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der unknownster in k.leguins geschichte, das wort für welt ist wald

Posted in un-known-ster on September 14th, 2022

blugunkel lenkt den super trouper in jedem buch auf  personen, handlungen, motive, zusammenhänge oder andere details im gegenlicht und verleiht in der sparte unknownster den antistarorden

der antistar nun, in ursula k.leguins geschichte, das wort für welt ist wald

Warum sollte einer fünzig jährigen Geschichte vertrauen entgegengebracht werden? In einer Frage, die heute aktueller ist denn je. Was macht der Mensch mit der Natur? Welchen Beitrag kann eine Geschichte von einer Schriftstellerin, die für SF und High Fantasie bekannt ist, leisten. Wie es der Titel schon sagt, geht es um die Resource Wald. Die siebziger und achtziger die grosse Bühne für die grünen Riesen, denn es drohte das Waldsterben.

Geschickt webt die Schriftstellerin das Schicksal des Waldes in ein imperialistisches Drama im Weltall ein. Die Menschen haben gerade die Erde verwüstet, stossen auf einem Planeten tief im All auf immense Waldreserven. Ein neuer Wettlauf beginnt. Das gleiche Ziel. Die Ausnutzung eines neuen Gebietes. Wären da nicht noch die Eingeborenen, denen LeGuin den Sieg über die Menschen andichtet. Ein poetischer Kampf in einer fernen Welt. Ein altes Menschenrassenübel in einem kritischen Fantasieplot dargestellt. Der Hunger, die Gier, das nie endenwollende Machtdenken an den Pranger gestellt. Der Art und weise, wie sie das tut, durch verträumte Planetenbewohner als Zentrum der Geschichte, gehört ein Orden: der Antistar-Orden.

team fantaster

metro, die trilogie, von glukhovsky, besprochen auf seitentrotter

Posted in buchinterpretationen on August 19th, 2022

Glukhovsky Dmitry/ Glukhovsky auf Wiki/ Metro die Trilogie, c 2019 Heyne Verlag/ Russische Originaltitel: Metpo 2033, Metpo 2034, Metpo 2034/ aus dem Russischen von David Drevs/ mit Karte der Moskauer Metro/ Nachwort und Worterklärungen/ ganzes hardfax S.1613

Russisch für Anfänger

 

Hinweis: Glukhovskys Haltung zum Ukrainekrieg https://bit.ly/3QxhqC5

 

Einleitung Unendliche Weite kann beengen; räumliche Nähe kann befreien; Tunnels, ob in einem Freizeitpark oder als städtische Infrastruktur haben vor allem ein Ziel: Sie befördern den Gast vom Anfang bis ans Ende. Das Buch Metro von Dmitry Glukhovsky führt aber zur Endstation Moskauer Untergrund. Zumindest für zermürbende1600 Seiten. Pass also auf, wenn du deine… Station verlässt!

 

Handlung Teil eins, Metro 2033

 

Es ist die Welt nach einem atomaren Vernichtungsschlag; Artjom lebt an der Moskauer U-Bahn Station WDNCh. Die einzigen Überlebenden waren einige Tausend; jene, die zur Zeit gerade in der U-Bahn unterwegs waren. Keine zentrale Regierung, keine Hoffnung auf baldige Rückkehr nach oben; die Menschen scharen sich an den U-Bahn Stationen zu autonomen Gesinnungs-Gemeinschaften.

 

Eines Tages unternimmt Artjom mit zweien seiner Freunde eine gewagte Tour. Aus reiner Neugier planen sie an die Oberfläche zu gehen, ohne Schutzanzug, ohne Plan und vor allem: ohne Wissen der verantwortlichen Wachleute seiner Station. Das verhängnisvolle passiert. An der Oberfläche, nahe des Zugangs zur Metro, werden sie von einer Meute Hunde gestellt. Es gelingt seinen zwei Freunden die Flucht. Artjom findet sich jedoch in einer auswegslosen Lage, keine Flucht möglich. Verlassen von den Freunden. Als jede Hoffnung erloschen scheint, taucht ein mysteriöses Wesen auf. Die Hunde fliehen und Artjom sieht sich glücklich befreit. Kehrt zurück. Allerdings: das hermetische Tor, der Zugang zu ihrem Teil der Metro, die Jungs können es nicht mehr schliessen.

 

Dies ist der Anfang eines langen und erbitterten Kampfes gegen die verstrahlten Wesen von oben. Artjom fühlt sich in der Folge beauftragt, auf eine lange Mission durch das weitverzweigte Netz der Metro zu gehen. Immer auf der Suche nach Hilfe für die auswegslose Situation an seiner Station.

Auf dem Weg lernt er so einige Gesellen kennen, hört viele alte Geschichten und muss sich mit verschiedenen Ideologien auseinandersetzen, entspringt so einigen Mordversuchen, widersteht der einlullenden Tunnelangst. Endlich gerät er in Besitz eines Planes. Mit der Hilfe des Offiziers Melnik arbeiten sie fortan an einem gewagten Rettungsversuch gegen die Wesen von oben.

Artjom fällt schliesslich seine eigene Entscheidung, denn er hat noch etwas entdeckt, das die ganze Lagebeurteilung kehren würde. Er wird aber zunächst auf einen weiteren Weg geführt.

 

Rückblick Band eins: Metro 2033 erzählt die Geschichte Artjoms. Es ist die Geschichte eines Knaben von der Station WDNCh. Ein schlechtes Gewissen ist der Motor für die Erfüllung eines Auftrages, der ihn durch die Metro führt. Denn: die Welt von einst liegt nach einem Atomkrieg in Trümmern, ein Leben an der Oberfläche wird durch die Strahlung verunmöglicht. Als Artjom von einem geheimnisvollen Jäger eine Botschaft erhält, macht er sich auf den Weg.

 

Handlung Band 2: Metro 2034

 

Metro 2034 beginnt an einem anderen Ort in der weitverzweigten Metro. Die Sewastopolskaja wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr eines Versorgungstrupps. Er ist verspätet und der Funkverkehr funktioniert nicht so wie er sollte. Hier an dieser Station lebt auch der Jäger, von dem Artjom einst den geheimnisvollen Auftrag erhalten hatte. Zusammen mit einem Geschichtenschreiber macht er sich auf den Weg, das Problem zu lösen. Bald blicken sie hinter eine schreckliche Wahrheit der Station, die weiter nördlich an ihrer Linie liegt. Die Tulskaja ist unpassierbar, sie ist blockiert, denn eine Seuche ist ausgebrochen und der Versorgungskonvoi ist steckengeblieben.

 

Über Umwege findet der Jäger schliesslich Hilfe bei der Polis. Das lange Leben als Kämpfer für die Menschen hat den Jäger jedoch verändert. An Ort und Stelle könnte er das Problem lösen, es beseitigen, sieht sich aber einer einsamen Entscheidung gegenüber.

Sein Begleiter, ein alter russischer Atheist, war Streckenwärter und Zugsführer in der Metro von Moskau. Er kennt sich so ziemlich aus. Er möchte etwas für die Nachwelt erschaffen und entschliesst sich, ein Buch zu schreiben. Die Handlung liefert ihm die Mission mit dem Jäger.

 

Mit dabei ist auch ein Mädchen, das gerade seinen Vater an der Strahlenkrankheit verloren hat. Ebenso ein Musiker. Der Jäger und der Atheist greifen die beiden auf dem Weg auf. Beide haben in der Folge eine für die Geschichte wichtige Aufgabe. Denn die Lösung für das Problem an der Tulskaja liegt näher, als die Protagonisten ahnen. Der Jäger plädiert auf Vernichtung, das Mädchen setzt auf das Prinzip Hoffnung, und der Musiker? In seinem Wissen liegt der Schlüssel für das Problem. Es hängt jedoch ein dunkler Schatten auf seinem Leben.

Und was alle nicht wissen. An besagter Tulskaja lebt ein noch junger Mann. Dort lebt auch Artjom, der versuchte Kontakt aufzunehmen.

 

Band eins erzählt die Geschichte des Knaben Artjom, und wie er sich aufmacht, das drohende Unheil von der Metro, in der sie jetzt nach einem Atomkrieg leben, abzuwenden.

 

Band 2 richtet den Strahl auf das Leben eines jungen Mädchens, und auf einen Journalisten, wenn man so will. Die Möglichkeiten das Leben zu entwickeln sind begrenzt. Während das Mädchen das menschliche in ihren Gefährten sucht, schaut Homer, der Journalist, wie er das Leben in der Metro anhand einer Geschichte für die Nachwelt dokumentieren kann. Eine in einer Station ausgebrochene Seuche bedroht die ganze Metro; das Mädchen und der Journalist werden vom Strudel der Erreignisse fortgerissen.

 

Band 3: Metro 2035

 

Band 3 setzt mit der Erzählung wieder bei Artjom an. Er hat geheiratet und lebt wieder an seiner alten Station, der WDNCh. Es lässt ihn jedoch der Traum von einem normalen Leben an der Oberfläche nicht los. Ausgestattet mit einer Funkausrüstung geht er immer wieder nach oben, um Signale von anderen Städten zu empfangen. Das handelt ihm die Missgunst seiner Frau und seiner Umgebung ein. Dann taucht Homer bei Artjom auf und erzählt von einem Funker an einer anderen Station. Artjom macht sich erneut auf den Weg, um der Sache auf den Grund zu gehen.

 

Der Zustand der Menschen in der Metro beschäftigt ihn. Es ist ein Leben, das ständig an Wert verliert. Darum will er nach oben. Er glaubt an das Leben an der Oberfläche. In seinen Nachforschungen stösst er auf so manche Widerstände. Der Orden, dem er einst angehörte, und der zum Schutz der Menschen da wäre, ist gegen ihn, beschreitet geheimnisvolle Wege, unterstützt ihn nicht. Wiederholt gerät er in Gefangenschaft. Mitten im Parteiensumpf der Stationen entdeckt Artjom tiefere Wahrheiten. Ist der Krieg da draussen, der alles verursacht hat, wirklich vorbei? Und ist da nicht doch noch irgendeine russische Geheimregierung an der Macht? Die Menschen, Sascha, Homer, die Kameraden des Ordens; er versucht sie zu überzeugen und muss am Ende eine bittere Erfahrung machen. Artjom muss schlussendlich einsehen, er kann die Probleme der verbliebenen Bevölkerung nicht lösen. Was nicht heisst, dass er sie für sich nicht lösen kann, was er tut, und sich von der Metro verabschiedet.

 

Besprechung Das Buch Metro, die Gesamtausgabe, hat über tausend Seiten. Und ich geb es gerne zu, das Buch hat mein Interesse gerade wegen diesem enormen Umfang geweckt; und wegen des schwarzen Covers mit Schutzmaske.

Blogunkel, das Team Seitentrotter, sie lieben fette Schunken, dicke Bücher, seitenstarke Plots. Man hat halt eben, wie es das Besprechungsteam einhellig feststellt, ein richtiges Buch in den Händen. Was ja aber nicht heissen soll, alle anderen Bücher, die mit etwa 200 bis 300 Seiten, wären keine richtigen Bücher. Nein. Nur die Groschenhefte sind da ausgenommen. Es ist ausserdem äusserst beschwerlich über eine längere Lesezeit so ein fettes Buch zu halten. Die beste Lesehaltung ist mit Sofa oder Lesestuhl und Schemel für die Füsse. Der Leser hält bequem mit der linken Hand das Buch, während sie auf dem Körper aufliegt, und kann mit der rechten Seite um Seite umschlagen.

 

Die ersten Seiten von Glukhovskys Geschichte führen den Leser an den Wachposten der Metrostation WDNCh. Ein Atomkrieg hat die gesamte Erde unbewohnbar gemacht. In Moskau drängen sich die Überlebenden in den Stationen der Metro. Dort ist auch Artjom, ein Waisenknabe. Er lebt bei Onkel Suchoj und reiht sich in der Wachmannschaft ein. Er hört allerlei Geschichten. Geschichten, wie es einst war, Geschichten von Ungeheuern, Geschichten geprägt von etwas, das man nur Stollenkoller nennen kann. Die Bedrohung für die Geretteten kommt nicht nur von aussen, sie kommt auch von innen. In den finsteren Tunneln und spärlich beleuchteten Stationen kämpfen die Menschen gegen Stimmen, Gase und Aberglauben. Was in einem Leben an der Oberfläche schon die Kraft hat, Menschen zu betrügen, bekommt in der Dunkelheit die Realtiät eines brutalen Monsters.

 

Der Leser bekommt in dieser Geschichte ein klares Bild der russischen Gesellschaft. Es existieren mehrere ideologische Gruppen:

die Kommunisten und die Faschisten; es existiert ein Bund namens Hanse; ein Handelsbund. Es gibt sektiererische Aussenstationen wie die Gemeinschaft des grossen Wurms, oder die Zeugen Jehovas. Dann gibt es die Polis und darin integriert den Orden. Mysteriöse Kommunen, Gemeinschaften und Verbindungen. Seuchen- Strahlen und Mutationsgefahr. Alles schön verteilt über das ganze Netz. Und alles schön verbunden mit einem Schuss russischem Nationalismus.

 

Ein Leben frei von einer Bindung an eine Organisation ist utopisch. Artjom, als er diesen Bock schiesst, und ihn das Gewissen auf den langen Weg durch die Metro jagt, ist fortan den immanenten Systemen ausgeliefert. Leben in der russischen Gesellschaft, ohne mit dem System verkabelt zu sein, ein lebensgefährlicher Grat. Um zu überleben, muss darum auch Artjom mehrmals die Schusswaffe betätigen, seine Gefährten tauschen und eine Menge Glück in Anspruch nehmen.

 

In diesem von Menschen angerichteten Schlammassel erlebt der Leser einen Hauch von russischer Seele:

Artjom, das politische Freiwild, immer im Gegenwind zur herrschenden Klasse.

Homer, den alten Russen, ein Atheist und Freidenker, darauf bedacht, in der jetzigen Misere das menschenwürdige in einer Schrift festzuhalten.

Sascha, das Mädchen von der verseuchten Station, die Verkörperung eines russischen Herzens, der Herzschlag des russischen Way of Lifes schlechthin; indem sie an das menschliche in einem Kämpfer appeliert. Für den Frieden und die Wahrheit plädiert, als Lösungen für festgefahrene Verhältnisse anstehen.

Der Orden, so eine Art russische Geheimpolizei. Und seine geheimpolitischen Handlungen zum angeblichen Schutze der Menschen.

Die geheimen Beobachter, die existieren, das Volk aber nie weiss, ob sie der Realität entsprechen. Und nur einige wenige werden jemals der Wahrheit auf die Spur kommen.

Alles in allem: Russisch für Anfänger.

 

Fazit Frei nach Tolkien: überlege dir gut, welchen Weg du einschlägst, denn du musst ihm die ganzen Windungen folgen. Keine Chance für eine Abkürzungen. Aber für einen Vielleser mit Hang zu epischen Stories, kein Problem. Hier bekommt der Lesehamster jede Menge dystopische Seiten zu futtern. Mampf. Ein Liebhaber Buch, gut zu lesen ohne darüber nachzudenken, weil gute Unterhaltung; aber auch gut zu lesen, um jede Menge an Verbindungen zur russischen Gesellschaft herzustellen. May erklärt die Deutsche, King die Amerikanische, und Glukhovsky die Russenseele.

 

gedankenverbrecer für team seitentrotter

netartstyle mit brüder des windes von tad williams

Posted in netart on August 9th, 2022

die brüder des windes

des windes brüder

fantasie gezeiten gesinde

erzählt unter sir tads linde

eine vorgeschichte zum drachenbeinthron aus osten ard: auf klett-cotta

band 2 der weitseher trilogie, die brüder des windes, von robin hobb, als netartstyle

Posted in netart on August 9th, 2022

der bruder des wolfs

des wolfes bruder

des sehers feinde falsch

der lange weg ans ruder

die erste weitseher trilogie von robin hobb auf bücherserien

netart mit band 36, dem schatz im silbersee, von karl may

Posted in netart on Juli 31st, 2022

der schatz im silbersee

der silbersee und der schatz

karl mays indianer abc

der bösen gesellen hatz

band 36 auf karl may.de

gedankensplatter zu g.r.r.martins feuer und blut band eins

Posted in gedankensplatter on Juli 25th, 2022

eigenlese`s satzwerk aus der feder von blugunkel, immer der treffendste satz zum buch mit gedankensplatter

das buch feuer und blut, band eins, kompromisslos gesplattert, von gedankenverbrecher

Buch oder Realität, Aufzeichnung oder Handlung- der phantastische Wettstreit um authentisches Leben.

joho

der unknownster in der biblischen geschichte über noah

Posted in un-known-ster on Juli 11th, 2022

blugunkel lenkt den super trouper in jedem buch auf  personen, handlungen, motive, zusammenhänge oder andere details im gegenlicht und verleiht in der sparte unknownster den antistarorden

der antistar nun in der geschichte von noah im ersten buch mose aus dem alten testament

Eigentümlich ist die Sache mit der Geschichte über die alles bedeckende Flut. Die Bibel spricht nicht nur von anhaltenden Regenfällen. Es wurden nach der Lutherbibel die Fenster des Himmels geöffnet und die Brunnen der Tiefe. Vierzig Tage Wasser von oben und von unten. Noah war mit den Seinen in der Arche; und mit den Tieren, paarweise. So ging nicht alles Leben verloren. Die Erde erlebte einen Neustart. Das alles war geschehen, wegen der Bosheit der Menschen.

Nun aber, sagte Gott, will ich nie mehr alles Leben von der Erde tilgen. Nie mehr will ich ein solches Geschehen über die Erde kommen lassen. Das eine mal genügte ihm. Sollte es nur für die Geschichte sein? Hatte er einfach ein Beispiel gesetzt. Das sein Reden ernst zu nehmen sei? Die Frage bleibt natürlich offen.

Auf jedenfall sehen wir die Farben des Bogens am Himmel, wenn das Sonnenlicht mit einem Gewitter konkurriert. Dort hat ihn Gott hingestellt, als Zeichen. Das sein Wort gilt. Rot, gelb, grün, blau. Wir sehen das Phänomen nicht nur in einem Land, in allen Ländern.

Und wir sehen die Farben des Bogens auf den Fahnen der Menschenrechtsbewegung auf der ganzen Welt. Auf einer Fahne, die die Rechte des Menschen in den Mittelpunkt stellt. Der Bogen jedoch steht für mehr. Er ist das Zeichen des Bundes Gottes mit der Erde. Dass was die Erde bevölkert nicht mehr durch ein Gericht ausgerottet wird. So ist das Team Seitentrotter übereingekommen, diesem Bogen, dem Regenbogen, als Teil biblischer Geschichte einen Orden zu verleihen, den Antistarorden.

bretonische geheimnisse, kommissar dupins siebter fall von j.l.bannalec

Posted in buchinterpretationen on Juni 17th, 2022

Bannalec Jean-Luc/ Bannalec auf wiki/ Bretonische Gemheimisse, Dupins siebter Fall, c 2018 Kiwi Verlag, Karten, softfax S.394

Dupin ermittelt

Faktenläufer im Zauberwald

Einleitung Die Verfilmungen, Top, ein Hit. Die Landschaft, die Mimen, die Erzählung; bestens geeignet für eine kriminologische Geschichte. Alles greift ineinander, ist irgendwie wild, passt aber zusammen. Die Charaktere, die meerumtoste Bretagne. So musste also auch mal eine Geschichte aus Bannalecs Welt in Printform die Welt von seitentrotter besegeln. Kommissar Dupins siebter Fall: Bretonische Geheimnisse vom Kiwi Verlag aus dem Jahr 2018.

 

Handlung Kommisar Dupin und sein Ermittlungsteam holen einen Betriebsausflug nach. Sie besuchen einen sagenumwobenen Wald. Den Foret de Paimpont. Hier befinden sich bedeutende Ausgrabungsstätten für die Artusforschung. Ein Team von Wissenschaftlern tagt gerade und Dupin soll einen von ihnen befragen. Denn er tut einem ehemaligen Pariser Kollegen einen Gefallen. Dupin kann jedoch nur noch den Tod feststellen. Was eine kurze Sache hätte werden sollen, weitet sich zu einem handfesten Skandal.

Der Ausflug ist gestrichen, die Ermittlungen starten. Mit der Befragung der übrigen Wissenschaftler. Fragen über Fragen, unbewantwortet. Die Herren Studierten genau so geheimnisvoll wie der Wald. In Dupins Kopf laufen die Fakten durcheinander. Sein Denken scheint verzaubert. Hat der Wald ein Geheimnis?

 

Besprechung Zugegeben. Die Filme, eine Wucht. Ein Goldsternchen zeitgenössischer Krimiverfilmung. Das Buch darum in die Hand zu nehmen, selbstredend, wenn der Film dermassen überzeugt. Die rollenden Bilder konnten die Gedanken verzaubern. Es ist gesagt, zuerst der Film, dann das Buch; um keine Enttäuschung zu erleben. Es ist ein Fakt. Die durch die Beschreibung entstandenen Bilder im Kopf des Lesers können von einem Regisseur nur bedingt bespielt werden. Teilweise, nicht vollkommen. So mag ein Film nach dem Lesen des Buches enttäuschen. Und umgekehrt?

Kann eine Beschreibung den entstandenen Eindruck durch rollende Bilder wiedergeben? Dupin hat auf jedenfall das Gesicht des Schauspielers. Ebenso die witzigen Ermittler in Dupins Team, Kadeg, Riwal und Nolwenn. Eine charakterlich gut getroffene Übereinstimmung.

Die Bretagne als pittoreske Landschaft, wie es Bannalec formuliert? Wie sieht es da aus? Schwierig sprachlich die gewaltige Schönheit zu bannen. Das Schloss am See, der Wald, die Einheimischen. Danke an Polizeiermittler Riwal, der Dupin so manches über die sagenumwobene Gegend erzählt.

Die Handlung? Gespräche, Gespräche, und… nochmals Gespräche. Befragung, Befragung, und… nochmals Befragung. Ein Loch in die vielschichtige Verschwiegenheit der Wissenschaftler bohren. Die einen werden es lieben, die andern hassen. Kein Buch für Romantiker. Geheimnisvolle verdächtige und mysteriöse Geschichten. Der Stil der Geschichte hat seitentrotter nicht vollends überzeugt.

Eine brodelnder Sumpf für den gewohnten Faktenläufer Dupin. Die Recherche zum Tod des Wissenschaftlers scheint im sagenumwobenen Zauberwald zu verlaufen. Dupin schwirren die Gedanken. Aber er hat ja noch sein Team und die ansässige Polizei. Zum Schluss ist es ein Gutteil gefühlssache, den Täter zu stellen.

 

Fazit Viele interessante Fakten über den Wald, da schon Artus wandelte. Einen mächtigen Eindruck über den erlauchten Kreis der Wissenschaftler. Gute Gespräche, witzige Ermittlungsdetails, wie Dupins Weise die Fakten zu notieren. Man lese und staune. Aber kein Schwelgekrimi, wenn man so sagen will. Er rüttelt auf, fordert Konzentration. Nicht zum träumen, aber zu laufen, Faktenlaufen.

jh

seite 76 und der heilige der insel gil von r.bradley

Posted in schriftwerk seite 76 on Juni 14th, 2022

Schriftwerk Seite 76  teilt BlugUnkels Querride durch die Seite 76

der heilige der insel gil von rebecca bradley quergelesen

Aus Strohdach bestand Marktplatz. Besonders schlimm standen zwölf Händler. Ebenso gekleidet wie Gilaner. Auf dem Tisch einen Haufen mit braunem Fell. Das Blut versetzte Magen in Aufruhr. Ratten. Schmecken schlecht, oh. Warscheinlich die Wirtschaft von Parasiten. Sie bevölkerten Gil wo es niemals Schädlinge hatte. Besonders während ersten Jahrzente. Seuchen können derartige Kreaturen finden. Ausserordentlich schwer würgte hinunter Calla den Preis. Delikatessen und die Ratte in Tasche.

jh

die schwarze armee von s.garcia-clairac, band eins, das reich der träume

Posted in buchinterpretationen on Juni 7th, 2022

 

Santiago Garcia-Clairac/ Clairac bei Wiki/ Die schwarze Armee, Band eins , Das Reich der Träume c 2008 Baumhaus Verlag, spanische Ausgabe mit dem Titel: El Ejército Negro – El Reino de los Suenos/ Aus dem Spanischen von Hans-Joachim Hartstein/ hardfax S.736

Einleitung Schon lange zierte die Schwarze Armee meine Sammlung. Immer wieder hatte ich es aus dem Regal gezogen, um es dann wieder zu versorgen. Nun hat es den nächsten Versuch überlebt. Ich habe es nicht zugunsten eines anderen Autors zurückgestellt. So wanderte die Geschichte von Santiago Garcia-Clairac endlich in meine Hände: die schwarze Armee, Band eins der Trilogie, das Reich der Träume, aus dem Jahr 2008.

 

Handlung Arturo Adragon ist der Sohn eines Stiftungsleiters in Ferenix, Spanien. Gleichzeitig ist er in seinen Träumen der Anführer einer mittelalterlichen Armee, der Schwarzen Armee. In der realen Welt kann er mithelfen, die Stiftung vor der Habgier anderer zu retten. Denn die Stiftung ist nicht irgendeine Stiftung, und Arturo ist nicht irgendein Sohn. Die Stiftung besitzt Bücher und Schätze aus dem Mittelalter, die manche Begehrlichkeiten wecken; Arturo hat seit seiner Kindheit ein A in Form eines Drachenkopfes mit Füssen auf dem Gesicht. Zudem Buchstaben auf dem ganzen Oberkörper. Im Mittealter ist er Teil der Friedensarmee einer Königin. Zusammen mit einem Alchemisten verteidigt er das Land gegen einen dämonischen Hexer.

In der Gegenwart lässt er selbst nicht locker, um hinter das Geheimnis seiner Träume, das irgendwie mit dem A auf dem Gesicht in Verbindung steht, zu kommen. Es helfen ihm dabei ein randständiger Historiker, seine Schulfreundin und ein Mitschüler. Immer wieder erlebt er in beiden Welten die Kraft der Buchstaben auf seinem Körper. Sie helfen ihm aus so mancher Not.

 

Besprechung Das Buch ist in seiner Aufmachung ein Hingucker. Die Bücher, denn es sind drei Bände, von denen zwei davon so lange in meinem Regal standen, machen sich gut auf jedem Regal. Schliesslich nahm ich es endlich zum lesen in meine Hände.

Die Gründe waren: es ist ein tolles Hardfax, hat einen tollen Buchdeckel und Rücken, und der Autor kommt aus Spanien. Das war der Hauptbeweggrund: Spanien. Endlich mal einen nicht deutsch- oder englischsprachigen Fantasieautoren lesen.

Jetzt nach mehr als achthundert getrotteten Seiten weiss ich: Ich hätte tiefer forschen sollen. Denn Herr Garcia-Clairac ist ein Jugendbuchautor. Nicht, dass im team seitentrotter keine Jugendbücher besprochen werden. Karl May wurde ja auch so gehandelt. Nein. Der Unterschied ist, May hat für die Erwachsenenwelt geschrieben, und er wurde im Handel in die Nische der Jugend eingeordnet.

Clairac schrieb für die Jugend, Clairac wurde und wird dort eingeordnet. Er ist ein Jugendbuchautor, so für die Altersgruppe zehn Jahre. Das bemerkt man besonders an der verwendeten Sprache, am Schreibstil. Clairac bedient sich kaum der metaphorischen Sprache. Wenn er Bilder verwendet, sind sie einfach und meist in einem Satz abgetan. Schade. Denn Kinder sollen doch auch in der verschiedenen Verwendung von Sprache lernen.

Weiterhin benützt der Autor keine tiefsinnige Erzählweise, es gibt keinen Doppelsinn hinter den Worten. Im Gegenteil. Die Erzählweise bewegt sich ohne abzuweichen von A nach B. Sie ist wie ein Bogenschuss. Der Pfeil wird abgefeuert, trifft, und fertig. Keine Betrachtungsweise, wie er abgefeuert wurde. Ohne auszuschmücken, folgt Clairac einem einfachen kausalen Schema. Eine Handlung zieht die nächste nach sich, und so weiter, und das achthundert Seiten lang. Eine einfach gestrickte Erzählung ohne Firlefanz. Und es ist ja auch nicht falsch, so zu schreiben. Auch nicht, als Erwachsener mal ein Buch in einfacher Sprache zu lesen.

Dazu passt, dass der Held, wenn der das Schwert zieht, einfach so, ohne zu erklären der bessere Schwertkämpfer als irgendein alter Ritter ist. Dazu passt auch das Verständnis von Magie. Ein König wird von der Tochter eines Hexenmeisters eben kurz mal in ein Tier verwandelt. Keine Erklärung kriegt der Leser serviert, wie denn der Protagonist die Zeiten wechselt. Er träumt, und damit Punkt.

 

Die starke Seite des Fantasieromans ist die Idee von der Macht der Buchstaben. Geschrieben mit magischer Tinte auf die Waffen der Soldaten, verleihen sie den Trägern Kraft gegen den finsteren Hexer und seine Brut anzutreten. Und wie gesagt, es ist ein schönes, edles Buch, dass ein Freund und eine Freundin der bedruckten Seiten gern in die Hand nimmt. Es gibt was her, einfach gesagt. Und so hab ich es halt fertig gelesen.

 

Fazit Das Fantasie Buch von Santiago Garcia-Clairac hat dem team seitentrotter gezeigt, es wäre gut, etwas über den Autoren nachzuforschen. Denn, diese Regel breche ich nur ungern. Jedes angefangene Buch wird auch fertiggelesen. Auch wenn es nicht gerade passt.

Die schwarze Armee ist ein Jugendbuch. Die Sprache zugeschnitten. Für Erwachsene Vielleser gewöhnungsbedürftig. Es ist kein Buch wie eines von Tolkien, May, Peake oder um einen jüngeren zu nennen, Paolini. Denn das Buch von Clairac lässt eine Intellektualität vermissen, die den Leser auch mal herausfordert, zwischen den Zeilen zu lesen. Keine versteckten Geheimnisse, keine metaforischen Abwege. Pures, blankes, festes Wortgitter, ohne Zwischengeplänkel. Schade!

Die Empfehlung: Die schwarze Armee, das Reich der Träume, und die Folgebände gehören vor allem aber nicht nur, in Kinderhände!

Staff homeranus