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j.r.r.tolkiens fall von gondolin- interpretiert von blogunkel

Posted in buchinterpretationen on Februar 5th, 2019

J.R.R.Tolkien/ Tolkien auf Wiki/ Der Fall von Gondolin/ c Hobbit Presse 2018/ Herausgegeben von Christipher Tolkien/ Übersetzt aus dem Englischen von Helmut W.Pesch/ Illustrationen von Alan Lee/ Hintergründe zur Geschichte, Stammbäume, Karte des ersten Zeitalters/ hardfax S.350

 

J.R.R.Tolkien: Professor, Dichter, Maler, Sprachgenie!

Es bleibt dem Leser seiner Werke überlassen, welche Bezeichnug Tolkien am meisten verdient. Als Professor hatte er das Wissen, als Dichter die Begabung und als Künstler malerische Fähigkeit. Das drückt sich vom ersten bis zum letzten Buchstaben in seinen Werken aus. Tolkiens Schriften sind eine sinnliche Leseerfahrung!

Der Fall von Gondolin ist eine Geschichte des ersten Zeitalters und in gekürzter Form im Silmarillion enthalten. Darin geht es um den Elben Tuor, Sohn Huors von Dor-Lomin. Es gefällt Tuor umherzustreifen. Gerne ist er auch am Meer. Eines Tages erhält Tuor von Ulmo, Herr des Wassers, den Auftrag, die versteckte Elbenstadt Gondolin zu warnen. Melko, einer der Valar, sucht Beleriand zu knechten. Gondolin, die verborgene Stadt sollte untergehen. Tuor findet den geheimen Weg, erfüllt den Auftrag. Er begegnet der Liebe des Lebens und stellt sich als Kämpfer zur Verfügung.

Wenn viele sich schon daran gemacht haben, was denn nun die Bedeutung der Schriften Tolkiens für die heutige Zeit ist, und immer wieder betont wurde, es sei bestimmt keine allegorische Absicht dahinter, so lässt die Leseerfahrung von der Fall von Gondolin mindestens zwei Schlüsse zu.

Wenn Tolkien seinen Helden am Anfang der Geschichte frei umher streifen lässt, kommt darin die Sehnsucht zum Ausdruck, in einem Land in dem keine Gefahren lauern umherzuwandern. Und dann ist es zum andern eben die ständige Angst vor einer latenten, unheimlichen Bedrohung. Ausgehend durch eine Macht im Hintergrund, die die friedlichen Lande mit Krieg verheert. Das wird so ungefähr die Lage Tolkiens gewesen sein. Er wollte sich als junger Mann entfalten, statt dessen muss er in die Armee. Er kann sein Leben nicht planen wie er will, die Bedrohung des ersten Weltkrieges steht vor der Tür. Tolkien ist gezeichnet. Dies, und dass er als Professor der Englischen Sprache so einige Mythen und Legenden kannte,  kann als Erklärung dienen, dass er in seinen Texten so einige düstere Aussichten verbreitete.

Unterstützt wird diese Geschichte mit den Erklärungen und Ergänzungen seines Sohnes Christopher und den malerischen und bildgewaltigen Ideen von Alan Lee. Jede Visualisierung stark wie ein Wandgemälde. Zusammen mit die „Kinder Hurins“ und „Beren und Luthien“, sind somit laut Christopher Tolkien, die bedeutensten Geschichten des ersten Zeitalters als Einzelband aufbereitet worden. In einer Aufmachung, in der sie in jeder Sammlung herausstechen.

dies war eine besprechung von blogunkel