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brüder des windes von tad williams, eine interpretation

Posted in buchinterpretationen on Juni 9th, 2026

Tad Williams/ Tad auf Wiki/ Brüder des Windes, c Hobbit Presse 2022/ englischer Originaltitel: Brothers of the wind/ aus dem Englischen von: Cornelia Holfelder-von der Tann, Wolfgang Ströle/ Zusatz: Karte/ hf S.367

 

Der Eid des Kampfpoeten

Einleitung Als begeisterter Leser der sogennanten hochen Fantasie habe ich mich so auf einige Autoren eingeschossen. Darunter Amerikaner, Engländer, Deutsche und Schweizer. Einer der Amerikaner ist Tad Williams. Unter anderen grossen Geschichten aus seiner Feder muss hier die Monumental-Saga aus Osten Ard genannt werden. Sie umfasst 12 mehr als 500-seitige Wälzer. In „Brüder des Windes“ führt Sir Tad in die Welt vor „Drachenbeinthron“, dem ersten Buch der Saga. Es ist die grosse Geschichte zweier unsterblichen Prinzen.

 

Inhalt Ineluki und Hakatri sind Prinzen des unsterblichen Volkes der Sithi. Sie leben auf Asu`a, der grossen Festung am südlichen Rand des Aldheorte, eines riesigen Waldgebietes. Sie sind die Brüder des Winds, der Stolz des schönen Volkes.

Eines Tages erscheint ein Abgesandter der Menschen auf Asu`a. In einer speziellen Angelegenheit bittet er die Sithi, so heissen die Elben, um Hilfe. Ein alter Drache treibt in ihren Landen sein Unwesen. Er bedroht Land und Leute, frisst deren Vieh. In seiner impulsiven Art leistet Ineluki einen folgenschweren Eid. Sein Ehrgefühl verbietet es ihm, von seinem Versprechen abzurücken. Tod, Verderben und Unglück stehen vor der Tür des Hauses der Tanzenden Jahre, wie sich sein Clan nennt. Hakatri kann seinen Bruder nicht dem Schicksal überlassen, und auf sein Diener, Pamon Kes, wartet ein abenteuerliches Leben.

 

Besprechung Die Geschichte ist aus der Sicht des Dieners, Pamon Kes, geschrieben. Er gehört zu einem niedrigen Brudervolk der Elben. Zusammen mit seinem Herrn und dessen Bruder ist er nun an das gleiche Schicksal gebunden. Er folgt dem Hernn, wo immer er auch hingeht.

Die Erledigung des Auftrags führt die Drachenjäger durch das ganze Land. So manches an Widerstand müssen sie erdulden, denn nicht alle sind dem Auftrag wohlgesonnen. Im Laufe der Geschichte lässt Tad Williams viel Hintergrundwissen einfliessen. Woher die Sithi stammen; wieso sie schon in zwei Völker getrennt sind; und er erzählt über ihre Kunstfertigkeiten im Dichten und Kämpfen.

Das alles erzählt er aus der Sicht des Dieners, Pamon Kes, der alles aus erster Hand weiss, so wie er es in Erinnerung hat. Die Begegnung mit dem Drachen, die Begegnung mit seinem Herrn, nachdem der Drachenkampf ihn verändert hat. So ist es auch die Geschichte des Lebens des Sklaven Pamon Kes. Immer wieder muss er die Entscheidung fällen, die Ziele des Herrn vor seine eigenen zu stellen. Auch wenn es bedeutet, liebe Freunde allein zu lassen.

Am Schluss der Geschichte ist es, wie ich es nennen möchte, ein Frodo-Effekt, der den Ausgang der Erzählung prägt. Pamon Kes wird unfreiwillig von seinem Herrn getrennt, und er kann nun seine Wege gehen. Er gründet nun endlich seine eigene Familie.

 

Fazit Eine Geschichte wie aus dem Fantasielehrbuch. Fesselnd, prickelnd, gut erzählt. Eine Story über die Kampfpoeten, sie sind die Brüdern des Windes; und die des nicht minder mutigen Pamon Kes. Wer Fantasie liebt, wird diese Geschichte lieben.

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