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conn iggulden und die rosenkriege, der band sturmvogel

Posted in buchinterpretationen on Oktober 26th, 2021

Conn Iggulden/ Iggulden bei Wiki/ Die Rosenkriege: Sturmvogel c Heyne Verlag München, dritte Auflage 2014/ Originalausgabe: Penguin Verlag London 2013, Titel: Wars of the Roses, Stormbird/ aus dem Englischen von Christine Naegele/ Anhänge: Karten, Namens- und Namensregister/ softfax S. 607

Englischer Warground

Einleitung Die Rosenkriege von Conn Iggulden ist seit langem das erste historische Buch, das den Orbit des Teams Seitentrotters durchflog. Es ist ausserdem neben der Bibel die achte historische Geschichte auf Seitentrotter. Die Erzählung entstand 2013 und ist der Auftakt zu einer vierteiligen Reihe mit dem Titel: «Sturmvogel». Auf die Liste der begehrenswerten Objekte fand es, weil Magic Streifer an einem Treffen des Teams erwähnte, diese Reihe sei das Vorbild für den Weltbestseller «Das Lied von Eis und Feuer», von George R.R.Marten. Somit hatte er gleich den Auftrag, es zu lesen, zu besprechen, zu beurteilen.

Handlung Die Geschichte spielt im 15.Jahrhundert und beginnt mit dem Gespräch zweier Vertrauenspersonen des englischen Königs, Henry des VI.. Sie müssen herausfinden, wie sie das Königreich sichern können. Die Macht des Throns muss geschützt werden. Sie schmieden einen Plan, in dem eine französische Adlige, Margareth von Anjou, eine wichtige Rolle spielt. Sie soll Königin von England werden und dem nicht sehr starken Henry dem VI. bei Seite stehen. Ausserdem soll diese Heirat den Frieden zwischen Frankreich und England sichern. Denn zu dieser Zeit gehören weite Gebiete Nordfrankreichs zur Insel.

Zuerst scheint alles zu gelingen. Dann aber gerät alles ausser Fugen. Die französische Elite hält sich nicht an das Bündnis. Um den Thron streiten sich auch die Enkel Edwards des III.(Henry gehört dazu). Und zu allem Ungemach führen Unruhen im englischen Volk zu einem Sturm auf London. Die rote und die weisse Rose sind dabei die Symbole, die die Wappen der streitenden Lords zieren.

Besprechung Magic Streifer, der auch schon Teil eins und zwei der Westeros Geschichte gelesen hat, sagte eines Tages: «Hey Leute, das müsst ihr hören!»

Und wir haben gehört. Er hatte sich erhoben und mit dem goldenen Paperpack in der Rechten gewedelt.

«Das, liebe Leute, ist ein Buch, ein lesenswertes Buch. Dieser Geschichte verdanken wir», er steigerte die Stimmlage und sprach aus voller Brust, «die Existenz von -Game of Thrones-.»

Und da diese Geschichte in aller Munde war, mussten wir hören, was er uns zu berichten wusste.

«Zuerst dachte ich», hob er an, «es würde sich nicht lohnen, die Zeit zu investieren. Dann jedoch, nach den ersten Seiten, war mein Interesse gepackt. Das Anlesen war nicht einfach. Der Autor hat das Buch mit Karten und Namensregistern versehen. Was zum Effekt führt, dauernd nach vorne zu wechseln, um sich die Namen der verschiedenen Häuser einzuprägen. Was natürlich kein Muss ist, aber Tiefe verleiht, wenn man sich endlich eingeprägt hat, welcher Name wohin gehört. Richard, Earl von Cambridge zum Beispiel, er hatte die weisse Rose im Wappen, war ein Sohn von Edmund, dem Duke von York, dem vierten Sohn von Edward dem dritten. Nicht zu verwechseln mit dem späteren König Richard dem dritten. Und so geht das durch alle Adelshäuser. Viele gleiche Namen, viele Benennungen, viele Verwechslungen.

Ein Namensliste wirkt also Wunder, sie ist direkt Balsam für das Verständnis der Geschichte.

Dem weiss der Autor entgegenzuhalten. Er verwandelt die Seiten des Buches in eine Spielstube. In deine persönliche Spielstube, wo du alle Figuren und Spielsachen kennst. Er nimmt den Leser mit in das ausgehende Mittelalter. Die Ritter stinken noch in ihren Rüstungen. London versinkt im Unrat. Die Kriegstechnik wäre noch Mann gegen Mann, wären da nicht andere Techniken, wie die englischen Bogenschützen. Sie werden von den Franzosen übrigens zutiefst verachtet. Aus der Ferne zu töten, geht ihnen gegen ihre Ritterehre.

Conn Iggulden packt die Geschichten vieler aus. Es gibt nicht den Haupthelden. Es gibt die Berater des Königs, es gibt den englischen Aufständischen, es gibt die französischen Adligen, einen jüdischen Händler, einen englischen Bogenschützen, die Rivalen des Thrones und noch mehrere.

Menschen, so der Autor, die in den damaligen drei Klassen lebten: Krieger, Priester und Arbeiter. Wobei die Krieger immer adlige Ritter waren, die Priester Söhne von Reichen und die Arbeiter Sklaven.

So gesehen hat also Conn Iggulden die Geschichte an allen Enden in die aufgestellten Figuren deines persönlichen Spielzimmers gepackt. Sie bewegen sich der Mitte zu, dem Zentrum der Macht. Die Vertrauten des Königs, die widerspenstigen Adligen, das Aufständische Volk.

Fazit Wer ein Liebhaber guter Geschichten ist, wird hier fündig. Zudem ist es eine alte Weisheit, die greift. Geschichtliche Fakten in Form einer epischen Geschichte sind eine erfrischende Bereicherung. Umso mehr, wenn ein Autor aus Leidenschaft erzählt. Einzige kritische Anmerkung, die Beschreibungen des Wetters wirken surreal im Vergleich zu den anderen historischen Zeugnissen.»

Magic Streifer alias Pilger Jack machte eine Pause und schaute verträumt in die Runde.

«Fragen? Nicht? Sonst lest für euch nochmals in Ruhe das Protokoll der Sitzung. Habe geschlossen.» Er setzte sich in die Runde und Starkweis übernahm die Führung.

magic streifer

Gladys Aylward, eine Besprechung der Biogrpaphie- der Frau mit dem Buch

Posted in buchinterpretationen on September 3rd, 2021

Gladys Aylward/ Gladys auf Wiki/ der Film/ Gladys Aylward, die Frau mit dem Buch, geschrieben von M.A.Mijnders-van Woerden/ c clv Verlag Bielefeld 5.Auflage 2018/ Übersetzung Hermann Grabe/ Hardfax S.352

Eine Buchbesprechung der Taten Gladys Aylward

Die Welt ist nicht genug

Einleitung Gladys Aylward war eine englische China – Missionarin der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Lebensabdruck dieser Frau diente als Basis für geistliche Literatur, einen Spielfilm und ein Musical. Mediales Interesse an der Biographie einer kompromisslosen Nachfolgerin Jesu. Dokumentiert und in einer Prosaschrift verarbeitet von M.A. Mijnders van Woerden, einer holländischen Missionarin mit tiefer Liebe für Kinder und Jugendliche in verschiedenen Ländern.

Handlung Die Geschichte der China – Missionarin Gladys Aylward beginnt in London. In einem Gottesdienst erlebt sie die Heilsbotschaft Gottes und nimmt die Erlösung durch Jesus Christus an. Was für den nichtgewohnten Bürger wie nach dem Gang in ein Kloster schmeckt, ist für Gladys die radikale Wendung zu einem aufopfernden Leben. Für eine Arbeitstelle in die Grossstadt gekommen, bewirbt sie sich nun bei einer Missionsgesellschaft, die ihre Bewerber in den fernen Osten nach China entsendet. Sie erlebt eine herbe Enttäuschung, als sie für untauglich erklärt wird. Aber Gladys weiss: sie hat den Frieden empfangen und will ihn weitergeben. Als sie von der Not in China hört, steht ihre Entscheidung fest. Sie stellt sich Gott als Missionarin zur Verfügung. So weit, so gut, nur: wie gelangt ein junges Mädchen ohne jegliche Lobby an das andere Ende der Welt? Zu der geographischen Schwierigkeit kommt der kulturelle Unterschied und eine Sprache, die nun wirklich keine Nähe zum Englischen hat.

Sie entschliesst sich aber dennoch zu handeln, verdient sich das Geld für einen Fahrschein mit dem Zug. Durch das weite Russland gelangt Gladys ihrem Ziel näher. Mit dem Schiff kommt sie schliesslich in China an. Ihr Weg führt in das bergige Nordland, zu einer alten, schottischen Missionarin. Das Ende einer langen, beschwerlichen Reise. Gepfeffert mit herausfordernden Glaubensprüfungen, gespickt mit potentiellen Fallgruben, Alltag in dem von Gladys gewählten Weg.

In der Folge lernt sie chinesisch, schneller als alle es erwartet hätten, führt eine Herberge für Eselstreiber, nimmt Weisenkinder auf, beruhigt einen Aufstand im Gefängnis, wird vom Mandarin als Beauftragte in die Bergdörfer entsandt.

Als eine grosse Dunkelheit heranrollt – Japan ist im Krieg mit China – flieht sie mit ihren Waisenkindern über das Gebirge an den Gelben Fluss. Ausrüstung? Antwort: keine. Nur: Glaube, Gebet, Hoffnung.

Es ist das Ende der Arbeit in Yang Cheng, wo sie hauptsächlich tätig war. Fortan ist Gladys eine Nomadin Gottes, die sich dahintreiben lässt, wohin sie der Wille ihres himmlischen Herrn führt. Sie hilft Studenten das Wort Gottes zu verstehen; lehrt tibetanische Mönche dem Heiland folgen; ist eine Mutter ihren anvertrauten Waisen; hält Vorträge in nah und fern.

Und, und, und… das alles hat sie getan, weil sie den Ruf Gottes verspürte. Sie hinterliess ihren Glaubensabdruck in China, Tibet und Taiwan.

Besprechung «Die Frau mit dem Buch» wurde von der holländischen Missionarin M.A. Mijnders van Woerden geschrieben. Eine einfache Frau, die das Leben einer einfachen Frau dokumentarisch zu Papier gebracht hat. In der Kurzbewertung die Wiedergabe eines Lebens in einfachen Gedankengängen und Worten. Eine Erzählung, die sämtliche Ober- und Untertöne, geschweige denn Geplänkel zwischen den Zeilen, vermissen lässt. Ein in Worten vermittelter Traum? Fehlanzeige! Ein in harten Bedingungen erlebtes Heil. Die Musik des Lebens gespielt ohne Strom. So wäre aufgrund des mässigen literarischen Interesses dem Besprechen schon genüge getan, wenn es… da nicht einige wirklich wichtige, interessante Fragen zu klären gäbe. Genauer gesagt sind es zwei Aspekte, die es lohnt unter die Lupe zu nehmen: die Berufung Gladys und das Storytelling.

Neben dem Modell der Jüngerschaft, das by the way von allen Menschen nach ihrer grundeigenen Gesinnung oder Überzeugung beurteilt wird, ist es wichtig den Focus auf Gladys Berufung und das Storytelling über sie an und für sich zu werfen. Es ist wie bei diesen Dienstagskrimis. Schauen wir genau hin, werden uns die Indizien etwas über den Sachverhalt erzählen. Folgen wir also einmal einer Botin Gottes bis auf die Grundmauern der missionarischen Überzeugung.

Gladys erlebt auf einer Kirchenbank in London am Anfang des 20.Jahrhunderts eine tiefe Verlorenheit, und empfängt in diesem Gottesdienst die Gnadengabe Gottes, das ewige Leben. Sie empfindet es als unverdientes Geschenk und gibt ihr Leben für diese Liebe hin; sie legt sich selber als ein lebendiges Opfer auf den Altar Gottes. Sie ging eines Abends in den Ausgang um Leben zu finden; sie folgte der Einladung einiger Christen und verlor das Leben, um es zu finden. Es war die Erfüllung mit dem heiligen Geist, der sie diese Entscheidung treffen liess. Die Fachsprache nennt dies eine klassische Bekehrung.

Sie hat in der Bibel ein prominentes Vorbild. Paulus hatte auf dem Weg nach Damaskus eine Gottesoffenbarung. Mit der Befugnis der religiösen Elite Jerusalems in der Tasche, die bekehrten Juden überall, wo er sie findet zu töten, wanderte er nach Damaskus, als ihm Jesus in einem gleissenden Licht erscheint. «Du bekämpfst den lebendigen Gott», wird ihm beschieden. Paulus erblindet äusserlich, innerlich erblickt er das Heil. Fortan ist er der feurigste Zeuge, der Begründer des abendländischen Christentums.

Ein biblisches Zeugnis, und ein Zeugnis aus dem letzten Jahrtausend. Von innerer Erleuchtug. Zwei von vielen, vielen Millionen von Berichten. Und alle in ihrer eigenen Gewichtung. Es ist jedoch entscheidend, hier ganz genau hinzusehen. Hat doch die Kirchengeschichte in Bezug auf ihre Protagonisten ebenso viele gute, wie schlechte Geschichten auf Lager. Und mit Fug und Recht darf man sich fragen, warum? Haben die nicht alle den gleichen Vorgesetzten? Mit den gleichen Regeln? Wo ist da also der Fehler, der Unterschied? Liegt er in den verschiedenen Interpretationen der heiligen Schrift? Wie das Buch der Bücher – übrigens die meist verlegte Schrift – von verschiedenen Ecken der Welt, aus verschiedenen denominationalen Institutionen, ausgelegt wird? Und wie die Auslegung in den verschiedenen Kulturen angekommen ist? Beschränkter leben, darum glauben, wie in Afrika; darum können die gut ohne materielle Sicherheit auskommen? Eine Hilfe für in Not geratene Randständige im zivilisierten Westen; in Sekten zusammengepferchte Schizos? Eine Strasse ohne Abzweigung für rechte Fanatiker? Der religiöse Weichspüler für eingerostete Liturgien; angewandt in klerikalen Konstrukten von gefangenen Geistlichen? Oder könnte es sein, um hier nur ein Beispiel zu nennen, man möge es dem Autor verzeihen; gibt es da die eine Anwendung der heiligen Schrift, die Kraft der göttlichen Substanz das Leben auf den Kopf zu stellen vermag?

Ein Blick auf die vielen Bibelübersetzungen könnte diesen Befund nähren. Ein etwaiger Sucher könnte irre werden. Viele Übersetzungen, jede Menge verschiedener Kirchen, noch viel mehr Streit um die richtige Auslegung, Amtsmissbrauch an höchster Stelle. Was hat sich Gott also gedacht, das Zeugnis von Jesus in die Hände von schwachen Menschen zu legen?

Der Unterschied

Zuerst aber die Beantwortung des ersten Aspektes, die Grundmauer der Berufung Gladys als Missionarin nach China. Die befestigte Anlage, aus der Gladys, und auch Paulus ihre Mission betrieben haben heisst:

Vertrauen in die von Gottes Geist inspirierte Schrift, dass ihr Leben gerade auf den Kopf gestellt hatte.

Der Burggraben heisst Lesen des Wortes Gottes; die Aussenmauer heisst Anwendung des gelesenen; der Wohnturm heisst Bekehrung; der Wachturm meint vertieftes Studium; die Zugbrücke ist Glauben und Vertrauen; der Ritt nach draussen meint anders leben; auf der gehissten Flagge die Zeichen des geopferten Lammes Gottes, dem Hohepriester des Glaubens, dem sie folgen.

Daraus folgt nun der Unterschied. Paulus, Gladys; sie haben eines gemeinsam. Sie antworten auf das Geschenk des Lebens. Und sie folgen dem Lamm, wo es hingeht.

Hier folgt der Unterschied, der Unterschied, der gute und schlechte Geschichten zur Folge hat. Die guten sind die Geschichten, die von der Liebe zu den Menschen und vielen geretteten Seelen handeln. Die schlechten sind die, wenn man mehr von den Machenschaften der Organisation hört, als von Hilfe und Errettung, die zu Menschen kommt. Die einen, wie Paulus und Gladys haben die Liebe Gottes verstanden und haben ihr Leben als Opfer gegeben, damit sie Menschen helfen können. Die anderen sind die Gesandten der kirchlichen Institutionen, die neben der Leitlinie der Bibel noch Betriebsinterna haben, die es ihnen nicht ermöglicht, frei zu agieren. Sie befolgen die Richtlinien, die ihre Organisation verlangt. Alles noch im Bereich des positiven, solange Geld, Macht und Einfluss nicht missbraucht werden.

Damit sei hier nicht moniert, dass durch eine Denomination keine echte Berufung geschehen kann. Oder anders ausgedrückt, Menschen, die über eine kirchliche Instanz gehen, es nicht ernst meinten. Es sei aber gesagt, dass es durch die Kirchengeschichte immer Menschen gegeben hat, die neben der Staatskirche agierten. Sie waren immer einfache Menschen, die ohne Unterstützung von offizieller Seite handeln mussten.

Erwähnt sei darum hier der schlechte Teil der Kirchengeschichte, die mit der grundsätzlichen Kernbotschaft der Liebe nicht viel am Hut hatte: Kreuzzüge, Christianisierung, ethnische Säuberung, Liturgie, Ablass und… Tötung von Brüdern durch die Inquisition.

Dagegen stehen die Taten von Paulus: Hort der Menschlichkeit durch Gemeindegründung, Lebenssinn, soziale Gerechtigkeit.

Die Taten von Gladys: Rettung von Waisenkindern, Schulung von Studenten, Befriedung von Gewalt in Gefängnissen. Eine Frucht, wie es die Bibel von den Nachfolgern fordert.

Der andere, zweite Aspekt

Wie die Welt das Leben von Nachfolgern interpretiert, respektive, wie sie Fakten zu ihren Gunsten verdreht.

Als Jesus auf der Erde wanderte, interpretierte die Welt er sei vom Teufel besessen.

Als Paulus die römische Welt durchwanderte, musste er sich vor seinem eigenen Volk rechtfertigen.

Als Gladys alleine in die Mission ging, jubelte man ihr eine Beziehung unter.

Schon Bon Jovi sang: «…I want to be, just as close is, the holy ghost is… »

Der amerikanische Rockmusiker hatte da grundlegende, christliche Lehre verstanden: das Wesen des heiligen Geistes. Trotzdem er nur wie Luft ist, kann er uns nahe erscheinen. Und diese Luft muss irgendwie gut sein, kostbar sein. Denn in seinem Lied geht es um eine Liebesbeziehung. Er möchte so nah sein, wie es der heilige Geist sein kann. Nun denn, der heilige Geist ist und kann nicht nur nahe sein. Die Bibel lehrt, dass wenn wir Gott lieben und seinen Willen tun, er selbst und sein Sohn kommen, und in den Herzen einziehen. Er wird Wohnung nehmen in unserem Körper.

Dass daraus eine Menge komische Geschichten entstehen können, liegt auf der Hand. Im Fall von Gladys wurde ihr eine Liebschaft angedichtet. Der nach ihrem Leben gedrehte Spielfilm erzählt nicht nur die Geschichte der Missionarin, er erzählt auch die Geschichte einer Frau, die sich in einem bestimmten Moment des Lebens an einen Mann anlehnt. Was so nie passiert war, wie sie selber sagte.

Das ist Art des Storytellings, wie es die Welt versteht. Zu den Fakten fiktive Taten hinzufügen. So aber funktionierte die biblische Geschichtsschreibung nicht. Und so funktionierte auch die Darlegung der Geschichte über das Leben der Missionarin Gladys Aylward nicht. Die Autorin war selbst Missionarin unter Kindern und der Schluss liegt daher nahe, dass sie sich peinlichst genau an die Fakten gehalten hat. Gladys war nicht die Frau, die ihrer Schwäche erlaubt hätte, sie von der geraden Linie abzuweichen zu lassen. Sie war die Sorte Frau, die einen «sturen Grind» hatte, wie man es gut schweizerisch ausdrückt. Und sie war die Frau mit dem Buch. Immer bereit, hungrigen Menschen daraus vorzulesen. Das Tat sie in China, in Tibet, in Taiwan, in England und in Amerika; bis der Herr sie im Alter von 68 Jahren zu sich rief. In Taiwan, in dem von ihr gegründeten Heim für Waisenkinder.

Fazit Lieber Leser, teste mal was anderes. Was anderes als einen belletristischen Roman. Erlebe eine Geschichte, die den Tatsachen folgt. Darum sehr lesenswert ist. Und darüber hinaus das Bild einer seltenen Spezies Mensch zeigt, und tief blicken lässt.

jhomester für das team fantaster

Das Buch Josua aus dem AT auf seitentrotter: eine Interpretation

Posted in buchinterpretationen on Mai 11th, 2021

Die Volxbibel/ Volxbibel – Wiki/ Volxbibel auf Wiki/ c 2009 Pattloch Verlag/ übersetzt von Martin Dreyer/ Band eins: von Mose bis Buch Esther/  Pfad zu 1.Mose/ Pfad zu 2.Mose/ Pfad zu 3.Mose/ Pfad zu 4.Mose/ Pfad zum 5.Buch Mose/ hier das Buch Josua, S.44 und 24Kp/ ganzes softfax S.895

Die Bibel, das Buch der Bücher

40 Schreiber zeichnen sich für die insgesamt 66 Bücher der Bibel verantwortlich. Es sind 39 im alten und 27 im neuen Testament. Ein Werk, je nach Ausgabe, mit bis zu 2000 Seiten. Seit es die Druckerpresse gibt, das meist gelesene Buch. Ein Bestseller auf den Hitlisten der modernen Welt. Übersetzt in schon beinahe jede bekannte Sprache. Darin enthalten, die Geschichte der Menschheit von den Anfängen bis zum allerletzten Ende. Dabei den Focus auf das Upcoming vieler, es sei positiv oder negativ: von Mose, bis zur Offenbarung!

Das Buch Josua

Ein Kriegsherr für den Herrn

Vorgeschichte Josua, der Mann, den Gott durch Mose dazu ausersehen hatte, sein Volk in das gelobte Land zu führen, muss ein kriegserprobter Feldherr gewesen sein. Unter seiner Führung überquerte das Volk Israel den Jordan, bekriegte und bezwang unzählige befestigte Städte und vertrieb die ansässigen Völker.

Doch eines nach dem andern. Josua wurde ja nicht über Nacht ein erprobter Feldherr, ein Kriegsherr. Und er war es auch nicht aus sich heraus, oder aufgrund seiner in einer Ausbildung erworbenen Fähigkeiten. Auf dem langen Weg Israels bis vor die Grenzen von Kanaan war er stets an der Seite Moses. Er hatte gesehen, wie Gott durch Mose das Volk führte. Er erlebte die Wunder, die Gott geschehen liess, aus nächster Nähe. Und er wusste von dem geistlichen Kampf, den Mose führen musste. Und: Er stand an der Seite von Mose, als dieser Israel durch feindliches Land führte.

 

Besprechung Josua muss also vor dem Jordan gestanden sein, hinter ihm eine erschreckend riesige Menge. Die Last des Volkes lag nun auf seinen Schultern. Er wird sich hingekniet haben, eine Hand am Stab, die andere gräbt er in den mit feinen aber scharfen Steinen durchmischten Sand und lässt ihn durch die Finger gleiten. Den Blick über den rasch fliessenden Fluss in das versprochene Land. Welches war sein Entscheid? Kundschafter werden losgeschickt.

Die Einnahme der ersten Stadt, es war Jericho, gibt ein genaues Bild, wie der Erfolg von Josua als Kriegsherr zu verstehen ist. Es sind genau zwei Faktoren, die den Sieg auf der ganzen Linie vorantrieben. Als sie über den Jordan gesetzt hatten, Gott selbst hatte den Fluss gestaut, gab Josua den Befehl, ein Denkmal zu bauen. Er tat dies auf Gottes Befehl hin, und er wusste, habe ich Gott nicht dabei, ist der Kampf umsonst. Das Volk sollte zudem eine bleibende Erinnerung haben. Die neue Generation der Israeliten musste bevor sie weiterzogen das schmerzhafte Ritual der Beschneidung durchführen. Bald verbreitete sich im verheissenen Land die Nachricht, dass ein riesiges Volk an ihren Grenzen lagerte. Der oberste Heerführer des Herrn erschien Josua dann auf dem Weg nach Jericho. Gottes Versicherung mit Josua zu streiten in der Gestalt eines Menschen.

Die losgeschickten Kundschafter hatten Kontakt zu einer Familie aus Jericho hergestellt. Eine Familie von zweifelhaftem Ruf, die aber Glauben hatte und die Spione versteckte. So hatte also Josua einerseits dafür gesorgt, dass Israel auf Gottes Anordnung hin handelte, und andererseits es nicht unterlassen, in Weisheit eine Kriegsstrategie zu entwerfen. Die eigentliche Einnahme war dann wieder ein beredtes Zeugnis von dem Vertrauen, das sie in die Möglichkeiten ihres Gottes setzen sollten. Josuas Kriegsvolk musste um die Stadt ziehen. Sieben Tage, sieben Mal. Am siebten Tag gleich sieben Runden zusammen. Mit allem was sie an Instrumenten hatten, sollten sie lärmen. Das war die Aufgabe der Priester. Mit dabei auch das Gesetz in der Bundeslade. Die letzte Umrundung unterstützt mit dem Gebrüll sämtlicher Soldaten. Was für ein Psychokrieg! Wie mussten sich die Bewohner von Jericho gefühlt haben?

Die Mauern fielen, die Stadt wurde eingenommen, den Menschen die rote Karte gezeigt, wie es die Volxbibel ausdrückt. Was bedeutet, dass alle getötet wurden bis auf die Familie, die die Spione beherbergt hatte. Der Bann lag auf allen Dingen. Die Israeliten durften nichts von den erbeuteten Sachen für sich nehmen. Diese Eroberung war sinnbildlich. Denn, zogen die Israeliten mit Gott an einem Strick, waren sie unbesiegbar. Die Herrscher der Städte fürchteten sich, die Menschen gerieten in Panik, das versprochene Land fiel Gegend um Gegend in die Hände des Volkes Gottes. Vom Golan im hohen Norden bis zur Wüste vor Ägypten, vom Meer im Westen bis zum Jordan, Gott hielt sein Versprechen.

Das Fazit Seitentrotters aus dem fünften Buch Mose lautete: Es wären die bedeutenden und abschliessenden Reden eines Mannes Gottes, der am Schluss seines Lebens sicherstellen wollte, das das Volk des Herrn die Gesetze verstanden hatte. Denn wie sie mit den Gesetzen umgehen würden, hätte unumgehend Folgen. Der Titel von Moses Song: Segen oder Fluch. Darauf baute Josua die siegreiche Einnahme des gelobten Landes. Er hatte die Ansagen seines ehemaligen Vorgesetzten verstanden. Dabei war Gott in der Rechnung an erster Stelle, zu setzen als Faktor eins; Faktor zwei war dann ihm überlassen, eine Strategie auszusuchen wie die anstehende Aufgabe, immer mit Gottes Hilfe, auszuführen war. Gottes Zugabe für die Einhaltung der Regeln war die Entsendung des obersten des Heers der Heerscharen. Und so kann ein Zwischenfazit so lauten: Josua war zwar ein erbprobter Feldherr, ohne die Hilfe des Herrn hätte er aber trotzdem keinen Milimeter vorrücken können.

 

Fazit Ein immer wieder zitierter Punkt in der Betrachtung der alttestamentlichen Texte ist natürlich die interpretierte Grausamkeit. Denn zückte Gott die rote Karte, wollte er, dass sein Volk den Bann vollstreckte. So wurde das Leben ganzer Städte ausradiert. Das mag befremden. Jedoch nicht viel mehr als die herrschenden Sitten der damaligen Völker. Es ist anzunehmen, dass die Israeliten ein noch viel härteres Los erwartet hätte, sollten sie nicht siegreich sein. Im übertragenen Sinn dürfen wir darum vor allem eines verstehen. Gott ist derselbe. Altes und neues Testament bezeugen: Gott ist Liebe. Die Thora mag ein grausames Licht werfen, wir sehen aber in Jesus das Ende aller Verheissungen.  Auge um Auge war gestern, seit dem Kreuz gilt die Gnadengabe Gottes, welches ist das ewige Leben für die, die glauben. Der Start ist die Anerkennung der Heilstat Jesu. Fortan werden wir unser eigennütziges Leben auf dem Altar seiner Liebe opfern. Nicht mehr lebe ich, sondern er in mir. Das ist der Tod, der das Evangelium fordert.

Wir können darum im Buch Josua schon weite Teile der Gerechtigkeit Gottes sehen:

Die Leute von Gibeon griffen in die Trickkiste und zwangen Josua, mit ihnen einen Handel einzugehen. So entgingen sie der roten Karte. Gott liess es geschehen, dass Gibeon Israel narrte.

Die Verteilung des Landes ist im Buch Josua mit sämtlichen Grenzen belegt. Peinlichst genau wird das Land unter den 12 Stämmen aufgeteilt. Es war sogar möglich, das passierte noch unter Mose, dass Ruben, Gad und der halbe Stamm Manasse auf der östlichen Seite des Jordan Land beziehen durften. Die Bedingung: Eure Krieger müssen mit den andern auf den Eroberungszug und dürfen erst nach getaner Arbeit heimkehren.

Es heisst in Josua Kapitel 17 Vers 3: Zelofhad habe fünf Töchter, keine Söhne. Es ging darum, dem Stamm Manasse zu dem sie gehörten, das zustehende Land zu geben. Es war Sitte, dass die Männer das Land bekamen. Der Spruch Josuas über diese Sache ist zu dieser Zeit also umso denkwürdiger: «Josua zog das Ding genauso durch, wie Gott es wollte.» Die Töchter bekamen das Land.

Ein weiterer Beleg für die gerechte Amtsschaft Gottes: die Asylstädte. Gott gab dem Josua Anweisung, dass im ganzen Land Städte auszusortieren waren. Dorthin sollten Totschläger flüchten, deren Handlung unabsichtlich zum Tod eines Menschen geführt hat. Kleine Randnotiz: auch für den Stamm Levi, den Priesterstamm wurden Städte aussortiert. Zufall oder Bestimmung, viele ihrer Städte waren auch Asylstädte.

Weiterhin kann man an vielen Stellen im Buch Josua nachlesen, dass die Gesetze auch für die Ausländer galten, die bei ihnen lebten. Da waren also bei den Juden Menschen aus anderen Völkern. Sie hatten bei ihnen Zuflucht gesucht und wurden nicht abgewiesen. Darin zeigt sich auch die Gerechtigkeit Gottes über alle Menschen. Und, dass er letztendlich niemanden von der Türe wegweist.

Zuletzt, Josua hatte trotz seines sicher entbehrungsreichen Lebens das Alter von 110 Jahren erreicht. Wie schon Mose, ruft er vor seinem Ableben nochmals alle Stammesältesten zusammen und pfeift ihnen das Lied vom Fluch und Segen. Sein spezieller Focus: Gott ist radikal anders und duldet keine Nebenbuhler. Und das schöne Ende des Buches: Er wurde auf dem Land beerdigt, dass nach dem Ratschluss Gottes ihm gehörte, in Timnat-Serach.

starkweis

Deuteronomium: oder das fünfte Buch Mose, eine Interpretation

Posted in buchinterpretationen on Januar 19th, 2021

Die Volxbibel/ Volxbibel – Wiki/ Volxbibel auf Wiki/ c 2009 Pattloch Verlag/ übersetzt von Martin Dreyer/ Band eins: von Mose bis Buch Esther/  Pfad zu 1.Mose/ Pfad zu 2.Mose/ Pfad zu 3.Mose/ Pfad zu 4.Mose/ hier das 5.Buch Mose, S.71, 34 Kapitel/ ganzes softfax S.895

Die Bibel, Das Buch der Bücher

40 Schreiber zeichnen sich für die insgesamt 66 Bücher der Bibel verantwortlich. Es sind 39 im alten und 27 im neuen Testament. Ein Werk, je nach Ausgabe, mit bis zu 2000 Seiten. Seit es die Druckerpresse gibt, das meist gelesene Buch. Ein Bestseller auf den Hitlisten der modernen Welt. Übersetzt in schon beinahe jede bekannte Sprache. Darin enthalten, die Geschichte der Menschheit von den Anfängen bis zum allerletzten Ende. Dabei den Focus auf das Upcoming vieler, es sei positiv oder negativ: von Mose, bis zur Offenbarung!

Die zukunftsweisenden Reden eines Mannes Gottes

Das fünfte Buch Mose

Das fünfte Buch Mose beinhaltet die abschliessenden Reden von Mose. Er zählt zu den Männern des Alten Testaments, die die Nähe Gottes kannten und gehört somit zu den bedeutensten Personen der Bibel. Das letzte Buch, das nach seinem Namen benannt ist, setzt einen Strich hinter seinen Dienst. Fünf Bücher lang dominiert – die Genesis ausgenommen – sein Name die Geschicke des Volkes Israel. Angefangen im zweiten Buch Mose mit dem Exodus des Volkes des Herrn aus dem Lande des Nils zum Berg Sinai; im dritten Buch, dem Levitikus, dann Israels junge Geschichte in der Wüste, sein Verhalten gegenüber den neuen Regeln und Gesetzen, der Bau der Stiftshütte und die Absonderung des Stammes Levi zwecks Dienst am Herrn; in Numeri dann, dem vierten Buch Mose,  die neue von Gott befohlene Ordnung um das heilige Zelt, der Weiterzug und erneuter Unglaube, der das zu einem grossen Volk gewordene Israel zu einer 40 Jahre dauernden Zusatzschlaufe bis vor die Grenze zum gelobten Land zwingt.

Und jetzt: Deuteronomium oder die vielen abschliessenden und tiefsagenden Reden des grossen Führers Mose, oder wie er so richtig sein Herz entleert und den Israeliten die Gebote des Herrn nochmals vor Augen hält. Ein letzter Anschauungsunterricht was passiert, wenn sie dem Herrn gehorchen, und was passiert, wenn sie den Herrn missachten, in dem neuen Land, das Gott ihnen geben will. So ist Mose von der Berufung bis zum Tod seiner Mission verpflichtet. Er hat das Volk vor die Grenzen des verheissenen Landes geführt. Hier endet sein Weg. Er besteigt den Berg Nebo gegenüber Jericho im Jordantal, und er stirbt.

Bevor der Herr ihn jedoch zu sich nimmt, packt er nochmals alles auf den Tisch, was Gott ihn alles beauftragt hatte, den Israeliten zu sagen. Zutiefst ist das  heutige Israel mit den Geschichten des Alten Testaments verknüpft. Von Mose bis Maleachi. Ein mehr als tausendseitiger Stoff; der Grund für die Versprengung, der Grund für Heimat und Identität der heutigen Juden. Gott gab klare Ansagen, wohin es führen wird, wenn das Volk, das nach seinem Namen genannt ist, gehorcht, oder eben nicht gehorcht. Deutoronomium handelt von den Folgen des Gehorsams, von den Folgen des Ungehorsams; oder in der Sprache der Bibel: vom Segen und vom Fluch. Vor dem Ableben des grossen Führers ist es der eindringliche Apell, die gottgegebenen Regeln unbedingt zu beachten. Er stellt nochmals klar, dass Gott ein treuer Gott ist und erinnert das Volk an die vielen Wunder auf dem langen Weg von Ägypten bis hierher. Er schöpft nochmals aus dem riesigen Schatz an Erfahrungen, die er mit dem Herrn gemacht hat. Unbedingt will er sicherstellen, dass die Juden wissen, wohin das führt, wenn sie die Gebote missachten. Mose spürt sein Ende kommen und will unbedingt, dass die Israeliten verstanden haben, um was es geht. Er bläut ihnen nochmals Respekt vor den Gesetzen ein. Auf einen Grundsatz definiert sagt er: Wenn ihr gehorcht, erbt ihr Freude und gewaltigen Segen; wenn ihr euch streubt und mich verlasst, Depression und Tod. Das war dem guten alten Mose so wichtig – er wurde 120 Jahre alt – das er darüber noch einen Song schrieb, ein Lied, oder wie es die Bibel sagt, einen Psalm. Das grosse Fazit des Mose. Vertextet in Kapitel 32 des fünften Buches.

Und dann gab es da noch einen Grund, warum Mose so eindringlich wurde. Das Volk hatte noch eine letzte Hürde zu nehmen: Sie mussten über den Jordan und das besetzte Land einnehmen. Dies würde ihnen eben nur gelingen, wenn sie ihre Hoffnung ganz auf den Herrn setzten. Deshalb war er so eindringlich. Seinen Stab hatte er bereits weitergereicht, an den Namensgeber des nächsten Buches, Josua, der Sohn Nuns. Einen Mann, der viele Jahre an der Seite Mose verbracht hatte. Einen Mann, dem Mose vertraute.

blogunkel

numeri oder das 4.buch des mose interpretiert auf seitentrotter

Posted in buchinterpretationen on November 30th, 2020

Die Volxbibel/ Volxbibel – Wiki/ Volxbibel auf Wiki/ c 2009 Pattloch Verlag/ übersetzt von Martin Dreyer/ Band eins: von Mose bis Buch Esther/  Pfad zu 1.Mose/ Pfad zu 2.Mose/ Pfad zu 3.Mose/ hier 4.Buch, S.67, 36 Kapitel/ ganzes softfax S.895

Die Bibel, Das Buch der Bücher

40 Schreiber zeichnen sich für die insgesamt 66 Bücher der Bibel verantwortlich. Es sind 39 im alten und 27 im neuen Testament. Ein Werk, je nach Ausgabe, mit bis zu 2000 Seiten. Seit es die Druckerpresse gibt, das meist gelesene Buch. Ein Bestseller auf den Hitlisten der modernen Welt. Übersetzt in schon beinahe jede bekannte Sprache. Darin enthalten, die Geschichte der Menschheit von den Anfängen bis zum allerletzten Ende. Dabei den Focus auf das Upcoming vieler, es sei positiv oder negativ: von Mose, bis zur Offenbarung!

Wurzel, Stock und Stein; Regeln, Modus und das Sein; Milch, Honig und starker Wein

Numeri oder das 4.Buch Mose interpretiert auf Seitentrotter.

Das erste Buch Mose zeigt dem interessierten Leser die Anfänge der Menschheit. Sie reichen von Adam bis Josef.  Im zweiten Buch Mose ist das Volk, das auch der Augapfel Gottes genannt wird, in einem fremden Land. Als Sklaven dienen sie einem fremden Herrscher. Mose fällt die Aufgabe zu, das Volk der Juden aus der Knechtschaft zu führen. Die Flucht vor dem Pharao endet erst einmal in der Wüste Sinai, am Berg Horeb. Direkt von Gott mit Mose als Mittler erhalten sie einen vollumfänglichen Verhaltenskodex: wie das vonstatten ging, das erzählt das dritte Buch Mose.

Zwei Jahre sind es nun her, seit dem Auszug aus Ägypten. Das Volk der Juden hat von Gott das ganze Leben umfassende Regeln erhalten. Dazu haben sie die Anweisungen für die Stiftshütte erhalten, ein Zelt, das ihnen als Begegnungsstätte mit Gott dient. Mose ist noch der Führer, auf den alle schauen. Er hat aber Älteste berufen, die ihm helfen, Recht zu sprechen. Dazu ist der Stamm Levi für den Dienst am Heiligtum auserwählt worden.

Gott spricht dann wieder zu Mose: „Zähl mal alle Männer ab 20 Jahren, Stamm für Stamm.“ So geschieht es, dass sich die Israeliten für den Weiterzug rüsten. In genauer Aufteilung soll das Geschehen, keine leichte Aufgabe, denn das Volk ist viele Tausende gross. Sie sind so zahlreich, dass die Bibel von den vielen Israeliten spricht, die man gar nicht zählen kann. Damit sie wissen, wohin sie sollen, thront Gott in einer Wolke, direkt über dem Zelt, die nachts wie Feuer aussieht. Wenn die Wolke aufbricht, blasen die Trompeter das Signal. Zuerst gehts in einem drei Tage Marsch in die Wüste Paran. Gott hat sich immer wieder mächtig gezeigt und das Volk erkennt sein Wirken, was eigentlich eine gute Ausgangslage für Zufriedenheit gewesen wäre. Wiederum bestätigt er seine Versorgerrolle, indem er einen Schwarm Enten vom Meer ins Lager leitet.

Eigentlich sollten die Israeliten darum entspannt sein. Sie sollten gelernt haben, dass wenn Gott mit ihnen ist, ihnen nichts unmöglich ist. Immer wieder entgleitet jedoch das Vertrauen. Sie sind jetzt nahe dem gelobten Land. Kundschafter werden ausgeschickt. Diese berichten von dem Land, indem Milch und H0nig fliesst. Zwölf waren es. Zehn davon raten jedoch jetzt davon ab, dahin zu gehen. Der Grund? Die Städte sind befestigt, die Menschen zum Teil riesig und die Völker streitsam. Nur zwei Kundschafter erzählen etwas anderes. Ja, das stimmt, schaut aber auf Gott und seine Verheissung. Dann schaffen wir es.

Das war die Ausgangslage, das Gott sie verknurrte, für vierzig weitere harte Jahre in der Wüste. Das Volk muss eine Zusatzschlaufe drehen. Murren wegen Versorgungsknappheit wäre noch gegangen, jetzt kommt aber noch ein Zweifeln an den Zusagen Gottes hinzu. Grund genug, das Volk sterben zu lassen. Nur die Nachkommen jener, die aus Ägypten ausgezogen sind, werden das Land sehen. Auch Mose unterläuft ein massgeblicher Fehler. Um Wasser zu für das Volk zu besorgen schlägt er einen Felsen. Kein Problem? Doch, er hätte Gott vertrauen und zu dem Felsen sprechen sollen. Dies mag aber zeigen, wie doch die ewige Murrerei auch dem Mose zugesetzt hat.

Dazu kommt jetzt ein regelrechter Aufstand einer Sippe vom Stamm Levi. Sie sind die Dienern am Zelt. Sie müssen sterben und nur mit Mühe kann Mose weiteres Unheil abwenden. Und das Volk murrt nun, weil Gott sein eigenes Volk tötet. Weitere Schwierigkeiten treten auf. Edom lässt sie nicht passieren, sie müssen aussen rum. Moab schickt einen Zauberer, um das Volk des Herrn zu verfluchen. In Midian nehmen sich viele der Juden dortige Frauen und beginnen infolge, deren Götter anzubeten. Oh Mose! Das Volk hat noch nicht wirklich viel von Gottes Regeln verstanden. Als sie dann endlich nach vierzig Jahren an Ort und Stelle sind, vor dem Jordan gegenüber dem gelobten Land, hat sich das Bild geändert. Kein einziges Gesicht ist mehr dabei, dass noch in Ägypten war. Und: als Konsequenz für Mose, er darf auch nicht ins gelobte Land. Nur die zwei Kundschafter, die dazumals das gelobte Land ausspionierten und noch Gott glaubten, erleben die Erfüllung der Verheissung. Kaleb und Josua, der letztere, weil das Wort sagt, er wäre immer an der Seite Mose gewesen, ist jetzt der Anführer und erhält den Segen von Mose und wird dann auch von Gott bestätigt. Aber das ist dann am Ende von Mose Buch fünf.

blogunkel

Leviticus: das dritte Buch Mose interpretiert auf seitentrotter

Posted in buchinterpretationen on März 30th, 2020

Die Volxbibel/ Volxbibel – Wiki/ Volxbibel auf Wiki/ c 2009 Pattloch Verlag/ übersetzt von Martin Dreyer/ Band eins: von Mose bis Buch Esther/  Pfad zu 1.Mose/ Pfad zu 2.Mose/ hier 3..Mose S.54 Kp.27/ ganzes softfax S.895

Die Bibel, Das Buch der Bücher

40 Schreiber zeichnen sich für die insgesamt 66 Bücher der Bibel verantwortlich. Es sind 39 im alten und 27 im neuen Testament. Ein Werk, je nach Ausgabe, mit bis zu 2000 Seiten. Seit es die Druckerpresse gibt, das meist gelesene Buch. Ein Bestseller auf den Hitlisten der modernen Welt. Übersetzt in schon beinahe jede bekannte Sprache. Darin enthalten, die Geschichte der Menschheit von den Anfängen bis zum allerletzten Ende. Dabei den Focus auf das Upcoming vieler, es sei positiv oder negativ. Von Mose, bis zur Offenbarung!

 

Partitur für das Leben

Leviticus oder das dritte Buch Mose interpretiert auf seitentrotter

Rückblick Das erste Buch Mose, die Genesis, erzählt von der Enstehung der Welt und der Menschen. Kein anderes Volk kann ein Werk in diesem Umfang aufweisen. Man muss es darum auch als das vollkommenste und glaubwürdigste Dokument bezeichnen. Das zweite Buch Mose gewährt einen Blick auf jenes Volk, dass einst mit Sack und Pack aus Ägypten ausgezogen ist. Geleitet von Gott persönlich, kämpfte sich Israel durch die Wüste. Es war eine Zeit der Neufindung. Von der Regelung des Lebens erzählt nun Band 3, Leviticus.

Einleitung Gott hatte das Volk, sein Volk, wie er es so gern nennt, aus Ägypten geführt, nicht um es jetzt ohne Versorgung zu lassen. Manna für den Leib, neue Regeln für das Zusammenleben waren angesagt. Alte Lebensweisen mussten bleiben wo sie herkamen, weitab in Ägypten. Weit weg dünken uns als moderne Gesellschaft auch die Gesetze, die in der Bibel stehen. Gefühlt gehören die weit in die Vergangenheit, sind Anweisungen aus einem fremden, religiösen Buch, sind rückständig und haben mit dem Leben hier nichts zu tun. Das Argument, das schlagende ist natürlich, die Kultur, sie ist jetzt eine andere, und zwar völlig. Sie hat sich doch verändert, sie hat sich entwickelt. Das kann man oder muss man auch durchaus in dieser Weise einordnen. Die Kultur war eine andere, weit ab von heute, fern von uns. Eines ist jedoch durch alle Zeiten immer gleich. Es sind die Auswirkungen von menschlichem Verhalten.

Geblieben, oder respektive immer da und bei allen Völkern jedoch unterschiedlich, wenn auch manchmal  nur mit feinen Unterschieden, ist der Kodex. Jedes Volk hat einen Kodex, eine Sammlung von Verhaltensregeln, das gute und schlechte Taten unterscheidet. Wenn wir an die Bibel denken, denken wir jedoch automatisch an die „du-sollst-Regel“. Da waren doch in diesem Buch die 10 Gebote. Diese totalen Stimmungskiller, brauchbar nur für hartgesottene Christen. Ist das so? Im dritten Buch Mose sind es weit mehr als die 10 Gebote, die das Leben regeln. Es ist auch nicht von den „Muss-Regeln“ die Rede. Es sind eher genaue Anweisungen, eine Hilfe für ein Volk, das sich neu finden muss. Das Volk Israel auf der grossen Tour zwischen Ägypten und dem verheissenen Land braucht diese Hilfe, will es das Ziel erreichen. Um es mit dem Bild der Partitur, das ist ein geschriebener Notensatz, ein Lied, zu sagen, Gott als der Schreiber dieser Partitur hat die Melodie festgelegt. Gute Töne unterstützen nun dieses Lied, schlechte erzeugen eine Disharmonie, gut hörbar für den aufmerksamen Zuhörer. Was steht denn nun da drin?

Besprechung Das dritte Buch Mose bietet eine Anleitung zur Wiedergutmachung, von einfachen bis zu schweren Vergehen. Als alttestamentliches Buch spricht es natürlich über die Art und Weise von Opfergaben, die es braucht, um etwas gut zu machen. Wenn man zum Beispiel aus Versehen einen Fehler begangen hat. Das Gegenteil wäre dann, einen Fehler, einen Schaden absichtlich verursachen. Da drin stehen aber auch die Regeln für die Priester, eine Anleitung von A-Z für den Opferdienst. Von den Kleidern bis zur Annäherung an das Heilige Zelt, die Stiftshütte. Praktisch wird es dann, wenn das dritte Buch Mose verklickert, was sich das Volk Gottes von der Natur nehmen darf. Es schlägt auch vor, Sorge um die Natur zu tragen. Noch praktischer, wenn Leviticus erzählt, wie man mit Kranken und Geheilten umgehen soll. Weiterhin gibt der jüdische Kodex natürlich eine Anweisung für die in heutiger Zeit zu wichtig gewehrtete Sache, den Sex. Es behandelt weiterhin Feiertage und Feste. Zuletzt gibt es eine Erklärung, wie der Chef mit seinen Arbeitern umgehen soll, nämlich ohne herabwürdigende Knebelverträge.

So ist das dritte Buch Mose vor allem eins, eine Hilfe für das geimeinsame Leben im Alltag. Der Drohfinger des „du sollst“, kommt da nicht vor. Es zeigt da zwar die Konsequenzen für ein Fehlverhalten, zeigt aber auch den Ausweg. Eine Krankheit, ein Fehlverhalten, eine Sünde, wie es die Bibel sagt, ist darum vor allem eins, eine Chance zurückzufinden. Eine Chance für uns als Menschen das Wesentliche zu entdecken und dahin zu gelangen, wo das Leben sein sollte. Eine Chance, das persönliche Leben dahin zu gestalten, um einen menschenfreundlichen Beitrag für das moderne Abendland zu leisten. Die Bibel ist geschrieben, um uns zum Kern, zu den Wurzeln unseres nationalen Verhaltenskodexes zu führen.

Es ist die Liebe Gottes zu seiner Schöpfung, wie es die Bibel beschreibt, aus der das Verständnis der Menschlichkeit kommt. Diese Zuwendung ist ein Geschenk, wir können sie uns nicht selber holen, oder erarbeiten. Darum ist es auch nicht der Verstand, dem wir die Menschlichkeit verdanken. Er ist vielmehr dazu da, die Dinge, alle Dinge, einzuordnen. Auch die Übernatürlichen. Wir sollen ihn benützen, um kausale Zusammenhänge zu erklären. Eine andere Barriere, die uns oft von Gott fern hält ist die Religion. Religion kann man alles nennen, alle Bestrebungen, auch die christliche, die ein Gedankengebäude anbieten, um den Weg nach oben in den Himmel zu finden. Der Unterschied  zwischen Evangelium und Religion ist ein entscheidender Faktor. Er ist die Basis zur Beantwortung letzter Fragen.

Hier in dieser Rede soll der kleine Exkurs vor allem eines zeigen. Das ist, wohin der Mensch gehen kann, wenn alles zusammenbricht. Wenn die Hilfe der Menschen zu Ende ist. Wenn ihr Wirken, das der Menschen, ihren Lauf vollendet hat und nur noch das Prinzip Hoffnung Erleichterung verschafft. Der Buchdruk hat der Reformation der Kirche zum Durchmarsch verholfen. Aufklärung hat Licht in die dunklen Ecken des Aberglaubens gebracht. Doch nicht nur darum, um den ganzen Glauben zu verwerfen. Darum, man lese die Bibel, man gehe in eine Kirche und man höre, was Gott sonst noch sagen könnte. Dies in einer Zeit, da gerade eine Seuche die Komfortzone aller Bürger mal tüchtig durchrüttelt. Es gibt dann ja noch andere Möglichkeiten. Alleine wandern, pilgern, oder so was. Oder eine Diskussionssendung auf SRF, statt einem Unterhaltungsprogramm. Das Fazit zu dieser Rede lautet so eifach wie gewöhnlich. Die Wege die zu einer einfache Antwort führen sind viele. Jetzt ist die Zeit, da wir sie gehen sollten.

blogunkel

 

das zweite buch mose: eine interpretation auf seitentrotter

Posted in buchinterpretationen on März 3rd, 2020

Die Volxbibel/ Volxbibel – Wiki/ Volxbibel auf Wiki/ c 2009 Pattloch Verlag/ übersetzt von Martin Dreyer/ Band eins: von Mose bis Buch Esther/  Pfad zu 1.Mose/ hier 2.Mose S.80 Kp.40/ ganzes softfax S.895

Die Bibel, Das Buch der Bücher

40 Schreiber zeichnen sich für die insgesamt 66 Bücher der Bibel verantwortlich. Es sind 39 im alten und 27 im neuen Testament. Ein Werk, je nach Ausgabe, mit bis zu 2000 Seiten. Seit es die Druckerpresse gibt, das meist gelesene Buch. Ein Bestseller auf den Hitlisten der modernen Welt. Übersetzt in schon beinahe jede bekannte Sprache. Darin enthalten, die Geschichte der Menschheit von den Anfängen bis zum allerletzten Ende. Dabei den Focus auf das Upcoming vieler, es sei positiv oder negativ. Von Mose, bis zur Offenbarung!

 

Der Dirigent und das Orchester

Das zweite Buch Mose, auch Exodus genannt

Rückblick Das erste Buch Mose ist das erste Buch in der Bibel. Es erzählt von den Anfängen der Welt sowie von den Anfängen mit der Schöpfung. Sündenfall, Verheissung eines neuen Landes, erste Verträge und eine grosse Hungersnot, sind die Themen, die es prägen. Die Kinder Abrahams heissen nun Israel. Allerdings sind sie fern des verheissenen Landes. Sie sind im heutigen Ägypten, krampfen für den Pharao, lassen Blut für einen fremden Gott.

Besprechung Das zweite Buch Mose beginnt mit der harten Auseinandersetzung zwischen dem Volk Israel und den Ägyptern. Die Jahre des Friedens sind vorbei. Ein neuer Pharao ist am Drücker, und er legt die Söhne und Töchter Abrahams an die Sklavenleine. Da erscheint Mose, zu dem  Gott aus einem brennenden Dornbusch über einen Auftrag redete. „Geh dorthin zurück, wo du her kommst und befreie mein Volk!“

So muss denn der Pharao die bitterste Lektion seines Lebens lernen. Es ist nicht gut Brötchen essen mit einem Gott, dessen Plan man nicht befürwortet. Es ist nicht gut Spiele spielen, mit einem Gegner, der die Regeln festgelegt hat. Nicht gut in einem Orchester zu spielen, wenn man die Harmonie des Dirigenten nicht umsetzen will.

Da ist Mose, zur Hand einen Stab und die Hilfe von Aaron, der für ihn das Reden übernimmt. Vor sich den störrischen Pharao, hinter sich ein bockendes Volk. 10 katastrophale Ereignisse lang hält der Herrscher von Ägypten die Grenzen gesperrt. Das Volk der Juden muss bleiben, für ihn die Ziegel für die Bauten brennen. Wohin käme er, liesse er seine Zwangsarbeiter ziehen? Sein Volk müsste einspringen, mögen so die Gedanken gewesen sein. Wer lässt sich schon gerne seine besten Pferde ausspannen, erst recht, wenn er mit ihnen machen kann was er will und leichte Beute hat.

Die letzte Plage? Die Sturheit des Herrschers hat Gott zur letzten Handlung, zu der es vermutlich nie hätte kommen sollen, getrieben. Es heisst da zwar, Gott selber hätte das Herz des Pharaos verstockt, aber doch nur weil der Schöpfer nie gegen den Willen eines Menschen handeln kann. Erstgeborene sterben, überall Blut, Schock und Entsetzen.

Das Volk des Herrn wird schliesslich gebeten, endlich zu gehen. Sie bekommen noch viele Kostbarkeiten mit auf den Weg. Aufgebrochen wird früh am Morgen. Dabei ist Kind und Kegel. Mit Kegel ist hier gemeint: Alte, Kranke, Kinder, Tiere, Familien, Männer, Dichter, Krieger, Bauern, Haushalt und Verpflegung. Sie verlassen das Land am Nil. Hey, das war jetzt nach beinahe 400 Jahren ihre Heimat. Nun sind sie aber ein Volk auf Reisen, ohne Möglichkeit zur Umkehr. Hinter sich eine Armee des Schreckens, vor sich keine wirkliche Ahnung über das Ziel des Weges. Da war zuvorderst Mose und am Tag eine Säulenwolke, nachts eine aus Feuer. Das Zeichen Gottes. Aber wohin gingen sie wirklich? Nicht den geraden Weg zum heutigen Israel. Nachdem das Volk das Schilfmeer trocken durchquerte, in dem die Streitmacht des Pharao baden ging, zogen sie erstmal einen langen Bogen, hinein, mitten in Wüste. Dort an einen Berg, den man Sinai nennt.

Die Geschichte geht dann weiter, dass Mose auf dem Berg die Regeln für das künftige Zusammenleben erhält. Erste Unruhen, Unglauben und Misstrauen bringen Teile der Juden aus dem Tritt. Das Volk murrt, wir hatten es in Ägypten viel besser. Mose zertrümmert die 10 Gebote. Dann bekommt er einen neuen Auftrag. Die Israeliten brauchen Kultur, eine neue Lebensweise. Ausgerichtet nach den Anweisungen des Herrn. Die Stiftshütte wird geplant  und aufgebaut. Das Volk hat sich am Sinai, in der Wüste eingerichtet. Es muss sich neu ordnen, und das braucht seine Zeit.

blogunkel für das team fantaster

die bibel, das 1.buch mose, besprochen auf seitentrotter

Posted in buchinterpretationen on Januar 20th, 2020

Die Volxbibel/ Volxbibel – Wiki/ Volxbibel auf Wiki/ c 2009 Pattloch Verlag/ übersetzt von Martin Dreyer/ Band eins: von Mose bis Buch Esther/ 1.Mose: 50 Kapitel, 97 S./ ganzes softfax S.895

Die Bibel, das Buch der Bücher

40 Schreiber zeichnen sich für die insgesamt 66 Bücher der Bibel verantwortlich. Es sind 39 im alten und 27 im neuen Testament. Ein Werk, je nach Ausgabe, mit bis zu 2000 Seiten. Seit es die Druckerpresse gibt, das meist gelesene Buch. Ein Bestseller auf den Hitlisten der modernen Welt. Übersetzt in schon beinahe jede bekannte Sprache. Darin enthalten, die Geschichte der Menschheit von den Anfängen bis zum allerletzten Ende. Dabei den Focus auf das Upcoming vieler, es sei positiv oder negativ. Von Mose, bis zur Offenbarung!

 

Von der Panik bis zum Orchester

Das erste Buch Mose, auch Genesis genannt

Das erste Buch Mose erzählt die Geschichte der Erde. Nachdem Gott für Ordnung unter den Elementen gesorgt hat, kreiert er alle Lebewesen. Dabei kann hier ruhig ausser Acht gelassen werden, wie lange dies wohl gedauert hat. Denn wissenschaftliche Forschung und die Bibel selber geben hier keinen klaren Beweis. Wenn die Schrift sagt, Gott habe an einem Tag den Wassern die Grenzen gesetzt, so wissen wir eben nicht, wie lange dieser Tag dauerte. Gott selber sorgte für Ordnung, schaute, dass seine Schöpfung zusammenspielt wie die Töne in einem Orchester.

Er setzte den Menschen in den Garten, den wir unter dem Namen Eden kennen. Ein entsprechendes Gegenüber wurde ihm beiseite gestellt, die erste Frau. Ein Mythos, ein Märchen, oder doch die ultimativ wahre Geschichte? An dieser Stelle verweise ich an jenen Musiker, an den der Titel dieser Story erinnert, Udo Lindenberg. Er soll in einem Interview mal gesagt haben, er glaube eher an die biblische Version, als an die Evolution, weil sie ihm irgendwie vertrauenswürdiger erscheine. So auf jedenfall, darf der Leser diese Aussage interpretieren. Und dem kann man nur zustimmen.

So weit, so gut. Denn bald kehrte, ausgelöst durch den Menschen, wieder Chaos ein. Panik machte sich im gut orchestrierten Zusammensein aller Dinge breit. Der Mensch musste Eden verlassen. Fortan lebte er unter härteren Bedingungen. Hatte er in Eden alles was es zum Leben brauchte umsonst, musste er sich jetzt darum bemühen. So enthält das erste Buch Mose die Geschichte jener, die aus dem Paradies vertrieben wurden. Und es endet mit den Begebenheiten um einen Nachkommen Jakobs, der es in Ägypten zum Berater des Pharao schaffte.

Der Leser kann Abraham begegnen, der von Gott auf eine lange Reise geschickt wurde und den man den Vater aller Glaubenden ruft. Isaak, seinen Sohn, der als Opfergabe beinhahe auf dem Altar landete. Jakob, der mit dem Herrn kämpfte, und der dann Israel genannt wurde. Zwölf Brüder, die den Jüngsten aufgrund seiner ständigen Träumereien in eine Grube warfen. Nicht zu vergessen Kain und Abel und den Brudermord. Noah und der hunderte Meter lange Kasten, den man Arche nannte. Viele andere, bemerkenswerte Schicksale. Heute würde man sie Freaks rufen, denn sie waren Menschen, die entgegen den Gepflogenheiten der umliegenden Völkerschaften lebten. Menschen, die nach dem Segen Gottes trachteten.

Das Land, in dem sie wandelten, war Kanaan. Jetzt für sie noch ein Durchgangsland, später jedoch, sollten sie es besitzen, so die Verheissung. Sie sollten schlussendlich als Nation hier einziehen. Das erste Buch Mose erzählt darum vor allem jene Geschichten, die für die Erfüllung der Verheissung wichtig waren. Und sie nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn die heiligen dieser Tage manchmal mit unlauteren Methoden zu Werke gingen. Als dann eine Hungersnot über das Land kommt, senden die Nachkommen Abrahams eine Delegation an den Hof von Ägypten. Dort ist Josef zum Finanzminister aufgestiegen. Er lässt die ganze Familie zu sich kommen. Die Menschen übrigens, konnten sie am Anfang der Bibel beinahe tausend Jahre alt werden, wurden jetzt noch etwa hundert Jahre alt. Josef stirbt mit hundertzehn Jahren. Eine neue Geschichte beginnt.

für das team fantaster: sir starkweis

ian morson und im namen des falken: eine besprechung

Posted in buchinterpretationen on September 18th, 2019

Ian Morson/ Morson auf Wiki/ Im Namen des Falken c 1995, Goldmann Verlag/ Originaltitel: Falconers Crusade/ Deutsch von Bruno Genzler/ softfax S.220

Logik kontra Aberglaube- eine Stadt muss sich entscheiden

Hat auch schon ein Literat die Meinung geäussert, Romane aus der Vergangenheit seien unnötig, weil nicht gegenwartsrelevant. Kann man die Aussage kundtun, zeitkritische Handlungen wären langweilig, weil spannungslos. Soll man die Haltung haben, Bestseller garantieren noch keine Qualität, weil von der Masse gelesen. –

Der Buchrücken von „Im Namen des Falken“ gibt die Marschrichtung vor. Dort steht ein Zitat der Oxford Times: -Morson ist besser als Peters-. Der Vergleich eine Kampfansage vom hohen Pferd herab. Das Buch, die erste von acht Geschichten um den Regent Master William Falconer, der es nicht lassen kann, Verbrechen aufzuklären.

Der Student der freien Künste, Thomas Symon, wird im mittelalterlichen Oxford des Jahres 1264 Zeuge eines Mordes. Eine Dienerin eines Regent Masters liegt mit offener Kehle im Dreck einer Gasse. Diese Tat belastet das ohnehin schon angespannte Verhältnis von Universität und Stadt. Es ist William Falconer, der die Tat aufklärt. Dabei setzt er in seiner aristotelischen Weise auf deduktive Logik. Er hat gelernt, vom allgemeinen auf die Details zu schliessen, die Fakten zu verknüpfen. So kann er den Täter entlarven. Das ist auch nötig, denn es werden noch weitere Morde geschehen, wenn sich Falconer nicht sputet. Ihm zur Seite steht der Student Thomas Symon, der sich wiederholt auf eigene Faust aufmacht.

Ian Morson erzählt dabei mit der Leichtigkeit eines gewandten Geschichtenerzählers. Es ist das England des 13.Jahrhunderts. König und Barone streiten um die Macht. Die Erde ist noch keine Kugel. Söhne aus dem einfachen Volk brauchen einen Gönner, um studieren zu können. Den Juden werden schlimme Taten angedichtet. Strassen und Wege sind noch nicht gepflastert. Hinter den Mauern herrscht Kälte, nur erwärmt von einem Feuer. Es ist mehr als ein Hauch, den Ian Morson in seinem Romanerstling vermitteln kann.

Und um auf die Andeutungen in der Einleitung zu antworten. Dieses Werk bietet dem aufmerksamen Leser mehr als bloss Unterhaltung mit historischem Hintergrund. Und sei es nur zu Lernen, dass mit Fakten eine Menge an Aberglauben bekämpft werden kann. Wissen ist nicht nur Macht, Wissen setzt auch frei. Damals wie heute soll damit Verleumdung und üble Nachrede entlarvt werden. Damals wie heute, stehen wir oft allein, wenn wir Behauptungen gegenüber stehen. Da brauchen wir einen Falconer, in Form von logischem Denken, der oder das, Licht in ein diffuses Dunkel zu werfen vermag.

für das team fantaster: gedankenverbrecher

staff homeranus interpretiert: das buch kalligraph des bischof von titus müller

Posted in buchinterpretationen on September 15th, 2018

Titus Müller/ Titus Müller auf Wiki/ Der Kalligraph des Bischofs/ c 2005 Brunnen Verlag/historischer Roman/ hardfax S. 415

 

One way ticket for a bill due- ein fälliger Wechsel ohne Rückkehr

Ein lateinisches Sprichwort sagt: „de gustibus non est disputandum“! Zu Deutsch, über den Geschmack lässt sich nicht streiten. Der Sinnspruch steht auf einem Balken über einem Holzkochherd, in einem nach alternativen Massstäben umgebauten ehemaligen Bauernhaus. Essen,  Kleidungsstil, Einrichtung und was uns hier interessiert, die Buch Wahl oder die Autorenwahl,  ist also Geschmackssache!

 

Turin im 9. Jahrhundert: Die stolze norditalienische Stadt wird von den Sarazenen bedroht. Dort sucht der junge Germunt Zuflucht vor Bluträchern, und dahin wird auch der streitbare Claudius als neuer Bischof entsandt. Claudius, der die Verehrung von Heiligenbildern und Reliquien als Götzendienst bekämpft, ist selbst in den eigenen Reihen nicht vor Anfeindung sicher. In dieser Situation nimmt er Germunt an seinem Hof auf und lässt ihn in den sieben freien Künsten unterrichten. Germunt gerät in den Bann des Schreibens wie der Liebe und dringt tief in die Geheimnisse der Kalligraphie ein. Eines Tages muss er seine Kunst anwenden, um Leben zuretten. (Klappentext Ausgabe Brunnenverlag)

Der Kalligraph des Bischofs ist eine historische Erzählung, die ich in der Ausgabe des Brunnenverlags gelesen habe. Dabei ist es aber Jahre her, seit die Geschichte meinen Orbit durchflogen hat. Um den Inhalt aufzufrischen und zu verstehen, habe ich auf verschiedene Kritiken, die alle im Internet  zu lesen sind, zurückgegriffen.  Dabei ist ein Bild entstanden, das meine Ansichten über das Rezensionswesen bestätigte.

 

Mein Befund als argumentative These lautet:

Die schriftstellerischen Fähigkeiten eines Poeten und seines Plots können nicht aufgrund von Leserkritiken bestimmt werden. Noch der Gehalt einer erzählerischen Leistung aufgrund einer Rezension bestimmt werden. Daraus folgt die relative Schwierigkeit, die wirkliche Qualität einer abgelieferten Geschichte zu bemessen. Noch mal einer ganz anderen Dynamik folgen die Faktoren, die einem Werk zum Erfolg verhelfen.

Als ich die Kommentare durchforstete, bin ich auf verschiedene Ansichten gestossen. Da gab es die Meinung, die Handlung vermisse den roten Faden. Oder dass das Handlungsmotiv des Protagonisten, Germunts, zu wenig glaubwürdig sei. Sein Verhalten würde nicht wirklich erklärt, das Buch sei darum leichte Unterhaltung und vermisse an Spannung. Fazit dieser Kritiklinie: Die historische Erzählung rund um den Dieb Germunt ist leichte Kost.

Eine andere Stimme sagt, der Autor habe einen humorvollen Schreibstil, die Handlung ansprechend vorangetrieben und die Charakter glaubwürdig in Szene gesetzt. Es sei ein guter Roman, ohne in historischen Romanen übliche Gewaltexzesse und Sexszenen.

Noch eine andere Stimme hebt den historischen Wert hervor. Man lehre etwas über den Bilderstreit, in dem die Kirche Turins im 9.Jahrhundert steckte. Oder etwas über die Fakten zu Gerichtsbarkeit, Medizin und Urkundengestaltung. Schliesslich wandte diese Stimme ein, nur schon die detailliert beschriebene Alpenreise sei es Wert das Buch zu lesen. Sie führte zur Trennung des Protagonisten mit dem alten Leben, und leitete die Wandlung des Diebs Germunt zu einem emsigen Kalligraphen ein.

Dann ist da noch die Stimme, die auf den Gehalt des christlichen Standpunktes hinweist, der Zwangsläufig in einer Geschichte mit diesem Ausmass ein Thema sein muss. Er sei Zitat: „Nebenbei vermittelt und nicht übertrieben.“

 

Daraus folgt ein wichtiger Punkt aus Seitentrotters Manifest:

Eigenlieben in der Beurteilung eines Schunkens sollten wenn immer möglich keinen Eingang in die Kritik eines schriftstellerischen Werkes finden. Sie führen einen interessierten Leser zu irrtümlichen Annahmen.

 

Die Fakten sollen hier an dieser Stelle ein anderes Licht auf den Autoren, und sein Werk werfen. Titus Müller ist unter anderem Träger des im Jahr 2005 erstmals vergebenen C.S.Lewis Preises. Für sein Werk, die Siedler von Vulgata. Zur Erinnerung, C.S. Lewis ist jener Englische Professor, der sich für die Narnia – Welt verantwortlich zeichnet und der mit J.R.R. Tolkien  in Verbindung gebracht wird.

Dann hat sein Debutroman eine Erfolgsgeschichte aufzuweisen. Nach der erstmaligen Verwertung des Skripts durch den Aufbauverlag im Jahr 2002, erwarb sich im Jahr 2005 der Brunnenverlag die Lizenzrechte. Dem nicht genug! Die Geschichte um Germunt, den Dieb von jenseits der Alpen, findet durch den Heyne Verlag im Jahr 2016 eine Neuverarbeitung mit neuem Cover.

Zu guter Letzt ist zu sagen, das Buch hat Eingang gefunden auf der Internet Seite von Geschichte-im-Roman.de. Ein Netzdokument auf dem nur Plots erscheinen, die in ihren Ausführungen einen Lernwert aufweisen. In diesem Fall historische Romane und andere Zeitdokumente, die durch ihre leichte Lektüre historische Fakten in eine fiktive Geschichte einbinden.

 

Seitentrotter kommentiert darum kompromisslos, das Buch ist ein Muss für Lesebegeisterte an historischen Zusammenhängen.  Die Hände davon lassen sollen aber jene, die vom verarbeiteten Stoff ein Zuviel an wohlausgeklügeltem Spannungsbogen erwarten. Historisch Interessierte werden aber nicht enttäuscht werden. Denn Titus Müller hat vor allem eins verstanden. Und das ist jener nicht zu leicht zu gewichtende Umstand, den Leser durch seine dichterische Leistung mit zunehmen. Mitzunehmen auf eine Reise durch das Turin des 9.Jahrhunderts!

 

für das team fantaster: ihr staff homeranus