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Archive for the 'buchinterpretationen' Category

das buch der tausend türen: eine besprechung

Posted in buchinterpretationen on Mai 6th, 2026

Gareth Brown/ Brown auf bookreporter/ Das Buch der tausend Türen Heyne 2024/ englischer Originaltitel: The Book Of Doors/ Übersetzt von Sabine Hübner/ Hardcover 526

Buch-Wort-Macht

Einleitung Bücher haben Macht; ein alltbekanntes Phänomen. Wörter prägen Leben; eine universale Wahrheit. Macht hat, wer ein Buch besitzt, richtig! Oder doch falsch. Denn ein Buch, und vor allem ein Fantasiebuch ist doch nur eine übergrosse erdachte Geschichte. Wie soll also so ein Buch Macht haben? Das Buch der Tausend Türen von Gareth Brown ein Farbentupfer in der mannigfaltigen Welt der Literatur.

 

Handlung Ich sage in neuer Zeit immer gerne, die Geschichte sei kurz erzählt. Ist sie auch, diese. In diesem Fall würde der Satz lauten: Bücher in den falschen Händen stiften Unheil. Und die längere Version wäre:

Cassie und Izzy, die zwei Freundinnen erleben eine turbulente Zeit. Cassie, die in einem Buchladen arbeitet, kommt an ein magisches Buch, das Buch der tausend Türen. Das Buch ermöglicht ihr Türen in ferne Welten zu öffnen. In einem Moment in New York, im nächsten in Venedig. Dabei spielt die Jahreszahl keine Rolle. Cassie geht also auf Entdeckung. Izzy allerdings rät ihr davon ab. Und eine Weile geht alles gut. Bis Menschen in ihr Leben treten, die so ein Buch nicht nur zum Plausch und schon gar nicht für den Frieden einsetzen wollen. Mit dabei ein geheimnisvoller Bibliothekar. Er ist der Hüter einer verborgenen Sammlung Bücher. Denn: Das Buch der Tausend Türen hat jede Menge Gesellschaft. Da existieren weitere magische Bücher. Sie haben bestimmte Eigenschaften. In den falschen Händen sind sie eine Bedrohung für die Gesellschaft.

Der Biblithekar und Cassie und einige Freunde verbünden sich, um die Bücher vor Missbrauch zu schützen. Denn: Nicht alle haben das Wohl der Menschen im Sinn.

 

Besprechung Das Buch der Tausend Türen ist eine flott zu lesende Geschichte. Ring gehen die Zeilen durch den Magen. Hat der Leser oder die Leserin die ersten Seiten hinter sich, ist er von der Macht der guten Erzählung gefangen. Gareth Brown entführt uns in die Welt magischer Bücher.  Cassie hat ein solches. Wenn sie es öffnet, kann sie sich eine Tür vorstellen, die sie schon mal gesehen hat, zum Beispiel eine in Venedig. Sie muss sie nur noch öffnen, um ohne Zeitverlust dorthin zu gelangen. Sehr aufregend.

Was ist aber wenn es noch andere Bücher gibt, mit magischer Wirkung? Das Buch der Schmerzen? Oder das Buch der Illusion? Es gibt sie, sie sind zum Teil in falschen Händen, Menschen sind durch sie bedroht.

Gareth Brown hat es aber verstanden, ein Buch zum Guten zu verwenden. In seiner Geschichte erschafft er eine Illusion. Er geht so weit, dass er dem Leser oder der Lesrin liebgewordene Charaktere sterben lässt. Ich muss gestehen, ich war empört. Legte das Buch über Wochen beiseite. Hätte ich weiter gelesen, hätte ich erfahren, dass dieser Tod eine Illusion war, und die Person lebt. Puh, gut so weit, und ich hatte mich mit dem Autor versöhnt.

 

Fazit Das zeigt, wie gut der Autor es verstanden hat, die perfekte Illusion zu erzeugen. Eine Geschichte über magische Bücher. Dessen Seiten selbst eine geballte Ladung prickelnde Stimmung verbreiten. Darum: natürlich eine Leseempfehlung an dieser Stelle.

 

Für das Team Seitentrotter: Magic Streifer

 

drohende schatten: band 1 der rdz saga von r.jordan

Posted in buchinterpretationen on Dezember 25th, 2025

Robert Jordan/ Jordan auf Wiki/ Drohende Schatten, Band 1 der Rad der Zeit Saga/Titel der USA Ausgabe: Eye of the world 1/ Sonderausgabe Weltbild 2006/ Pfad zu Band 27: Pfade ins Zwielicht/  Deutsch von Uwe Luserke/ Anhänge: Karten, Glossar/ hardfax S.470

Fenster in die Seele der Zeit

 

Einführung Ein Buch ist mehr als eine Geschichte. Eine Geschichte ist mehr als bloss Seiten. Die Seiten sind mehr als Buchstaben und Worte. Buchstaben und Worte sind mehr als Zeichen und Tinte: Was der Autor erfindet, ist verknüpft mit seiner Seele. Sei es Belletristik, Krimi, Sachbuch oder Fantasie. Im vorliegenden Fall der Einstieg in die Welt des Rades der Zeit, von Robert Jordan aus den neunziger Jahren: Band eins von 37 Einzelwerken: Drohende Schatten.

 

 

Handlung Drohende Schatten ist die Geschichte des Schäferjungen Rand al Thor. Mit seinem Vater führt er in der Wildnis am Fuss der verschleierten Berge in der Gegend der zwei Flüsse ein einfaches Leben. Eines Tages fallen finstere Gestalten in das Gebiet der zwei Flüsse ein. Sie verwüsten seine Heimat und Rand muss zusammen mit ein paar Freunden fliehen. Es scheint, dass sie gesucht werden. Von niemand anderem als einem dunklen König.

Eine geistesmächtige Frau und ihr Beschützer sind in der Heimat von Rand aufgetaucht. Sie helfen Rand und seinen Freunden auf der Flucht. Ihr Ziel ist das ferne Tar Valon und die Hilfe der Frauen der weissen Burg. Als sie vor der Überquerung eines breiten Flusses von den Horden des dunklen Königs aufgemischt werden, Teilen sich die Wege der Freunde.

Drohende Schatten weist den Fliehenden im Land zwischen dem Meer der Stürme und der Grossen Fäule getrennt den Weg in eine ungewisse Zukunft.

 

 

Besprechung Rad der Zeit bietet dem High Fantasie Leser das komplette Set der wichtigsten Genremerkmale: eine erfundene Welt, erschaffene Kreaturen, mystische Namen, dunkle Bedrohung, Menschen mit einer Mission.

Rad der Zeit hat es darum ganz sicher nicht nötig, mit dem allgenannten Vorbild in Verbindung gebracht zu werden. Trotzdem sind es gerade solche Elemente, die beim Lesen auffallen, die Tolkien Kenner lieben. Welche sind zum Beispiel eine langstielige Pfeife; die immer lauernde dunkle Bedrohung; schöne elfenhafte Namen, böse Kreaturen, die einmal Menschen waren, unausgebildete Protagonisten; Raben als Späher des Bösen, dunkle Träume vom Bösen, eine lange beschwerliche Reise, etc.

Solches und mehr ist es, was den Liebhaber von fantastischen Geschichten fesselt. Von Robert Jordan ein weiters Mal exzellent in Szene gesetzt.

 

Mit einer speziellen Note der Zeit, in der er lebte. Ein Gruss gesellschaftlicher Realitäten historischer Zeiten. Tolkien lässt tief blicken, wie sich der erste Weltkrieg auf seine Psyche ausgewirkte. Jordan verweist auf die Benützung der Einen Macht. Sie ist Frauen vorbehalten. Männer sind unbegabt, ja sogar in Gefahr, wenn sie die eine Macht benützen. Ein Wink mit dem Zaunpfahl der achtziger Jahre. Auf eine männerdominierte Welt, in der sie die Macht ausübten und dabei oft auf krankhafte Wege gerieten. Während Frauen sich an die Front kämpften und dabei weit weniger der Macht verfallen waren.

 

Und dem Unterschied in der geistlichen Grundhaltung der zwei Autoren. Tolkien mehr der nordischen Mythologie verpflichtet, durchsetzt mit christlichen Werten; Jordan ein Kind der rebellierenden Hippiebewegung. Infiltriert von fernöstlichen Heilsideen.

 

 

Fazit und Empfehlung Jordan gehört neben Tolkien, Williams, Hennen und anderen zu den ganz grossen. Zudem ist es ein Leseerlebnis für Jung und Alt. Der Einsteiger in seine Welt beginne mit Band eins, und kann über die Weiterreise entscheiden.

 

jh

die unerschütterliche wahrheit über das restaurant am ende des universums von d.adams in einer besprechung

Posted in buchinterpretationen on Oktober 5th, 2025

douglas adams/ douglas auf wiki/ band 2: das restaurant am ende des universums/ 10.auflage heyne verlag 1982/ hier der pfad zu band eins der fünteiligen serie/ der gang zu anhalter in der casterhalle/ aus dem englischen von benjamin schwarz/ softfax s.235

sf diarrhoe

Einleitung Vor etlichen Jahren hat die Anhalter Serie von Douglas Adams den Orbit von Team Seitentrotter betreten. Band eins wurde von Psychodoc mit glühendem Interesse gelesen. Nun ist es Band zwei, der den Schritt aus den tiefen des Bibliothekariums in die imaginäre Umflugbahn des Teams Seitentrotter gewagt hat: Das Restaurant am Ende des Universums.

 

Handlung Band eins endete mit der Feststellung einer Berechnung. Ein Computer names Deep Thought spuckte nach ewig langer Bearbeitung die Antwort nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest aus: zweiundvierzig.

Band zwei Die Freunde Arthur Dent, Ford Prefect und Zaphod Beeblebrox wollen nun, da die Erde ausgelöscht wurde und keine Antworten liefern kann, der Frage auf den Grund gehen, wer für das ganze Universum verantwortlich ist. Sie suchen den Präsidenten. In der Tasche den überaus hilfreichen Reiseführer durch die Galaxis. Und ein ominöses Handtuch. Mit der Herz aus Gold fliegen sie weiter durch den Raum. Sie landen im Milliways, dem Restaurant am Ende des Universums. Sie können die Frage wieder nicht lösen und vertrauen am Schluss dem Zufall. Aus einem Scrabblesack ziehen sie Buchstaben. Eine mathematische Gleichung präsentiert sich, die sich selbst fehlerhaft auflöst. Ende der Geschichte.

 

Besprechung Wären nicht die sprachlichen Kapriolen und die witzigen Darstellungen der Reise durch ein fernes Universum, das Buch müsste als Weltraumschrott bezeichnet werden. Ein Nonsensplot mit weniger als einer Antwort auf irgendeine Frage. Aber ja, von Science Fiction wird ja auch keine Antwort erwartet, wenigstens nicht auf grosse Fragen wie die nach dem Ursprung der Welt. Klar! Es ist eine humorvolle Story. Fern der Welt erleben die drei Freunde Abenteuer. Begleitet von der Frage, wo denn hier der Präsident zu finden ist. Der Vorsteher der Galaxy. Sie finden ihn nicht. Nicht im Verlagshaus des galaktischen Reiseführers, nicht in besagtem Restaurant. Wo man übrigens das Ende der Welt beobachten kann.

Ein Paradox ist Psychodox unter die Leber gekrochen und muss noch besprochen werden. Douglas Adams will die letzte Frage nach den Gründen des Lebens nicht beantworten. Denn da gibts kein Wesen, das hinter allem steht. Trotzdem lässt er im ersten Kapitel einen Toten erscheinen. So muss hier festgestellt werden, es gibt Spiritismus; aber ein Gott kann nicht existieren, nein. Aber genau hier liegt das unbedachte Paradox. Wer durch übernatürliche Macht einen Toten erscheinen lässt, der glaubt an Antworten aus dem Jenseits.

Nach der Philosphie des Plots will das Team Seitentrotter diese Bemerkung unerklärt im Raum stehen lassen. Gibt es doch auch in seinen Reihen verschiedene Geister. Aber noch ein Faktum muss besprochen werden. Es ist die Meinungsfreiheit, und wie verschiedene Kreise mit anderen Aussagen umgehen. Das Team Seitentrotter hat immer wieder betont, dass wirklich gute Aussagen nur im diskurs entstehen.- Nun ist die Bubble rund um das Team gerade heftig erhitzt. Die öffentliche Meinung hat einen Purzelbaum geschlagen, weiss nicht mehr, was unten, was oben ist. Nun, der Westen weiss, was oben sein sollte. Es ist die Aktzeptanz eines jeglichen Bürgers, Hilfe und Fürsorge für den Schwächsten. Und eine Einstellung genährt aus Liebe und Vertrauen, die weiss, dass es da Antworten geben muss. Ja, muss! Aber sie können erstens nicht mit Gewalt verabreicht werden, und zweitens ist es ein Merkmal des freien Westens, Meinungen zwar zu reflektieren, aber wenn man gänzlich auf einem anderen Zug unterwegs ist, die andere Richtung nicht zu verurteilen.

Was hat das mit der vorliegenden Geschichte zu tun? Ja die Essenz, der Kern des Wesens Douglas Adams, kann in die linke Ecke gestellt werden. In die Ecke, wo an allem rummoniert wird. Wo es keine Antwort ausser der eigenen gibt. Das hat trotz linker Vergangenheit einiger des Teams einen faden Beigeschmack bekommen. Und vielleicht könnte eine Antwort lauten: Auf der anderen Seite des Meinungsuniversums gibt es Themen, die von den Exponenten friedlich vertreten werden.

 

Fazit Darum, es sei hier erlaubt festzustellen, wird der dritte Teil des Anhalters es schwer haben, den Orbit des Teams zu betreten. Es fehlt, trotz sprachlichen, intellektuellen Spannungsbögen der Bezug zu etwas, das man eine lebenswerte Basis nennt. Es fehlt das Vertrauen, dass eine so grosse Frage, wie die nach allem Leben, beantwortet werden kann. Ja, sie wird mit akademischer Riesenschere zerpflückt. Darum: Das Team liebt SF, will aber auch nicht eine von allen guten Geistern losgelöste Story vorgesetzt bekommen.

Psychodoc für das Team Seitentrotter

 

 

besprechung des krimis mork von f.hidber und ch.ruch

Posted in buchinterpretationen on Juli 24th, 2025

Die Autoren F.Hidber und Christian Ruch/ Driftwood Verlag 2019/ hier besprochen Venner/ Zusätze: Karte, Glossar, Backrezept/ softfax S.331

 

Mordkapfreunde

 

Einleitung Unverhofft hat Venner das Parkett von Magix Streifer betreten. Ein Buch, das ihn an seine alte Heimat erinnert. Das Tal, aus dem er einst in seine neue Heimat, das vereinigte Königreich, aufbrach. Von wo er sich immer wieder aufmacht, wenn das Team Fantaster ruft. In diesem Fall sollte er sich Venner annehmen. Einem Krimi aus dem Jahr 2019 mit zwei Hauptschauplätzen: Nordnorwegen und Sarganserland.

 

 

Handlung Der Schweizer Reto Anrig hat in Nordnorwegen eine Mission: Die Annerkennung des nördlichsten Punktes, des Knivskjellodden. Damit macht er sich nicht nur Freunde. Eines Tages kommt er nach einer Tour dorthin nicht mehr nach Hause. Es heisst, er sei in eine Felsspalte gestürzt. Selina, die Tochter und Einar, der bei der Polizei arbeitet, glauben nicht an einen Unfall. Erste Hinweise deuten darauf hin, jemand hat nachgeholfen. Um absichtlichen Mord nachzuweisen, ermittelt Einar in Honningsvag; und Selina macht sich in die Heimat ihres Vaters auf, um tief in der Vergangenheit zu graben.

 

 

Besprechung Venner hat vor allem eins bei Magic Streifer, den das Team Fantaster auch Pilger Jack ruft, ausgelöst: Lust auf eine Reise nach Nordnorwegen. Vielleicht weil die Gegend dort am nördlichsten Ende Europas Finnmark heisst, was ihn an den berühmtesten Fantasyplot erinnert, den Herrn der Ringe; aber ganz sicher auch weil Einar, einer der Protagonisten, gerne Metal hört, Heavy Metal.

 

Die Ermittlungen im Fall Reto Anrig waren mangels Beweise eingestellt. Es ist keine Dritteinwirkung direkt nachweisbar, wäre da nicht der Freund der Tochter, Einar, der einen Hinweis findet, dass es Mord hätte sein können und in Eigenregie nachgräbt. Dabei stösst er auf manche Unstimmigkeiten, die ihn auf verschiedene Fährten locken. Währenddem Selina sich um den Nachlass kümmert und tief in der Vergangenheit ihres Vaters gräbt.

 

Der Krimi Venner weiss mit falschen Fährten, norwegischem Polizeifilz und Korruption und sarganserländischem Flair zu überzeugen. Die Autoren lassen tief in die norwegische Seele blicken. Etwa wenn sie die Geschichte der alten Frau mit dem Holz, das ihr Wahrheiten zuflüstert, erzählen.

 

Fazit Der Krimi Venner vereint zwei Elemente in einer Kiste: Spannung und Regionalwissen. Gemixt ergibt sich eine von dem Autorenpaar geschickt in Szene gesetzte, packende Geschichte.

 

Pilger Jack

titan von robert harris im besprechungsalkoven

Posted in buchinterpretationen on Juli 21st, 2025

Robert Harris/ Harris auf Wiki/ Titan, Heyne Verlag 2009/ aus dem englischen von Wolfgan Müller/ Zusätze: Karten, Personen- und Sachregister/ softfax S.541/ Imperium, die Vorgeschichte, in der casterhalle auf seitentrotter

 

Veni, vidi und mortuus sum

 

Einführung Aus vielen abendfüllenden Historienfilmen ist uns das römische Reich bekannt. Ben Hur, Gladiator, Spartacus und andere haben uns ein Bild vom römischen Weltreich gemalt. Wir kennen Gladiatorenkämpfe, marschierende Legionen und die herrschsüchtigen Kaiser. Als ersten kann man hier Cäsar nennen. Wer kennt nicht seinen markanten Kopf mit der Adlernase; seinen Ausspruch nach einem Sieg: veni, vidi, vici; und zum Schluss, wer kennt nicht die unbesiegbaren Gallier. Wer kennt aber die Zeit der Republik? Also die Zeit, bevor Kaiser das Zepter übernahmen? Imperium, der erste Roman von Robert Harris handelt vom Aufstieg eines unbekannten Talents in den Senat; der zweite Roman Titan aus dem Jahre 2009 handelt von diesem Unbekannten namens Cicero, wie er etwa 40 vor Christus zum römischen Konsul gewählt wird.

 

 

Handlung Cicero, ein homus novus hat sich im Senat als Politiker und Redner etabliert. Sein nächstes Ziel ist das Amt des Konsuls. Er gewinnt und setzt sich in der ein Jahr währenden Amtsschaft erfolgreich gegen die Feinde der römischen Republik durch. Nach seiner Zeit im Amt wälzt er sich im Erfolg und muss zusehen, wie die Kräfte, die er bezwungen geglaubt hatte, wiedererwachen. Catilina hatte er besiegt, Cäsar ist ihm zu schlau. Am Ende seiner Karriere muss Cicero Rom verlassen.

 

Ihm zur Seite stand immer sein Sklave und Freund Tiro. Tiro ist der Nachwelt für sein Kurzschriftsystem, mit dem er alle Reden und Sitzungen seines Herrn in Wachs notierte, bekannt. Er ist seinem Herrn auf Gedeih und Verderben ausgeliefert. Eigentlich hätte er sich gewünscht, da sein Herr alles andere als ein tyrannischer Treiber ist, freigelassen zu werden. Das wird er auch. Aber erst, als Cicero fliehen muss, und beschliesst, seinem Sekretär das Leben zu schenken. Nach all den Jahren der harten Arbeit bricht Tiro in Tränen aus und: bleibt bei Cicero und begleitet ihn auf dessen Flucht. So endet die Geschichte. Und aus den tatsächlichen Aufzeichnungen wissen wir, dass Cicero auf der Flucht ums Leben gebracht wurde, sein Diener aber noch lange lebte, er wurde hundert Jahre alt .

 

 

Fazit Die Beziehung von Cicero zu seinem Sklaven zeigt den Kern der Geschichte, den Kern des Wesens des römischen Imperiums vor den Kaisern. Während er, Cicero leben achtete und nicht über Leichen ging, hatten seine Gegner da weniger Skrupel. Cicero achtete Leben und Gesetz, seine Gegner stellten Gesetze auf, die ihnen dienten. Cicero kam, sah und setzte sein Leben als Opfer ein; seine Gegner kamen, sahen und- liessen andere sterben. Natürlich war auch Cicero mit allen politischen Wassern gewaschen. Aber das Wohlwollen und das Erhalten der römischen Republik, die Rechtmässigkeit von Senatsabstimmungen, hatten oberste Priorität. Nicht so seine Feinde. Sie kamen, sahen und siegten- indem andere starben: veni, vidi et mortuus sum!

blogunkel

interpretation von a.wessels einsatz im alpstein

Posted in buchinterpretationen on Mai 12th, 2025

Angelika Wessels im Tagblatt/ Einsatz im Alpstein, Appenzeller Verlag 2014/ Anhang: Glossar und Quellen/ hf S.295

tatort alpstein

 

Irrtumsfreuden

 

Einführung Über Freunde auf einer nahen Scholle nahe Langdallions wanderte das Buch zu Blogunkel und dem Team Seitentrotter: „Einsatz im Alpstein“ von Angelika Wessels aus dem Jahr 2014. Wie es Blogunkels Gewohnheit als Kopf des Teams entspricht, nahm er das Buch in die Hände, fühlte das Gewicht, las den Geruch der Seiten, liess das Cover auf sich wirken; dann schlug Blogunkel das Buch auf und begann zu lesen.

 

Handlung Auf Seite hundert fragte sich Blogunkel, wann die Ermittlungen den beginnen würden; auf Seite hundertfünzig wunderte er sich über den fahrlässigen Stil des Buches. Wieder und wieder schlug er den Rückentext auf, um zu sehen, um was für einen Fall es sich im Kern der Geschichte handelte. Blatt um Blatt hatte er gewendet und die Einsätze der Rettungskolonne Alpstein rund um den Geographielehrer Gianfranco Koller verfolgt. Die Vermisstenmeldung in einem Lawinenkegel; die Hilfe bei Wetterumschlag; eine Bergung per Heli in schwierigem Gelände; die Suche nach dem Entlaufenen eines Bürgerheims; die monatlichen Übungen.

Bevor dann eine ernüchternde Erkenntnis den Lesalkoven Blogunkels erreicht: Der Plot ist gar kein Krimi!

 

 

Besprechung Die Erkenntnis entrollt sich vor seinem inneren Auge. Wie ein loses Band flattert sie im Wind seiner Gedanken. Sie hält ihn auf Trab. Trotz des Irrtums legt er das Buch nicht zur Seite, auch wenn es sich im Wesentlichen nicht um Ermittlungen in einem Fall handelt, sondern einfach um die vielen Einsätze im Alpstein. Das voralpine Gebirge ist in der Hauptrolle, bietet das dunkle manchmal düstere Ambiente.

Nicht zuletzt waren es die detailreichen Beschreibungen der vielen Routen und Orte im Alpstein, das Wesen der appenzellischen Eingeborenen und die schriftliche Ausdrucksweise der Autorin, die Blogunkel bei der Stange hielten. Und dann ist da noch die Beziehung eines Berglers zu seiner Frau, einer Künstlerin. Wo man der Autorin gerne folgt, wenn sie das Zusammenleben dieses ungleichen Paares beschreibt.

Gianfranco Koller ist ein naturverliebter Geografielehrer und Kolonnenführer. Am liebsten ist er dort, wo er sich wohl fühlt: im Alpstein.

 

 

Fazit Landschaft, Charakterisierungen und Sprache lassen den Plot scheinen. Sie machen ihn zu einem Fünflieber, im Fladen. Nach anfänglichem Irrtum muss auch Blogunkel sagen, er hat das Buch gern gelesen, auch wenn es kein Krimi war, noch ein Abenteuerroman.

 

Blogunkel für das Team Seitentrotter

interpretation von k.h.witzkos die kobolde

Posted in buchinterpretationen on April 19th, 2025

Karl-Heinz Witzko/ Witzko auf wiki/ Die Kobolde: Piper Verlag München 2009/ Anhang und Karten/ softfax S.405

Wort – Witz – Handlung

 

Einführung In der langen Liste der Wesen, die seit J.R.R. Tolkien die Buchwelt der phantastischen Geschichten bevölkern, spielen die Kobolde eine untergeordnete Rolle. Klein sind sie, kleiner als Zwerge, etwa in der Grösse von Hobbits. Stämmig, handwerklich begabt und verschlagen, immer bereit für einen guten Streich, sei man auf der Hut, wenn man ihnen begegnet. Jedenfalls im irrwitzigen Roman von Karl-Heinz Witzko aus dem Jahr 2009: Die Kobolde ist die Einführung in eine weitere Welt der High Fantasie.

 

 

Handlung Vier Kobold Freunde, drei männliche und eine weibliche Vertreterin führen Aufträge in der Menschenwelt aus. Sie entführen Menschen und wechseln sie durch Koboldbälger aus. Sie arbeiten auf Bestellung durch Auftraggeber im Koboldland zu Luft und Wasser. Immer dabei eine magische Tür, die sie in das Menschland führt. Im Reich König Kriegerichs sind die Leistungen der Kobolde bekannt. Sie sind bei Adelsfamilien beliebt. Ein Wechselbalg würde neue Möglichkeiten eröffnen.

Als die vier Freunde eines Tages bei einem Auftrag die Tür zurück nicht mehr finden, geraten sie in den Mahlstrom der menschlichen Intrigen. Keineswegs unbeholfen aber immer auf Bedacht nicht gefangengenommen zu werden schlagen sie sich durch das Menschenland. Der Auftrag lautet, einen anderen Weg zurück ins Koboldland zu finden. Dabei erleben sie viele Abenteuer.

 

 

Besprechung Die Kobolde von Witzko ist leichte Lektüre. Verbunden mit leichter Sprache. Im Sinne von lockerer Schreibe. Keine tiefgründigen Motive für Taten, keine schwerwiegenden emotionalen Entscheidungen. Witzko führt die Leser in eine andere Richtung. Es warten Verwechslungen, neckische Handlungen am Laufmeter. Wortwitz statt Handlungswitz. Zum Beispiel wenn ein Kobold von einer Reise nach Hause kehrt. Er würde enttäuscht sein, wenn ihm seine Nachbarn keinen Streich spielen. Ja, es wäre eine Beleidigung. Witzko spielt mit der Sprache, findet neue Ausdrücke, was den Roman wiederum lesenswert macht. Wo sein Hauptaugenmerk als Schreiber liegt. Keine grosse Recherche für den Hintergrund einer Handlung. Aber immer bemüht, Sachen neu zu benennen. Zum Beispiel neue Ausdrücke für Längen und für Gewichte. Eine zählweise für die Länge eines Abenteuers.

Wo sich der Autor aber an die Weise der fantastischen Literatur hält. Das sind die Entwürfe für neue Welten, Namen und Rituale. Außerdem ist der Roman gespickt mit Karte und Glossar. Weiterer Hinweis für leichte Lektüre. Einmal anschauen und gut. Im Gegenteil zu Game of Thrones. Wenn du als Einsteiger im ersten Band dauernd nach vorne oder hinten blätterst, um Namen und Adelslinien zu verinnerlichen.

Die Tiefe des Buches sind weniger die spannenden Erlebnisse, die gut ausgeführten Charaktere, denn die Art und Weise, wie sie Witzko erzählt. Eine parodische Note in allem.

 

 

Fazit Die Kobolde erfreut mit Sprachwitz und originellen Beschreibungen, weniger mit epischer Tiefe. Das Team Seitentrotter hat überdies unisono entschieden, die Kobolde von Witzko als leichte Lektüre zu bezeichnen. Aber auch anzumerken, dass diese Beurteilung von der Vorliebe für epische Phantastik gezeichnet ist.

 

Für das Team Fantaster c.g.langdallion

eine interpretation: der posten von d.glukhovsky

Posted in buchinterpretationen on Februar 18th, 2025

Dmitry Glukhovsky/ Glukhovsky auf wiki/ Outpost, Der Posten, Heyne Verlag 2021/ Aus dem Russischen von Jennie Seitz und Marja Rajer/ hardfax S.413

Serienmönch der Postapokalypse

 

Einleitung Jedes Land hat einen oder mehrere Autoren, deren Bücher tief in die heimische Volkseele blicken lassen. In der Schweiz ist es zum Beispiel Jeremias Gotthelf, in Deutschland gehört Karl May dazu, in Amerika sicher Stephen King und William Gibson.

Russland hat neben Dostojewski Dmitry Glukhovsky. Mit „Der Posten“ aus dem Jahr 2021 kehrt der Autor und Journalist auf die Postapokalyptische Strasse zurück. Und lässt tief in die russische Volksseele blicken.

 

 

Handlung Jaroslawl an der Wolga ist im Ausnahmezustand. Es ist eine Ortschaft mit einem Posten, einem Wachtposten. Die Mannschaft bewacht die letzte verbliebene Brücke über die Wolga. Russland nach einem verheerenden Krieg. Aus dem Fluss steigen giftige Dämpfe, und was hinter der Wolga ist, wissen die Leute nicht.

Es herrscht eine Art postapokalyptischer Frieden. Dann taucht eine mysteriöse Person aus dem Nebel über der Brücke. Die Menschen suchen Antwort. Moskau schweigt. Der Posten und die verbliebenen Bewohner müssen alleine zurechtkommen.

 

 

Besprechung Einen Roman in der grammatischen Gegenwartsform zu schreiben, spricht von Überzeugung. Der letzte, über den ich gestolpert bin, war Mustererkennung von William Gibson. Es war mir zuerst einfach fremd, wollte erzählerisch keine Träume wecken, roch kalt, irgendwie steril. Jetzt also Glukhovsky, der Posten in Gegenwartsform. Gewöhnungsbedürftig, aber…

 

stehen lassen und lesen. Lesen, wie der Autor seine Figuren in die Geschichte einbaut. Suchen, wer denn jetzt die Hauptfigur ist. Antwort: keine.

Je nach beurteilungsweise vielleicht der junge Jegor. Der hier trotz Ausnahmezustand es wagt, von einem späteren Leben zu träumen.

Aber er ist nicht wirklich die Hauptperson. Die Hauptperson, die die Handlung trägt, ist vielmehr eine unsichtbare ständige Bedrohung. Es sind Fragen wie: wer ist hier für diese Katastrophe überhaupt verantwortlich. Zu leicht zu sagen, ja, natürlich, Moskau. Oder noch viel mittelbarer und näher, der Fluss, die Brücke, der dicke Nebel darüber. Glukhovsky wirft seine Charaktere in beinah unlösbare Aufgaben. Und lässt in ihre Seele blicken:

 

Eine Mutter, die zum Schutz des Sohnes Karten liest und dann wieder Vergebung sucht.

Ein Kommandant, der immer zuerst Moskau um Rat fragt, bevor er entscheidet.

Ein Priester, der ein falsches Evangelium verbreitet, und eine Schar gewinnt.

Aberglaube, der sich an Schutzheilige wendet, je nach Bedarf.

Schnaps zur Linderung von Schmerzen und… natürlich ein Kosakenhauptmann, der von ewiger Liebe spricht.

Der Wert des Lebens in angespannter Lage.

 

 

In allen Belangen russische Weisen, eine Sache anzugehen.

In allen Ecken riecht es nach Konflikt. Ein Roman, deren Figuren es schaffen, immer wieder in einem anderen Licht zu erscheinen, wo Gesinnungen nicht klar ersichtlich sind. Russisches Roulet mit den Charakteren. Die Gegenwartsform ein direkter Förderer der Dramatik. Das Ende der Geschichte eine russische Implosion.

 

 

Fazit Glukhovsky schafft es, seine Figuren innerhalb der Geschichte variabel erscheinen zu lassen. Die Volksseele ein religiöser Mix gespickt mit undurchsichtigen Charaktern. Das, und die geheimnisvolle Bedrohung, macht die Geschichte lesenswert.

 

gedankenverbrecher

c.s.lewis und die gespiegelte pilgerreise: das schloss und die insel

Posted in buchinterpretationen on Dezember 24th, 2024

C.S.Lewis/ Lewis auf Wiki/ Das Schloss und die Insel: Die gespiegelte Pilgerreise/ Brunnen Verlag c 2010/ softfax S. 270/ Anhänge: Karten, Zitatenregister und Quellenverzeichnis/ Übersetzung: Christian Rendel

 Wissen- Spüren- Glauben

 

 

Einstieg C.S.Lewis- ein irischer Literaturprofessor unternimmt den Versuch das Christentum zu erklären. Ausserdem ist Lewis für die fantastischen Chroniken von Narnia verantwortlich. Vor neunzig Jahren schrieb er die Abhandlung: Das Schloss und die Insel- Die gespiegelte Pilgerrreise. Johns Reise durch die Niederungen der Zeit einem fernen Ziel entgegen.

 

 

Handlung John, ein junger Mann aus dem Lande Puritanien beschliesst aufzubrechen. In seiner Kindheit drücken die Regeln auf seinen Schultern. Er fürchtet, in einem tiefen schwarzen Loch zu enden. Hoffnung keimt auf, als er jenseits einer Mauer eine Insel und ein Schloss erblickt. Er kann nicht damit leben, dass alle sagen, es sei überaus freundlich vom Landesherrn, dass sie hier leben dürfen, er aber trotzdem beim kleinsten Fehler in das Loch geworfen wird. Sehnsucht nach Freiheit lässt John den ersten Schritt jenseits der Mauer tun. Es folgt eine beschwerliche Reise. Land, Leute und Lehrmeinungen treiben ihn weiter. Nur um am Ende an einem tiefen Graben zu stehen, den er nicht überwinden kann. Er müsste auf Mutter Ekklesia vertrauen. Dass kann er nicht, denn Herr Aufgeklärt hat die alten Geschichten als Märchen deklariert. Wie kommt er aber über den Graben, und wie soll er seine Meinung bilden?

John muss zuletzt lernen, dass so sehr er sich auch bemüht zu verstehen, seine Anstrengung nicht reicht, den Graben zu überwinden.

 

 

Interpretation Es gibt einen Grund, warum Jesus in der Bibel sagt: Lasst die Kinder zu mir kommen. Bauen sie am Anfang des Lebens an einem Grundvertrauen, müssen sie später vielleicht nicht mit dem Verstand um die Glaubwürdigkeit dieser alten Geschichten kämpfen. Und sie haben das Geheimnis des Glaubens bereits geknackt.

John, der Protagonist, hat das vielleicht erfahren. Das wissen wir nicht. Der Professor beschreibt aber einen jungen Menschen, dem die vom Landesherrn bestimmten Regeln eine schwere Last aufbürden. Er fürchtet in ein Loch geworfen zu werden. Kommt dazu, dass die landsläufige Meinung über jede Regel eine eigene Auslegung kennt. Ja, dass müsse er nicht so eng sehen, wird ihm beigebracht. So weiss John also nicht einmal, ob eine Regel überhaupt stimmt.

Es ist dann die Sehnsucht, auch wenn sie ziemlich mit romantischen Gefühlen behaftet ist, die ihn forttreibt. Durch einen Mauerbruch hat er eine Insel erblickt. John macht sich auf die Reise, verlässt jedoch die gerade Strasse. Land und Leute fordern seine ganze Kraft. Der erste Mensch, dem er auf der Reise begegnet, ist Herrn Aufgeklärt. John ist froh, zu hören, dass die alten Geschichten nichts weiter als Märchen sind. Eine Last fällt zuerst von seinen Schultern. Froh wandert er weiter. Schwarmstadt, Schwafel- und Zeitgeistheim muss er durchwandern. Begleitet von verschiedenen Personen, wie einer Frau in blendender Rüstung mit dem Namen Vernunft. Sie befreit John von den irdischen Fesseln aus Schwafelheim.

Die Reise endet an einem unüberwindbaren Graben. Wäre er auf der Strasse geblieben, hätte er ihn vielleicht überwinden können. So bleiben wieder eine Portion Fragen.

 

Fazit Das Schloss und die Insel ist eine philosophische Herleitung über grundsätliche Lebens- und Glaubensfragen anhand einer Pilgerreise. Sie lässt wissenschaftliche Lehrmeinungen auf Bauernweisheiten treffen. Klar, das Buch ist beinahe hundert Jahre alt. Deshalb der Vorschlag, bevor ein aktueller Professor die christliche Botschaft im Licht der heutigen Lehrmeinungen behandelt, wende sich der Leser schon mal an C.S.Lewis. Für das Team Seitentrotter kein Problem; es hat Vertrauen in den geistlichen Heavy, denn: Aus seiner Feder ist auch eine Fantasygeschichte: Die Chroniken von Narnia, entstanden. Und wer eine gute Geschichte für Kinder und Erwachsene schreiben kann, der kann auch wirklich tiefe Fragen erörtern.

 

Blogunkel

Das Buch Rut gemäss der Volxbibel auf Seitentrotter

Posted in buchinterpretationen on Dezember 7th, 2024

Die Volxbibel/ Volxbibel – Wiki/ Volxbibel auf Wiki/ c 2009 Pattloch Verlag/ übersetzt von Martin Dreyer/ Band eins: von Mose bis Buch Esther/  Pfad zu 1.Mose/ Pfad zu 2.Mose/ Pfad zu 3.Mose/ Pfad zu 4.Mose/ Pfad zum 5.Buch Mose/ Pfad zum Buch Josua/ Pfad zum Buch Richter/ hier das Buch Rut S.6/ ganzes softfax S.895

Die Bibel, das Buch der Bücher

40 Schreiber zeichnen sich für die insgesamt 66 Bücher der Bibel verantwortlich. Es sind 39 im alten und 27 im neuen Testament. Ein Werk, je nach Ausgabe, mit bis zu 2000 Seiten. Seit es die Druckerpresse gibt, das meist gelesene Buch. Ein Bestseller auf den Hitlisten der modernen Welt. Übersetzt in schon beinahe jede bekannte Sprache. Darin enthalten, die Geschichte der Menschheit von den Anfängen bis zum allerletzten Ende. Dabei den Focus auf das Upcoming vieler, es sei positiv oder negativ: von Mose, bis zur Offenbarung!

Das Buch Rut: Soziale Gerechtigkeit Anno Domini

Einführung Nach den schrecklichen Ereignissen, in den letzten Kapiteln des Buches der Richter, hat die Bibel wieder bessere Nachrichten auf Lager. Im Blickfeld des Geschehens ist eine Familiengeschichte aus dem Land Juda. Die Gerechtigkeit Gottes an einer Witwe in den damaligen israelischen Gesellschaftsstrukturen.

Handlung Im Land Juda herrscht gerade eine Hungersnot. Elimelech zieht mit seiner Frau Noomi und seinen zwei Söhnen ins nahe Ausland nach Moab. Bald nach der Ankunft stirbt Elimelech und auch seine zwei Söhne; Noomi ist nun in einem fremden Land auf sich alleine gestellt. Mit den von den Söhnen geheirateten Frauen entscheidet sich Noomi eines Tages, zurück nach Juda zu ziehen. Denn dort so hat sie gehört, geht es den Leuten nach der Dürre wieder besser.

Besprechung Die letzten Kapitel des Buches der Richter berichten über einen Leviten und seine Frau aus dem Gebirge von Ephraim. Männer aus dem Stamm Benjamin missbrauchen die Frau des Leviten, sie stirbt. Das Buch Rut gibt nun ein Beispiel, wie es gehen kann, wenn Gottesfurcht die Menschen leitet. Mit einer Schwiegertochter, der Rut, kommt Noomi zurück in ihre Heimat. Auf dem Weg zurück hatte sie den von den Söhnen geheirateten Frauen die Freiheit gegeben, umzukehren. Eine verabschiedete sich, Rut wollte nicht. Zuhause sind sie auf Wohlwollen angewiesen. Noomi schickt die Schwiegertochter auf das Feld eines nahen Verwandten. Dort soll sie hinter den Arbeitern herlaufen und die liegengelassenen Ähren zusammenlesen. Sie lernt Boas kennen, den Herrn des Feldes, der sich ihrer Not annimmt. Schlussendlich nimmt er Rut zur Frau.

Indem er sich um Rut kümmert, sorgt er für Linderung in zwei immer aktuellen sozialpolitischen Themen. Er verhindert, dass Noomi in Armut leben muss; und indem er Rut heiratet, wirkt er dem Grossgrundbesitz entgegen. Dies ist wichtig zu wissen. Denn wenn in Juda eine Familie Nachwuchs hatte, blieb das Land auch in eigenem Besitz. Boas handelt im Sinne Gottes. Die Heirat brachte Noomi in den alten Besitzstand und durch einen Nachkommen blieb gesichert, dass jeder auf seinem eigenen Land wirtschaften konnte.

Fazit Gott ist gerecht und es ist in seinem Sinn, in seinem Willen, dass alle Menschen ohne missbräuchliche Abhängigkeiten leben können. Soziale Gerechtigkeit, so lehrt das Buch Rut, ist absolut auf dem Plan des Herrn. Es braucht bloss Menschen, die seinen Willen verstehen und umsetzen. Damit wir in der Adventszeit sehen. Ja, Gott ist ein Gott der sozialen Gerechtigkeit. Ausserdem: Die Linie der Verheissung bis zur Geburt von Jesus Christus, dem Messias, geht über Rut, eine Ausländerin!

für das team fantaster: starkweis