männlich, und da ist nun die Frage nicht mehr weit entfernt, was hatten die Frauen für eine Stellung?

Zunächst aber der philosophische Teil, um das Fünckchen Wahrheit aus der Geschichte rauszuquetschen. Denn irgendwo, so hat das team fantaster festgestellt, muss da was Stimmiges sein. Um ihren Standpunkt zu festigen, mussten sie auf die alten Schriften zurückgreifen. Und sie stellten fest, die alten Schriften waren voll von Beispielen, die von Segen oder Fluch handelten. Die Frage hier lautet eben nicht, gibt es überhaupt einen Gott. Die Griechen damals würden diese Frage mit ja beantwortet haben. Die Frage ist vielmehr, was ist das für ein Konstrukt, das du Gott nennst. Ist es ein gebastelter Plastikgott, zu dem Zweck erfunden, deinen eigensüchtigen  Willen zu erfüllen, oder darf es jener unbekannte Gott sein, der auch noch auf der Göttertafel steht. Die Frage nach der Art und Weise wie du glaubst, entscheidet über die Art und Weise, wie dein Umgang auf Erden ist.

Davon konnten eben nun die Amazonen ein Liedchen singen. Der Umgang musste für viele Frauen dazumals erniedrigend gewesen sein. Harte Arbeit am Tag, und in der Nacht noch zur Freude der Herren da sein. So solls gewesen sein, sagt eine Stelle in die letzte Amazone. Verständlich, sieht man die damalige matriarchalische Gesellschaftsform unter der Lupe an. Sklaven ähnliche Zustände für viele Frauen. So what! Die nächste Aussage einer Amazone: Lieber ein hartes Leben in Freiheit, Entbehrung und Kampf, als die alten Zustände.

Empfehlung Das team fantaster hat darum entschlossen, dieser Lebensform, dem gemeinschaftlichen Leben in von der männlichen Egokultur getrennten Stämmen, gleich den Antistarorden zu verpassen. Das Buch von Walton übrigens, ist man den griechischen Verhältnissen von damals fremd, eine Knacknuss. Eine holprige Leseerfahrung. Nicht geeignet für zwischendurch, keine romantische Abhandlung, keine tief dargestellten Charaktere, aber Handlung pur, und leidige Verwicklungen von Staaten.

team fantaster

buchstyle mit e.waltons die letzte amazone

Posted in netart on November 19th, 2019

abgesondert ein eigen volk gegründet

geschuldet der freiheit ohne mann

beziehung durch unterdrückung geplündert

abgelegt und entfernt: der ungerechten spezies bann

Interpretation von bd 3 der feuer und finsternis trilogie: im reich des todes

Posted in buchinterpretationen on November 14th, 2019

Angelo Nero/ Feuer und Finsternis Trilogie/ Buch eins: Sohn des Drachen, Buch zwei: Der Nekromant/ hier Buch drei: Im Reich des Todes 1.Auflage Oktober 2019/ Cover: Selina Bachmann/ eine Angelo Nero Produktion/ Softfax S. 174

Dunkle Dichtung eines literarischen Rock`n`Rollers Bd 3

Rock`n`Roll begründete der Jugend vor der Jahrtausendwende ein neues Lebensgefühl. Es war Larry Norman, ein Vorreiter der christlichen Rockmusik aus den 1980er Jahren, der sagte: „Warum sollte der Teufel all die gute Musik haben?“. Für den Liebhaber von Literatur ist ein gutes Buch Musik in den Augen. Angelo Nero, der Schweizer Fantasy Autor mit christlichem Hintergrund, bezieht Stellung und sagt: „Das Feld sollte man auf keinen Fall dem Feind überlassen!“ Mit „Sohn des Drachen“, hat  Angelo Nero eine fantastische Schweizer Sage eröffnet. Weiter geht es in der Feuer und Finsternis Trilogie mit Band zwei: „Der Nekromant.“ Der Abschluss bildet Band drei: „Im Reich des Todes“.

.Rückblick Band eins In „Der Sohn des Drachen“, werden die Umstände und Fügungen beschrieben, die Sariel il Nero zu dem machen was er ist, der Fürst der Angelus Excubitor. Drachenbändiger und der Vorsteher einer Bruderschaft, die im Heiligen Römischen Reich finstere Mächte bekämpfen. Es ist das 15.Jahrhundert nach Christus, dunkles Mittelalter.

Rückblick Band zwei, „Der Nekromant“ Jetzt driften die Wege der zwei Brüder, Vlad und Sariel, völlig auseinander. Zunächst werden sie noch an den Zürichsee gerufen, um einem Hexenzirkel das Handwerk zu legen. Doch dann spannen sich die Fäden, die Vlad in seiner zurückgezogenen Art, gelegt hat. Die Entscheidung ist gefallen. Nach einem Besuch am Hof des Königs in der Nähe von Wien, an dem beide teilnehmen, stellt Vlad Sariel vor vollendete Tatsachen. Er verlässt die Bruderschaft um den Thron seines Vaters zurückzufordern. Sariel bleibt nichts anderes übrig als zu vertrauen und kehrt alleine auf den Drachenhorst zurück. Zunächst scheint alles im Lot zu sein. Vlad scheint – er ist immer noch einer der Angelus Excubitor – eine gute Falle zu machen. Dann mehren sich die Anzeichen von Missbrauch im Kreise Vlads. Und Sariel, der immer noch an das Gute in Vlad glaubt, macht sich auf den langen Weg, seinem Bruder zu helfen.

Handlung Band drei Sariel muss schmerzlich erfahren, dass Vlad zu helfen, einen viel grösseren Kraftakt bräuchte, als angenommen. Für die beiden Brüder geht es in diesem ersten aufeinandertreffen um Leben oder Tod. Sariel hat jedoch von einer Seite Hilfe erfahren, die er nicht erwartet hätte. Zunächst jedoch muss er unverrichteter Dinge wieder den Nachhauseweg antreten. Vlad indes, hat ein Teilziel erreicht. Um seine Rache zu befriedigen hat er sich der Dienste eines Nekromanten bemächtigt, die ihm den Schlüssel über den Tod in die Hand legt.

Zuhause auf dem Drachenhorst muss sich Sariel, bevor er zur Tat schreiten kann, häuslichen Angelegenheiten annehmen. Er hat eine Familie gegründet, die ihn einiges an Geduld lehrt. Weder auf dem Schlachtfeld noch daheim, scheint ihm zunächst das Glück beschieden. So unternimmt er alles, um die Angelegenheit mit Vlad zu einem glücklichen Ende zu führen. Die Truppen werden aufgestockt, Bündnisse geschmiedet und Beobachter losgeschickt. Dann ist die Zeit endlich gekommen, da Sariel wieder aufbricht. Es ist der Auftrag der Angelus Excubitor, das Böse zu bekämpfen, wenn es sich zeigt. Auch in der Walachei, bei Vlad. Wie also kann sich Sariels Mission gestalten, da er der Neutralität in Staatsangelegenheiten verpflichtet ist?  Der Ausgang des entstandenen Bruderzwists steht auf wackeligen Beinen.

Besprechung In Teil eins sind die phantastischen Elemente beleuchtet, die den Plot von andern Werken unterscheiden, einzigartig machen. In Teil zwei mussten die christlichen Werte der Sicht durch die Lupe standhalten. So ist nun der Zeitpunkt gekommen, auch in der Besprechung zum Finale anzusetzen. Eine genaue Betrachtung von Teil drei sei jedoch zu unterlassen. Genügend Merkmale wurden in den ersten beiden Bänden herausgearbeitet, womit sich der Leser auseinander setzen kann. So wollen wir jetzt zum Abschluss nur noch eine Sache beleuchten, das ist die in Fantasy Erzählungen übliche, benötigte Drohkulisse.

Die meisten der fantastischen Erzählungen fundieren auf einer Drohkulisse. Irgendwo in den fiktiven Welten vieler Autoren regt sich ein namenloses Böses. Eine finstere Macht, tief verborgen und weit weg, ein finsterer Wille, der in den Köpfen der freien Völker für Entsetzen sorgt, fordert ihren Weg zurück ans Tageslicht. So ist die Ausgangslage für den Leser bald klar, das Gute muss das Böse bezwingen. Die Spannung entlädt sich entlang der Handlungsabsichten der Kontrahenten der Geschichte.

Etwas differenzierter, konkreter kommt dem Leser das entworfene Szenario von Angelo Nero entgegen. Auch er beschreibt in seiner Erzählung etwas Dunkles, Böses. Auch bei ihm müssen finstere Mächte dahin zurückweichen, woher sie gekommen sind. Es ist jedoch keine global betriebene Befreiungskultur, die der Autor in Feuer und Finsternis betreibt. Keine nahe und doch ferne Erderwärmung, die die Gemüter erhitzt. Und da ist schliesslich auch keine Macht, die lange irgendwo in den Bergen ein namenloses Dasein fristete und auf eine Gelegenheit wartete, zurückzukommen. Nein, das Böse ist eher allgegenwärtig, ist da, unter den Menschen. Daraus folgt, es kann sich irgendwo zeigen. In einem Dorf, in einer Siedlung, in einer Gemeinschaft, einfach irgendwo, selbst unter den Brüdern der Angelus Excubitor!

Das Böse, wenn man es trotzdem so nennen will, kann sich also unter den Menschen zeigen. Daraus folgt, dass jeder der Charaktere der Geschichte, das Potential für einen Unheimlichen Auftritt hat. Es ist nicht die gebündelte Kraft, die zu einer Kugel geknetete Finsternis, die das Land in einem Auftritt überrollen will. Nein, das Dunkle ist eher wie das breite Angebot im Warenhaus. Es ist da, für jedermann greifbar.

Das lässt den Schluss zu, und dies hat Angelo Nero in seinen Hauptfiguren, Vlad und Sariel vereint, dass es in der Entwicklung ihrer Geschichten nicht das ausschliesslich Gute, das allumfassende und krasse Schlechte gibt. Es ist bezeichnend, dass beide irgendwann erkennen, irgendwo habe ich einen Fehler gemacht, bin falsch abgebogen, habe eine unwiederrufbare Entscheidung getroffen.

Die Taten von Sariel und Vlad sprechen hinwiederum, für den aufmerksamen Leser, eine deutliche Sprache.

Fazit und Empfehlung Angelo Nero beschreibt nicht das allumspannende Böse, dem wir ausgeliefert sind. Er zeichnet den Weg von Menschen, die in ihrem Umfeld täglich eigene Entscheidungen treffen können. Entscheidungen, die ihrem Leben den Geschmack von Gutem oder Bösen beisteuern. Denn, der Mensch kann sowohl Gut wie Böse sein! Die Entscheidung liegt bei ihm.

Das Team Fantaster gibt eine Leseempfehlung für junge Erwachsene und Ältere. Dark Fantasie Liebhaber werden es lieben. Den Andern sei gesagt: Die Schweizer Legende um die Bruderschaft der Angelus Excubitor ist ein lohnender Einstieg in eine dunkle, aber fantastische Parallelwelt.

netartstyle mit a.neros bd 3 der feuer und finsternis trilogie: im reich des todes

Posted in netart on November 9th, 2019

vom schweizer fantasy autor a.nero gerade erschienen

feuer und finsternis band drei im reich des todes

das schicksal zweier brüder mit der feder beschienen

spricht der freund des lichts ein wort des lobes

 

Besprechung Teil eins: Sohn des Drachen und Teil zwei: Der Nekromant

Interpretation von Peinkofers Könige Trilogie Bd 2: Kampf der Könige

Posted in buchinterpretationen on November 6th, 2019

Michael Peinkofer/ Peinkofer auf Wiki/ Kampf der Könige c Piper Verlag Gmbh 2014/ Band 2 der Könige Trilogie/ hier gehts zu Band 1/ Anhänge: Glossar, Karte, Grammatik einer alten Sprache/ softfax S.539

Erdwelt- Tummelplatz der Werke und Wesen

 

Einleitung Der grosse Vorteil einer High-Fantasy Geschichte gegenüber eines historischen Romans ist, der Leser muss sich nicht dauernd fragen, ob die Fakten stimmen. Ist die Erzählung aufgrund historischer Tatsachen geschrieben? Hat sie darüber hinaus auch noch die Stimmung jener Zeit eingefangen? Sind die Charaktere nahe an den Linien der Vorbilder gezeichnet? Eine Geschichte aus dem fantastischen Genre darf sich frei entfalten. Kein Erzählkorsett, keine Vorgaben von vormaligen Geschehnissen, Freiheit in der Charakterwahl.- Diese Freiheit hat sich der deutsche Erfolgsautor Michael Peinkofer einverleibt. Seine High Fantasy Trilogie mit dem Titel „die Könige“, ein Muster an schriftstellerischer Freiheit.

 

Handlung Band eins endete, dass die verschiedenen Protagonisten in Erdwelt einem Auftrag hinterhereilen. Da ist ein Herzogssohn, der zum Anführer aller Widerstandsnester werden soll. Da ist ein verschlagener Zwerg, der von seinem König verachtet eigene Wege geht. Da ist ein Menschenkrieger als Spion unterwegs, nicht bereit aufzugeben, als bis er genau weiss, was die dunkle Seite plant. Da ist eine freie Tochter aus den Hügellanden, die von ihrem Gefährten getrennt wird. Da sind freiheitsliebende Zwerge, die ihrem Anführer die Stirn biegen. Nicht zuletzt zwei Orks, die im Lauf der Handlung richtigstellen, was wirklich in ihnen steckt. So weit, so gut.

Dann startet Band zwei der Könige Trilogie von Michael Peinkofer mit der Suche nach einem verloren gegangenen Kind. Auf ihm liegen die Hoffnungen einer kommenden Generation. Das Kind hat Bedeutung für die Guten, wie die Bösen. Der Widerstand sammelt sich in der Folge um den Herzogssohn, Dag von Ansun. Vom Meer bis hoch in den Norden, vom Norden bis zur altehrwürdigen Zwergenfeste, von den Marschen bis zu den Hügellanden; in Band zwei mehren sich die Zeichen, das der Widerstand einen Weg gefunden hat, der drohenden Dunkelheit zu entgehen. Band zwei endet mit einem Teilsieg. Noch aber ist das Übel nicht völlig an der Wurzel gepackt. Noch lebt der machtsüchtige Zwergenherrscher, und der Kampf um das Kind ist noch nicht abgeschlossen.

Besprechung Wiederum lässt es der Autor mächtig rauschen. Es ist mehr als ein Rascheln im Blätterwald, wenn er Seite um Seite die Schicksale seiner Charaktere vorwärtstreibt. Wie in der Besprechung zu Band eins erwähnt, präsentiert Peinkofer ein Wimmelbild an Helden. Der Titel zu dieser Besprechung hat es bereits angetönt. Die Könige Trilogie ist ebenso wie ein Wimmelbild an Helden ein Tummelplatz jedweden Wesens, respektive jedweden Werkes. Es sind nicht wenige Wesen, die den Widerständlern begegnen. Von der Schattenarmee bis zum greifbaren Eisbarbaren. Kreaturen, ihrer Umgebung entsprechend gestaltet, die sich dem Bösen beugen. Dann wieder Wesen, älter als die Menschen, die sich dem Widerstand anschliessen, nachdem sie von den guten Absichten der Widerständler überzeugt sind.

Wie Band eins ist die Fortführung des Krieges um Erdwelt ausführlich in der Erzählung. Der Erfolg der Guten, der zwangsläufig das Ziel einer fantastischen Erzählung sein muss, nicht nur lieblos den Lesern hingeworfen. Und hier hat sich Peinkofer durchaus ein Beispiel aus der realen Welt genommen. Es ist ein wichtiges Detail der Erzählung. Das Kind, das es vor der dunklen Seite zu schützen gilt, kann, nachdem es zu seinem Schutz fremdplatziert wurde, nicht einfach wieder seinen Eltern übergeben werden. Es kann die Sprache der Eltern nicht, hat andere manieren und möchte lieber bei den Ziehvätern bleiben.

Sodann widmet der Autor Dreien Schicksalen in Band zwei ein Extra Kapitel. So kann der Leser ihren Gang durch die Zeit bis zum Start von Band zwei verstehen. Eine Perle im Buch, wie ein Bild, das die emotionale Bindung vertieft.

Empfehlung Band zwei ist die ebenbürtige Fortsetzung der Könige Trilogie. Der Leser muss aber Wissen, er ist noch nicht am Ende. Die dunkle Macht ist noch nicht zurückgetrieben. So steht der Griff zu Band drei noch an. Also nochmal 500 Seiten. Ein gutes Buch für zwischendurch, und nicht nur für Jugendliche. Auch ältergewordene können sich daran erfreuen.

Pilger jack für das team fantaster

netartstyle mit dem buch orknacht, die könige bd1 von peinkofer

Posted in netart on November 5th, 2019

von der berufung abgewandt des herzoges sohn

ein anwärter auf des thrones amt

eine gabe tief versteckt ist der lohn

mit wucht dunkelheit erdwelt rammt