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das zweite buch mose: eine interpretation auf seitentrotter

Posted in buchinterpretationen on März 3rd, 2020

Die Volxbibel/ Volxbibel – Wiki/ Volxbibel auf Wiki/ c 2009 Pattloch Verlag/ übersetzt von Martin Dreyer/ Band eins: von Mose bis Buch Esther/  Pfad zu 1.Mose/ hier 2.Mose S.80 Kp.40/ ganzes softfax S.895

Die Bibel, Das Buch der Bücher

40 Schreiber zeichnen sich für die insgesamt 66 Bücher der Bibel verantwortlich. Es sind 39 im alten und 27 im neuen Testament. Ein Werk, je nach Ausgabe, mit bis zu 2000 Seiten. Seit es die Druckerpresse gibt, das meist gelesene Buch. Ein Bestseller auf den Hitlisten der modernen Welt. Übersetzt in schon beinahe jede bekannte Sprache. Darin enthalten, die Geschichte der Menschheit von den Anfängen bis zum allerletzten Ende. Dabei den Focus auf das Upcoming vieler, es sei positiv oder negativ. Von Mose, bis zur Offenbarung!

 

Der Dirigent und das Orchester

Das zweite Buch Mose, auch Exodus genannt

Rückblick Das erste Buch Mose ist das erste Buch in der Bibel. Es erzählt von den Anfängen der Welt sowie von den Anfängen mit der Schöpfung. Sündenfall, Verheissung eines neuen Landes, erste Verträge und eine grosse Hungersnot, sind die Themen, die es prägen. Die Kinder Abrahams heissen nun Israel. Allerdings sind sie fern des verheissenen Landes. Sie sind im heutigen Ägypten, krampfen für den Pharao, lassen Blut für einen fremden Gott.

Besprechung Das zweite Buch Mose beginnt mit der harten Auseinandersetzung zwischen dem Volk Israel und den Ägyptern. Die Jahre des Friedens sind vorbei. Ein neuer Pharao ist am Drücker, und er legt die Söhne und Töchter Abrahams an die Sklavenleine. Da erscheint Mose, zu dem  Gott aus einem brennenden Dornbusch über einen Auftrag redete. „Geh dorthin zurück, wo du her kommst und befreie mein Volk!“

So muss denn der Pharao die bitterste Lektion seines Lebens lernen. Es ist nicht gut Brötchen essen mit einem Gott, dessen Plan man nicht befürwortet. Es ist nicht gut Spiele spielen, mit einem Gegner, der die Regeln festgelegt hat. Nicht gut in einem Orchester zu spielen, wenn man die Harmonie des Dirigenten nicht umsetzen will.

Da ist Mose, zur Hand einen Stab und die Hilfe von Aaron, der für ihn das Reden übernimmt. Vor sich den störrischen Pharao, hinter sich ein bockendes Volk. 10 katastrophale Ereignisse lang hält der Herrscher von Ägypten die Grenzen gesperrt. Das Volk der Juden muss bleiben, für ihn die Ziegel für die Bauten brennen. Wohin käme er, liesse er seine Zwangsarbeiter ziehen? Sein Volk müsste einspringen, mögen so die Gedanken gewesen sein. Wer lässt sich schon gerne seine besten Pferde ausspannen, erst recht, wenn er mit ihnen machen kann was er will und leichte Beute hat.

Die letzte Plage? Die Sturheit des Herrschers hat Gott zur letzten Handlung, zu der es vermutlich nie hätte kommen sollen, getrieben. Es heisst da zwar, Gott selber hätte das Herz des Pharaos verstockt, aber doch nur weil der Schöpfer nie gegen den Willen eines Menschen handeln kann. Erstgeborene sterben, überall Blut, Schock und Entsetzen.

Das Volk des Herrn wird schliesslich gebeten, endlich zu gehen. Sie bekommen noch viele Kostbarkeiten mit auf den Weg. Aufgebrochen wird früh am Morgen. Dabei ist Kind und Kegel. Mit Kegel ist hier gemeint: Alte, Kranke, Kinder, Tiere, Familien, Männer, Dichter, Krieger, Bauern, Haushalt und Verpflegung. Sie verlassen das Land am Nil. Hey, das war jetzt nach beinahe 400 Jahren ihre Heimat. Nun sind sie aber ein Volk auf Reisen, ohne Möglichkeit zur Umkehr. Hinter sich eine Armee des Schreckens, vor sich keine wirkliche Ahnung über das Ziel des Weges. Da war zuvorderst Mose und am Tag eine Säulenwolke, nachts eine aus Feuer. Das Zeichen Gottes. Aber wohin gingen sie wirklich? Nicht den geraden Weg zum heutigen Israel. Nachdem das Volk das Schilfmeer trocken durchquerte, in dem die Streitmacht des Pharao baden ging, zogen sie erstmal einen langen Bogen, hinein, mitten in Wüste. Dort an einen Berg, den man Sinai nennt.

Die Geschichte geht dann weiter, dass Mose auf dem Berg die Regeln für das künftige Zusammenleben erhält. Erste Unruhen, Unglauben und Misstrauen bringen Teile der Juden aus dem Tritt. Das Volk murrt, wir hatten es in Ägypten viel besser. Mose zertrümmert die 10 Gebote. Dann bekommt er einen neuen Auftrag. Die Israeliten brauchen Kultur, eine neue Lebensweise. Ausgerichtet nach den Anweisungen des Herrn. Die Stiftshütte wird geplant  und aufgebaut. Das Volk hat sich am Sinai, in der Wüste eingerichtet. Es muss sich neu ordnen, und das braucht seine Zeit.

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Posted in netart on Februar 25th, 2020

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Posted in netart on Februar 11th, 2020

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Posted in netart on Februar 10th, 2020

ein reporter names simon busche

auf wegen für die wahrheit

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fakten statt zeugen schaffen klarheit

die bibel, das 1.buch mose, besprochen auf seitentrotter

Posted in buchinterpretationen on Januar 20th, 2020

Die Volxbibel/ Volxbibel – Wiki/ Volxbibel auf Wiki/ c 2009 Pattloch Verlag/ übersetzt von Martin Dreyer/ Band eins: von Mose bis Buch Esther/ 1.Mose: 50 Kapitel, 97 S./ ganzes softfax S.895

Die Bibel, das Buch der Bücher

40 Schreiber zeichnen sich für die insgesamt 66 Bücher der Bibel verantwortlich. Es sind 39 im alten und 27 im neuen Testament. Ein Werk, je nach Ausgabe, mit bis zu 2000 Seiten. Seit es die Druckerpresse gibt, das meist gelesene Buch. Ein Bestseller auf den Hitlisten der modernen Welt. Übersetzt in schon beinahe jede bekannte Sprache. Darin enthalten, die Geschichte der Menschheit von den Anfängen bis zum allerletzten Ende. Dabei den Focus auf das Upcoming vieler, es sei positiv oder negativ. Von Mose, bis zur Offenbarung!

 

Von der Panik bis zum Orchester

Das erste Buch Mose, auch Genesis genannt

Das erste Buch Mose erzählt die Geschichte der Erde. Nachdem Gott für Ordnung unter den Elementen gesorgt hat, kreiert er alle Lebewesen. Dabei kann hier ruhig ausser Acht gelassen werden, wie lange dies wohl gedauert hat. Denn wissenschaftliche Forschung und die Bibel selber geben hier keinen klaren Beweis. Wenn die Schrift sagt, Gott habe an einem Tag den Wassern die Grenzen gesetzt, so wissen wir eben nicht, wie lange dieser Tag dauerte. Gott selber sorgte für Ordnung, schaute, dass seine Schöpfung zusammenspielt wie die Töne in einem Orchester.

Er setzte den Menschen in den Garten, den wir unter dem Namen Eden kennen. Ein entsprechendes Gegenüber wurde ihm beiseite gestellt, die erste Frau. Ein Mythos, ein Märchen, oder doch die ultimativ wahre Geschichte? An dieser Stelle verweise ich an jenen Musiker, an den der Titel dieser Story erinnert, Udo Lindenberg. Er soll in einem Interview mal gesagt haben, er glaube eher an die biblische Version, als an die Evolution, weil sie ihm irgendwie vertrauenswürdiger erscheine. So auf jedenfall, darf der Leser diese Aussage interpretieren. Und dem kann man nur zustimmen.

So weit, so gut. Denn bald kehrte, ausgelöst durch den Menschen, wieder Chaos ein. Panik machte sich im gut orchestrierten Zusammensein aller Dinge breit. Der Mensch musste Eden verlassen. Fortan lebte er unter härteren Bedingungen. Hatte er in Eden alles was es zum Leben brauchte umsonst, musste er sich jetzt darum bemühen. So enthält das erste Buch Mose die Geschichte jener, die aus dem Paradies vertrieben wurden. Und es endet mit den Begebenheiten um einen Nachkommen Jakobs, der es in Ägypten zum Berater des Pharao schaffte.

Der Leser kann Abraham begegnen, der von Gott auf eine lange Reise geschickt wurde und den man den Vater aller Glaubenden ruft. Isaak, seinen Sohn, der als Opfergabe beinhahe auf dem Altar landete. Jakob, der mit dem Herrn kämpfte, und der dann Israel genannt wurde. Zwölf Brüder, die den Jüngsten aufgrund seiner ständigen Träumereien in eine Grube warfen. Nicht zu vergessen Kain und Abel und den Brudermord. Noah und der hunderte Meter lange Kasten, den man Arche nannte. Viele andere, bemerkenswerte Schicksale. Heute würde man sie Freaks rufen, denn sie waren Menschen, die entgegen den Gepflogenheiten der umliegenden Völkerschaften lebten. Menschen, die nach dem Segen Gottes trachteten.

Das Land, in dem sie wandelten, war Kanaan. Jetzt für sie noch ein Durchgangsland, später jedoch, sollten sie es besitzen, so die Verheissung. Sie sollten schlussendlich als Nation hier einziehen. Das erste Buch Mose erzählt darum vor allem jene Geschichten, die für die Erfüllung der Verheissung wichtig waren. Und sie nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn die heiligen dieser Tage manchmal mit unlauteren Methoden zu Werke gingen. Als dann eine Hungersnot über das Land kommt, senden die Nachkommen Abrahams eine Delegation an den Hof von Ägypten. Dort ist Josef zum Finanzminister aufgestiegen. Er lässt die ganze Familie zu sich kommen. Die Menschen übrigens, konnten sie am Anfang der Bibel beinahe tausend Jahre alt werden, wurden jetzt noch etwa hundert Jahre alt. Josef stirbt mit hundertzehn Jahren. Eine neue Geschichte beginnt.

für das team fantaster: sir starkweis

buch drachensaga von m.heitz im netartstyle

Posted in netart on Januar 14th, 2020

Gewaltige Bestien, Schlangen, Würmer und Drachen

Glück und Unglück kommt selten allein

Abgründe der Geschöpfe, Trümmer und dunkler Rachen

Welcher Held erkämpft sich zuerst den Weltenstein

drachensaga

 

doppelrolle: ein krimi von burk walter im netartstyle

Posted in netart on Januar 14th, 2020

die staubern, das idyll in den voralpen

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Posted in netart on Januar 14th, 2020

Eine weitere Geschichte des Barbaren aus dem Norden

Seinen Schwertarm der Königin Alcuina er leiht

In die Fänge sie geratet von benachbarten Horden

Conan das Volk der Cambrer aus Bedrängnis befreit

k.mays friede auf erden, bd 30 der gesammelten werke

Posted in buchinterpretationen on Januar 1st, 2020

Karl May/ WikiMay/ Und Friede auf Erden 1958 c Karl-May-Verlag Bamberg/ Band 30 der gesammelten Werke/ Kartenzusatz/  grünes Stoff hardfax S.590

Übermorgen: Treffpunkt Frieden?

Einleitung Was würde Karl May sagen, träfe er heute sein Buch „Und Friede auf Erden“ auf dem Blog Seitentrotter? Hat sich die Menschheit endlich weiterentwickelt? Aus irdischen Gefilden empor in eine lichte, himmlische Welt? Wie haben die Nationen die Friedensfrage gelöst?  Karl May würde sich eifrig drehen und wenden um zu sehen, was aus seinen Friedensgedanken geworden ist. Als Mensch und Autor hat er sich entwickelt, stellt in Band 30 seine pazifistischen Ideen seinem immer noch breiten Anhang vor.

 

Einführung Über viele Zeilen ritt May mit Winnetou über die Steppe und das Felsengebirge. Mit seinem braven Hadschi Halef Omar durch die Wüste und so manches Wadi. Immer darauf bedacht, verfeindete Stämme ohne Blutvergiessen zu versöhnen und Schurken mit Geduld zur Vernunft zu bringen. Nun, da er über etliche gesammelte Werke in handlungsstarker Manier viele Male Frieden gestiftet hatte, gibt er in seinem Alterswerk Auskunft über seine wahren Motive. In Band 30 fährt er gleich drei erklärungsmächtige Geschütze auf: Der hochmütige Westen muss erzittern und seine zivilisatorischen Absichten offenlegen, das Geschoss des religiösen Wahns mit humanitärer Verteidigung zunichte gemacht werden, persönliche Vorurteile, geschürt durch nationalen Stand, vorsichtig aber gezielt entlarvt werden.

 

Handlung Die Reise beginnt am Tor zum Orient, in Kairo. Charley begegnet dort den Hauptfiguren der Geschichte, dem amerikanischen Missionar Waller und seiner Tochter, dem ägyptischen Diener Sejjid Omar und auf zwei geheimnisvolle Chinesen, Fu und Tsi. Später dann findet noch Old England, in der Person von Sir Raffley und seinem Neffen, dazu. Wer nun eine abenteuerlastige Story erwartet, wird enttäuscht. Zwei bis drei Handlungen, die durch Aktion Spannung erzeugen, dann ist Schluss. Anhand der Route, die Charley auf dem Seeweg von Kairo nach Indien, Sumatra und China führt, referiert Karl May in ausladender Weise und mit treffendem Blick die Differenzen zwischen Religionen, Nationen und Kulturen.

Dies tut er anhand der Person des körperlich und geistig kranken Missionars Waller. Karl May verfasst ein Gedicht mit christlichem, menschenfreundlichen und -liebenden Inhalt. Dies fällt der Tochter des Missionars in die Hände, und das Gedicht dient infolge als Grundlage zur völligen Genesung des Missionars. Das grosse Finale findet in China statt. May erzählt von einem grossen Bund der Menschenliebe, der seinen Ursprung im heidnischen China hat. Dabei beschreibt er so nebenbei, durch welchen gemeinsamen Nenner sich die Religionen einigen könnten. Es ist ein Prinzip der Menschenliebe, beschrieben vor mehr als hundert Jahren.

 

Besprechung Wenn man Karl May kennt, viele seiner Bücher gelesen hat, so weiss man, dass man durch die Personen der Geschichte viel über seine eigene Person lernen kann. In diesem Fall gibt der Autor ziemlich deutliche Hinweise, wie er sich entwickelt hat, und was der Leser von ihm noch erwarten konnte, damals, vor etwa hundert Jahren.

Wir sehen da einen Sir John Raffley, einen eingemachten Engländer der noblen Sorte. Er hat sich auf seinen weiten Reisen eine Chinesin angelacht und hat sich dadurch mächtige Gegner geschaffen. Indem er durch die Heirat mit einer vermeintlichen Heidin den standesgemässen Graben überwindet, hat er ein nationales Vorurteil überwunden. In einer Wette setzt er darauf hin sein ganzes Vermögen. Wir sehen darin einen May, der sich einer Menschenliebe nicht nur geöffnet hat, sondern sie auch praktiziert.

Wir sehen da den Diener Charleys, der ein Sprachgenie ist. Karl May mimt in seiner Geschichte immer noch die Hauptperson, ist aber nicht mehr der fremde Alleskönner, der Übergrosse Effendi aus dem Abendland.  Überall wo der Diener mit seinem Herrn hinkommt, lernt er die fremden Worte. Sein Kopf ist daher der Behälter für einen bunten Mischsalat. May gibt zu, sein Diener konnte nicht wirklich die Sprachen, die er immer wieder behauptet hat, zu können. Dabei ist der Sejjid ein grundehrlicher Kerl. Der durch die Menschenliebe seines Sihdi die Fährte seiner angestammten Religion verlässt. Ein Hinweis, wie Karl May selber einst durch Seelsorge Nächstenliebe empfangen konnte, und wie er mit den Sprachen umging.

Wir sehen da den Neffen Sir John Raffleys, den ein standesgemässes Vorurteil hoch über andere Nationen erhebt. Ein fataler Fehler, wie uns May in Friede auf Erden warm zu berichten weiss. Denn der Neffe erlebt infolge auf der Reise nach dem fernen Osten einen menschlichen Misstritt nach dem andern. Die er mit seinem Stand zu erschlagen suchte, fangen seinen Hieb mit erstaunlich einfacher Leichtigkeit ab. Diese Heiden, Tempelpriester und Frauen bringen es fertig, dass der vornehme Engländer sich ans Herz greift, und die gehegten Vorurteile als das erkennt, was sie sind, nämlich übergrosse drohende Schatten. Darin kann der geneigte Leser erkennen, was May schon immer predigte, durch alle Geschichten. Es ist dies der Wert des Menschen, egal welchen Standes, Volkes, oder welcher Nation.

Dann sehen wir da Dilke, den Zivilisatoren. Er will das vermeintlich Richtige des Westens dem Osten aufdrücken. Er ist der Anführer eines Aufstandes gegen den Bund der Menschenliebe. Karl May wirft ihn am Schluss der Erzählung in den Abgrund. Ein Hinweis, dass er selber, Karl May, seine alte Gesinnung, alles was sie beinhaltete, als gestorben betrachtete. Nach seinen eigenen Worten waren die Abenteuergeschichten der ersten Stunde nur der Anfang, die Übung, für das was nun kommen soll. Für die abschliessenden, erklärenden Gedanken, die sein gesamtes Werk in ein humanistisches Licht der Menschliebe rücken soll.

 

Fazit Nur wenig hat sich verändert, seit May diese Worte geschrieben hat. Friede zwischen den Nationen? Wir warten auf Übermorgen. May ist natürlich ein Kind seiner Zeit. Er hat darum nicht die Klimaprobleme diskutiert. Aber er hat, und das in einer für die heutige Zeit immer noch ansprechenden Sprache, eine fundamentale Frage gestellt. Wie, auf welcher Basis, könnte Friede zwischen den Völkern sein? Die Antwort, würden die Mächtigen auch nur den Glimmer einer Sekunde erwägen, sie haben zu wollen, würde doch einiges ändern. „Bringt Liebe nur!“ dichtet da May in seinem Gedicht. An gelebter Liebe, daran, würden die Nationen sich darum bemühen, würden so einige unmoralische und gewinnorientierte  Absichten hängen bleiben.

 

Empfehlung Karl May, auch sein Alterswerk, kann man durchaus wieder mal lesen. Tipp: nicht irgendwann, sondern am besten zu einer christlichen Festzeit, wie Weihnachten, oder Ostern, einfach dann, wenn die Stimmung festlich ist. Denn, auch daran lässt Karl May keinen Zweifel, würden wir die Bibel kennen, wüssten wir, was der Grund dessen ist, was er Menschenliebe nennt.

 

Für das Team fantaster: pilger jack

 

krimi: der wille des volkes von ch.lewinsky, eine rezension

Posted in buchinterpretationen on Dezember 4th, 2019

Charles Lewinsky/ Lewinsky auf Wiki/ Der Wille des Volkes c dtv 2019/ Ein Schweizer Regionalkrimi/ softfax S.384

Politiker Wille unter der Krimiwelle

 

Einleitung Was unterscheidet eigentlich das Groschenheft Jerry Cotton von den anderen Krimis? Die Antwort ist so banal wie grundsätzlich, denn es ist nur die Platzierung eines Verbrechens. JC und sein Kollege Phil Decker sind nämlich meist dem organisierten Verbrechen auf der Spur, emotional, stilsicher, wortgewandt. Alle anderen, der grössere Haufen der Ermittler, die hauptsächliche literarische Sparte Krimi, nimmt sich mehr den verwerflichen Taten einzelner Bürger an. Einer davon ist Charles Lewinsky, freier Autor und Dramaturg, der sich in eigenen Worten, wohl an den einzigen Krimi, den er je schrieb, gemacht hat: Der Wille des Volkes, aus dem Jahr 2017.

 

Handlung  Der sich im Unruhestand befindliche, pensionierte Journalist, Kurt Weilemann, hat noch nichts von seinem Berufsinstinkt eingebüsst. Ein täglicher Frust, dass  er nur noch als Texter für Nachrufe benötigt wird. Dann jedoch wird ein Berufskollege tot aufgefunden, und Weilemann mag dem Bericht der Polizei keinen Glauben schenken. Selbstmord! Nicht dieser Kollege, denkt Weilemann, und macht sich auf den Weg seiner journalistischen Spürnase zu folgen. Dabei stösst er auf so einige Ungereimtheiten. Eine geheimnisvolle Frau, die angibt, ihm helfen zu wollen; ein störrischer Sohn, dem er eigentlich nicht begegnen will; ein kauziger Autor, der sich in einer Seniorenresidenz versteckt. Die Nachforschungen führen Weilemann direkt in das undurchdringliche Dickicht einer von langer Hand geplanten Parteistrategie. Was hätte verschwiegen bleiben sollen, tanzt dem altersmüden Journalisten zuweilen einen ganz gehörigen Tango. Die Indizien werfen ein neues Licht auf einen tief in der Vergangenheit verorteten Fall. Weilemann ist auf der Spur, denn die Kratzer an diesem vergangenen Fall haben sein Interesse für eine gute Story geweckt.

Besprechung Der Wille des Volkes ist die „One-Man-Show“ eines pensionierten Journalisten. Weilemann lebt zurück- und auf sich selbstbezogen in einer Wohnung, die er sich gerade noch leisten kann. Redaktionen denken nicht mehr an ihn, ausser wenn es um Nachrufe geht. Dabei ist Weilemann, zumindest was den Geist betrifft, noch Fit, sieht sich dauernd Wortbilder auf den Gehalt prüfen. Jedoch ist sein Beziehungsnetz arg im Eimer. Er muss sich fragen, warum er von den meisten seiner ehemaligen Kollegen nicht mehr weiss, als den Namen. Aber vor allem nagt es an seinem Berufsstolz, dass er nicht mehr richtig gebraucht wird. Dabei ist er ein Journalist alter Schule, weiss durchaus noch richtig von falsch zu unterscheiden, zumindest wenn man die Fakten zu einem Fall genau betrachtet. Wie bei Derendinger, als man ihn tot aufgefunden hat.

Dabei beschreibt Charles Lewinsky ein dystopisches, düsteres Zürich. Es ist eine dem rechten Flügel verschriebene Partei, die im ganzen Land den politischen Willen diktiert. Im Namen des Volkschutzes wird der Bürger überwacht. Es hat Kameras an allen Ecken und Winkeln. Autos und Busse fahren selber, das Leben ist von den Strassen verschwunden.

Auf dieser Basis jagt Charles Lewinsky die Hauptfigur, Weilemann, durch die Strassen Zürichs. Weilemann ist kein Held, keine heroische Identitätsfigur. Vielleicht am besten vergleichbar mit Spider Man. Er ist ein normaler Mann, gebissen von einem übergrossen Arbeitsreflex, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, wenn man sie partout verheimlichen will. In seiner Rolle gezeichnet als ein alter, gebrechlicher Mann, dem man nichts mehr zutraut, wenn man ihn sieht.

Dabei wird der Protagonist getragen von einem Plot, der wie eine Welle ist, von klein zu gross, und trifft sie auf den Strand, vermag sie auch noch das kleinste Sandkorn umzudrehen. Eine feine Klinge führt der Autor, um ein anderes Bild zu gebrauchen, und lässt die Spannung steigen. Kapitel um Kapitel, auch das sei zu erwähnen, sie kommen in der Eröffnung ohne verträumte Stimmungsbilder aus, steigt der Autor in die Hosen, fügt der Handlung Schicht um Schicht die nächste Erkenntnis zu. Bingo, der beflissene Leser muss innehalten, verträumt zum Fenster rausschauen, und die vertrackten Verhältnisse in der Welt anhand des Romans bedenken.

Fazit und Empfehlung Der Plot lebt von einer durchdachten, krimiwürdigen Handlung, hat aber in Weilemann einen zwar intellektuellen, aber altersschwachen Charakter. Kein Tempo, keine Action in der Ermittlung, jedoch scharfsinnig in der Suche nach Fakten. Das Team Fantaster hat entschieden, es einen nostalgisch angehauchten, dystopischen Politkrimi zu nennen. Gut zu lesen als Zusatzlektüre zur Zeitung, und witzig für solche, dem Journalistengenre verhaftete.

psychodoc für das team fantaster