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Mordslügen von Mathias Ninck, eine Interpretation auf Seitentrotter

Posted in buchinterpretationen on Februar 12th, 2021

Mathias Ninck/ Ninck mal persönlich / Roman Mordslügen/ c Edition 8 2019/ hardfax S.255

Ein Wort ist nicht genug

 

Einleitung Der Wind kann durch die Blätter rauschen; die Sonne die Erde vergolden; der Regen auf den Asphalt prasseln; die Hitze die Kehle austrocknen; ein Roman, ein Fenster zur Seele eines Volkes öffnen. Mordslügen, der erste Roman von Mathias Ninck, dem Zürcher mit Toggenburger Wurzeln, lässt hinter die Fassaden der dritten und vierten Gewalt blicken.

 

Handlung Mordslügen erzählt die Geschichte des Reporters Simon Busche, der eines Tages die Chance seines Lebens erhält. Eine Psychologin gibt ihm den Typ für eine Top Story. Bis anhin war Busche der Texter für weiche Geschichten. Bei einem Blatt war er für die unterhaltenden Zeilen zuständig. Der Hinweis der Psychologin deutete in einem Mordfall auf einen andern Täter. Busche nimmt sich eine Auszeit, um die These über den wahren Tathergang auf eigene Faust zu recherchieren.

Die Nachforschungen führen den Reporter in die Zelle eines Hochsicherheitstraktes. Dort erhält er einen Blick in die Seele einer verurteilten Serienmörderin. Bald beginnen von der Justiz beglaubigte Fakten zu bröckeln.  Doch, die Story seines Lebens macht den Reporter Simon Busche zur Zielscheibe von Presse und Justiz.

 

Besprechung Wer unter dem Titel „Mordslügen“ einen Krimi erwartet, wird enttäuscht. In der Geschichte geht es um die Aufarbeitung eines vergangenen Falles anhand neuer Erkenntnisse. Am ehesten lässt sich der Roman mit einer Zugfahrt über den Gotthard auf der alten Strecke vergleichen. Einmal eingestiegen, gibt die Fahrt, herbeigeführt durch die Kehren und Wenden, einen immer neuen Blick auf die Mächtigen des Gebirges. Unterbrochen von dem Rattern der Eisenräder gelangt der Reisende durchs Gebirge.-

Einmal durch die Seiten gelesen, hat man mehrere Perspektiven auf die Geschichte. Von der Seite der Informantin, von der Seite der Presse, von der Seite der Justiz und natürlich von der Seite der Hauptfigur, Simon Busches. Der Leser bekommt so eine Geschichte serviert, die auf viele Weisen stimmen könnte. Dabei wurden die aufzurollenden Taten von der Justiz schon längst zu den Akten gelegt. Taten, die aufgrund eines Geständnisses gehahndet wurden. Passend der Kern der Geschichte, dass nicht einmal die Verurteilte mehr benennen mag, welche Seiten der Wahrheit sie glauben will.

Am Ende der Geschichte sind es Institutionen, die wie das Gotthardmassiv unverrückbar stehen. Sie verbreiten eine ewige Wahrheit. Sie bestimmen wie sie wahrgenommen werden wollen, denn schliesslich stehen sie schon lange da. Presse und Justiz drehen an den Hebeln der Macht, drehen die Geschichte zu ihren Gunsten. Der kleine reisende Reporter Simon Busche darf da durchreisen und staunen. Er mag eine Spur legen, aber das Massiv bestimmt, wie es gesehen werden will.

 

Fazit und Empfehlung Mathias Ninck zeigt in Mordslügen die Automatismen von Presse, Justiz und PR-Arbeit. Das Resultat? Ein Mensch, der von den Mühlen zerdrückt wird. Kein Krimi, aber ein Stück Zeitgeschichte, mit einem kompromisslosen Blick hinter die Kulissen der Zeit.

psychodoc

Deuteronomium: oder das fünfte Buch Mose, eine Interpretation

Posted in buchinterpretationen on Januar 19th, 2021

Die Volxbibel/ Volxbibel – Wiki/ Volxbibel auf Wiki/ c 2009 Pattloch Verlag/ übersetzt von Martin Dreyer/ Band eins: von Mose bis Buch Esther/  Pfad zu 1.Mose/ Pfad zu 2.Mose/ Pfad zu 3.Mose/ Pfad zu 4.Mose/ hier das 5.Buch Mose, S.71, 34 Kapitel/ ganzes softfax S.895

Die Bibel, Das Buch der Bücher

40 Schreiber zeichnen sich für die insgesamt 66 Bücher der Bibel verantwortlich. Es sind 39 im alten und 27 im neuen Testament. Ein Werk, je nach Ausgabe, mit bis zu 2000 Seiten. Seit es die Druckerpresse gibt, das meist gelesene Buch. Ein Bestseller auf den Hitlisten der modernen Welt. Übersetzt in schon beinahe jede bekannte Sprache. Darin enthalten, die Geschichte der Menschheit von den Anfängen bis zum allerletzten Ende. Dabei den Focus auf das Upcoming vieler, es sei positiv oder negativ: von Mose, bis zur Offenbarung!

Die zukunftsweisenden Reden eines Mannes Gottes

Das fünfte Buch Mose

Das fünfte Buch Mose beinhaltet die abschliessenden Reden von Mose. Er zählt zu den Männern des Alten Testaments, die die Nähe Gottes kannten und gehört somit zu den bedeutensten Personen der Bibel. Das letzte Buch, das nach seinem Namen benannt ist, setzt einen Strich hinter seinen Dienst. Fünf Bücher lang dominiert – die Genesis ausgenommen – sein Name die Geschicke des Volkes Israel. Angefangen im zweiten Buch Mose mit dem Exodus des Volkes des Herrn aus dem Lande des Nils zum Berg Sinai; im dritten Buch, dem Levitikus, dann Israels junge Geschichte in der Wüste, sein Verhalten gegenüber den neuen Regeln und Gesetzen, der Bau der Stiftshütte und die Absonderung des Stammes Levi zwecks Dienst am Herrn; in Numeri dann, dem vierten Buch Mose,  die neue von Gott befohlene Ordnung um das heilige Zelt, der Weiterzug und erneuter Unglaube, der das zu einem grossen Volk gewordene Israel zu einer 40 Jahre dauernden Zusatzschlaufe bis vor die Grenze zum gelobten Land zwingt.

Und jetzt: Deuteronomium oder die vielen abschliessenden und tiefsagenden Reden des grossen Führers Mose, oder wie er so richtig sein Herz entleert und den Israeliten die Gebote des Herrn nochmals vor Augen hält. Ein letzter Anschauungsunterricht was passiert, wenn sie dem Herrn gehorchen, und was passiert, wenn sie den Herrn missachten, in dem neuen Land, das Gott ihnen geben will. So ist Mose von der Berufung bis zum Tod seiner Mission verpflichtet. Er hat das Volk vor die Grenzen des verheissenen Landes geführt. Hier endet sein Weg. Er besteigt den Berg Nebo gegenüber Jericho im Jordantal, und er stirbt.

Bevor der Herr ihn jedoch zu sich nimmt, packt er nochmals alles auf den Tisch, was Gott ihn alles beauftragt hatte, den Israeliten zu sagen. Zutiefst ist das  heutige Israel mit den Geschichten des Alten Testaments verknüpft. Von Mose bis Maleachi. Ein mehr als tausendseitiger Stoff; der Grund für die Versprengung, der Grund für Heimat und Identität der heutigen Juden. Gott gab klare Ansagen, wohin es führen wird, wenn das Volk, das nach seinem Namen genannt ist, gehorcht, oder eben nicht gehorcht. Deutoronomium handelt von den Folgen des Gehorsams, von den Folgen des Ungehorsams; oder in der Sprache der Bibel: vom Segen und vom Fluch. Vor dem Ableben des grossen Führers ist es der eindringliche Apell, die gottgegebenen Regeln unbedingt zu beachten. Er stellt nochmals klar, dass Gott ein treuer Gott ist und erinnert das Volk an die vielen Wunder auf dem langen Weg von Ägypten bis hierher. Er schöpft nochmals aus dem riesigen Schatz an Erfahrungen, die er mit dem Herrn gemacht hat. Unbedingt will er sicherstellen, dass die Juden wissen, wohin das führt, wenn sie die Gebote missachten. Mose spürt sein Ende kommen und will unbedingt, dass die Israeliten verstanden haben, um was es geht. Er bläut ihnen nochmals Respekt vor den Gesetzen ein. Auf einen Grundsatz definiert sagt er: Wenn ihr gehorcht, erbt ihr Freude und gewaltigen Segen; wenn ihr euch streubt und mich verlasst, Depression und Tod. Das war dem guten alten Mose so wichtig – er wurde 120 Jahre alt – das er darüber noch einen Song schrieb, ein Lied, oder wie es die Bibel sagt, einen Psalm. Das grosse Fazit des Mose. Vertextet in Kapitel 32 des fünften Buches.

Und dann gab es da noch einen Grund, warum Mose so eindringlich wurde. Das Volk hatte noch eine letzte Hürde zu nehmen: Sie mussten über den Jordan und das besetzte Land einnehmen. Dies würde ihnen eben nur gelingen, wenn sie ihre Hoffnung ganz auf den Herrn setzten. Deshalb war er so eindringlich. Seinen Stab hatte er bereits weitergereicht, an den Namensgeber des nächsten Buches, Josua, der Sohn Nuns. Einen Mann, der viele Jahre an der Seite Mose verbracht hatte. Einen Mann, dem Mose vertraute.

blogunkel

numeri oder das 4.buch des mose interpretiert auf seitentrotter

Posted in buchinterpretationen on November 30th, 2020

Die Volxbibel/ Volxbibel – Wiki/ Volxbibel auf Wiki/ c 2009 Pattloch Verlag/ übersetzt von Martin Dreyer/ Band eins: von Mose bis Buch Esther/  Pfad zu 1.Mose/ Pfad zu 2.Mose/ Pfad zu 3.Mose/ hier 4.Buch, S.67, 36 Kapitel/ ganzes softfax S.895

Die Bibel, Das Buch der Bücher

40 Schreiber zeichnen sich für die insgesamt 66 Bücher der Bibel verantwortlich. Es sind 39 im alten und 27 im neuen Testament. Ein Werk, je nach Ausgabe, mit bis zu 2000 Seiten. Seit es die Druckerpresse gibt, das meist gelesene Buch. Ein Bestseller auf den Hitlisten der modernen Welt. Übersetzt in schon beinahe jede bekannte Sprache. Darin enthalten, die Geschichte der Menschheit von den Anfängen bis zum allerletzten Ende. Dabei den Focus auf das Upcoming vieler, es sei positiv oder negativ: von Mose, bis zur Offenbarung!

Wurzel, Stock und Stein; Regeln, Modus und das Sein; Milch, Honig und starker Wein

Numeri oder das 4.Buch Mose interpretiert auf Seitentrotter.

Das erste Buch Mose zeigt dem interessierten Leser die Anfänge der Menschheit. Sie reichen von Adam bis Josef.  Im zweiten Buch Mose ist das Volk, das auch der Augapfel Gottes genannt wird, in einem fremden Land. Als Sklaven dienen sie einem fremden Herrscher. Mose fällt die Aufgabe zu, das Volk der Juden aus der Knechtschaft zu führen. Die Flucht vor dem Pharao endet erst einmal in der Wüste Sinai, am Berg Horeb. Direkt von Gott mit Mose als Mittler erhalten sie einen vollumfänglichen Verhaltenskodex: wie das vonstatten ging, das erzählt das dritte Buch Mose.

Zwei Jahre sind es nun her, seit dem Auszug aus Ägypten. Das Volk der Juden hat von Gott das ganze Leben umfassende Regeln erhalten. Dazu haben sie die Anweisungen für die Stiftshütte erhalten, ein Zelt, das ihnen als Begegnungsstätte mit Gott dient. Mose ist noch der Führer, auf den alle schauen. Er hat aber Älteste berufen, die ihm helfen, Recht zu sprechen. Dazu ist der Stamm Levi für den Dienst am Heiligtum auserwählt worden.

Gott spricht dann wieder zu Mose: „Zähl mal alle Männer ab 20 Jahren, Stamm für Stamm.“ So geschieht es, dass sich die Israeliten für den Weiterzug rüsten. In genauer Aufteilung soll das Geschehen, keine leichte Aufgabe, denn das Volk ist viele Tausende gross. Sie sind so zahlreich, dass die Bibel von den vielen Israeliten spricht, die man gar nicht zählen kann. Damit sie wissen, wohin sie sollen, thront Gott in einer Wolke, direkt über dem Zelt, die nachts wie Feuer aussieht. Wenn die Wolke aufbricht, blasen die Trompeter das Signal. Zuerst gehts in einem drei Tage Marsch in die Wüste Paran. Gott hat sich immer wieder mächtig gezeigt und das Volk erkennt sein Wirken, was eigentlich eine gute Ausgangslage für Zufriedenheit gewesen wäre. Wiederum bestätigt er seine Versorgerrolle, indem er einen Schwarm Enten vom Meer ins Lager leitet.

Eigentlich sollten die Israeliten darum entspannt sein. Sie sollten gelernt haben, dass wenn Gott mit ihnen ist, ihnen nichts unmöglich ist. Immer wieder entgleitet jedoch das Vertrauen. Sie sind jetzt nahe dem gelobten Land. Kundschafter werden ausgeschickt. Diese berichten von dem Land, indem Milch und H0nig fliesst. Zwölf waren es. Zehn davon raten jedoch jetzt davon ab, dahin zu gehen. Der Grund? Die Städte sind befestigt, die Menschen zum Teil riesig und die Völker streitsam. Nur zwei Kundschafter erzählen etwas anderes. Ja, das stimmt, schaut aber auf Gott und seine Verheissung. Dann schaffen wir es.

Das war die Ausgangslage, das Gott sie verknurrte, für vierzig weitere harte Jahre in der Wüste. Das Volk muss eine Zusatzschlaufe drehen. Murren wegen Versorgungsknappheit wäre noch gegangen, jetzt kommt aber noch ein Zweifeln an den Zusagen Gottes hinzu. Grund genug, das Volk sterben zu lassen. Nur die Nachkommen jener, die aus Ägypten ausgezogen sind, werden das Land sehen. Auch Mose unterläuft ein massgeblicher Fehler. Um Wasser zu für das Volk zu besorgen schlägt er einen Felsen. Kein Problem? Doch, er hätte Gott vertrauen und zu dem Felsen sprechen sollen. Dies mag aber zeigen, wie doch die ewige Murrerei auch dem Mose zugesetzt hat.

Dazu kommt jetzt ein regelrechter Aufstand einer Sippe vom Stamm Levi. Sie sind die Dienern am Zelt. Sie müssen sterben und nur mit Mühe kann Mose weiteres Unheil abwenden. Und das Volk murrt nun, weil Gott sein eigenes Volk tötet. Weitere Schwierigkeiten treten auf. Edom lässt sie nicht passieren, sie müssen aussen rum. Moab schickt einen Zauberer, um das Volk des Herrn zu verfluchen. In Midian nehmen sich viele der Juden dortige Frauen und beginnen infolge, deren Götter anzubeten. Oh Mose! Das Volk hat noch nicht wirklich viel von Gottes Regeln verstanden. Als sie dann endlich nach vierzig Jahren an Ort und Stelle sind, vor dem Jordan gegenüber dem gelobten Land, hat sich das Bild geändert. Kein einziges Gesicht ist mehr dabei, dass noch in Ägypten war. Und: als Konsequenz für Mose, er darf auch nicht ins gelobte Land. Nur die zwei Kundschafter, die dazumals das gelobte Land ausspionierten und noch Gott glaubten, erleben die Erfüllung der Verheissung. Kaleb und Josua, der letztere, weil das Wort sagt, er wäre immer an der Seite Mose gewesen, ist jetzt der Anführer und erhält den Segen von Mose und wird dann auch von Gott bestätigt. Aber das ist dann am Ende von Mose Buch fünf.

blogunkel

besprechung von w.burks alpsteinkrimi doppelrolle

Posted in buchinterpretationen on November 20th, 2020

Walter Burk/ Burk auf Kriminetz/ Gmeiner Verlag Gmgh c 2015, 2.Auflage 2015/ Alpsteinkrimis/ softfax 278

Fluchtraum Staubernkanzel

Einleitung Dem Wassersportler ein stehendes oder fliessendes Gewässer, für die Entspannung des Städters ein geheimer Weiher oder versteckter Garten, der Wandererseele eine Route in den Bergen- dem Autoren Walter Burk die Voralpen als Schauplatz für einen Krimi. Doppelrolle aus dem Jahr 2015 ist nach Doppelbindung der zweite Band der Alpsteinkrimi-Trilogie. Tatort der Handlung, die Staubernkanzel hoch über dem Rheintal.

 

Handlung Hoch über dem Rheintal, von Frümsen mit der Seilbahn erreichbar, liegt das Berggasthaus Staubern. An einem schönen Herbstwochenende ein beliebtes Ziel für Wanderer im Alpstein. Die Wirtin findet an einem Sonntagmorgen im Stübli unter der Gaststube, neben der üblichen Unordnung, auch eine Blutspur. Was also ist von Samstag auf Sonntag hier geschehen, und wo ist eine allfällige Leiche?

Die Kriminalpolizei Appenzell wird informiert, und Bruno Fässler, gerade von den Ferien zurück, hat wieder einen Fall. Er hat schon einmal im Alpstein ermittelt und kennt die Schwierigkeiten, die damit einhergehen. Vor Ort ist auch Roger Marty, ein Romanautor aus St.Gallen. Die beiden kennen sich schon, und Bruno Fässler könnte auf diesen Schreiberling verzichten. Soweit ist auch niemand abwesend, ausser der slowakischen Servicemitarbeiterin. Personal und anwesende Gäste erfahren also eine unliebsame Programmänderung. Sie müssen für eingehende Befragungen zur Verfügung stehen. Und der Kriminalpolizist und der Autor haben das befremdliche Vergnügen der unfreiwilligen Zusammenarbeit.

 

Besprechung Nachdem Walter Burk im Prolog vor Augen führt, dass eventuell irgendwo eine Leiche auf der Staubernkanzel zu finden ist, fährt er fort mit der Beschreibung einer jeden Person und eines jeden Dings, das er einführen kann. Ob Hauptperson, Nebenrolle oder dem Zweck der Handlung dienende Sache, die eingehenden Biographien lesen sich wie thematische Referate. Darin ist Kapitel für Kapitel in einer Rückblende die Handlung eingewebt, indem der Autor die Anwesenden Personen, Gäste und Mitarbeitende, wie in einer Sitcom im immer gleichen Raum erscheinen lässt.

Erweitert wird die Geschichte dieses Herbstwochenendes im August durch Fakten, Hintergründe und philosophische Gedanken zum Leben. Der Leser erfährt eine Menge über die Art und Weise der Ermittlungen in einem vermuteten Mordfall. Wie die Zusammenarbeit mit einem Laien sein könnte. Dann erfährt der Leser eine Menge über das Servicepersonal. Warum arbeiten sie an einem so abgelegenen Ort? Was sind ihre Wünsche, was ihre Begehren? Warum nennt man es „auf die schiefe Bahn geraten“, wenn man doch nur Geld verdienen will? Wie ist das mit der vorsätzlichen, der fahrlässigen und der ungewollten Tat?

Geduld bringt Rosen. Die Vermengung der genauen Charakterisierungen mit den Fakten und Hintergründen zu einem möglichen Tathergang hat die Kraft, das Leserherzen zu erwärmen. Nicht zu vergessen, dass natürlich die mystische Bergwelt des Alpsteins die Story mächtig befeuert.

 

Fazit und Empfehlung Walter Burk schreibt bar jeglicher Ironie und Verdrehung in gründlicher aber distanzierter Weise. Als Vielleser hätte ich mir einen Schuss mehr Hingabe an die Hauptperson gewünscht. Ein tieferes Einweben von Roger Marty. So legt aber Walter Burk den Focus auf die gründliche Erarbeitung der ganzen Geschichte. Was den Zeiger bei „Hau den Lukas“ doch wieder ziemlich nach oben treibt.

starkweis für das team fantaster

das dunkle herz der nacht von j.v.jones: interpretiert von gedankenverbrecher

Posted in buchinterpretationen on Oktober 10th, 2020

J.V.Jones/ Jones bei Wiki/ Das dunkle Herz der Nacht c Weltbild Verlag 1999/ Buch eins der Schwert der Schatten Reihe/ Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Sword of Shadows, A Cavern of Black Ice Part 1/ keine Angaben zur Übersetzung/ Karten/ hardfax S.560

 

Das Nord-Süd Dilemma

Einleitung Es ist eben so. Seitentrotter strotzt nicht gerade von Besprechungen weiblicher Autoren. Die meisten der zitierten Bücher sind von männlichen Vertretern geschrieben. Von May, Tolkien, Hennen, Peake, Nero und wie sie alle heissen. Es gelangten Bücher auf seitentrotter aus den breit aufgestellten Welten der Fantasie, Abenteuer, Krimi und Belletristik. Aber da gibt es auch immer wieder Frauen, die das Team Seitentrotter überzeugen. Ein solcher Plot ist die vorliegende Erzählung der amerikanischen Autorin J.V.Jones.  Es ist der erste Band aus der Reihe „Das Schwert der Schatten“ mit dem Titel Das dunkle Herz der Nacht.

 

Handlung Die Geschichte nimmt die Handlung an zwei Orten auf, im nördlichen Kargland bei Reif, dem Clanjungen, und bei Ash, dem Pflegekind in der südlichen Festung von Spire Vanis. Reif muss an einem Tag, an dem er gerade mit seinem Bruder auf der Jagd ist, erleben, wie sein Leben gerade umgekrempelt wird. Der Clan wurde angegriffen und bereitet sich seinerseits jetzt auf Krieg vor. Derweil Ash, das Pflegekind, stetig an einem Plan für die Flucht aus der Festung arbeitet, in der es wider Willen festgehalten wird. In diesen unruhigen Zeiten erscheint ein Waldläufer namens Angus Lok. Er hat Botschaften erhalten, dass etwas im Gange ist. Nachdem er sich aufgemacht hat, den Dingen auf den Grund zu gehen, kreuzen sich seine Wege zuerst mit Reif, dann mit Ash. Reif und Ash sind auf der Flucht und finden in Angus einen erprobten Helfer.

 

Besprechung Die Geschichte, je länger man über die Zeilen wandert, entwickelt sich zu einem Nord-Süd Problem, einem Nord-Süd Dilemma. Die Stämme des Nordens werden angegriffen. Dahinter stecken geheime Absichten aus dem Süden. Von Herren, die in festen Türmen in Städten sitzen und machthungrige Pläne schmieden. Im Norden das Kargland, im Süden die Städte. Im Norden das einfache entbehrungsreiche Clanleben, im Süden in Mauern zusammengepfercht das Stadtleben. Und mitten drin nun Ash, Reif und Angus als Ausgestossene, dem normalen Leben bestohlen.

Das Team Seitentrotter hat  schon viele Jahre Bücher besprochen, und so hat sich ein Bild besonders kristallisiert: Männer mögen handlungsstarke Erzählungen, Frauen beziehungsstarke Wendungen. Männer mögen sachbezogene Rhetorik, Frauen mit der Schärfe des Messers dargebotene Intrigen. Männer lieben auch mal das einfache Laufen durch eine wilde Landschaft, während bei Frauen der Weg mit Magie gepfeffert sein muss. Das sind einige einfache Unterschiede, die sich sicher auch noch enorm differenzierter darstellen lassen würden, zu dem jedoch hier keine Zeit ist. Und es ja auch nur mal ein vom Bug des seitentrotterschen Literaturkreuzers geschossener Deutungspfeil sein soll.

Bei der amerikanischen Autorin J.V.Jones finden sich jedoch Schreibweisen männlicher und weiblicher Charakteristik. Es drängt sich der Vergleich mit J.R.R.Tolkien auf. Ohne zu zögern behauptet das Team Seitentrotter in einhelliger Übereinstimmung, J.V.Jones ist die erheblich bessere Erzählerin. Anderst gesagt, Tolkien war gar nicht ein so guter Erzähler. Sein Werk erstreckt sich aus der Tiefe der erfundenen Sprachen, Welten und Legenden auf über tausend Seiten. Hätte er nicht einen enormen Wissensschatz einsetzen können, was hätte er erzählt? Die Geschichte von Frodo, der eines Tages unverhofft einen nichtssagenden Ring von seinem Onkel erhält? Und was macht er dann? Länder, Zeitalter und Mythologie, von Tolkien erfunden, lassen ihn den Weg zum Schicksalsberg antreten. Bei Jones? Die tiefe eines ideologischen Nord-Süd-Dilemmas. Eine Geschichte über den hinterlistigen Mann aus dem Süden, der dem einfachen Krieger aus dem Norden seine Lebensweise aufdrängen will? Viel zu dünn! Aber da ist eben Jones, die Erzählerin. Sie erzählt die Geschichte des Clanjungen Reif, der sich gegen den Ehrenkodex seines Stammes wehren muss. Sie erzählt die Geschichte des Findlings Ash, ausgesetzt vor den Toren von Spire Vanis. Sie erzählt die Geschichte des Waldläufers Angus Lok, dessen Leben mit mehr Geheimnissen gespickt ist, als ein Kuchen mit Rosinen. Alles verwebt  mit einer guten Dosis Spannung. Spannung in Stammesfehden und Ehre, Götterglaube, Krieg, Flucht und Intrigen.

 

Fazit J.V.Jones hat durch die gute Durchmischung von actionsreicher Handlung und intriganten Hintergründen ein Werk mit emotionaler Tiefe geschaffen. Dabei hat sie die Linie zu Romantic Fantasy nicht überschritten. Ein Werk, das Team Seitentrotter darum als Heroic Fantasy einstuft. Klar zu empfehlen für Leser mit gehobenen Ansprüchen.

 

gedankenverbrecher für team seitentrotter

das buch revival von s.king interpretiert von psychodoc

Posted in buchinterpretationen on Juli 20th, 2020

Stephen King/ WikiKing/ Revival c 2015 Heyne Verlag/ Originaltitel: Revival/ aus dem Amerikanischen von Bernhard Kleinschmidt/ softfax S. 509

 

Long Lives the King

Einleitung Das Buch Revival von Stephen King ist etwa das 69. in der langen Liste der Veröffentlichungen des amerikanischen Schrifstellers. Mit den Bänden Mr.Mercedes, Finderlohn und Mind Control befindet es sich zur Zeit des Erscheinens in der Gesellschaft von Bänden, in denen King seine kriminologische Feder fliessen liess. Für das team seitentrotter und seinen Vertreter psychodoc stellt es in der langen Liste der besprochenen Bücher das zweite von Herrn King dar.

 

Inhalt In Revival erzählt der Schrifsteller die Geschichte des Rhythmusgitarristen Jamie Morton. Um das Leben des Musikers aus der persönlichen Perspektive von jung bis alt aufzurollen, benutzt Stephen King die Ich-Form. Die Geschichte startet, indem er in der Kindheit von Jamie Morton den sogenannten fünften im Spiel einführt. Es ist dies eine Person, die auf beinahe unheimliche Weise  in den verschiedenen Lebensphasen der Hauptfigur auftritt. Jamie spielt gerade vor dem Haus mit den neuen Spielzeugsoldaten, als der Schatten von Charlie Jacobs auf sein Leben fällt. Jamie wird ein Leben als Musiker antreten und dem durch einen familiären Schicksalsschlag gezeichneten Jacobs  immer wieder begegnen. Inzwischen ist der Pastor von seinem Glauben abgewichen. Durch die Manipulation geheimer Elektrizität vollbringt er Zeichen und Wunder. Jacobs bedrängt Jamie, ihn in einem letzten Experiment zu assistieren. Es geht um Leben und Tod und der Pastor offenbart nun seinen wahren Antrieb. Dabei wird Jamie an den Rand des Wahnsinns getrieben.

 

Besprechung In dem Buch Revival gewährt uns Stephen King wiederum einen tiefen Blick in die amerikanische Volkseele. Es sind die 80ger Jahre in Maine; in einem Ort im Hinterland namens Harlow. Neben der Arbeit und dem täglichen Leben ist der Besuch einer christlichen Gemeinde ein wichtiger Punkt im Leben der Menschen. Jamie besucht die Jugendgruppe der Methodisten. Dort führt Jacobs die Jugendlichen anhand der Elektrizität in die Geheimnisse der Bibel ein. Es wird aber eine Zeit kommen, da das Zentrum der Erörterungen, wie Stephen Kings es nennt, der Betrug der himmlischen Versicherungsanstalt sein wird. Wie ein roter Faden zieht sich die Kritik des Schriftstellers am Christentum durch die Geschichte.

Als abgefallener Pastor verleugnet er jetzt den Glauben, den er die Jugendlichen lehrte. Als Magier, der mit den Illusionen der Menschen spielt, zieht er von Markt zu Markt. Danach wird er als vermeintlicher Heilungsprediger Revivalversammlungen abhalten. Zum Schluss geht Jacobs der letzten Frage nach, die ihn seit dem Unglück vorangetrieben hatte: Was passiert mit den Menschen wenn sie sterben?

Die Geschichte um den angeblichen Heilungsprediger Charlie Jacobs ist eine Kritik an den Versprechungen des Christentums. Ein Spiel mit göttlichen Wahrheiten, um die Seele des Menschen zu betrügen. Die angeblichen Heilungs- und Erweckungsversammlungen haben das eine Ziel: Geld aus den Taschen der Gläubigen zu ziehen. Die Heilungen die passieren, fundieren auf einer geheimen Kraft, mit Nebenwirkungen behaftet, die psychotische Ausmasse haben.

Jamie, selbst von Jacobs geheilt, sieht sich von Wahnvorstellungen getrieben. In der Zwischenzeit hat er sich ein Leben als Studiomusiker eingerichtet. Er argwöhnt, dass der ehemalige Pastor tiefere Ziele hegt, als blosse Heilungen. Er beginnt zusammen mit einer Freundin Berichte über die von Jacobs Geheilten zu sammeln.

So ist der Roman Revival eine Abrechnung mit der US amerikanischen Szene der Evangelikalen. Die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod ist die perfekte Steilvorlage für jedwede menschliche Betrügerei. Glaube, Lehre und Heilungen; sie führen ins Nichts. Worum es wirklich geht ist Geld. Und es führt die Getäuschten in Psychosen und irrige Verhaltensweisen.

Die geheime Kraft, die der Pastor anzapft, hat nichts mit dem heiligen Geist der Bibel gemein. Sie führt im Leben in Angst und Schrecken und nach dem Tod wartet das Grauen und das Nichts.

 

Fazit Der Glaube ist nach Stephen King ein Betrug an der Seele des Menschen. Da ist zwar eine geheime Kraft am Werk, sie führt aber ins Nichts. Das Buch ist eine Bestandesaufnahme, wie die Christen oft von der Welt wahrgenommen werden, gibt jedoch nur einen Blick auf einen Teilbereich frei. Als Autor, der für horrormässige Szenarien bekannt ist, ist die Macht hinter der sichtbaren Welt, von der er spricht, eine dämonische, grauenvolle. Und diese Tür dorthin, so denkt auch Jamie Morton, der Rhythmusgitarrist, sollte f…. nochmal nicht geöffnet werden!

psychodoc für das team fantaster

Drachensaga von M.Heitz Buch eins: Die Mächte des Feuers

Posted in buchinterpretationen on Juni 15th, 2020

Markus Heitz/ Heitz auf Wiki/ Drachen: Sonderausgabe die komplette Saga c Piper Fantasy 2018/ Buch eins: Die Mächte des Feuers/ Karten und Namensverzeichnisse/ softfax S.569

Heiteres Menschen braten

Einleitung Der Drache ist ein mythologisches Wesen. Spuren seiner Vergangenheit finden sich in Legenden der Völker, der Kirchengeschichte und im Buch der Bücher. Er war im See zu Hause, in den Bergen, mal ein Kriechtier, mal ein Ungeheuer aus der Tiefe oder ein geflügelter Schrecken. In der Wahrnehmung der Menschen zu  einem Untier gewachsen, das bald auch als Symbol des Bösen gewertet wurde.- Eine ideale Voraussetzung für einen Autor wie Markus Heitz. Er entführt den Leser in eine von Drachen beeinflusste Welt. „Die Mächte des Feuers“ ist der erste Teil seiner dreiteiligen Drachensaga.

Handlung Die Zeitrechnung zählt das Jahr 1925. Immer noch besteht Europa aus Königtümern.  Die Menschheit hat unterdessen gelernt, in der Luft schneller unterwergs zu sein, als am Boden. In den Städten haben  die besseren  Absteigen Strom für alle Zimmer. Die ersten Kulturstätten spielen diese neue Musik, zu der ausgelassen getanzt wird. Soweit hat sich das Leben aus den mittelalterlichen Sphären erhoben. Was die Menschen nicht wissen: Es sind die Drachen, die die Politik der Menschen leiten. Europa, Asien oder Amerika, uralte Wesen sind am Drücker der Macht.-

Silena ist Drachentöterin, dazu eine Nachfahrin des heiligen Drachentöters, Georg. Sie arbeitet für das Officium Draconis. Als sie eines Tages vor den Trümmern zweier Propellermaschinen steht, geht sie gegen den Willen des Erzbischofs auf Spurensuche. Sie erhält Hilfe von einem russischen Exzentriker, einer französischen Dame von Welt und einem englischen Versicherungsangestellten. Der Weg führt quer durch Europa, endet in Kiew, wo die entscheidende Schlacht zwischen Menschen und Drachen stattfindet.

Besprechung Um es gleich vorne weg zu nehmen. Diese Geschichte macht süchtig. Und aufgepasst. Die Drachensaga von Heitz gibt es in einer Ausgabe. Eine 1600 Seiten lange Geschichte! Markus Heitz ist ein Meister in der Verknüpfung von Fakten und Fiktion. Das Resultat eine Erzählung, die man nicht gerne beiseitelegt. Der Leser fliegt förmlich über die Seiten. Liest verwundert von den fliegerischen Errungenschaften, von den verschiedenen Drachenheiligen, den spiritistischen Sitzungen, und nicht zuletzt auch von den Machtverhältnissen unter den Drachen und ihrem Einfluss auf die Welt. Das Buch ist dabei kein High Fantasy Plot, es ist eher der pseudohistorischen Fantasy anzurechnen. Eben, Fakten und Fiktion ergeben eine gute Geschichte, im sprichwörtlichen Sinn.

Markus Heitz spielt die Begegnung von Drache und Mensch voll aus. Spannung pur herrscht, wenn die Drachentöterin einer solchen Kreatur gegenüber tritt. Das Wesen einer Drachenheiligen kommt ebenso zum Ausdruck, wie das Wesen eines solch gewaltigen Geschöpfes. Eine bildstarke Darstellung auf Leben und Tod. Erfolg pendelt mal hier hin und dorthin, wie der Ball zwischen Fussballteams. Eine Sequenz an mythologischer Urgewalt, beschrieben für unsere Lesestube. Eine liebevolle Erklärung an kirchen- und zeitgeschichtliche Überlieferungen.-

Fazit und Empfehlung Der Umgang mit Geschichte in den Lehrstuben des Abendlandes, käme er in dieser Gewandung daher, wäre ein leichter. Die Art des Plots dabei dergestalt, dass auch Einsteiger in das Genre der Fantasy, ihre Freude daran finden können.

für das team fantaster: gedankenverbrecher

 

 

interpretation von strasse nach überallhin von roger zelazny

Posted in buchinterpretationen on Mai 22nd, 2020

Roger Zelazny/ Zelazny on wiki/ Strasse nach überallhin/ Deutsche Ausgabe by Moewig Science Fiction c 1981/ Aus dem Amerikanischen von Joachim Körber/ softfax S.237

Der Bann des Paranormalen

Einstieg Roger Zelazny war ein US-amerikanischer Schrifsteller. Zahlreiche seiner Werke wurden ausgezeichnet. Er gewann den Nebula-, Hugo- und den Locus Award. Wohl den wichtigsten für sein Schaffen, den Hugo Award, gewann er gleich sechsmal. Der wichtigste ist er darum, weil er auf den Gründer des Begriffs Science Fiction, auf Hugo Gernsback, zurückgeht. Und wohl auch, weil unter anderen auch William Gibson, den man den Vater des Cyberpunks ruft, diesen Preis gewonnen hat, für das Werk „Neuromancer“. Zelazny war ein vielseitiger Schreiber und ein Alleskönner, was er mit der fantasyangehauchten „Chronik von Amber“ beweist. Mit der „Strasse nach Überallhin“ lieferte er ein Werk, dass der Soft Science Fiction zuzuteilen ist. Das ist die Ecke der SF, die sich nicht sonderlich um harte Fakten in der Geschichte kümmert, so wie es ein Jules Verne immer getan hat. Für eine gute Geschichte reichen paranormale Glaubensauffassungen.

 

Handlung Red Dorakeen reist auf der Strasse nach überallhin. Es sind nur wenige, die sie finden und befahren können. Wer darin bewandert ist, kann jedoch an jedweden Ort der Geschichte reisen. Zu den Kreuzzügen, ins perikleische Athen, nach Byzanz oder zum Beispiel ins Afrika des 11.Jahrunderts. Red macht davon Gebrauch und will Waffen nach Korinth schmuggeln, um den Griechen bei Marathon zu helfen. Dabei wird er erwischt und erfährt, dass jemand einen Mordanschlag auf ihn plant. Genau gesagt hat dieser jemand die schwarze Zehn verhängt. Damit ist gemeint, dass er genau zehn Versuche, ihn zu erledigen, überstehen muss.

Das Buch ist unterteilt in zwei Erzählstränge. Der erste folgt Red auf der Strasse nach überallhin und wie er den Anschlägen entkommt und sich schliesslich an die Ursache des Problems hängt. Die zweite Erzähllinie widmet sich dem Auftraggeber und seinen Gehilfen. Hier werden die Geschichten des Auftraggebers und seiner Herlfershelfer erzählt.

Aber eigentlich hat sich Dorakeen auf dieser Strasse auch total verfahren. Er ist auf der Suche nach seiner Herkunft. Der Druck, den die geplanten Anschläge auf sein Leben ausüben, führen ihn zu einigen Antworten.

 

Besprechung Wie schon in der Einleitung angesprochen, gehört dieses Werk in die Ecke der weichen Science Fiction. Anstatt die Erzählung durch Fakten und Fiktion zu stützen, verlegt sich Zelazny auf eine dichterisch aufgesetzte Prosa des Übernatürlichen. Er kreierte eine Strasse, auf der man durch die Zeit reisen kann, ohne Erklärung, wie das funktionieren könnte. Er belebt die Geschichte mit Personen und Gegenständen mit paranormalen Fähigkeiten. Ein Buch das spricht, eine Frau die Geschehnisse voraussieht, ein Mann, der sich verjüngt um zu seiner wahren Bestimmung zu finden. Alles dargelegt in einer Geschichte, die sich auf einer merkwürdigen Strasse abspielt.

 

Fazit Um es total zu geniessen, habe ich das Buch zweimal gelesen. Das erste Mal ohne das Verständnis der vielen Ideen, die Roger Zelazny liefert. Das zweite Mal dann mehr bedacht den gesamten Zusammenhang zu sehen. So lässt sich abschliessend feststellen, dass wirklich Gute an einem Werk wie diesem sind die vielen kreativen Ideen, die Erklärung einer ungewohnten Parallelwelt ohne es zu dämonisieren. Eine soft fiction Erzählung eben.

psychodoc für das team fantaster

Leviticus: das dritte Buch Mose interpretiert auf seitentrotter

Posted in buchinterpretationen on März 30th, 2020

Die Volxbibel/ Volxbibel – Wiki/ Volxbibel auf Wiki/ c 2009 Pattloch Verlag/ übersetzt von Martin Dreyer/ Band eins: von Mose bis Buch Esther/  Pfad zu 1.Mose/ Pfad zu 2.Mose/ hier 3..Mose S.54 Kp.27/ ganzes softfax S.895

Die Bibel, Das Buch der Bücher

40 Schreiber zeichnen sich für die insgesamt 66 Bücher der Bibel verantwortlich. Es sind 39 im alten und 27 im neuen Testament. Ein Werk, je nach Ausgabe, mit bis zu 2000 Seiten. Seit es die Druckerpresse gibt, das meist gelesene Buch. Ein Bestseller auf den Hitlisten der modernen Welt. Übersetzt in schon beinahe jede bekannte Sprache. Darin enthalten, die Geschichte der Menschheit von den Anfängen bis zum allerletzten Ende. Dabei den Focus auf das Upcoming vieler, es sei positiv oder negativ. Von Mose, bis zur Offenbarung!

 

Partitur für das Leben

Leviticus oder das dritte Buch Mose interpretiert auf seitentrotter

Rückblick Das erste Buch Mose, die Genesis, erzählt von der Enstehung der Welt und der Menschen. Kein anderes Volk kann ein Werk in diesem Umfang aufweisen. Man muss es darum auch als das vollkommenste und glaubwürdigste Dokument bezeichnen. Das zweite Buch Mose gewährt einen Blick auf jenes Volk, dass einst mit Sack und Pack aus Ägypten ausgezogen ist. Geleitet von Gott persönlich, kämpfte sich Israel durch die Wüste. Es war eine Zeit der Neufindung. Von der Regelung des Lebens erzählt nun Band 3, Leviticus.

Einleitung Gott hatte das Volk, sein Volk, wie er es so gern nennt, aus Ägypten geführt, nicht um es jetzt ohne Versorgung zu lassen. Manna für den Leib, neue Regeln für das Zusammenleben waren angesagt. Alte Lebensweisen mussten bleiben wo sie herkamen, weitab in Ägypten. Weit weg dünken uns als moderne Gesellschaft auch die Gesetze, die in der Bibel stehen. Gefühlt gehören die weit in die Vergangenheit, sind Anweisungen aus einem fremden, religiösen Buch, sind rückständig und haben mit dem Leben hier nichts zu tun. Das Argument, das schlagende ist natürlich, die Kultur, sie ist jetzt eine andere, und zwar völlig. Sie hat sich doch verändert, sie hat sich entwickelt. Das kann man oder muss man auch durchaus in dieser Weise einordnen. Die Kultur war eine andere, weit ab von heute, fern von uns. Eines ist jedoch durch alle Zeiten immer gleich. Es sind die Auswirkungen von menschlichem Verhalten.

Geblieben, oder respektive immer da und bei allen Völkern jedoch unterschiedlich, wenn auch manchmal  nur mit feinen Unterschieden, ist der Kodex. Jedes Volk hat einen Kodex, eine Sammlung von Verhaltensregeln, das gute und schlechte Taten unterscheidet. Wenn wir an die Bibel denken, denken wir jedoch automatisch an die „du-sollst-Regel“. Da waren doch in diesem Buch die 10 Gebote. Diese totalen Stimmungskiller, brauchbar nur für hartgesottene Christen. Ist das so? Im dritten Buch Mose sind es weit mehr als die 10 Gebote, die das Leben regeln. Es ist auch nicht von den „Muss-Regeln“ die Rede. Es sind eher genaue Anweisungen, eine Hilfe für ein Volk, das sich neu finden muss. Das Volk Israel auf der grossen Tour zwischen Ägypten und dem verheissenen Land braucht diese Hilfe, will es das Ziel erreichen. Um es mit dem Bild der Partitur, das ist ein geschriebener Notensatz, ein Lied, zu sagen, Gott als der Schreiber dieser Partitur hat die Melodie festgelegt. Gute Töne unterstützen nun dieses Lied, schlechte erzeugen eine Disharmonie, gut hörbar für den aufmerksamen Zuhörer. Was steht denn nun da drin?

Besprechung Das dritte Buch Mose bietet eine Anleitung zur Wiedergutmachung, von einfachen bis zu schweren Vergehen. Als alttestamentliches Buch spricht es natürlich über die Art und Weise von Opfergaben, die es braucht, um etwas gut zu machen. Wenn man zum Beispiel aus Versehen einen Fehler begangen hat. Das Gegenteil wäre dann, einen Fehler, einen Schaden absichtlich verursachen. Da drin stehen aber auch die Regeln für die Priester, eine Anleitung von A-Z für den Opferdienst. Von den Kleidern bis zur Annäherung an das Heilige Zelt, die Stiftshütte. Praktisch wird es dann, wenn das dritte Buch Mose verklickert, was sich das Volk Gottes von der Natur nehmen darf. Es schlägt auch vor, Sorge um die Natur zu tragen. Noch praktischer, wenn Leviticus erzählt, wie man mit Kranken und Geheilten umgehen soll. Weiterhin gibt der jüdische Kodex natürlich eine Anweisung für die in heutiger Zeit zu wichtig gewehrtete Sache, den Sex. Es behandelt weiterhin Feiertage und Feste. Zuletzt gibt es eine Erklärung, wie der Chef mit seinen Arbeitern umgehen soll, nämlich ohne herabwürdigende Knebelverträge.

So ist das dritte Buch Mose vor allem eins, eine Hilfe für das geimeinsame Leben im Alltag. Der Drohfinger des „du sollst“, kommt da nicht vor. Es zeigt da zwar die Konsequenzen für ein Fehlverhalten, zeigt aber auch den Ausweg. Eine Krankheit, ein Fehlverhalten, eine Sünde, wie es die Bibel sagt, ist darum vor allem eins, eine Chance zurückzufinden. Eine Chance für uns als Menschen das Wesentliche zu entdecken und dahin zu gelangen, wo das Leben sein sollte. Eine Chance, das persönliche Leben dahin zu gestalten, um einen menschenfreundlichen Beitrag für das moderne Abendland zu leisten. Die Bibel ist geschrieben, um uns zum Kern, zu den Wurzeln unseres nationalen Verhaltenskodexes zu führen.

Es ist die Liebe Gottes zu seiner Schöpfung, wie es die Bibel beschreibt, aus der das Verständnis der Menschlichkeit kommt. Diese Zuwendung ist ein Geschenk, wir können sie uns nicht selber holen, oder erarbeiten. Darum ist es auch nicht der Verstand, dem wir die Menschlichkeit verdanken. Er ist vielmehr dazu da, die Dinge, alle Dinge, einzuordnen. Auch die Übernatürlichen. Wir sollen ihn benützen, um kausale Zusammenhänge zu erklären. Eine andere Barriere, die uns oft von Gott fern hält ist die Religion. Religion kann man alles nennen, alle Bestrebungen, auch die christliche, die ein Gedankengebäude anbieten, um den Weg nach oben in den Himmel zu finden. Der Unterschied  zwischen Evangelium und Religion ist ein entscheidender Faktor. Er ist die Basis zur Beantwortung letzter Fragen.

Hier in dieser Rede soll der kleine Exkurs vor allem eines zeigen. Das ist, wohin der Mensch gehen kann, wenn alles zusammenbricht. Wenn die Hilfe der Menschen zu Ende ist. Wenn ihr Wirken, das der Menschen, ihren Lauf vollendet hat und nur noch das Prinzip Hoffnung Erleichterung verschafft. Der Buchdruk hat der Reformation der Kirche zum Durchmarsch verholfen. Aufklärung hat Licht in die dunklen Ecken des Aberglaubens gebracht. Doch nicht nur darum, um den ganzen Glauben zu verwerfen. Darum, man lese die Bibel, man gehe in eine Kirche und man höre, was Gott sonst noch sagen könnte. Dies in einer Zeit, da gerade eine Seuche die Komfortzone aller Bürger mal tüchtig durchrüttelt. Es gibt dann ja noch andere Möglichkeiten. Alleine wandern, pilgern, oder so was. Oder eine Diskussionssendung auf SRF, statt einem Unterhaltungsprogramm. Das Fazit zu dieser Rede lautet so eifach wie gewöhnlich. Die Wege die zu einer einfache Antwort führen sind viele. Jetzt ist die Zeit, da wir sie gehen sollten.

blogunkel

 

das zweite buch mose: eine interpretation auf seitentrotter

Posted in buchinterpretationen on März 3rd, 2020

Die Volxbibel/ Volxbibel – Wiki/ Volxbibel auf Wiki/ c 2009 Pattloch Verlag/ übersetzt von Martin Dreyer/ Band eins: von Mose bis Buch Esther/  Pfad zu 1.Mose/ hier 2.Mose S.80 Kp.40/ ganzes softfax S.895

Die Bibel, Das Buch der Bücher

40 Schreiber zeichnen sich für die insgesamt 66 Bücher der Bibel verantwortlich. Es sind 39 im alten und 27 im neuen Testament. Ein Werk, je nach Ausgabe, mit bis zu 2000 Seiten. Seit es die Druckerpresse gibt, das meist gelesene Buch. Ein Bestseller auf den Hitlisten der modernen Welt. Übersetzt in schon beinahe jede bekannte Sprache. Darin enthalten, die Geschichte der Menschheit von den Anfängen bis zum allerletzten Ende. Dabei den Focus auf das Upcoming vieler, es sei positiv oder negativ. Von Mose, bis zur Offenbarung!

 

Der Dirigent und das Orchester

Das zweite Buch Mose, auch Exodus genannt

Rückblick Das erste Buch Mose ist das erste Buch in der Bibel. Es erzählt von den Anfängen der Welt sowie von den Anfängen mit der Schöpfung. Sündenfall, Verheissung eines neuen Landes, erste Verträge und eine grosse Hungersnot, sind die Themen, die es prägen. Die Kinder Abrahams heissen nun Israel. Allerdings sind sie fern des verheissenen Landes. Sie sind im heutigen Ägypten, krampfen für den Pharao, lassen Blut für einen fremden Gott.

Besprechung Das zweite Buch Mose beginnt mit der harten Auseinandersetzung zwischen dem Volk Israel und den Ägyptern. Die Jahre des Friedens sind vorbei. Ein neuer Pharao ist am Drücker, und er legt die Söhne und Töchter Abrahams an die Sklavenleine. Da erscheint Mose, zu dem  Gott aus einem brennenden Dornbusch über einen Auftrag redete. „Geh dorthin zurück, wo du her kommst und befreie mein Volk!“

So muss denn der Pharao die bitterste Lektion seines Lebens lernen. Es ist nicht gut Brötchen essen mit einem Gott, dessen Plan man nicht befürwortet. Es ist nicht gut Spiele spielen, mit einem Gegner, der die Regeln festgelegt hat. Nicht gut in einem Orchester zu spielen, wenn man die Harmonie des Dirigenten nicht umsetzen will.

Da ist Mose, zur Hand einen Stab und die Hilfe von Aaron, der für ihn das Reden übernimmt. Vor sich den störrischen Pharao, hinter sich ein bockendes Volk. 10 katastrophale Ereignisse lang hält der Herrscher von Ägypten die Grenzen gesperrt. Das Volk der Juden muss bleiben, für ihn die Ziegel für die Bauten brennen. Wohin käme er, liesse er seine Zwangsarbeiter ziehen? Sein Volk müsste einspringen, mögen so die Gedanken gewesen sein. Wer lässt sich schon gerne seine besten Pferde ausspannen, erst recht, wenn er mit ihnen machen kann was er will und leichte Beute hat.

Die letzte Plage? Die Sturheit des Herrschers hat Gott zur letzten Handlung, zu der es vermutlich nie hätte kommen sollen, getrieben. Es heisst da zwar, Gott selber hätte das Herz des Pharaos verstockt, aber doch nur weil der Schöpfer nie gegen den Willen eines Menschen handeln kann. Erstgeborene sterben, überall Blut, Schock und Entsetzen.

Das Volk des Herrn wird schliesslich gebeten, endlich zu gehen. Sie bekommen noch viele Kostbarkeiten mit auf den Weg. Aufgebrochen wird früh am Morgen. Dabei ist Kind und Kegel. Mit Kegel ist hier gemeint: Alte, Kranke, Kinder, Tiere, Familien, Männer, Dichter, Krieger, Bauern, Haushalt und Verpflegung. Sie verlassen das Land am Nil. Hey, das war jetzt nach beinahe 400 Jahren ihre Heimat. Nun sind sie aber ein Volk auf Reisen, ohne Möglichkeit zur Umkehr. Hinter sich eine Armee des Schreckens, vor sich keine wirkliche Ahnung über das Ziel des Weges. Da war zuvorderst Mose und am Tag eine Säulenwolke, nachts eine aus Feuer. Das Zeichen Gottes. Aber wohin gingen sie wirklich? Nicht den geraden Weg zum heutigen Israel. Nachdem das Volk das Schilfmeer trocken durchquerte, in dem die Streitmacht des Pharao baden ging, zogen sie erstmal einen langen Bogen, hinein, mitten in Wüste. Dort an einen Berg, den man Sinai nennt.

Die Geschichte geht dann weiter, dass Mose auf dem Berg die Regeln für das künftige Zusammenleben erhält. Erste Unruhen, Unglauben und Misstrauen bringen Teile der Juden aus dem Tritt. Das Volk murrt, wir hatten es in Ägypten viel besser. Mose zertrümmert die 10 Gebote. Dann bekommt er einen neuen Auftrag. Die Israeliten brauchen Kultur, eine neue Lebensweise. Ausgerichtet nach den Anweisungen des Herrn. Die Stiftshütte wird geplant  und aufgebaut. Das Volk hat sich am Sinai, in der Wüste eingerichtet. Es muss sich neu ordnen, und das braucht seine Zeit.

blogunkel für das team fantaster